szmmctag

  • Sticky Eisloch

    Eisloch

    Es ist kälter geworden am Eisloch
    auch der Himmel hat die Farbe der Kälte
    Die Eingeweide der ausgenommenen Fische
    frieren in den vollen Eimern

    Nur wer die Zeit mitgebracht hat
    findet diesen Winter sein Glück im See

    Im Blick auf das Loch wechseln die Schatten
    es schlafen nicht die Fische nicht die Menschen
    Es ist kälter geworden am Eisloch
    auch der Himmel hat die Farbe der Kälte

    Die Weiden trauern am Rand des Sees
    dort steht ein Dichter im Schneegestöber
    er rezitiert den Faust über den See
    die Fische verziehen sich tiefer vor Schmerz

    Wie viel Faust können Fische im eiskalten Wasser ertragen
    Wie viel Kälte speichert ein gefrorener See
    Einsamkeit auf der Eisfläche voller Ekel vor der Welt
    auch der Himmel hat die Farbe der Kälte

    Gedicht erschienen in der Zeitschrift OSTRAGEHEGE
    und

    im Gedichtband: Gedichte Alles aus einer Hand
    Engelsdorfer Verlag ISBN 3-86703-469-9

    © 2005 MANFRED H. FREUDE

  • Tor des Monats

    Wählen wir
    den Tor des Monats

    (oder anders: Wie bekloppt kann man denn noch sein?)

    Mach Mit!

  • Denken und Vergessen

    Manfred H. Freude

    Denken und Vergessen

    Dichter um 1800, als Erzieher, lehrten uns nicht nur das Wissen und denken, sondern das, des Vergessenkönnen. Für Goethe hatten die Romantiker noch ein zu kurzes Gedächtnis und selbst suizidgefährdet glaubte er, wer das Erinnern nicht fälscht, kann nicht überleben, wer handeln will muss vergessen können. Sein Faust war geradezu eine Orgie des Vergessens. Eine besondere Fähigkeit unseres Denkens ist eben, nicht zu denken. Eine Zwangshemmung des Denkens. Nicht zu denken, dass wir denken. Das Denkbare ist bereits geschehen und gleichzeitig verstanden. Es ist nicht unbedingt sofort durch einfaches Nachdenken abrufbar. Die Formulierung lautet: dass wir beim Sprechen Vernünftiges voraussetzen. Demgegenüber steht die Frage nach den Absichten der Kommunikation. Es gilt den herauszufinden (Versuch), was der andere gemeint hat. Dies scheint nur scheinbar ein Widerspruch. Man kann nicht gleichzeitig etwas vernünftig sagen, aber andererseits auch nur daraufhin urteilen, was gemeint wurde. Dies ist aber beim Sprechen alltäglich. Scheint nur als ein Widerspruch. Es entsteht nicht der kleinste Ansatz, dass man nicht sprechen kann. Wer schweigt, staunt. So kann es doch passieren, das in zwei völlig unterschiedlichen Zeiten, an völlig verschiedenen Orten, zwei Dichter, ohne voneinander zu kennen, oder voneinander zu wissen, ein völlig identisches Gedicht dichten. So steht doch der Widerspruch der Behauptung, dass beide das gleiche Gedicht geschrieben hätten. Worin besteht nun der Unterschied zwischen beiden Gedichten? Das Gedicht scheint nur ein Gleiches. Wenn wir ein Gedicht haben, so haben wir vor uns Wörter. Eine Ansammlung von Worten. Diese Worte sind eine Reihe von Artefakten. Sie sind Fakten und als künstlich hergestellte Fakten, sind sie somit Artefakte. Mit dem Sprechen klettert man eine Leiter hinauf (sic). Das Problem dabei ist, wenn einer bereits sehr hoch auf der Leiter ist, und muss nun entweder von oben sprechen, was verständlich Probleme macht, oder er steigt herunter, was eine Verständigung erschwert. Er steigt förmlich aus seiner Höhle und muss doch wieder hinab. Es gibt Sprache diesseits der Rede oder jenseits, anders ist Sprache nicht, also Nonsens. Das der Hörende „etwas anderes denkt als der Redende“ ist in einer wissenschaftliche Anforderung ausgeschlossen. Meine Theorie Schwaigen sagt aber, das der Hörende etwas anderes denkt, als er hört und der Redende redet, als müsste er das was er denkt, übersetzen. Der Redende denkt etwas anderes, als er redet. (Wenn der Redende während der Rede aus dem Fenster sieht, redet er weiter, obwohl er etwas anderes denkt) der Hörende denkt etwas anderes, als er hört. So klar und deutlich wie nur möglich ausdrücken. Diese Klarheit lässt eine größere Verständigung zum Redenden zu. Anderseits lässt dies weniger Spielraum für den Hörenden zu. Es ist so als würde das Essen vorher gequetscht. Es lässt sich leichter schlucken, aber man erkennt weniger, was vorgesetzt wurde, man schmeckt kaum noch Unterschiede und man hat nichts mehr zu kauen. Im Übrigen wäre eine wissenschaftliche Klarheit in der Quantenphysik wie auch in der Gettokanack möglich. Aristoteles Diktum heißt, dass nicht jeder Gegenstand ein gleiches Maß an theoretischer Präzision eröffnet. Der Philosophie der Sprache muss die Idee gegenübergestellt werden, dass bei der Verfolgung philosophischer Fragen, wir mit der Sprache beginnen und unseren Weg eröffnen. Meine Überzeugung ist, dass diese Haltung verantwortlich ist für die unfruchtbare Natur vieler zeitgenössischer analytischer Philosophie. Wenn wir mit Sprache beginnen und versuchen, ihren Weg nach außen zu arbeiten (uns zu äußern), werden wir nie außerhalb der Sprache treten. Was wir uns nicht denken könnten (Einhorn), das können wir uns real denken. Was wir uns real und klar denken können (Pferd), können wir uns nicht anders denken. Wir können uns also Marsmenschen in jeder Form vorstellen, wir können uns aber ein Dreieck oder einen Kreis nicht anders vorstellen. Selbst den Vogelflug können wir uns real vorstellen, da wir ihn wohl oft bereits im Traum miterlebten. Zukunft ohne Gedächtnis. Wozu noch Gedanken frag ich, wozu? Sprechen von Malen des Denkens. Erinnern? Woran frag ich, wozu? Immer dieses Nachdenken gegen alles Vergessen und Verinnern. Zukunft ohne Gedächtnis. Behalten wir aus unserer Kindheit. Die Türme stehen in Glut, die Kirche ist umgekehrt. Wozu noch Gedenken frag ich, wozu? Vor Freude vergessen wir alles bei einer Fahrt auf der Achterbahn. Selbst die Angst und auch den Schmerz und beide sind gerade bei der Freude stets gegenwärtig. Wenn wir uns bewusst erinnern, gegen das Vergessen, suchen wir einen würdigen Abschluss, ein letztes Abendmahl uns zu verabschieden und zu vergessen.

  • Genie und verrückt

    Nur der Verrückte ist noch Normal. Der individuell Einfache, der Gleichgültige, der Wirkungslose, der Duckmäuser, der Feigling, der Ehrliche hat nur nicht die Kraft sich und andere zu zerstören. Im Ernst leidet der Verrückte an einem Mutterkomplex. Der Verrückte als der tragisch-komische Held, der komische Held. Es ist seine Natur. Es ist seine Mutter Natur. Es besteht niemals die Frage, ob je ein Unverrückter ein geniales Werk vollbringen wird. Es sei nicht einmal, dass er auch nur eine Sprosse der Leiter erklimmt. Dass er ohne jede natürliche oder auch künstliche Droge eine Leistung vollbringt. Der normale Mensch wird dümmer als die Maschinen, und wird durch sie ersetzt. Der Verrückte rückt aus dem Normalen zur Herstellung von Menschen und Maschinen. Auf diesem Weg wird die Intelligenz schwachsinnig. Das Verrückte trennt sich vom Schwachsinnigen und dem normalen Humanen. Die neuen Paradiese werden digital und gentechnisch hergestellt als hybrides zweites Leben. Der Glaube und das Politikon sind ausgestorben. Intelligenz gibt es nur draußen im Weltall? Menschen werden zunehmend hirnkrank. Bereits heute ist von 466 Mill. Europäern jeder 4. D; das sind 127 Mill. Menschen; medizinisch hirnkrank. Es besteht die Angst vor dem Nichterinnern. Wir meinen zu wissen; sehen aber keine Zusammenhänge. Hierzu steht Goethe, mit seinem Faust, vom Himmel auf seinem Weg zur Hölle, mit der Orgie des Vergessens. Er dopt sich mit Memory - Blockern; er vergisst, indem er aus der Lethe Strom einen Schluck trinkt. Es erinnert ihn Mephisto an die Wette: Wir werden nicht vergessen! Wir, werden nicht, Vergessen, wir werden nicht, vergessen. Für Goethe hatten seine Romantiker ein zu kurzes Gedächtnis. Seine Einstellung besagt: Ein Mensch, der Erinnern nicht fälscht, kann nicht Überleben. Wer handeln will, muss vergessen können. Nur jenseits der Dunkelheit erhellt sich der Verrückte durch Ahnung, Gefühl, Instinkt und Glaube zum Genie. Der Mensch, so meint der Psychologe, geht zur Musik bevor er ganz verblödet. Nichts tun heißt die Devise, um nur nicht aufzufallen. Nicht bewegen um nichts zu verändern. Wenn draußen alle Verrückt werden, nennt man das Vernunft. Der Dumme wird durch nichts gerührt, er bleibt bei den empfindlichsten Vorfällen unberührt. Den Einfältigen rührt nur das, was ihm für seinen kleinen Wirkungskreis interessant ist. Den Albernen rühren die Dinge, die ihn umgeben, aber ganz verkehrt; er lacht, wo er weinen, und weint, wo er lachen sollte; er schweigt, wo er reden, und redet, wo er schweigen sollte. Der Irre, der den Irren spielen muss, um diese irre Welt zu überstehen, hat das traurige Fazit, dass man ein menschliches Leben nur abseits der Menschen führen kann, man muss Verrückt sein!

  • KATALOG FREUDE BÜCHER WERKE

    KATALOG FREUDE
    BÜCHER WERKE

    Bücher von Manfred H. Freude
    Stand: IV 2013

    KATALOG FREUDE
    BÜCHER WERKE
    Bücher von Manfred H. Freude
    PHILOSOPHIE / BELLETRISTIK / LITERATURWISSENSCHAFT / LYRIK / BIOGRAFIEN /THEATERSTÜCKE

    Impressum
    Copyright: © 2012 Manfred H. Freude
    Druck und Verlag: Epubli
    Herausgeber Manfred H. Freude
    Verlag printed in Germany Epubli Verlag GmbH Berlin, www.epubli.de

    Kopien und Zitieren mit Nennung der
    Quelle und des Autors erlaubt.

    Wie könnte ich je etwas sagen, wenn ich nicht davon dichten kann; sonst würde ich ja nur davon reden. Nur das gesprochene und das geschriebene Wort ist schlechter als das gedichtete Wort, aber das gedachte, das unausgesprochene Wort ist das stärkste!

    Meine Gedichte sind reich an Anspielungen auf Mythos, Kultur und Dichtung der Jahrtausende. Sie spiegeln eine aus den Fugen geratene Welt. Unter die Haut und auf der Haut und in die Haut gehen die Worte. Hautgefühle; Aufhellen, Nachdunkeln, Eincremen der Dichterhaut.

    Ich glaube an das, was mich zum Dichten treibt, im Fluss der Worte und Reime ... der Themen und Ideen. Es entsteht aus Vers und Rhythmus, aus Kadenz und Strophe das Gedicht. Jongliere mit Worten wie ein Straßenillusionist, der die Worte zum Himmel wirft und jongliert wie mit Seifenblasen, die zerplatzen und gleichzeitig neue gebären. Wie der Jongleur muss ich beim Dichten müde werden, damit meine Hände allein sein können.

    Sehen, hören, singen, lesen, spielen heißt für mich: Ein gutes Bild (und gute Information) sehen, eine gute Musik hören, ein gutes Gedicht oder gute Zeitung lesen. Inspiration beim Schreiben/Erzählen: das Loslassen und das Festhalten. Wer nicht hören will, muss sehen / lesen.

    Ich sehe mich menschlich als: Zeitkritiker, Postromantiker, mit Sehnsucht nach Frieden. Die Worte für ein gutes Gedicht suche ich täglich neu; in täglich neuen Versuchen und Übungen finde ich Worte, deren wahren Gehalt nur die Zeit bestätigen, bewähren kann!

    Ich glaube an das, was mich zum Dichten treibt. Wenn man Gedichte liebt, so muss man als Dichterfreund nur anders interpretieren als klassisch psychoanalytisch. Mit Philosophiestudium erwerbe ich das Wissen vom Nichtwissen und mit dem Lyrikstudium erschließt sich meine kulturelle Kompetenz ihr Selbstverständnis und die Grundlagen zu Gedichten.
    Wie aber werden wir je davon erfahren, wenn nicht über das lyrische Ich des Gedichtes?

    Meine Gedichte sind reich an Anspielungen auf Mythos, Kultur und Dichtung der Jahrtausende. Sie spiegeln eine aus den Fugen geratene Welt.
    Unter die Haut und auf der Haut und in die Haut hinein gehen die Worte.
    Hautgefühle; Aufhellen, Nachdunkeln, Eincremen der Dichterhaut, der verletzten, der geschundenen, der gekränkten, der misshandelten Haut.

    Aus der Vogelperspektive betrachtet gleicht die Sprache meines Gehirns einem Labyrinth.
    Folgt man dem Ariadnefaden wie dem Wasser (von seiner Quelle über Auen mäandernd, durch Wasserfälle zum Meer aufsteigend, zu den Wolken, herunterregnend auf die Berge und absinkend in deren innerste Schichten). Nur der Leser, der es zum Meer schafft, taucht ein. Es sind heute nicht mehr die leichten, sanften Dichterflüsse mit ihren breiten Ufern. Wir bewegen uns heute in extremstem Wildwasser ohne unzerstörte Sicherheiten. Wir sind Extremsportler. Kein Floß, keine Ufer. Nur wildestes Wasser und Strudel, ja gefährliche Strudel und keine Ufer. Nur zerklüftete enge Felsschluchten. Kommen wir jemals an in ruhigen Gewässern? Wen wollen wir mit einer netten Kahnfahrt noch erreichen? Wie bei einem Computerspiel, das man bis zum höchsten Level spielt und schafft, das ist das Ziel.

    Und die Gedichte sind das Wasser (nicht die Quelle ist der Ursprung und nicht der Fluss der Lauf von den Worten) nein die Gedichte sind der ständige Kreislauf des Wassers. Sie sind im Ursprung noch vor der Quelle tief im Grund der Berge und verdunsten zu den Wolken im Meer und regnen wieder ab über den Bergen. Ewiger Kreislauf.
    Der Dichter und sein Gedicht aber sind wie ein Baum, der tief mit seinen Wurzeln das Wasser aufsaugt.

    Die Dichter fügen ihre Wortsammlungen zusammen zu endlosen Romanen.
    Sie wollen mehr gelesen sein. Ein schönes Goethewort. Wollen wir geistig weiterfliegen oder wollen wir nur die Zeit totschlagen?
    Die ewige Langeweile. Fliehen vor der Realität.
    Aber ist das, was der Dichter schreibt nicht Realität? Geht der Leser nicht davon aus, dass der Dichter die Wahrheit schreibt?
    Verbreitet der Leser nicht das Wort: „Es steht geschrieben.“
    Was steht nicht alles geschrieben: Thesen und Gegenthesen.
    Und all die schönen Einbände. Wer braucht da noch schöne Worte?

    Und der Poet, der Große, mit seinen langen Balladen und seinen ewig langen Elegien alles für die Bücherwand. Wunderschöne Exemplare in Golddruck.
    Und das kurze Gedicht, diese schönen Worte? Ja es gibt sie aber sie sind so schnell gelesen und so schnell vergessen, sie fliehen und fliegen.

    „Es sind keine Waffen denn diese Sprache“. So möchte ich das Verständnis für meine Gedichte ausgedrückt wissen. Diese Sprache jedoch wurzelt in der Erfahrung, in der Moral, in den Grundlagen meiner Selbstrefflektion. Wie könnte ich je etwas sagen, wenn ich nicht davon dichten kann; sonst würde ich ja nur davon reden.
    Nur das gesprochene und das geschriebene Wort ist schlechter als das gedichtete Wort. Aber das gedachte, das unausgesprochene Wort bleibt das stärkste!
    Wie aber werden wir je davon erfahren wenn nicht über das lyrische Ich der Dichter?

    Keine Genichte Alles Gedichte
    ISBN-10: 3-939144-41-X
    ISBN-13: 978-3-939144-41-0
    Engelsdorfer Verlag Sprache: deutsch
    Taschenbuch, Format: 19x12
    94 Seiten Preis: 9,40 EUR
    1. Auflage 2005_12 Werk Band 1 Debüt Band

    Meine Lyrik ist kein Glück Sondern sublimer Ekel.
    (Meine Lyrik = Suprematismus (= das Höchste) Freud; Houllebecq; ist kein Glück; = sublimer Ekel (erhabener Ekel) Nietzsche)
    Die Prosa wirft wie die Aristokratie in Frankreich am Anfang der Revolution (Nietzsche) „mit sublimem Ekel ihre Privilegien weg“ gibt Schritt für Schritt ihre herrschaftlichen Befugnisse ab.
    Was bleibt und was wird, ist erhaben sublim superbem das Höchste, besser, leichter, südlicher, sonnenhafter (Nietzsche). Prosa ist von der Natur, eine Macht, die über uns keine Gewalt hat, und so dynamisch erhaben ist, im kantischen Sinn.
    Personen als Geschlechtsorgane. Ich sage ja: meine Lyrik ist das Höchste, ist Suprematismus „die Umwandlung des unbefriedigten Geschlechtstriebs in geistiger Leistung im echten Freudschen Sinne.
    Diese Gedichte fliehen und fliegen!
    Und das Gedicht, diese schönen Worte?
    Ja es gibt sie aber sie sind so schnell gelesen.
    Und so schnell vergessen, sie fliehen und fliegen.
    Bestellung: Im Buchhandel, bei Amazon oder beim
    Engelsdorfer Verlag, Schongauer Straße 25, 04329 Leipzig
    Telefon: 0341 / 27 11 87 – 0 Telefax: 0341 / 27 11 87 - 10
    Email: info@engelsdorfer-verlag.de

    Denkheft und Schriftmal - Merkwerk Gedichte
    ISBN: 3-939404-67-5
    1. Auflage 2006_04 bei Engelsdorfer Verlag Werk Band 2
    Preis: 9,80 EUR

    Denkheft und Schriftmal.
    Merkwerk - Gedichte
    Neologismus, außerdem eine Kombination aus Denkmal und Schreibheft, ein Schriftmal wie Denkheft. Das Wichtige im Leben welches den Einzelnen ändert und ein wenig glücklicher machten kann ist die Reflexion. Der Mensch der reflektiert, verändert. Sei es das er in der Kunst reflektiert, sei es in einer der Wissenschaften. Das Wesentliche im Leben des Menschen sind die Probleme der Nahrungsbeschaffung und der Wohnungsgestaltung, der Kampf um Pfändung und Verhungern. Weiteres hat ausnahmslos die Probleme des Menschen seit der Höhlen bis zu den Wolkenkratzern nicht verändert. Götter tauschen und dafür neue Katastrophen eintauschen. Der alte denkende Mensch veränderte nichts in allem Sprechen und Schreiben.
    Ein dichterisches Heft zum Gedenken und Bedenken des Wissens, ein besonderes Denkmal, geschriebenes Denkmal für notiertes Gedachtes. Gedanken in einem Denkmal ein Denkmal für Gedanken. Ein beschriebenes Denkmalheft.

    Vom Hörensagen und Draufsätzen.
    Gedichte
    ISBN-10: 3-86703-709-4
    ISBN-13: 978-3-86703-709-9
    1. Auflage 2008_03 Engelsdorfer Verlag
    Sprache: deutsch Paperback, Format: 21x15
    146 Seiten Preis: 10,70 EUR
    Vom Hörensagen und Draufsätzen Gedichte Das Wichtige im Leben welches den Einzelnen ändert und ein wenig glücklicher macht ist die Reflexion. Der Mensch der reflektiert, verändert. Sei es das er in der Kunst reflektiert, sei es in einer der Wissenschaften. Das wesentliche im Leben des Menschen sind die Probleme der Nahrungsbeschaffung und der Wohnungsgestaltung der Kampf um Pfändung und Verhungern. Weiteres hat ausnahmslos die Probleme des Menschen seit der Höhlen bis zu den Wolkenkratzern nicht verändert. Götter tauschen und dafür neue Katastrophen. Der alte denkende Mensch veränderte nichts in allem Sprechen und Schreiben. Ein dichterisches Heft zum Gedenken und Bedenken des Wissens

    Bestellung: Engelsdorfer Verlag,
    Schongauer Straße 25, 04329 Leipzig
    Telefon: 0341 / 27 11 87 – 0 Telefax: 0341 / 27 11 87 - 10
    Email: info@engelsdorfer-verlag.de

    Mallorkinische Reise Gedichte
    Verlag mb Verlag Druck,
    Wallbach (CH)
    info@mbverlag.com

    ISBN: 3-86611-189-4

    Auflage 2006
    Preis D 14,95 €

    Hommage an eine der schönsten Inseln des Mittelmeers
    Spanische Impressionen im Stil der großen spanischen Dichter

    Mallorkinische Reise
    Gedichte

    Danke.
    Danke das ihr mich gelesen
    meine eng geknüpften Worte
    sind so passend wie ein Spiel
    das ihr tragt in eurem Herz
    Ihr! Verwebt in Feindschaft und Liebe.

    Treibsand und Lianen –
    Gedenken und Bedenken Gedichte

    ISBN: 3-939404-64-0
    1. Auflage 2006_04 bei Engelsdorfer Verlag Werk Band 3
    Preis: 13,00 EUR

    Treibsand und Lianen
    Gedichte
    Das Wichtige im Leben welches den Einzelnen ändert und ein wenig glücklicher macht ist die Reflexion. Der Mensch der reflektiert, verändert. Sei es das er in der Kunst reflektiert, sei es in einer der Wissenschaften. Das wesentliche im Leben des Menschen sind die Probleme der Nahrungsbeschaffung und der Wohnungsgestaltung der Kampf um Pfändung und Verhungern. Weiteres hat ausnahmslos die Probleme des Menschen seit der Höhlen bis zu den Wolkenkratzern nicht verändert. Götter tauschen und dafür neue Katastrophen. Der alte denkende Mensch veränderte nichts in allem Sprechen und Schreiben.
    Ein dichterisches Heft zum Gedenken und Bedenken des Wissens, Vergänglichkeit im Treibsand versunken. Verloren im Treibsand. In den Sanduhren durchgereicht von einer Glaskugel in die andere (oder doch die Gleiche). Alles was war, was wert, was teuer. Nur einige Wenige, errettet von Lianen gereicht aus dem Nichts. Hochziehen vor dem Herabziehen. Herausziehen aus dem Vergessen.
    Dem Nihilismus, dem Pessimismus die rettende Liane gereicht, sich selber aus dem Treibsand ziehen, das ist die Lösung.

    Tödlicher Frieden –
    Gedichte – Poesie der Ruinen - Nur die Zukunft sehen

    ISBN: 3-86703-111-8
    1. Auflage 2006_09 bei
    Engelsdorfer Verlag
    Preis: 15,00 EUR

    Tödlicher Frieden –
    Gedichte – Poesie der Ruinen - Nur die Zukunft sehen
    Attentate, Naturkatastrophen, Mitte, Dunkel, Dämmerung, Leere, Innen, unsichtbare Tornados, schwarze Löcher, Wellen, Wüste, Tsunami, Feuer, Brandung, Vulkane, Erdbeben, Explosionen, Straßenkämpfe, Schüler, Hacker, Terroristen, was noch? Das friedliche Nebeneinander, unsere aufgezwungene freundliche Toleranz, schamlos ausgenutzt, wie die Natur, der wir arglos begegnen an Traumstränden von urplötzlichen Tsunami, Erdbeben oder Vulkanausbrüchen überrascht.. Begegnen wir unserem Leviathan.
    Begegnen wir auf der Stille der Friedhöfe nur unseren Toten. Die Sekunden der Stille vor der Atemwende des Todes.

    Tödlicher Frieden zur Interpretation
    Was geht ständig vor sich? Oft verwechselt mit Kriegen. Die ständig, immer wieder irgendwo und überall stattfinden. Mit Kriegen verwechselt, wohl wegen der Panzer, die Taub scheinen? Taub, wodurch? Taub, wogegen? Ständig wird gewarnt. Von allen Seiten. Wovor? Wofür? Wieder das Vergessen? Wieder das Vergessene? Gibt es Krieg? Gibt es Streit? Gibt es endlich Frieden? Sind die Kriege und die Frieden menschlich, Artefakte? Oder sind sie natürliche Erscheinungen? Wie Unwetter oder Dürren? Alles Fragen. Alles unbeantwortet. Und das Gedicht? Unbeantwortet stellt es die Frage „was kann geschehen? Immer. Jetzt.“ Der intelligente Mensch versagt. Da gibt es nichts wissenschaftlich zu interpretieren. Er steht vor seinem Urteil. Einem Oxymoron. Widersprüchlich, different, paradox. Er spricht aus Angst. Wie der große Dompteur. Wissend, das der Tiger niemals beißt, das er immer spielen will. Historisch rollen die tauben Panzer immer. Ab und an löst sich ein Schuß mitten im Frieden. Ein Attentäter, ein Amokläufer ein Verrückter. Was soll da noch erklären? Der Mensch könnte an seinem Mörder im stillen Tunnel vorbeigehen. Der Mensch erkennt, wenn der Strand ins Meer zurückgeht, ist Gefahr. Es ist nicht mehr schön. Die Kinder sind mit der Geschichte geboren und aufgewachsen. Sie spielen, doch glauben alle an die Unverwundbarkeit. Ihnen wird an diesem Ort nichts geschehen. Tödlicher Frieden. Aber was geschieht? Sie wurden gebadet wie Siegfried im Blut der scheinbaren Unverwundbarkeit. Aber niemand ist unverwundbar. An irgendeiner Stelle klebte das Pflaster der Unverwundbarkeit. Dort ist man verwundbar. Die Natur ruft ihre grausamen Kräfte herbei. Der Mensch, der in der Wüste, lernte seine Häuser nicht mitten in die Oase zu bauen, um diese nicht zu zerstören. Nun baut er seine Villen mitten in die Wälder. Wälder brennen immer. Das ist ihre Natur. Der Mensch wird sich nicht ändern. Das ist seine Natur. Er versucht, die Natur zu ändern. Hinzurichten auf eine neue Schöpfung. Das Gedicht tödlicher Frieden (welches auch dem gleichnamigen Buch seinen Titel gab), wird fast ausnahmslos falsch interpretiert. Man schwankt, bei der Interpretation, zwischen Krieg und Frieden. Das ist falsch! Dies passiert auch berufsmäßigen und geübten Kritikern, Lesern, Poetologen, Sprachphilosophen. Auch wenn das Gedicht, stellenweise von Landsern, Panzern spricht, so handelt es bei genauerem Hinsehen, Hinhören und Betrachten, um diese alltägliche Situation einer Katastrophe, gleich welcher Art, die jedem von uns, zu jeder Sekunde treffen kann. Auch am ruhigsten Urlaubsort kann uns eine explodierende Bombe treffen, sowie eine tödliche Monsterwelle. Das Haus, in dem wir uns gerade befinden, kann sich selber in ein tiefes Erdloch stürzen. Es kann sich zu jeder Zeit die Erde öffnen von Vulkanen oder Erdbeben. Der Regen kann uns, ganze Häuser und Autos wegspülen. Immer und überall kann etwas passieren. Immer und überall kann plötzlich das Friedliche ins Tödliche umschlagen. Die Idylle zur Ruine werden. Das ist Sinn des Gedichtes Tödlicher Frieden. Der Tödliche Frieden. Hier wird immer Krieg angenommen. Das der Krieg tödlich ist, ist wohl schwer zu bezweifeln. Aber es geht hier um Frieden. Nur der Frieden kann tödlich sein; der Krieg ist per se tödlich (nur tödlich und niemals untödlich). Der Frieden hat an sich friedlich zu sein, doch dies täuscht. Frieden ist so wenig friedlich wie Krieg tödlich ist. Attentate, Naturkatastrophen, Mitte, Dunkel, Dämmerung, Leere, Innen, unsichtbare Tornados, Wellen, Wüsten, Tsunami, Feuer, Brandung, Vulkane, Erdbeben, Explosionen, Straßenkämpfe, Schüler, Hacker, Terroristen, was noch? Unsere eigenen menschlichen Aggressionen, ob als vermeintliche Friedensstifter oder als Krawallmacher. Das friedliche Nebeneinander, unsere aufgezwungene freundliche Toleranz, schamlos ausgenutzt, wie die Natur, der wir arglos begegnen an Traumstränden von urplötzlichen Wellen, Erdbeben oder Vulkanausbrüchen überrascht. Begegnen wir unserem Leviathan. Begegnen wir auf der Stille der Friedhöfe nur unseren Toten. Die Sekunden der Stille vor der Atemwende des Todes. Zu dem Gedichtband geht mehrdeutig der Beweggrund hervor. Zunächst zu dem Text, dieser Anlass, das verstärkt berichtet wurde, das die gebräunte Gesellschaft sich nun aufmachte, diesen Tag wieder in ihre Reihen zu bekommen und Aufmerksamkeit zu fordern, die sie auch in jedem Fall wieder erreichte, weil sie ständig zu allen unpassenden Gelegenheiten präsent ist. Solange keine Gegenbewegung erfolgt, bekommt diese haarlose Gesellschaft ihre Plattform, ob negativ oder positiv, sie kommen leider in die Schlagzeilen. Zu seinen Gedichten, die Freude zu diesem Thema geschrieben hat. Da erübrigt sich auch ein Kommentar, was den Dichter hier bewogen hat. Das bewegt gewisse Herren in der Schweiz, in Lichtenstein und am Gardasee sicher nicht. Es gehört aber immer wieder aufgetischt und verstärkt in die Aufmerksamkeit. Das Thema wird leider viel zu sehr, so einfach hingenommen. Zu dem Gedicht Auslandeinsatz ist zu sagen, dass es bei dem ersten Auslandseinsatz, der Abstimmung im Bundestag geschrieben wurde. Wie weit wir heute mit unseren Auslandseinsätzen sind, ist bekannt. Fuß um Fuß bewegen wir uns weiter in die Kriegsgebiete und schaffen es dass wir in fremden Weltmeeren nun mit riesigen Kriegsschiffen kleine aber umso schnellere Piratenboote jagen. Kapitän Hook lässt grüßen und von den Kriegsgebieten kommen die Särge und die Öffentlichkeit nimmt nichts war, oder heißt es wahr? Bei allen Themen von Tod und Frieden, geht es um Berichterstattung und um das Wegsehen. Wir sind doch blind für die Dinge, die geschehen. Selbst bei Amokläufern sehen wir nicht hin, sondern suchen uns Begründungen, die unser Gewissen beruhigen; mit denen wir leben können. Den wahren Grund wollen wir doch nicht sehen. Der ist bei blindwütigen Mördern, Terroristen und Totalitären Personen gleich. Wir aber trennen fein. Beim trennen in grüne, weiße und braune Flaschen, bleiben es doch immer Flaschen. Wir sehen aber nur die Farbe. Dies ist hoffentlich eine kleine Einführung in eine Interpretation, das reicht fürs erste als Erklärung. Weiteres ergibt sich aus seiner kompletten Arbeit. Im Übrigen hat er einen einzelnen Band herausgebracht, mit dem Titel: tödlicher Frieden. Hier geht es darum, dass es im Allgemeinen, keine Sicherheit gibt. Auch nicht in der Natur. Leider werden der Titel und auch einige Gedichte, wie das Gedicht Tödlicher Frieden, oft als einen Text, alleine Wider den Krieg, oder wider das Vergessen, angesehen. Es geht aber darum, dass wir zu keiner Zeit, zu keiner Sekunde sicher sein können, weder vor Krieg, noch vor Erdbeben, noch vor Amokläufern noch vor Hauseinstürzen. Wir leben einfach gefährlich. Na, wenn das keine neue Botschaft eines Dichters ist. Wir leben in gefährlichen Zeiten; der Lachende hat die furchtbare Nachricht nur noch nicht empfangen … der dort ruhig über die Straße geht ist wohl nicht mehr erreichbar für seine Freunde die in Not sind?

    TÖDLICHER FRIEDEN

    tödlicher Frieden der tauben Panzer
    die rollen und rollen
    nicht wissend wohin noch woher

    und in den Straßen
    und auf den Plätzen
    spielen die Kinder der Landser
    mit Holzpferden und Steinkreuzen

    Die Armen und die Doofen sind geblieben
    die Anderen zog es zum Meer
    wo man den Horizont noch sieht
    den Horizont der einem so fehlt

    Ihr Lacher lacht noch lächerlicher
    glaubt weil ihr im Blut gebadet
    ganz getaucht in schwarzem Blut
    ihr wäret unverwundbar wunderbar

    Hört ihr nicht die Wellen rufen singend
    seht ihr nicht die Wälder brennen fressend
    warum schweiget ihr noch
    die Natur wird’s richten meint ihr hinrichten

    Alles aus einer Hand –
    Lesung 2006
    Haus der Dommusik Aachen

    ISBN: 3-86703-469-9
    1. Auflage 2007_07
    bei Engelsdorfer Verlag
    Preis: 8,70 EUR

    Die Welt ist eine Scheibe!
    Je stärker es dahinter dunkelt
    spiegelst du dich, erkennst
    du deine Seele – im Gedicht

    Mein Gedicht ist eine Scheibe
    Mein Gedicht ( als Welt )
    ist eine Scheibe ( aus Glas )
    Ich bedeute ( durch ) die Scheibe
    Man erkennt, glaubt, sieht ( Theorie, Wissen )
    durch diese Scheibe.

    Mein Gedicht ( die Welt ) ist -
    - „das sich in dieser Scheibe Spiegelnde „
    ( Doxa, Meinung )
    Das Deutbare ist nicht Eindeutig, nicht Begrifflich.

    Lese meine Gedichte: Reflektiere, bilde die Ausnahme, empfinde, betone.

    Vom Hörensagen und Draufsätzen. Gedichte
    ISBN-10: 3-86703-709-4
    ISBN-13: 978-3-86703-709-9
    1. Auflage 2008_03
    Engelsdorfer Verlag
    Sprache: deutsch Paperback, Format: 21x15 146 Seiten
    Preis: 10,70 EUR

    Beschreibung: Vom Hörensagen und Draufsätzen Gedichte Das Wichtige im Leben welches den Einzelnen ändert und ein wenig glücklicher macht ist die Reflexion. Der Mensch der reflektiert, verändert. Sei es das er in der Kunst reflektiert, sei es in einer der Wissenschaften. Das wesentliche im Leben des Menschen sind die Probleme der Nahrungsbeschaffung und der Wohnungsgestaltung der Kampf um Pfändung und Verhungern. Weiteres hat ausnahmslos die Probleme des Menschen seit der Höhlen bis zu den Wolkenkratzern nicht verändert. Götter tauschen und dafür neue Katastrophen. Der alte denkende Mensch veränderte nichts in allem Sprechen und Schreiben. Ein dichterisches Heft zum Gedenken und Bedenken des Wissens

    Schlagwort & Dichterstreit.
    LYRIK GEDICHTE. Werk Band 5

    ISBN-13: 978-3-86901-153-0
    1.Auflage 2009_01
    Engelsdorfer Verlag Sprache: deutsch
    Paperback, Format: 21x15 180 Seiten
    Preis: 12,00 EUR

    Beschreibung:
    Diese Schrift ist ein Sprechen in das Denken des Abonnenten, zur Zeugung persönlicher Ideen. Gedichte sind Dialoge, deren Bescheidene sich dem ungeeigneten Leser nur schweigend eröffnen. So erkannt, erschließen sich dem Leser, der diese Gedichte mehrfach liest und um Verständnis fragt, immer neue Antworten…

    Bestellung im Buchhandel, bei Amazon oder beim Engelsdorfer Verlag,
    Schongauer Straße 25, 04329 Leipzig
    Telefon: 0341 / 27 11 87 - 0
    Telefax: 0341 / 27 11 87 - 10
    Email: info@engelsdorfer-verlag.de

    Dichter im Gedicht.
    Lyrik Taschenbuch
    ISBN-13: 978-3-86901-152-3
    1.Auflage 2009_01
    Engelsdorfer Verlag Sprache: deutsch
    Taschenbuch, Format: 19x12
    126 Seiten Preis: 9,95 EUR

    Beschreibung:
    G E D I C H T E, Gegenwartslyrik, Lyrische Texte, Keine Genichte – Alles Gedichte, weitere Bände: Denkheft und Schriftmal; Treibsand und Lianen; Tödlicher Frieden, Mallorkinische Reise; und Alles aus einer Hand; Arbeitsgebiete: Lyrische Texte, Zitate, Kurzgeschichten, Escapistenlyrik; Philosophische-, Poetologische-Essays, Intertextuelle Interpretationen; Narrative Experimente und Dokumente von Selbstreflexion; Fragmentarische Erzählungen; Prosaminiaturen; Interpretationsübungen.

    FREUDE
    Das dichterische Werk 2002 - 2006. Freude beim Lesen
    ISBN:978-3-86858-188-1
    Verlag:Shaker Media
    Reihe:Belletristik Sprache:Deutsch Seiten: 476 Seiten Gewicht: 714 g Format: 17 x 24 cm Hardcover Preis:29,90 € / 59,80 SFr
    Erscheinungsdatum:Januar 2009

    Gedichte Edition. Manfred H. Freude, geboren in Aachen, lebt und arbeitet in Aachen. Erste Gedichte 1968. Er debütierte 2005 mit seinem Gedichtband: Alles Gedichte – Keine Genichte. Weitere Gedichte und Essays in verschiedenen Anthologien, Zeitschriften; Prosa und Lyrik im Rundfunk und in weiteren sechs Gedichtbänden. 2007 wurde eines seiner Dramen mit dem Titel: Im Spiegel der Ideale aufgeführt; 2008 sein Vorspiel zum Theaterstück: Faust-Arbeitswelten. Sein letzter Gedichtband heißt: Vom Hörensagen und Draufsätzen. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Anerkennungen. Er studiert an der RWTH Aachen Literatur, Kunst und Philosophie.

    Vorderseite Rückseite

    Widerwort & Widerstreit
    Edition Werk Band 6 - Lyrik & Dichtung

    ISBN: 978-3-86858-365-6
    Verlag:Shaker Media Reihe:Belletristik Sprache:Deutsch Seiten: 112 Seiten Gewicht:168 g Format:15,5 x 22 cm Preis:14,90 € / 29,80 SFr

    Zu meinen Texten werde ich schweigen, kann ich nicht sprechen. Sie sind eigenständige Wesen und müssen für sich selbst sprechen. Warum sollte ich auf jede Frage und Meinung antworten? Eine Frage, die bereits eine vorgefasste Meinung impliziert. Wer mehr wissen will, muss die Texte lesen, die Werke kaufen. Nur das bringt ihn näher zu meiner Dichtung.

    Die ständige Reflexion, das immer wieder lesen, das nachbeten, nur das führt den Leser zu irgendeiner Erkenntnis. Der Text eines Werkes zeigt Persönlichkeit. Diese ist zu respektieren. Diesem Text eine bloße Meinung gegenüberzustellen ist nicht angemessen.
    Zu den Texten ist zunächst NICHTS zu sagen. Sie erfordern ein Maß an Nachdenken. Worüber man nicht sprechen kann, darüber sollte man schweigen. Es geht in allen Texten immer um die X-Frage. Die Frage lautet: Was ist X? Dieses X ist uns zunächst nicht zugänglich. Es gibt zu den Texten weder eine Meinung, noch überhaupt Meinung, noch sind sie vergleichlich. Ein Text kann sich nur nach jahrelanger Liebe erschließen. Dem Leser, der wie der Wächter, zum Beginn der Orestie, der den Erfolg erkennt. Troja ist gefallen und er beginnt in der Orestie: Zu den Göttern fleh ich um Erlösung von der Pein jahrelangen Wächterdienstes ... und an anderer Stelle heißt der gleiche Beginn: Die Götter bitte ich um eine Änderung, um ein Ende meiner Mühen, um ein Ende meines jahrelangen Wachdienstes ... Der Leser als Konsument, nun als Wächter. Er wartet auf Erkenntnis und bewacht gleichzeitig. Er hofft auf eine gute Nachricht. Seine Aufgabe erfüllt sich, sobald er die Nachricht überbringt. Solange über den Text nichts aussagbar ist, kommt es zu keinem Erkenntnisfortschritt. Darüber darf man nicht reden. Aber nach einem erfolgreichen Wächterdienst zeigt sich der Text. Das wahre eines Gedichtes bleibt uns als Menschen unzugänglich. Das ist sehr unbefriedigend.

    Vorderseite Rückseite

    ISBN:978-3-86858-439-4
    Verlag:Shaker Media Reihe:Belletristik Sprache:Deutsch
    132 Seiten Gewicht:198 g Format:14,8 x 21 cm
    Preis:12,95 € / 25,90 SFr

    Shaker Verlag GmbH Kaiserstraße 100
    52134 Herzogenrath
    Tel.: 0049 24 07 / 95 96 0 Fax: 0049 24 07 / 95 96 9
    Mo.-Do. 8:00 bis 17:00 Uhr Fr. 8:00 bis 16:00 Uhr
    info@shaker.de

    Vorderseite Rückseite

    Machina oder DIE RETTUNG
    Theaterstück Rollenbuch DIN A

    ISBN: SHM-00000-0000539
    Preis: 12,00 € / 24,00 SFr
    Lieferung nur über Verlag: Shaker Media
    Reihe:Allgemein Theaterstück Sprache:Deutsch
    Seiten:120 Seiten Gewicht:180 g Format:21 x 29,7 cm

    Dieses Arbeitsbuch ist nur über den Verlag erhältlich!
    Bestellung bei: Shaker Verlag GmbH
    Kaiserstraße 100 52134 Herzogenrath
    Tel.: 0049 24 07 / 95 96 0 Fax: 0049 24 07 / 95 96 9
    Mo.-Do. 8:00 bis 17:00 Uhr Fr. 8:00 bis 16:00 Uhr

    Die schweigenden Fische.
    Werk Band 7
    ISBN-13: 978-3-86268-239-3
    1. Auflage 2010 Engelsdorfer Verlag
    Sprache: Deutsch Paperback, Format: 21x15
    141 Seiten
    Preis: 10,00 EUR

    Beschreibung:
    Die schweigenden Fische sind still im Raum. Die Fangnetze der Fischerflotten haben immer recht. Armut schweigt und die Medien sprechen. Bücher schweigen in Bibliotheken. Auch Menschen haben ihre Stimme abgegeben. Keiner ändert sich. Sein Freund, der Bösewicht, entwendet sein Wort. Der Steckbrief, die Schlagzeile, sucht den schreienden Fisch. Vielleicht habe ich keine Lust? Verkrieche mich in Gedichten. Nimm jeden Atemzug, solange die Luft noch da. Die Farben der Münzen gaukeln noch Werte vor. Ich stehe am Ufer und rufe den Fischen zu: Bleibt bei Eurem Schweigen. Ohne zu erkennen, dass dieses Meer längst abgefischt wurde. Die Welt ernährt Dich, frisst Dich auf. Es bleibt am Meeresgrund ein Stein, ein Anker. Es lebten einst große Dichter im Meer. Noch sind die Legionen unterwegs und suchen nach dem Ahnungslosen. Die schweigenden Fische sind still im Raum.

    Mit freudischen Grüßen!
    Lyrik
    ISBN-13: 978-3-86268-460-1
    1. Auflage 2011 Engelsdorfer Verlag
    Sprache: Deutsch Paperback, Format: 21x15
    59 Seiten, zahlreiche farbige Abb.
    Preis: 8,80 EUR

    Mit freudischen Grüßen!
    Lyrik
    ISBN-13: 978-3-86268-460-1
    Beschreibung:
    Freude: Unter Freude verstehe ich nicht eine Temperamentbegeisterung, vielmehr eine allerhöchste Erfüllung und Bereicherung, indem sich der allgemeinste Zustand eröffnet. Dort wo ich als Mensch ver-sage, wo sich meine weltliche Tragik erfüllt, dort geschieht das Größte, indem ich losgelöst vom eigenen Bewusstsein diese Empfindung des Absoluten erst möglich wird. Meine Grüße, diesen Gruß der ganzen Welt, als ein Funke der Apparition, die wie ein Blitz auftreten, der den barhäuptigen Dichter trifft. Entsprechen einer Trauer, die eine Wende zum Freudigsten erst möglich macht. Nur wer das Gedicht lernt, lernt sein Leben zu dichten. Wenn Du das Gedicht erkennst, erkennst Du auch Dein Leben.
    Mit freudischen Grüßen!

    Ich hörte Schweigen.
    Werk Band 8.
    poetry, Dichtung, Lyrik, Gedichte
    ISBN-13: 978-3-86268-755-8
    1. Auflage 2012 Engelsdorfer Verlag
    Sprache: Deutsch Paperback, Format: 21x15
    308 Seiten, zahlr. Abb.
    Preis: 7,99 EUR

    Ich hörte Schweigen.
    In ihren Gesichtern
    Sah ich Worte auf ihren Lippen.
    Roch ihre Namen, die sie mir nannten.
    Lemma, Lemma. Wo sind ihre Zeichen?
    Liegt, liegt es in Deiner Hand?
    Soll es nicht scheuen – noch gescheut nicht.
    Schweigt noch das Haar.
    Vernehmlicher werden die Stimmen.

    Ich hörte schweigen. Ich hörte das Schweigen, das aus den Worten trat. Woher es kam? Ich weiß es nicht. Zu wem es kam? Ich weiß es nicht. Ich hörte plötzlich ein dazwischen. Fragt es sodann erneut und ohne eine Antwort. Dunkel ins Licht geschrien. Die Worte in zu langen Ketten. Was immer das auch heißen möge? Hört ein Schweigen aus den Glockentürmen und Glocken, tonlos rufen. Ohne ihre Glockenklöppel ein stilles Sprechen. Und so, das nur gehört von irgendwem. Fragst Du, woher es kommt, das Schweigen? Egal. Dann hast Du wieder das gehört, was ist.

    Freude des Bösen
    Prosadichtung, Romanlyrik, Theaterstück

    Hardcover | DIN A5 hoch | 128 Seiten s/w | Preis: 22,75 €
    ISBN: 978-3-8442-1184-9
    Schlagworte: Freude, Böse, Angst, Hass, Zorn, Schuld, Wut
    Ein besseres, schöneres Leben, ja vielleicht wie im Paradies das bleibt unser Wunsch? Wer hat uns dies nur eingeredet, das wir uns dies zu hoffen wünschen? Seit unserer Geburt müssen nicht nur Gebärende leiden, nein, auch wir werden leidend geboren und schreien zum Himmel. Ja, sind wir nunmehr aller, ja, jeder Arbeit los das wir von allem werken, was klein ist und das was groß
    Verlieren in dem großen Spiel, was früher Schweiß und Fleiß das heute uns genommen, was gestern noch Geheiß.
    Wir sind doch alle eins und jeder ist für sich. Das Brot wird schlecht verteilt, an einem leeren Tisch, standen wir soeben noch Hand in Hand am Band, so ist der Job geflogen. Veränderung in anderem Land.
    Tränen hart wie Wasser es rollt das bunte Band.
    Weniger Gleichheit
    Formen, Formen der Gedanken, Formen der Sprache, soziale Plastik leben formen gestalten Plastik evolutionärer Prozess.
    Weniger Freude
    Unsere ganzen Freuden und alle Versprechungen. Nein, wir leben nicht zum Arbeiten, wir arbeiten zum Leben. Welcher Unsinn. Wir arbeiten immer! Alle! Wir arbeiten und arbeiten, arbeiten an unserer Freiheit. Unsere Freiheit heißt Arbeit. Und ohne Arbeit benötigen wir alle Freiheit, eine Arbeit zu erarbeiten. Die Mühle, in der wir uns ständig drehen, heißt: weniger Freude. Und diese wenige Freude erreichen wir nur ohne Geld. Alles Geld das wir uns erarbeiten um uns damit Freude zu erkaufen zerfließt in eine Erlebniswelt die nur zur Existenz anderer aufgebaut wurde, nicht zu unserem Vergnügen.
    Mehr Unwissenheit
    Warum reicht uns nicht das Lesen von Büchern, warum wollen wir sie gleich besitzen, sammeln, einreihen in unser Eigentum. Müssen wir für unser Wissen soviel bezahlen? Ist das Wissen aus dem Internet schneller und problemloser greifbar als das Buch aus dem Regal. Warum sind die Bibliotheken nicht im Internet verfügbar?
    Was wollen wir noch wissen?
    Ist uns die PISA-Studie nicht der Beweis das wir uns auf richtigem, dem besten Wege befinden. Was wollen wir noch wissen? Alles, wollen wir wirklich alle Dummheiten wissen. Wissen, dass ich nichts weiß, dieser weise Spruch des Sokrates ist der Gipfel aller erreichbarer Erkenntnis.
    Was alles haben wir unserem Wissen zu verdanken und wie weit sind wir mit unserem Wissen gekommen. Was haben wir erreicht mit unseren Intellektuellen, ihrem intellektuellen Wissen.

    Das Buch Freude des Bösen ist lieferbar in Hardcover:
    Bestellungen über den einschlägigen Buchhandel, Amazon oder über Kundenservice
    ISBN: 978-3-8442-1184-9
    Mo. - Fr.: 9-16 Uhr 01805 / 88 11 20
    (14 Cent/Min. dt. Festnetz; abweichend Mobilfunktarif) oder kontakt@epubli.de
    Oder über http://www.epubli.de/shop

    unter kontakt@epubli.de oder über Servicehotline 01805 / 88 11 20 (0,14 EUR/Min. aus dem deutschen Festnetz, abweichender Mobilfunktarif).
    Coming soon. Further questions? Please contact us via E-Mail kontakt@epubli.de
    Bereiche: Geisteswissenschaften, Philosophie; Deutsch/Germanistik;
    Sprach- und Literaturwissenschaften, Belletristik, Theaterstücke

    Schwaigen & Nichtsz
    Die unerhörte Wende
    Die Philosophie, sprachlicher,
    Intermedialer Wende

    Hardcover | Wissenschaft | 480 Seiten s/w |
    ISBN: 978-3-8442-1662-2
    Preis: 69,85 €
    Schwaigen & Nichtsz Kategorie: Wissenschaft - Philosophie, Geisteswissenschaft, Sprachphilosophie, Germanistik,
    Schlagworte: Philosophie, Geisteswissenschaft, Sprachphilosophie, Germanistik,

    Schwaigen & Nichtsz
    Die unerhörte Wende
    Die Philosophie, sprachlicher,
    Intermedialer Wende

    Softcover | Wissenschaft | 480 Seiten s/w |
    ISBN: 978-3-8442-1887-9
    Preis: 59,85 €
    Schwaigen & Nichtsz Kategorie: Wissenschaft → Philosophie und Geisteswissenschaften
    Sprechakttheorie und Privatsprache.
    Philosophie, Geisteswissenschaft, Sprachphilosophie, Germanistik

    Schwaigen oder Nichtsz
    das ist hier die Frage.
    Von der Schwaigentheorie:
    Texte als dialogischer Diskurs.
    Dekonstruieren, im ästhetischen, übertragenen und unbewussten Verständnis (Geistesdekonstruktion zur Rezeptionsästhetik).
    Diese Schrift ist so, wie man spricht, und sich immer wieder korrigiert. Dabei ist schreiben und reden immer Kommunikation. Zur Kommunikation gehören immer beide, das Werk so wie der Rezipient. Da dass Werk, so wie die Rede zunächst stillsteht, kommuniziert nur der Rezipient mit sich, unmittelbar. Es findet also keine direkte Kommunikation statt. Der Rezipient kann also weiter nur mit sich oder mit seinem Alter Ego kommunizieren. Damit gerät die Schrift, oder Rede, in die erprobte Vergangenheit. Will man aber das Reden als ein Handeln bezeichnen, also einen performativen Akt, so gerät diese Kommunikation vielmehr in dass interessenlose Wohlgefallen eines Abonnementpublikums.
    Schwaigen & Nichtsz Die unerhörte Wende
    Entgegen aller Unkenrufe, auf Kritik und Schelte, habe ich mich entschlossen, das Schwaigen des Nichtsz zu veröffentlichen, gerade aus Standort und Tradition heraus. Der wahre Denker und Pädagoge, der sich nur auf die direkte Sprache der lebendigen Stimme verlässt, kann mit diesem Text, gegen alles bestreiten, oder umwandeln oder hält sich an ein Schweigegebot. Nein dies würde gerade dem Inhalt des Buches widersprechen. Das Schwaigen schreit nach einer Veröffentlichung. Als Dichter spreche ich mit Gottfried Benn „… was schlimm ist … einen neuen Gedanken haben, den man nicht in einem Hölderlinvers einwickeln kann, wie es die Professoren tun." Sprache lässt Sichtbarwerden, was im Text meist verborgen bleibt, oder im Diskurs meist verworfen oder ausgeschlossen wird. Diese sprachliche Verdeutlichung von Gegenständen verbirgt Unzeigbares von den Dingen, indem das Abweichende vom Text, als ein Unsagbares, deutlich sich zeigt. Philosophie sprachlicher, intermedialer Wandlung
    Schwaigen oder Nichtsz, das ist hier die Frage. Das Denken zum Sprechen bringen. (Nenne es Reden, wenn Du willst.) Poetologische Lust an der Sprache. Eine universale Sprachkritik: Philosophische Theorie einer Poetik mit philosophischen Ansätzen. Implizierte, intuitive Äußerungen, intuitiv erfassen. Paradigmenwechsel der Faszination Stille der Rede. Philosophische Analyse von Sprache und Realität. Spuren aus der Unverantwortlichkeit. Die Aufgabe des Wortes. Interpretation von Erfahrung, Erinnerung. Erkennen als einer Resonanz des Schwaigens. Mnemosyne, als das bei Sprache und Schrift implizite, intuitive, apriorische Erkennen, aus dem Gedächtnis und der Erinnerung. Nicht allein spröde Wissenschaft, teils amüsant, teils tiefgründig, teils Faktenhaft. Wissenschaft ist Religion, weil sie die letzten fragen nicht beantworten kann, im besonderen nicht die Ersten.
    Faszination Stille und dann die unerhörte Wende: Schwaigen.
    Leidenschaft: Nichtsz.
    L´taire et le néant Introite, nam et heic Dii funt!
    Schwaigentheorie: Texte als dialogischen Diskurs dekonstruieren, im Ästhetischen, Übertragenen und unbewusstem Verständnis (Geistesdekonstruktion zur Rezeptionsästhetik.).
    Schwaigentheorie hieße an dieser Stelle: Texte als dialogischen Diskurs dekonstruieren, im Ästhetischen, Übertragenen und unbewusstem Verständnis (Geistesdekonstruktion zur Rezeptionsästhetik.).
    Wittgenstein hat recht.
    Aber ich glaube es nicht!
    Wer dieses Buch freundlich gelesen hat, kann a posteriori, intuitiv, aufrecht und selbstbewusst sagen, dass er weiß, dass er nichts weiß, und nichts wissen wird, ohne diesem, dass er weiß! Ich verlasse mit meiner Theorie, (die keine These ist, und auch keine Hypothese ist,) das Gefängnis meiner Sprache, das nur kärglich möbliert ist. Auch reicht nicht meine Vorstellung zu dem, was man denken, oder auch nicht denken kann, und meine Bewunderung gilt Jenen, die bereits wissen was ich damit sagen will. Ich rede, also denke ich (nicht), spreche dunkel, also bin ich (und mein Leben ist doch reichlich). Wenn ich rede, habe ich bereits gedacht oder denke nach. Was Sprechen heißt, bezieht sich auf unser Denken. Damit wir unsere Rede verstehen, müssen wir bereit sein, zu verstehen was geredet wurde, und nicht was gesagt oder geschrieben wurde … Es geht um die Bedeutungslosigkeit des gesprochenen Wortes in ganzen Sätzen. Das ausgesprochene Wort ist bereits ein Artefakt. Die Reinigung, als eine Katharsis, dient nicht dem Menschen. Sie dient vielmehr der Reinigung der Sprache. Kein Abweichen von der normalen Sprache. Wir reden so klar, wie wir denken dass wir verstanden werden könnten. Beim Sprechen geht der Sprecher immer von der Unwissenheit seiner Zuhörer aus. Das heißt er versucht sich „verständlich“ auszudrücken. Was wir, von Welt wissen, wissen wir über unser Sprechen. Aber nicht so, dass wir das Sprechen so übernehmen, wie wir zum Beispiel ein Lexikon übertragen würden. Wir sind in eigenen Einbildungen gefangen. Aus diesem Gefängnis kommen wir nicht mehr heraus. Es gibt einfach nichts Einfaches. Wenn wir die Worte der Sprache als einfach betrachten, so sind sie Nichts, etwas, vom Nichts im Nichts, eine ausgesprochene Leere. Kein Verständnis, wo wir uns missverständlich ausdrücken, was wir aber so nicht sagen wollten. Der Andere interpretiert eine völlig andere, neue Version. Das Reden wird beendet, weil es auf diese Weise nicht weiterkommt. Besserwisserisches Sprechen, zu allem und jedem. Aber in der Sprache entsteht nur das Eine. Die Leere, das Nichtsz. Schwaigen erfüllt den Raum. Melancholie ist nach aller Erfahrung. Schwaigen ist das Restrisiko der Sprache. Gänzlich ist das Nichtaussagbare bei aller Rede nicht auszuschließen. Weil es, wie ich behaupte, im Schwaigen nicht darauf ankommt, wie ich spreche und dass ich etwas ausdrücke; sondern auf das Prinzip: Warum ich so spreche. Das muss der Hörer beachten.
    Der ganz klare Sinn meines Buches vom Schwaigen wäre, eine Methode, eine Sprache und Darstellungsform zu finden, in welcher sich Philosophisches ausdrücken lässt. Eindeutig sollte Philosophisches sinnvoll sein, aber philosophieren heißt nicht unbedingt Sinnvolles zu sagen. Wer philosophiert, dass versteht der Philosoph. Der Wissenschaftler versucht hiergegen zu argumentieren. Wie sinnvoll das wohl sein wird, muss sich zeigen. Bereits Wittgenstein zog in der Sprache eine Grenze, und nannte das, was jenseits dieser Grenze liegt, einfach Unsinn. Das Meiste, was der frühe Wittgenstein mitteilte, nahm der späte zurück. So nennt er auch philosophische Sätze, „dass sie der, der mich versteht, am Ende als unsinnig erkennt“ (6.54). Nach seiner Konzeption ist dies selbst unsinniges, das aber verstanden werden kann. Er unterschied, was sinnvoll gesagt werden kann, und dem, was sich zeigen muss. Lediglich empirische Sätze erklärte er für sinnvoll. Später machte er sprachlichen Sinn, nicht mehr allein in der Funktion des sich Zeigens fest. Er gab der Sprache Bedeutung, in der Vielfalt von kommunikativen und sprachlichen Äußerungen. Noch erkannte der späte Wittgenstein, die sinnvolle Rede vom sprachlichen Unsinn. Er blieb dabei, dass keineswegs alles sagbar wäre. Dahin gehend ändert meine Theorie Grundlegendes. Ich gehe davon aus, dass Sprache (auch die nonverbale) bedeutungsvoll ist, bis darauf, dass sich etwas in der Sprache und aus Sprache heraus, zeigen muss. Jedoch dass in der Sprache, im Text, nicht der Sinn steckt, den wir mit unserem Bewusstsein und Denken hineinstecken, vielmehr dass das, was sich zeigen muss, das Sinnvolle, erst vom Rezipienten aus dem Text heraus geholt werden muss. Meine These lautet also: Es gibt keine sinnvolle Rede!
    Wittgenstein sagte bei einer Vorlesung den Satz: „Was wir sagen, wird einfach sein, doch zu erkennen, weshalb wir es sagen, das wird sehr schwierig sein.“ (Vorl. 242) Also, wir sprechen nur einfach. Wir erkennen nur schwer, als Autor und als Rezipient. Und man muss denken, was aus dem Gesagten spricht und nicht, was gesagt ist, eher beides.

    Schlagworte: Philosophie, Geisteswissenschaft, Sprachphilosophie, Germanistik,

    Hardcover | Wissenschaft | 480 Seiten s/wSchlagworte: Philosophie, Geisteswissenschaft, Sprachphilosophie, Germanistik, Kategorie: Wissenschaft → Philosophie und Geisteswissenschaften
    Sprachspiel, Sprechakttheorie und Privatsprache.
    ISBN: 978-3-8442-1662-2 Preis: 69,85 €
    Philosophie, Geisteswissenschaft, Sprachphilosophie, Germanistik

    Softcover | Wissenschaft | 480 Seiten s/w |
    ISBN: 978-3-8442-1887-9 Preis: 59,85 €
    Philosophie, Geisteswissenschaft, Sprachphilosophie, Germanistik, Literatur

    SPIEGEL der IDEALE – Theaterstück

    Theaterstück Autor: Manfred H. Freude (Autor) Kategorie: Belletristik → Lyrik, Dramatik, Essays Preis: 8,95 €

    Softcover | DIN A5 hoch | 60 Seiten s/w |
    ISBN: 978-3-8442-1530-4
    Deutsch | Altersempfehlung: ab 16 Jahren | Erscheinungsdatum: 02.01.2012
    Schlagworte: Dichtung, Theater, Ideale, Frauenrecht, Deutschland

    Das Theater Konradhaus eröffnet Spielzeit 07/08 auf Festung Ehrenbreitstein in Koblenz, „Lauter Unmögliches“ (Uraufführung durch das Theater Konradhaus) Premiere am 7. September 2007 um 19.00 Uhr auf dem Schlossplatz der Festung Ehrenbreitstein.

    Drei Frauen spielen.
    Drei Frauen spielen miteinander.
    Drei Frauen spielen Rollen.
    Auf der Bühne wie im Leben.
    Und Sie wollen „Lauter Unmögliches“.
    Die Frau im 21. Jahrhundert ist frei? Eroberung der Arbeitswelt? Abkehr vom reinen Hausfrauen-Rollenbild? Wahlrecht, Abtreibungsrecht und ein eigenes Bankkonto sind inzwischen Alltäglichkeiten und gelten als Errungenschaften der Frauenbewegung. Emanzipation, schon erledigt?
    Aus der diesjährigen Ausschreibung zum Autorenwettbewerb des Theaters Konradhaus zum Thema „Reformerinnen und Revolutionärinnen im Spiegel der Ideale der Simone de Beauvoir“ wurden Manfred H. Freude von einer Jury neun Kurzstücke zeitgenössischer Autorinnen und Autoren ausgewählt, die sich sowohl mit den so genannten „Ikonen“ des Feminismus und gesellschaftlich wirkendem heutigen Frauenleben kritisch befassen.
    In dieser abwechslungsreichen Uraufführungscollage werden, im lustvollen Spiel mit Schubladendenken und Rollenzuweisungen, Klischees und Stereotypen zerpflückt: Geräuschvoll krachen dabei Weltbilder aufeinander, gesellschaftliche Normen erweisen sich als haltlos, und die Frauen, getrieben vom Überlebenswillen, zeigen ihre Krallen.
    „Lauter Unmögliches“ ist eine schwungvolle Auseinandersetzung mit der Spezies „Frau“ in einer modernen Gesellschaft, in der Gleichberechtigung „eh schon selbstverständlich“ ist, oder nicht?
    Es spielen: Nadja Catrin Godzina, Alexandra Heimberger und Christine Manami Münster
    Idee + Konzeption: Ingrid Sehorsch
    Regie und Collage: Nora Hertlein
    Regieassistenz: Reimar Stolze
    Autorinnen und Autoren: Achim Amme, Mona Becker, Manfred H. Freude, Silke Heimes, Barbara Keller, Klaus-Peter Möller, Karin Seidner, Judith Stadlin, Tania Tavernese
    Reformerinnen und Revolutionärinnen der Vergangenheit und Zukunft im Spiegel der Ideale der Simone de Beauvoir (September im Rahmen des Kultursommers)
    Simone de Beauvoir (1908 – 1986) hat sich eine Welt geschaffen, weil Sie in der vorgegebenen nicht leben wollte. Geboren in eine großbürgerliche Familie und streng katholisch erzogen, begann sie in den Pubertätsjahren gegen den für seine Belesenheit bewunderten, für sein patriarchalisches Auftreten gehassten Vater zu revoltieren. Der Zwiespalt, es dem Vater gleichzutun und doch alles anders zu machen, führte sie zum Philosophiestudium an der Sorbonne, das Sie mit einer Arbeit über Leibniz abschloss. Mit Jean-Paul Sartre, Ihrem Kommilitonen, führte sie eine vertraglich vereinbarte lebenslange Beziehung gegen alle gesellschaftlichen Konventionen der damaligen Zeit. Sie weigerte sich zu heiraten, hausfrauliche Pflichten zu übernehmen und Mutter zu werden. Weil Sie die Beziehung einer Ihrer Schülerinnen zu einem jüdischen Jungen verteidigte, wurde sie 1943 aus dem Schuldienst entlassen. Im selben Jahr erschien Ihr erster Roman und etablierte sie als Schriftstellerin. Sechs Jahre später, 1949, erschien Ihr berühmtestes Werk, der historisch-philosophisch-soziologische Riesenessay „Das andere Geschlecht“. Ohne sich selbst je als Feministin bezeichnet zu haben, wurde sie mit diesem Werk die Leitfigur der Frauenbewegung.
    So wie Männer gegen staatliche Unterdrückung kämpften, kämpften und kämpfen Frauen in vielen Ländern dieser Erde gegen familiäre und gesellschaftliche Unterdrückung. Einige von Ihnen haben Männern in deren revolutionären Vorhaben beigestanden, sind aber selbst vergessen.
    Junge deutschsprachige Autorinnen und Autoren werden aufgefordert, Ihre Sichtweisen von einem gesellschaftlich wirkenden heutigen Frauenleben durch die Beschäftigung mit früheren Revolutionärinnen und Reformerinnen und deren Lebensweise, in kurze Szenen zu gießen. Die Beiträge werden juriert und zu einer Collage zusammengefügt, in der das Lebensgefühl der jeweiligen Frauen auch durch die Musik Ihrer Zeit verdeutlicht werden wird. Sind Frauen wirklich frei? Oder bedarf es einer neuen Revolution?

    Faust Arbeitswelten
    Theater Konradhaus, Koblenz
    Dr. Faust, der Forschung und Lehre überdrüssig, leidet an Midlife-Crisis und Burn-out-Syndrom. Nicht einmal die einfachen Dinge des Lebens können ihn noch erfreuen. Daher beschließt er, aus dem Leben zu scheiden. Doch die Selbsttötung misslingt. Getrieben von der Suche nach dem ultimativen Kick übt er schwarze Magie und verbindet sich mit dem Bösen. Seine Depression schlägt um in manische Lebensgier, aus Einsamkeit wird Liebesrausch. Das Leben selbst wird zur bizarren Party. In seiner Verblendung und Verantwortungslosigkeit stürzt er eine junge Frau ins Verderben. Wird ihn Ihr Tod zur Umkehr auf dem Weg in die Hölle bewegen?
    Das in seiner Zeitlosigkeit bedeutendste Drama des größten deutschen Dichters wird neben dem Konradhaus auch aufgeführt als Open-Air-Stationentheater an einem der schönsten Orte unserer Stadt: der Festung Ehrenbreitstein.
    Ergänzung findet das Stück durch ein modernes Vorspiel, das Resultat einer Autorenausschreibung ist. Gewinner der Ausschreibung und der aufgeführter Text von Manfred H. Freude, Aachen, Premiere: 17. Mai 2008 und 20 weitere Aufführungen
    Es spielen: Boris Becker, Victoria Wiese, Kirsten Lange, Gerlind Wriedt, Robert Agnello, Matthias Hausding, Tanja Zwierlein, Uschi Boffin-Hofmeister, Lisa Tamm, Kai Dillenberger, Gregor Jansen, Bernard Boury
    Inszenierung: Ingrid Sehorsch.

    Dr. Faust, der Forschung und Lehre überdrüssig, leidet an Midlife-Crisis und Burn-out-Syndrom. Nicht einmal die einfachen Dinge des Lebens können ihn noch erfreuen. Daher beschließt er, aus dem Leben zu scheiden. Doch die Selbsttötung misslingt. Getrieben von der Suche nach dem ultimativen Kick übt er schwarze Magie und verbindet sich mit dem Bösen. Seine Depression schlägt um in manische Lebensgier, aus Einsamkeit wird Liebesrausch. Das Leben selbst wird zur bizarren Party. In seiner Verblendung und Verantwortungslosigkeit stürzt er eine junge Frau ins Verderben. Wird ihn Ihr Tod zur Umkehr auf dem Weg in die Hölle bewegen?
    Das in seiner Zeitlosigkeit bedeutendste Drama des größten deutschen Dichters wird neben dem Konradhaus auch aufgeführt als Open-Air-Stationentheater an einem der schönsten Orte unserer Stadt: der Festung Ehrenbreitstein.
    Ergänzung findet das Stück durch ein modernes Vorspiel, das Resultat einer Autorenausschreibung ist.
    Dr. Faust will ewige Jugend, verschreibt sich dem Teufel und stürzt am Ende doch nur alle ins Verderben.
    Open Air auf der Festung Ehrenbreitstein ist das Stück mit modernem Vorspiel von Manfred H. Freude Aachen als Stationentheater inszeniert.

    HIMMEL&HÖLLE - Bedingungsloses Grundeinkommen

    Autor: Manfred H. Freude Kategorie: Belletristik → Lyrik, Dramatik, Essays
    Preis: 9,85 €
    Theaterstück
    Ausführliche Beschreibung:
    HIMMEL und HÖLLE
    Bedingungsgrund bedarfsorientierte Mindestsicherung
    Thema: Bedingungsloses Grundeinkommen
    Ich bereue Nichts!
    Untertitel: Ich kann für Nichts!
    Himmel und Hölle
    Theaterstück von Manfred H. Freude

    Das Theaterstück Himmel und Hölle fragt nach einem bedingungslosen Grundeinkommen. Dies nicht nur für Deutschland, vielmehr auch für alle weltweit Beschäftigten, die von deutschen Unternehmen beauftragt wurden oder ihnen in irgendeiner Weise zuarbeiten.
    Die meisten seiner Theaterstücke oder seine Essays oder Dichtung, sind sozialpolitisch motiviert. Dies gilt auch für Texte, welche zunächst andere Themen beinhalten. Deutschland wacht auf, vielleicht (so sein Stück 1848 Deutschland in der Krise) nach vielen Kämpfen; man läuft an den Schulen Amok, weil man Ungerechtigkeit falsch erkennt, dieses Handeln von Lehrern und Berufskritikern (Amok), man sucht ein Grundeinkommen (Himmel&Hölle Faust Arbeitswelt Theaterstücke), man masturbiert (Diogenes Masturbation) oder vergewaltigt. Moderne Geisteswissenschaft und das Grauen entstehen in Linz (Linzertorte).
    Die Frauen brauchen ihre Rechte (Spiegel der Ideale) Kidnapping als Geiselnahme (im Stück Prinzenraub) bis heute. Politisch und sozial besteht seit Marx keine Hoffnung (Theaterstück) mehr, daher hoffnungslos, (Regie hoffnungslos Drama beginnt in der Familie. Die Weltmaschine Machina zeigt, dass die bisherigen Paradigmenwechsel Kant-Vernunft, marx-sozial, scheiterten. Wir brauchen weniger Vernunft, weniger Brüderlichkeit, weniger Gleichheit und weniger Freiheit (Machina oder die Rettung). Angst, Schuld, Hass und Zorn sind dagegen die Rettung durch das Böse (Freude des Bösen). Nicht das Gegenteil, das Gleiche ist innen und außen. Wie im Himmel, so ist es auf Erden.

    Softcover | DIN A5 hoch | 88 Seiten s/w |
    ISBN: 978-3-8442-1736-0
    Deutsch | Altersempfehlung: ab 16 Jahren | Erscheinungsdatum: 30.01.2012
    Schlagworte: Theater, Kultur, Dramatik, Schauspiel, Lyrik, Sozial, Einkommen, Bedingungsloses, Gehalt, Gewerkschaft

    1848 - DEUTSCHLAND in der KRISE

    1848 - DEUTSCHLAND in der KRISE
    Hardcover | DIN A5 hoch | 108 Seiten s/w |
    ISBN: 978-3-8442-1590-8
    Deutsch | Altersempfehlung: ab 12 Jahren | Schlagworte: Theater, Kultur, Schule, Revolution, Deutschland Autor: Manfred H. Freude (Autor) Kategorie: Belletristik → Lyrik, Dramatik, Essays
    Preis: 17,75 €

    Es kommen finstere Zeiten.
    Es lebe die Revolution, Bürger auf die Barrikaden.
    Bürger, Demokraten, Nationale: Steht zusammen.
    Es gelten wieder Tugenden.
    Du bist enttäuscht?
    Sie haben Dich enttäuscht?
    Uns können sie nicht mehr täuschen.
    Es gelten wieder Tugenden, Bildung, Haltung.
    .... Es gelten wieder Tugenden.
    Es wehen nun neue Fahnen.
    Ein Gespenst geht um in Europa.
    Zwischen Paris und St. Petersburg
    Furcht und Schrecken allen Regierungen.
    Gott ist tot.
    Es tagt das Weltgericht.
    Für wen?
    Frag ich doch, seit wann und
    Für wen?
    Fürs Volk wen sonst:
    Es trinkt zum Kampf der Demokrat.
    Der Hunger treibt uns in die Not.
    Und in den Gassen fließt das Blut des braven Bürgers, dem man droht.
    Das Denken war uns nicht erlaubt ... bis jetzt
    Und so wird es auch bleiben.
    Es wird in Zeit der höchsten Not.
    Uns in Gedanken treiben und in Gedärmen
    Das Denken sei uns nicht erlaubt.
    Wenn noch der Magen spricht.
    Versteht man nie ein Wort.
    Und essen kann man’s nicht.
    Hängen, dort oben!
    Wer soll hängen?
    Die Fahne schwarz, rot, Gold statt einer Wurst
    Ein Gedicht ist nur ein Gedicht.
    Ein Spruch fürwahr ein schöner Spruch
    Ein Gedicht braucht weder wahr noch frei zu sein.
    Dichten ist Vorstellen.
    ICH bin es, der meine Vorstellungen denkt.
    Denken und Sein ist Dichten.
    Wesend ist das Dichten.
    Alles ist Dichten.
    Unsere vermeintliche Freiheit ist relativ.
    Diese Menschen haben was sie wollen.
    Und haben nichts zu wollen.

    WAHRHEIT zur FREUDE
    WAHRHEIT-DICHTUNG-PHILOSOPHIE

    WAHRHEIT zur FREUDE –
    WAHRHEIT-DICHTUNG-PHILOSOPHIE
    Softcover | DIN A5 hoch | 104 Seiten s/w |
    Preis: 12,90 €
    ISBN: 978-3-8442-2029-2
    Deutsch | Altersempfehlung: keine | Erscheinungsdatum: 19.03.2012
    Schlagworte: Wahrheit, Sprache, Philosophie, Dichtung und Wahrheit, Deutsch Autor: Manfred H. Freude (Autor)
    Kategorie: Sach- & Fachliteratur → Philosophie & Religion

    Wir müssen die Wahrheit lügen. Anders können wir den Begriff der Wahrheit nicht erfassen. Sprachlich können wir belügen, darin der Sprache immer unsere Gedanken verbergen. Gerade dies aber öffnet uns das Denken. Das Erkennen von Sprache und Schrift ist stets ein Versuch von Bedeutung. Wir lieben das, was wir versprechen. Gerade diese Liebe macht uns blind. Blind für jede Wahrheit. Auch der wahre Text wird durch ein Wort verraten. Damit fällt die Wahrheit. Wird Opfer. Das Opfer wird zum Neubeginn. Durch Lüge und Verrat wird die Wahrheit so zur heiligen Märtyrerin Gerade die Lügen öffnen unseren Blick auf Wahrheit, die erscheint. Wenn die Wahrheit besiegt und der Verräter gefasst ist, beweist sich die Wahrheit in ihrer Stärke. Sprache als die Wahrheit, steht im Verrat zwischen Judas und Petrus. Die Welt ist alles, was die Lüge ist. Wenn wir die Fenster schließen, schließen wir auch unsere Augen vor der Wahrheit. Die Schwierigkeit, heute Wahrheit zu beschreiben, liegt bei unserem Verlust der Naivität. Bei unseren Bildern und Texten wird die Wirklichkeit zur Lüge und zur alltäglichen Sprache. Wer die Wahrheit nicht für sich selbst erkennt, hat diese nicht verdient. Die Dinge sind nicht das was sie zu sein scheinen. Wer ohne Interessen ist, zerstört alle Werke durch sein Bloßes anschauen. So werden Kathedralen auch nicht von Architekten gebaut, sondern von Dichtern . Alles, was eine Lüge ist, lenkt nur von einer Wahrheit ab. Die Lüge hat keine Wahrheitsbedingung, denn sie ist bedingungslos wahr. Jeder Richter, versucht nur Lügen zu erkennen. An Wahrheit verschwendet er nicht im entferntesten Gedanken. An Wahrheit kann man höchstens glauben. Aber man sollte den Irrtum vermeiden. Der Philosoph liebt die Wahrheit und kennt ihre Probleme. Wenn er sie wüsste, wäre die Philosophie am Ende. Doch schon die Dichter wussten, was die Götter taten. Lügen, stehlen, ehebrechen, und sich gegenseitig betrügen. Das waren Homer und Hesiod, dass nur des Menschen Schimpf und Schande, das was Lüge und Wahrheit ist, nur abstrakte Werte sind. So zeigt die Logik bei Xenophanes, dass die Lüge schön ist, denn wenn der Dichter sie verkündet, ist es nicht mehr die Wahrheit.
    GEDICHTE - vom laufenden Meter

    GEDICHTE - vom laufenden Meter
    Softcover | DIN A5 hoch | 88 Seiten s/w | Preis: 9,95 €
    ISBN: 978-3-8442-1924-1
    Deutsch | Altersempfehlung: keine | Erscheinungsdatum: 24.02.2012
    Schlagworte: Lyrik, Gedichte, Poems, Poetik, Poesie
    Autor: Manfred H. Freude (Autor)
    Kategorie: Belletristik → Lyrik, Dramatik, Essays

    Ausführliche Beschreibung:
    Wirkung, Selbstverständnis und Grundlagen meiner Gedichte
    „Es sind keine Waffen denn diese Sprache“. So möchte ich das Verständnis für meine Gedichte ausgedrückt wissen. Diese Sprache jedoch wurzelt in der Erfahrung, in der Moral, in den Grundlagen meiner Selbstrefflektion. Wie könnte ich je etwas sagen, wenn ich nicht davon dichten kann; sonst würde ich ja nur davon reden.
    Nur das gesprochene und das geschriebene Wort ist schlechter als das gedichtete Wort. Aber das gedachte, das unausgesprochene Wort bleibt das stärkste! Wie aber werden wir je davon erfahren wenn nicht über das lyrische ich des Dichters? Meine Gedichte sind reich an Anspielungen auf Mythos, Kultur und Dichtung der Jahrtausende. Sie spiegeln eine aus den Fugen geratene Welt. Unter die Haut und auf der Haut und in die Haut gehen die Worte. Hautgefühle; Aufhellen, Nachdunkeln, Eincremen der Dichterhaut, der verletzten, der geschundenen, der gekränkten, der misshandelten Haut.
    Ich glaube an das was mich zum dichten treibt, im Fluss der Worte und der Reime... der Themen und Ideen, von Vers und Rhythmus, von Kadenz und Strophen zum Gedicht.
    Ich jongliere mit Worten, wie ein Straßenillusionist, der die Worte zum Himmel wirft und jongliert mit Seifenblasen, die zerplatzen und gleichzeitig ( Appariation ) neue gebären.
    Aus der Vogelperspektive betrachtet sich die Sprache meines Gehirns, wie ein Labyrinth. Folgt man dem Ariadnefaden wie dem Rhein. ( von seiner Quelle über Auen mäandernd durch Wasserfälle zum Meer ) Nur der Leser der zum Meer schafft, taucht ein. Es sind heute nicht mehr die leichten, sanften Dichterflüsse mit ihren breiten Ufern. Wir bewegen uns heute in extremstem Wildwasser. Ohne jede Sicherheiten. Wir sind Extremsportler. Kein Floß kein Ufer. Nur wildestes Wasser und Strudel, ja gefährliche Strudel und kein Ufer. Nur zerklüftete enge Felsschluchten. kommen wir jemals an in ruhigen Gewässern. Wen wollen wir bei einer netten Kahnfahrt noch erreichen? Wie bei einem Computerspiel das man bis zum höchsten Level spielt und schafft das ist das Ziel. Aufbau Komposition Welt wird durch Sprache geschaffen. Durch Prosa in die Welt gesetzt, geschöpft, benutzt und beherrscht.
    Lyrik lässt die Welt wie sie ist. Sie schenkt ihr ein paar bunte Tupfer. Wie jedes Jahr die Blumen nur für kurze Zeit blühen. Wie Feuerwerke die nur Sekunden brillieren. Lyrik gibt, reicht der Welt die Hand und löst sie wieder.

    ESKAPISMUSLYRIK Lyriktheorie

    ESKAPISMUSLYRIK Lyriktheorie
    Softcover | DIN A5 hoch | 120 Seiten s/w |
    ISBN: 978-3-8442-2180-0
    Preis: 13,80 €
    Deutsch | Altersempfehlung: keine | Schlagworte:
    Philosophie, Geisteswissenschaft, Sprachphilosophie, Germanistik, Literatur

    Kategorie:
    Wissenschaft → Philosophie und Geisteswissenschaften Philosophie, Geisteswissenschaft, Sprachphilosophie, Germanistik, Literatur

    Ausführliche Beschreibung:
    Aus meinen Gefängnissen dieser Erde in Feierlaune gegen dem Vergangenen entflohen, ist die Wahrheit, erbitterter Kampf mit gestörtem Gleichgewicht. Lieber tot sein, als diese Lüge der Wahrheit zu ertragen. Wahrheit, die mich in Haft brachte, während ich meine Gedanken umbrachte. Das Zerstörte meiner künstlerischen Persönlichkeit verwischt alle Grenzen, die ich nie kannte, während die Wirklichkeit unter mir, in poetischer Weltflucht verflog. Halb wahnsinnig von Gefühlen dieser Welt, verändern leidend, verzweifelnd und doch gebrochen von unerträglichem Glück, singe ich bewegt, von revolutionärer Kraft, meine Lieder leidenschaftlich. Einer Kulturkatastrophe verstört von zerstörten Bildern der Welt erinnere ich mich zu entfliehen, bevor ich politisch werde, vor realistischer Drastik der Bedingung meines Überlebens. Erzähle ich, müde geworden vom Leben, am Ende meiner Unschuld von dieser Sicherheit. War ich schon tot, ehe ich geboren wurde, noch wie Viele schwieg ich in der Sprache des Schuldlosen.
    Eskapist. Als Eskapist schwebt du auf Wolke sieben.

    Bestellungen über den einschlägigen Buchhandel, Amazon oder über Kundenservice
    Mo. - Fr.: 9-16 Uhr 01805 / 88 11 20
    (14 Cent/Min. dt. Festnetz; abweichend Mobilfunktarif) kontakt@epubli.de
    Oder über http://www.epubli.de/shop

    unter kontakt@epubli.de oder über Servicehotline 01805 / 88 11 20 (0,14 EUR/Min. aus dem deutschen Festnetz, abweichender Mobilfunktarif).
    Coming soon. Further questions? Please contact us via E-Mail kontakt@epubli.de

    Das ganze Jahr. FREUDE –
    Jahreszeitengedichte Saisonen

    Das ganze Jahr. FREUDE –
    Jahreszeitengedichte Saisonen
    Softcover | DIN A5 hoch | 136 Seiten s/w | Preis: 14,85 €
    Kategorie: Belletristik → Lyrik, Dramatik, Essays
    ISBN: 9783844227185
    Deutsch | Altersempfehlung: keine | Erscheinungsdatum: 20.07.2012

    Schlagworte: Vier Jahreszeiten, Saisonen, Monat, Tag, Nacht

    Denkheft und Schriftmal
    Merkwerk Gedichte
    ISBN: 3-939404-67-5
    1. Auflage 2006_04 bei Engelsdorfer Verlag
    Werk Band 2
    Preis: 9,80 EUR

    Keine Genichte Alles Gedichte
    ISBN: 3-939144-41-X
    1. Auflage 2005_12 bei Engelsdorfer Verlag
    Werk Band 1
    Preis: 9,40 EUR

    Tödlicher Frieden
    - Gedichte - Poesie der Ruinen - Nur die Zukunft sehen
    ISBN: 3-86703-111-8
    1. Auflage 2006_09 bei Engelsdorfer Verlag
    Preis: 15,00 EUR

    Mallorkinische Reise Gedichte
    Verlag mb Verlag Druck, Wallbach (CH) info@mbverlag.com
    ISBN: 3-86611-189-4
    Auflage 2006
    Preis D 14,95 €

    Treibsand und Lianen - Gedenken und Bedenken Gedichte
    ISBN: 3-939404-64-0
    1. Auflage 2006_04 bei Engelsdorfer Verlag Werk Band 3
    Preis: 13,00 EUR

    Schlagwort & Dichterstreit.
    LYRIK GEDICHTE. Werk Band 5
    ISBN-13: 978-3-86901-153-0
    1.Auflage 2009_01 Engelsdorfer Verlag Werk Band 5
    Preis: 12,00 EUR

    Alles aus einer Hand –
    Lesung 2006 Haus der Dommusik Aachen
    ISBN: 3-86703-469-9
    1. Auflage 2007_07 bei Engelsdorfer Verlag
    Preis: 8,70 EUR

    Dichter im Gedicht.
    Lyrik Taschenbuch
    ISBN-13: 978-3-86901-152-3
    1.Auflage 2009_01 Engelsdorfer Verlag
    Preis: 9,95 EUR

    FREUDE
    Das dichterische Werk 2002 - 2006 Freude beim Lesen, Gebundene Ausgabe, 17 x 24 cm, 714 Gramm
    ISBN 978-3-86858-188-1
    476 Seiten,
    Preis 29,90 EUR

    Vom Hörensagen und Draufsätzen.
    Gedichte
    ISBN-10: 3-86703-709-4
    ISBN-13: 978-3-86703-709-9
    1. Auflage 2008_03 Engelsdorfer Verlag
    Sprache: deutsch Paperback, Format: 21x15
    146 Seiten Preis: 10,70 EUR

    Freude des Bösen
    Prosadichtung, Romanlyrik, Theater,
    Epubli Verlag auch als E-Book
    Belletristik → Lyrik, Dramatik, Essays
    DIN A4 Preis: 22,50 € auch in

    DIN A5 Hardcover
    ISBN: 978-3-8442-1184-9
    VK: 22,75 €

    Widerwort & Widerstreit
    Verlag Shaker Media
    Untertitel: Edition Werk Band 6 - Lyrik & Dichtung
    ISBN: 3-86858-365-3
    Größe: 112 Seiten, 15,5 x 22 cm
    Preise: 14.90 EUR 29,80 Sfr

    Machina oder DIE RETTUNG
    SHM-00.000-0.000.539
    Rollenbuch Arbeitsbuch März 2010 A4
    Theaterstück Rollenbuch
    Preis 15,90 EUR

    Die schweigenden Fische.
    Untertitel: Edition Werk Band 7 - Lyrik & Dichtung
    ISBN-13: 978-3-86268-239-3
    1. Auflage 2010 Engelsdorfer Verlag
    Preis: 10,00 EUR

    Lieder der Liebe
    100 Liebesgedichte
    ISBN 978-3-86858-439-4
    132 Seiten, Deutsch, Paperback, 14,8 x 21 cm
    Preis 12,95 EUR

    Mit freudischen Grüßen
    Lyrik & Dichtung
    ISBN 978-3-86268-460-1
    1. Auflage 2011 Engelsdorfer Verlag
    Preis: 8,80 EUR

    SPIEGEL der IDEALE
    Autor Manfred H. Freude (Autor)
    Bindungsart Softcover
    Format DIN A5 hoch auch als E-Book
    Papiertyp 90 g/m² cremeweiß, matt
    Druck Inhalt 60 Seiten s/w
    ISBN 978-3-8442-1530-4
    Verkaufspreis 8,75 €

    FREIHEIT Ich bereue Nichts! Untertitel: Ich kann für Nichts! Dramatisches Gedicht
    Szenische Dramaturgie Arbeitstext/Arbeitsfassung Softcover | DIN A5 hoch | 64 Seiten s/w | auch als E-Book
    ISBN: 978-3-8442-1645-5
    Theater, Kultur, Dramatik, Schauspiel, Lyrik
    Preis: 8,95 €

    HIMMEL & HÖLLE – Bedingungsloses Grundeinkommen Untertitel:! Dramatisches Gedicht Szenische Dramaturgie Arbeitstext/Arbeitsfassung Softcover | DIN A5 hoch |
    88 Seiten s/w | auch als E-Book
    ISBN: 978-3-8442-1736-0
    Theater, Kultur, Dramatik, Schauspiel, Lyrik
    Preis: 9,85 €

    1848 - DEUTSCHLAND in der KRISE
    Hardcover | DIN A5 hoch | 108 Seiten s/w |
    Auch als E-Book
    ISBN: 978-3-8442-1590-8
    Deutsch | Theater, Kultur, Schule, Revolution, Deutschland
    Belletristik → Lyrik, Dramatik, Essays
    Preis: 17,75 €

    Das ganze Jahr. FREUDE –
    Jahreszeitengedichte Saisonen
    Softcover | DIN A5 hoch | 136 Seiten s/w ISBN: 9783844227185
    Preis: 14,85 €

    ESKAPISMUSLYRIK
    Lyriktheorie
    Softcover | DIN A5 hoch | 120 Seiten s/w
    ISBN: 978-3-8442-2180-0
    Preis: 13,80 €
    2012

  • SCHWAIGEN Zitate und Aphorismen

    Da mahne ich doch immer wieder zum Frieden.
    Wenn zwei Herzen in meiner Brust sich schlagen.
    M.H.F.
    Freitag, 25. Februar 2011
    Wer weiß ob nicht eines Tages aus einem Gedicht eine Kurzgeschichte, ja aus einer Story nicht ein ganzes Buch wird?
    Wenn keine Bäume mehr da sind gehe unter die Menschen,
    Trau der Welt weder, noch etwas zu.
    Still ist der Wald
    und schön der Vögel singen
    Jeder Baum ist alt
    mir aber ist kein Sinnen
    Sterben ist leicht, verkaufen ist schwer.
    Stellt an den Eingang der Stadt ein Schild: Kommt alle - Wir schließen

    SINGEN IST BRONZE, REDEN IST SILBER, SCHWEIGEN IST GOLD.
    Seit Adam und Eva ist zwischen Männer und Frauen kein Vertrauen mehr möglich.
    Seit heilige drei Könige sind auf der Welt keine Geschenke mehr möglich.
    Seit der Mondlandung ist auf der Erde keine Menschlichkeit mehr möglich.
    Manchmal sehe ich keine Menschen, nur Arschlöcher. Jedes ist anders.
    viele von ihnen kenne ich, andere kann ich mir bekannten Arschlöchern zuordnen.
    Leben wie russische Dissidenten, mit Büchern und Bildern (statt Bücher heute: Radio, Zeitungen, Zeitschriften, Fernsehen, Computer) d.h. ständig an offenem Fenster und Tür zur Welt.
    Ich bin nicht unter diesem Himmel
    Ich bin nicht unter diesem Blau
    Ich bin ein Stern wie alle dort hochfern
    habe für alles Zeit, aber vermeide Zeit zu verschwenden.
    Da lob ich mir Fernsehen und Zeitung - zapp - lohnt nicht, zapp wird weggezappt.
    Hab soviel Wissen angehäuft, ich komm mir schon vor wie die Bibliothek in Alexandria
    Der Dichter verbraucht das Wort aber nicht so wie die gewöhnlich Redenden und Schreibenden die Worte verbrauchen müssen und so das das Wort erst wahrhaft ein Wort wird und bleibt. Zur Dichtung gehört alles was zur Welt gehört, wie der Zusammenhang der Wörter
    früher war alles nur besoffen zu ertragen,
    heute kann man es nüchtern nicht mal mit ansehen.
    Erkenntnis:
    Es geht allen nur beim STRESSEN + NÖTIGEN und um die
    EIGENE EXISTENZANGST + SELBSTERHALTUNG
    Dummheit ist die Anständigkeit der ehrlichen Leute.
    MHF 2003-10-20

    Der Gedanke, der gedachten und der noch nicht gedachten: Idee beim dichten,
    ist der Prozess des Reimens des noch nicht gereimten, das abarbeiten am Ungereimten, am noch nicht Gedichteten.
    DAS VOLK DER DICHTER UND DENKER
    wer denkt – jetzt ?
    Es denken Alle! Es reden Viele! Es handelt Keiner!
    wer dichtet - jetzt?
    Es dichten Wenige!
    Das größte Drama wäre: sich nicht weiterzuentwickeln.
    Sich weiterzuentwickeln: ein Einziges Drama.
    (Manfred H. Freude 8.Januar 2003)
    Bücher sind Zeitverschwendung, man muss zuviel Mist lesen um einen guten Satz zu finden.
    Bei Fernsehen und Zeitungen kann man wegzappen, beim schlechten Buch heißt es nach der letzten Seite: verarscht.
    (M. Freude 20.05.2003)

    Wenn die Bäume weg sind, brennen wir alles auf Festplatten und verbrennen die Bücher
    MHF 2003-11-10

    Das Wort fing ich mit meinen Händen
    umschloss es, wie konnte es mir glücken?
    Als ich nachsah, flog ein Schmetterling,
    setzte sich meiner Hand auf ihren Rücken.
    Manfred H. Freude Aachen 30.07.2004

    Ich vertrete die These: Das eskapistische Gedicht ist deshalb gerechtfertigt, weil es für die Zeit eines Gedankens von der Realität des Lesens ablenkt.

    30.09.2004

    Das Gedicht geht solange zum Rezitator,
    bis er bricht MHF Aachen 14.09.2004

    Das Wort fing ich mit meinen Händen
    umschloss es, wie konnte es mir glücken?
    Als ich nachsah, flog ein Schmetterling,
    setzte sich meiner Hand auf ihren Rücken.
    Das Wort fing ich mit meinen Händen
    umschloss es, wie konnte es mir glücken?
    Als ich nachsah, flog ein Schmetterling,
    setzte sich meiner Hand auf ihren Rücken.
    Dichtung lässt Außerirdisches anwesen und ist selbst Schöpfung
    Gründung ist schwer, wie die Geburt,
    Aufgeben ist leicht, wie der Tod,
    dazwischen ist das Leben, und das ist hart, wie ein Herz.
    Ein kleines Wort beginnt mit e (el) und endet mit e,
    mal macht´s glücklich, mal tut´s weh,
    das kleine Wort heißt – LIEBE –
    Es kommt wie es kommt
    Was fort ist - ist fort,
    immer ist etwas.
    Wer nicht will,
    der hat gewollt Wer nicht kommt hat frei.

    Wenn die Bäume weg sind,
    brennen wir alles auf Festplatten
    und verbrennen die Bücher
    Leben wie russische Dissidenten, mit Büchern und Bildern
    Dummheit ist die Anständigkeit der ehrlichen Leute.
    MHF 2003-10-20

    DAS VOLK DER DICHTER UND DENKER
    wer denkt – jetzt ?
    Es denken Alle! Es reden Viele! Es handelt Keiner!
    wer dichtet - jetzt?
    Es dichten Wenige!
    Seit Adam und Eva ist zwischen Männer und Frauen kein Vertrauen mehr möglich.
    Seit heilige drei Könige sind auf der Welt keine Geschenke mehr möglich.
    Seit der Mondlandung ist auf der Erde keine Menschlichkeit mehr möglich.

    Der Gedanke, der gedachten und der noch nicht gedachten: Idee beim dichten,
    ist der Prozess des Reimens des noch nicht gereimten, das abarbeiten am Ungereimten, am noch nicht Gedichteten.

    Wenn die Bäume weg sind, brennen wir alles auf Festplatten und verbrennen die Bücher
    MHF 2003-11-10

    Bücher sind Zeitverschwendung, man muss zuviel Mist lesen um einen guten Satz zu finden.
    Bei Fernsehen und Zeitungen kann man wegzappen, beim schlechten Buch heißt es nach der letzten Seite: verarscht.
    (M. Freude 20.05.2003)
    Das größte Drama wäre: sich nicht weiterzuentwickeln.
    Sich weiterzuentwickeln: ein Einziges Drama.
    (Manfred H. Freude 8.Januar 2003)
    Erkenntnis:
    Es geht allen nur beim STRESSEN + NÖTIGEN und um die
    EIGENE EXISTENZANGST + SELBSTERHALTUNG MF 7.2.03
    früher war alles nur besoffen zu ertragen,
    heute kann man es nüchtern nicht mal mit ansehen.
    MHF 5.12.03
    Hab soviel Wissen angehäuft, ich komm mir schon vor wie die Bibliothek in Alexandria ( MHF 1/03)
    habe für alles Zeit, aber vermeide Zeit zu verschwenden.
    Da lob ich mir Fernsehen und Zeitung - zapp - lohnt nicht, zapp wird weggezappt.
    ( MHF 19.05.2003)
    Leben wie russische Dissidenten, mit Büchern und Bildern (statt Bücher heute: Radio, Zeitungen, Zeitschriften, Fernsehen, Computer) d.h. ständig an offenem Fenster und Tür zur Welt. (M. Freude 20.05.2003)
    Manchmal sehe ich keine Menschen, nur Arschlöcher. Jedes ist anders.
    viele von ihnen kenne ich, andere kann ich mir bekannten Arschlöchern zuordnen.
    MHF 10/2002
    (heute aber Radio, Zeitungen, Fernsehen, Computer)
    heißt ständig am offenen Fenster und Tür zur Welt. (M. Freude 20.05.2003)
    Sterben ist leicht, verwalten ist schön, verkaufen ist schwer.
    M.H. Freude 86/01

    Stellt an den Eingang der Stadt ein Schild:
    Kommt alle –
    Wir schließen!
    4/8/2003
    Wenn es nur darum geht,
    wer sympathisch ist,
    dann wären wir alle sehr alleine
    (M.H.Freude 01/2003)
    Wenn keine Bäume mehr da sind
    gehe unter Menschen
    und schlage Wurzeln
    Manfred H. Freude Aachen 4.08.2003

    Trau der Welt weder noch etwas zu, und sei ständig auf der Hut. M. H. Freude 4/8/2003

    Schlechte Bücher sind der Zeit Verschwendung,
    Muss zuviel lesen für den guten Satz .
    ´hab Fernsehen und Zeitungen mal eben weggezappt. (M. Freude 20.05.2003)

    Reden ist billig,
    Schweigen ist teuer, Denken verboten.
    08/2003 M.H. Freude

    Wer den Mund aufmacht,
    riskiert sein Leben,
    wer sich bewegt wird abgestraft. M.H.F. am 19.08.2000

  • TODESZUG KZ RAVENSBRÜCK Hin und Zurück

    das Literaturbüro Euregio Maas-Rhein (EMR) veranstaltet im Rahmen der „Silbenschmiede“ folgende Lesung
    TODESZUG – KZ Ravensbrück Hin und Zurück
    Am Samstag 30. März 2013 um 12:00 Uhr im Lesesaal des Internationalen Zeitungsmuseums Aachen Pontstraße

    Autorenlesung Silbenschmiede:

    Ankündigungsinfo der Silbenschmiede
    Des Literaturbüros Euregio Maas-Rhein Aachen
    Jeden letzten Samstag im Monat veranstaltet die Silbenschmiede eine öffentliche Lesung eines Autors oder einer Autorengruppe.
    Die Veranstaltung ist eine Aktion des
    Literaturbüros Euregio Maas-Rhein

    Liebe Freunde der Silbenschmiede,
    TODESZUG – KZ Ravensbrück Hin und Zurück
    Am Samstag 30. März 2013 um 12:00 Uhr im Lesesaal des Internationalen Zeitungsmuseums Aachen Pontstraße:

    Ich habe meine Übersetzung einer Biografie meiner Tante Hubertina Aretz herausgegeben. Eine Biografie von zeitgeschichtlicher Bedeutung, Bücher > Fachbücher > Geschichtswissenschaft > Staatenwelt Europa Deutschland/Holland/Belgien
    u.a. über die Deportation von Frauen von Antwerpen-Ost bis Ravensbrück und Neuengamme, die Situation des Widerstandes in Flandern, anschließende Verbringung nach Schweden und die spätere Situation in Belgien . Eine Geschichte des Widerstandes von 1931 bis 1945.

    Autorenlesung es liest der Herausgeber
    Aus der Biografie Hubertina Aretz
    TODESZUG – KZ Ravensbrück Hin und Zurück
    Samstag 30. März 2013 um 12:00 Uhr

    Während des Krieges, in den Zeiten der Not, war sehr viel Liebe unter den Menschen. Die Liebe ist nach dem Krieg in Hass verwandelt. Einer hat den Anderen beneidet um die Rente, die verschieden ausfiel, nach Belangen und Graden von Invalidität. So ist es noch immer.Hubertina Aretz

    Es geht um eine Autobiografie, 96 Seiten A5 aus versammelten Texten (von einmal 40 A4 Seiten und einmal 163 Seiten sämtlich in niederländisch geschrieben) die ich als Herausgeber schreibe, (und im Jahr 2013/14 kommt noch ein längeres Buch vielleicht 400 Seiten als Sachbuch über Widerstand. Die Texte verständlicherweise sind sehr explosiv. Es ist auch noch von mir beabsichtigt, dass ich als Sprachphilosoph (siehe auch mein Buch Schwaigen&Nichtsz, über das Schweigen Paul Celans zum Schweigen der Philosophen Heidegger und Adorno und der Sprachphilosophen, dem Schweigen Wittgensteins bis Derrida) noch, über den Gründer der erwähnten Widerstandsgruppe aus Antwerpen, den über die Grenzen Belgiens bekannten Philosophie Professor Dr. Leopold Flam, insbesondere über seine Dialogphilosophie und ob Dialog ohne Widerstand möglich ist, schreiben werde.)
    Anna Maria Hubertine Aretz, geb. 22.08.1893 in Horbach, Wohnort: Berlaar, Beruf: Krankenschwester, verheiratet, verhaftet: 05.02.43, Gefängnis: Anvers
    Einlieferungsstelle: Gestapo, Schutzhaft, registriert im KL Ravensbrück am 19.6.1944, Häftl.-Nr. 42616, politisch überstellt am 7.8.44 nach Beendorf-Bartensleben (Außenlager des KL Neuengamme), Häftl.-Nr. 6149
    befreit durch das Schwedische Rote Kreuz, Ankunft in Schweden am 03.05.1945, Verlegungszielort: Tennisstadion Malmö
    Das Buch:
    TODESZUG – KZ Ravensbrück Hin und Zurück
    Ausführliche Beschreibung:
    Anna Maria Hubertine Aretz, geb. 22.08.1893 in Horbach, Wohnort: Berlaar, Beruf: Krankenschwester verheiratet, verhaftet: 05.02.43, Gefängnis: Anvers
    Einlieferungsstelle: Gestapo, Schutzhaft, registriert im KL Ravensbrück am 19.6.1944, Häftl.-Nr. 42616, politisch überstellt am 7.8.44 nach Beendorf-Bartensleben (Außenlager des KL Neuengamme), Häftl.-Nr. 6149
    befreit durch das Schwedische Rote Kreuz, Ankunft in Schweden am 03.05.1945, Verlegungszielort: Tennisstadion Malmö

    >>Mit meinen größten Gefühlen für Fairness, und meiner Abscheu zum Unrecht, und meine nie endende Liebe für die Unterdrückten, konnte ich nicht anders, als mit meinem ganzen Herzen mitfühlen, mit all denjenigen, die ehrlich gelitten und gestritten hatten.; Hubertina Aretz

    Manfred H. Freude
    Harscampstraße. 51
    52062 Aachen

    Weitere Info unter: http://widerstand-resistance.blog.de/
    oder
    Facebook widerstehen: http://www.facebook.com/groups/302301569878904/

    TODESZUG – KZ Ravensbrück Hin und Zurück

    Softcover | DIN A5 hoch | 96 Seiten s/w | ISBN: 9783844238129
    Deutsch | Altersempfehlung: ab 12 Jahren | Erscheinungsdatum: 13.11.2012
    Schlagworte:
    KZ Ravensbrück, Widerstand, II. Weltkrieg, Judenverfolgung, Deportation
    Autor, Übersetzer: Manfred H. Freude (Herausgeber)
    Kategorie: Sach- & Fachliteratur → Wirtschaft, Karriere
    Sach- & Fachliteratur → Politik & Geschichte
    Preis: 10,95 €

    Kundenbewertung
    Schreiben Sie die erste Bewertung

    Erhältlich beim Verlag Epubli, über AMAZON
    und in einschlägigen Buchhandlungen

    oder über http://www.epubli.de/shop

    unter kontakt@epubli.de oder über

    Servicehotline 01805 / 88 11 20 (0,14 EUR/Min. aus dem deutschen Festnetz, abweichender Mobilfunktarif).

    Coming soon. Further questions? Please contact us via E-Mail kontakt@epubli.de

  • Freude des Bösen Wenn einer stirbt (Aus Freude des Bösen)

    Ich bin mein eigener Bibliothekar. Man fragt mich warum legst Du alles in eine Schublade? Diese Frage ist eine Frage nach einem Ordnungssystem.
    Seit über 2000 Jahren freuen wir uns an allen Untaten. Die Untaten können nicht aussterben, da sie immer wieder von allen Spießern erwähnt werden. Die Leiden am Kreuz, der Verrat des Judas, der Verrat des Petrus wird täglich nachvollzogen. Auf den Bühnen und in den Spalten der Tageszeitungen. Worauf warten wir noch? Wir warten auf einen längst fällig Kommenden. Seit der ersten Aufklärung warten wir auf einen längst fällig kommenden Dionysos, einem Friedensfürsten. Wir haben uns getäuscht, wir sind enttäuscht worden.
    Durch Napoleon, Stalin, Hitler, Mao, wurden wir enttäuscht. Die Täuschung täuscht nicht über einen noch Kommenden. Wir warten auf ein zukünftiges Jerusalem. Werden wir uns treffen in den Theatern, in den Ausstellungen der Museen? Wir werden wieder, wie verkündet auferstehen, auch aus dem Elend der Armut und aus dem Elend der Armseligkeit des Reichtums. //

  • Zitat

    Als man einen Gelehrten fragte, warum man wohl geliehene Bücher
    so selten zurückbekäme, antwortete er: "Weil es leichter ist, die
    Bücher zu behalten, als das was drin steht."

  • Wutbürger

    „Wutbürger“: Angst, Schuld, Hass und Zorn auf die Politik dokumentiert sich in einer neuen Protestbewegung. Unzufriedenheit macht sich breit.
    In seinen Theaterstücken Machina oder Die Rettung; 1848 Deutschland in der Krise und Freiheit Himmel und Hölle, zeigt Manfred H. Freude als Lyriker, Dramaturg und Philosoph, Situation und Entwicklung zu den Emotionen, da sich nichts mehr entwickelt, die Freiheit zu entscheiden, dass doch bitte alles so bliebe.
    So läuft es jetzt hier ab: „Die Bedienung durch französische Blusenmädchen mit scharf geschlossenen Pfropfenziehern. Da die Bewegung nach Außen zu groß ist, und die Gemüter zu aufgeregt sind, so wird die ganze Zeit über das Lokal nicht geheizt, damit sich ein jeder bei einem guten Seidel Bier gehörig abkühlen kann. Es gelten wieder Tugenden, Bildung, Humanität, Toleranz, Sittlichkeit und Gefühlsbetontheit. Es kommen finstere Zeiten. Es lebe die Revolution, Bürger auf die Barrikaden. Bürger, Demokraten, Nationale: Steht zusammen. Es gelten wieder Tugenden. Du bist enttäuscht? Sie haben Dich enttäuscht? Uns können sie nicht mehr täuschen“, - so heißt es im Theaterstück 1848 – Deutschland in der Krise. Hatten wir 1848 eine Krise? Haben wir 2012 eine Krise?
    Wir brauchen den Zorn; die Gemütsbewegung, die Aufregung (siehe auch Sloterdijk „Angst und Zorn“. Sloterdijk nannte das Institut, das den aufgestauten Zorn, den der Bürger anlegte „Zornbank“). So heißt es heute, Seniorenrevolution und Rollatoren zu Barrikaden. Man sucht keine Auswege. Ach, wenn doch alles so bliebe, es könnte schöner nicht sein. Diese Frage nach Gerechtigkeit wird immer dringender. Aber Gerechtigkeit ist nicht ohne das Höchstmaß an Ungerechtigkeit zu bekommen. Ist das Verhalten der höchsten Ämter und Würden noch gerecht? Waren die Herrscher die als Beschützer gerecht, oder die den Bauern die Freiheit ließen und sich nicht kümmerten. Ist das Original der Musikshow gerecht der sagt:Ihr könnt nicht singen, oder ist die nette Jury, die ihre Kandidaten lobt und doch rausschmeißt gerecht?
    Der Wutbürger als ein Zeichen der Freiheit, der sich Luft macht. Manfred H. Freude beschreibt in seinen Stücken eine Entwicklung zum Wutbürger. Die meisten seiner Theaterstücke oder seine Essays oder Dichtung, sind sozialpolitisch motiviert. Dies gilt auch für Texte, welche zunächst andere Themen beinhalten. Deutschland wacht auf, vielleicht (so sein Stück 1848 Deutschland in der Krise) nach vielen Kämpfen; man läuft an den Schulen Amok, weil man Ungerechtigkeit falsch erkennt, dieses Handeln von Lehrern und Berufskritikern (Amok), man sucht ein Grundeinkommen (Himmel&Hölle Faust Arbeitswelt Theaterstücke), man masturbiert (Diogenes Masturbation) oder vergewaltigt. Moderne Geisteswissenschaft und das Grauen entstehen in Linz (Linzertorte). Die Frauen brauchen ihre Rechte (Spiegel der Ideale) Kidnapping als Geiselnahme (im Stück Prinzenraub) bis heute. Politisch und sozial besteht seit Marx keine Hoffnung (Theaterstück) mehr, daher hoffnungslos, (Regie hoffnungslos Drama beginnt in der Familie). Die Weltmaschine Machina zeigt, dass die bisherigen Paradigmenwechsel Kant-Vernunft, marxsozial, scheiterten. Wir brauchen weniger Vernunft, weniger Brüderlichkeit, weniger Gleichheit und weniger Freiheit (Machina oder die Rettung). Ein Theaterstück, das uns Welt erklärt. Unsere Entwicklung haben wir selbst nicht mehr in unserer Hand. Sie entzieht sich unserem Verstand. Was ist zu tun? Täglich erreichen uns neue Gesetze und Vorschriften. Dagegen können wir nichts tun. Wir sind überzeugt, dass wir uns nur durch Ethik und Moral von Tieren und Sklaven unterscheiden. Handelt der Mensch, der Moral beansprucht unmoralisch? Ist der glückliche nur glücklich auf Kosten anderer? Können wir nur noch hoffen? Was wird versprochen? Woran tragen wir die Schuld? Wem können wir noch glauben? Zum Denken sind wir schon zu weit. Die Rettung liegt darin, dass wir uns ändern. Wir hören immer, wer uns was sagt. Uns selbst können wir nicht mehr hören. Wir denken, also sind wir? Das ist unser Fehler. Wir sind bereits, wenn wir nicht denken. Wenn wir denken, sind wir ebenfalls bereits. Es gibt für nichts einen Anfang. Wir müssen uns in die Flut stürzen. Die göttliche Maschine erklärt die Empirie. Wie der Schöpfer so ist der Mensch. Nur die Zukunft scheidet das Wahre vom Falschen. Sie ist die zuverlässigste Zeugin. Der Dualismus. Im Theater sagen wir: ach die Kunst und draußen stöhnen wir: Ach die Wirklichkeit (Büchner) man kann nichts Neues mehr lernen. Alles Wissen ist bereits gesetzt. Es gibt keinen Menschen mehr, der noch weiß, wie wir zu Wissen kamen. Das menschliche Wissen haben wir längst überschritten. Wir beginnen, bei allem Wissen, das uns die Technik zur Verfügung stellt.
    Angst, Schuld, Hass und Zorn sind dagegen die Rettung durch das Böse (Freude des Bösen). Nicht das Gegenteil, das Gleiche ist innen und außen. Wie im Himmel, so ist es auf Erden. Das Theaterstück Machina oder die Rettung gipfelt in dem lyrischen Roman Freude des Bösen. Beides ist als Buch erschienen. Wut ist diese Verbindung zum Zorn. Nun denken wir alle, wir wissen, was Wut ist. Das hatten wir schon alle.
    Aber wenn hier das Wort Wut fällt, sind wir bei der Literatur.
    An ihrem höchsten und kräftigsten Punkt.

    Göttin, singe mir nun des Peleussohnes Achilles Unheil bringenden Zorn.
    So lautet die erste Zeile Homers Illlias.
    Wut ist heftiger und schwerer zu beherrschen als der Zorn.
    Also sagen wir: Der Vernünftigere, der Klügere hatte Zorn?
    Sloterdijk sagt sogar, ohne Zorn könne man keine Leistung vollbringen.

    Für Wutbürger ist Wut etwas besonders.
    Ich trage immer Wut im Bauch.
    Denn sagt mir einer etwas Banales, z. B. Heute ist schönes Wetter,
    Dann krieg ich solche Wut.
    Dann kommt meine Wut hoch.
    Dann häng ich am Kreuz und schreie ... bis es Nacht wird.

    Man sagt auch Wut macht blind.
    Das gilt nicht für echte Wutbürger.
    Die nehmen eine Zeitung, ein Radiopogramm oder schalten den Fernseher an.
    Ich kann ihnen sagen: sofort die blanke Wut.
    Bei mir steht Wut lateinisch für Furore für „rasenden Beifall“ sowie „Leidenschaftlichkeit“ Si wird im Zusammenhang mit Furore machen als „großes Aufsehen erregen“ und „Beifall erringen“ ist also nichts Negatives.
    Es muss einigen schon sehr gut gehen, damit man sich Wut leisten kann. Man wird mit Vermögen abgespeist und ruhiggestellt, bis man feststellt, dass Andere noch mehr erhielten. Das erzeugt die Wut.
    In dem Theaterstück Freiheit, Ich bereue nichts, heißt es: „Weniger Freude hieße ebenfalls weniger Angst und Freude ist nur Spaß. Wir lachen aus Angst, unsere Angst nicht zu zeigen.
    Frei sind wir geboren, von Geburt an frei.
    Doch sind wir wirklich frei!
    Wenn wir noch nachdenken müssen, ob wir uns frei äußern können, sind wir nicht mehr frei.
    Einige kennen keine Moral.“
    Wenn die Macht die richtigen Waffen besitzt und niemand etwas hat, kann keine Wut entstehen, darüber müssen wir uns klar werden. Irgendwo entlädt sich die Wut, aber das Feuer glimmt nur, denn es erhält keine neue Nahrung, von denen die satt sind. Aber Feuer kann sich auch schneller ausbreiten, als man denkt. Wir haben uns alle von Moral und Ethik längst verabschiedet. Dies zeigt sich in der Hinwendung zur Religion, wie in ihrer Abwendung. Unsere Demokratie ist niemals in Gefahr, weil wir eine solche nie hatten. Was wir als Demokratie bezeichnen, ist ein Wunschdenken. Diese Demokratie, dass jemand der zu viel Geld gekommen ist, an Traumstrände verschwinden kann und wenn alles aufgebraucht, oder er selbst aufgebraucht ist zu unseren sozialen Leistungen zurückkehren kann, das ist die alte Demokratieform der griechischen oder römischen Aristokraten. Aber das war nicht die Demokratie der Sklaven. In Europa gibt es gewaltige ethnische und nationale Unterschiede, bis hinein ins kleinste Dorf. Diese zu ignorieren, auf Kosten der Angst vor Nationalem ist sträflich. Das Allgemeine muss zum Nutzen des Individuellen sein.

    © Manfred H. Freude

  • Wut

    Für Wutbürger ist Wut etwas besonders.
    Ich trage immer Wut im Bauch.
    Denn sagt mir einer etwas Banales, z. B. Heute ist schönes Wetter,
    Dann krieg ich solche Wut.
    Dann kommt meine Wut hoch.
    Dann häng ich am Kreuz und schreie ... bis es Nacht wird.

    Man sagt auch Wut macht blind.
    Das gilt nicht für echte Wutbürger.
    Die nehmen eine Zeitung, ein Radiopogramm oder schalten den Fernseher an.
    Ich kann ihnen sagen: sofort die blanke Wut.

  • Das Lyrische Subjekt

    Manfred H. Freude

    Das lyrische Subjekt teilt sein Verhältnis zum Gegenstand des Gedichts mit. Manchmal ist es hinter bzw. in anderen Personen oder Ereignissen versteckt und dennoch sehr präsent, indem es emotional Stellung bezieht und das Geschehen wertet. Lyrisches Subjekt, spricht sich über sein Verhältnis zur Welt aus. Das lyrische Subjekt ist die Person, die das Gedicht/die Geschichte biografisch erzählt. Dies kann der Autor sein oder eine vom Autor erfundene Person. Man kann dieserhalb wohl mein gesamtes sprachphilosophisches Werk: SCHWAIGEN&NICHTSZ als sprachliches Subjekt bezeichnen. Als ein Sprechen hinter der Sprache. Dies ist ein diskutierter Begriff in der Sprachtheorie. Das lyrische Subjekt entstand mit der neuen Subjektivität in der Lyrik. Es beendete die Strömungen nach 1945: Die Trümmerlyrik des Kahlschlags und der Stunde null; Die Naturlyrik mit einer Trennung von historischem und gesellschaftlichem und mit dem Eskapismus (siehe mein Buch: ESKAPISMUSLYRIK, Lyriktheorie Softcover | DIN A5 hoch | 120 Seiten s/w | ISBN: 978-3-8442-2180-0) mit der Verweigerung von Engagement in Gesellschaft und Politik; dann die nachexpressionistische und die nachsurrealistische Lyrik; die engagierte Lyrik zur Realität mit H. M. Enzensberger und die Ökolyrik als moralisierend. Die neue Subjektivität begann mit der 68er Bewegung. Es bedeutete gleichzeitig das Ende der Gruppe 47 und das Ende jeder Hoffnung auf Reformen, das bis heute fortschreitet. Wir zogen uns ins private zurück. Die privaten Probleme beherrschten von nun an unser Leben. Wie ich in meinem Gedicht: Tödlicher Frieden schrieb: „Die Einen zog es zum Meer, die Armen und die Doofen sind geblieben.“ Träume und Fantasien sind nur noch im Lesen oder im Kino zu erfüllen, wenn das Geld fehlt zu entfliehen. Ich, als der Lyriker sage, dass diese Medien her von Politikeraussagen bis zu allen Jornalistenschreiern, alle Biografien die sich selbst als Superstars stilisieren, geschlossen und verbrannt werden müssen. Verbrennen als eine Katharsis. Der Dichter, der mehr wert ist als jede Biografie. Ich zitiere: Plato…der den Dichtern nicht erlauben wollte, in einem gut regierten Staat zu leben, bewies, dass er allein schon mehr wert war, als diese Götter, die mit Schauspielen geehrt sein wollen. Der Gottesstaat, II 14. Die neue Subjektivität thematisiert gegen den politischen, subjektiven, privaten Ton. Sie schreibt nur gefühlsmäßig autobiografisch ihr Tagebuch oder ihre Biografie. Ihre literarischen Vertreter sind Thomas Bernhard, Ulla Hahn, Peter Handke, Martin Walser, Wolf Wondratschek, Sarah Kirsch.
    Dichten jedoch hat gar nichts mit dichterischen Theorien zu tun. Es ist dieses Dichten wie in der Liebe. Folge Deinen Gefühlen und nicht irgendwelchen Theoriebüchern.

  • Contramine

    Meine Themen sind:
    Das tragische Bewusstsein (nicht die Dialektik), das Sagende Schweigen in Schwaigen&Nichtsz, Eskapismus, Supervaluationistische Lösung von Vagheitsproblemen, Extrem-Hermeneutik, Zorn als eine kreative Selbst-Motivation, Skeptische-Diskursphilosophie, Poststruktualistische-Dialogphilosophie, Philosophie des contramine, .

    Der Sinn des Lebens
    Der Sinn des Lebens, ist das Wohnen des Menschen. Das Wichtige im Leben, welches den Einzelnen ändert und ein wenig glücklicher macht, ist die Reflexion. Der Mensch, der reflektiert, verändert. Sei es, dass er in der Kunst reflektiert, sei es in einer der Wissenschaften. Das Wesentliche im Leben des Menschen sind die Probleme der Nahrungsbeschaffung und der Wohnungsgestaltung, der Kampf um Pfändung und Verhungern. Weiteres hat ausnahmslos die Probleme des Menschen, seit der Höhlen, bis zu den Wolkenkratzern, nicht verändert. Götter tauschen, und dafür neue Katastrophen. Der alte, denkende Mensch, veränderte nichts, in allem Sprechen und Schreiben. Selbstverwirklichung, darüber zu reden, überhaupt zu sprechen, eigentlich überflüssig, und doch bleibt dazu noch Zeit.
    Meinen Sinn sehe ich darin, mich um die Erforschung, Dokumentation und Vermittlung von Fragen zu Antisemitismus, Rassismus und Holocaust zu widmen. Ich beschäftige mich mit dem wichtigen Thema des Erinnerns und der Bewahrung der Erinnerung. Als ein Philosoph des contramine, mit diesem Ziel will ich das bewusste und anerlernte Schweigen
    entlarven, und die Offenlegung und den Protest fördern.

  • Blut spritzte Gedichte

    Blut spritzte Gedichte
    von Manfred H. Freude

    Seine Gedichte ruhten auf dem Tisch. Keiner wollte sie aufnehmen. Als Irgendwer begann zu lachen, ergriff er eines seiner Worte und schob es seinem Nebenmann in die Rippen. Blut spritzte über die Tafel. Mit einer Feder schrieb er ein neues Wort. Er nahm es auf und steckte es in seinen Mund. Er grinste und zeigte sein Zahnfleisch ehe er die Schreibfeder in das Auge seines Nachbarn stieß. Dessen Schrei klagte die letzten zweitausend Jahre in den Raum. „Erkennst du den Dichter“ ermittelte er, in den Bereich voller Finsternisse, um dessen Tisch die Teufel saßen. Er öffnete seinen Leib mit einem Riss durch die Haut und seine Worte quollen wie Dämonen, wie die Larven der Eintagsfliegen, aus seinem Balg. Er ergriff eine Handvoll Worte und schrie sie laut in den Raum. Der Darm ist draußen außerhalb des Körpers. „Worte, Worte, spielt mit mir, spielt mit mir“ schrie er.
    Ein Gedicht ist keine Schlafzimmerlektüre. Es muss gesprochen werden, das ist sein endgültiges Schicksal. Der Körper ist voller Gedichte vor dem Platzen, wie der rote Fötus, vor dem Platzen der Fruchtblase. Wer immer Gedichte in sich trägt; lasse sie hinaus, fliehen ins Freie ins Leere. Die Tischnachbarin kotzte Buchstaben des Todes.
    Mit meiner Zunge, wie rohes Fleisch, leckte ich die Tischplatte. Die Frau daneben verblutete. Aus ihrem Unterleib flossen die Worte mit Blut und Urin und Kot auf den schmutzigen Boden. Ein Jungfräulicher stellte erstmalig sein erregiertes Glied auf den Tisch. Einige schrieen ruckzuck, „ zu lang, viel zu lang, das muss kürzer, viel kürzer und ohne Substanz, kopflastig, du stehst nicht dahinter, da muss etwas kommen, etwas rausspritzen.“ Stille. Der weibliche Körper einer durchtrainierten Sappho legte zwei Schwergewichtige pralle Manuskripte auf den Tisch. „Dies ist mein Beitrag„ antwortete sie. Drückte auf die Silikonkissen ihrer Brust und aus der Brustwarze spritzten die köstlichsten Formulierungen in die Fresse ihres Gegenüber. Der wischte sich mit beiden Händen die gereimten, fetthaltigen Worte von seinen Wangen, aus seinen Augen und von den Lippen. Gleichklang der Worte umarmten und küssten sich. Die Dralle aber packte ihn beim Schopf, stieß ihn mit beiden Fingern in seine Augen und knallte krachend seinen Schädel auf den Tisch, das dieser Hirnkasten in Stücke riss und aus seinem Kopf die Gehirnmasse über die Tischplatte schwappte und sich zu Formulierungen zusammenrollte. Er der Dichter fand inzwischen bei seinen Gedärmen seine Nabelschnur und zerbiss sie vor Zeugen, er entband sich von seiner Mutter. „Wo werde ich liegen?“ fragte die Lehrerin spitz und zerfetzte mit einem Griffel ihre Gebärmutter. Die Verblutende erhob sich vom Stuhl, stand auf und kreischte: „Ich bin das Gedicht, ich bin das Schicksal. überwindet die Angst, verliert eure Spannung und lasst mich hinein, dies ist mein Blut, das ist der Weg meines Herzens“. Der Körper der Frau entleerte sich wie ein Ballon, flog hoch durch den Raum mit einem Pfeifen, platzte und fiel herab. Eine zum Platzen schwangere Autorin schob ihren Bauch über den Tisch, ein nasses Stück Fleisch. Das Kleine darin schob bereits sein hässliches Köpfchen auf den Tisch. Es leckte gierig die Worte die den Tisch bedeckten. Während es schluckte rief es „dies sind alles meine Väter und ehe ich geboren, werde ich einen Bart tragen“. Seine Mutter presste es zurück in ihren Leib. Der Leib der Blut isst und ausscheidet. Aus Leibeskräften schrie die Uhr zur Pause: „Ich liebe Dich“. Die Zeiger zeigten in den Raum auf alle Anwesenden. Ihre Uhren pochten im Takt der Reime. Im Verhältnis zwischen Metrum, Rhythmus und Syntax.
    Der Ort des Gedichtes ist dieser Raum. Es ist der Schrei, der Ekel. Die Geburt des Wortgefüges.
    Was ist ein Gedicht fragst du noch?
    Frage du: Wo und wann ist ein Gedicht zwischen Bild und Wirklichkeit.
    Die bloße weite Öffnung des Mundes lässt mich ekeln vor diesem Lokus meiner Nicht-Identität als menschliches Subjekt. Relativ ist Nihilismus, das Wissen das wir nicht Wahrheit erkennen und niemals fei sein werden. Im Schrecken der Räume des Hauses beißt die Mutter uns alle tot. Sie isst alle Innereien und wird wieder schwanger: die Geburt der Dichtung hat begonnen.

  • Lyrisches Glaubensbekenntnis - DICHTUNG -

    Manfred H. Freude
    Ich glaube an was mich zum dichten treibt im Fluss der Worte und Reime...

    Wie könnte ich je etwas sagen, wenn ich nicht davon dichten kann; sonst würde ich ja nur davon reden. Nur das gesprochene und das geschriebene Wort ist schlechter als das gedichtete Wort, aber das gedachte, das unausgesprochene Wort ist das stärkste! Meine Gedichte sind reich an Anspielungen auf Mythos, Kultur und Dichtung der Jahrtausende. Sie spiegeln eine aus den Fugen geratene Welt. Unter die Haut und auf der Haut und in die Haut gehen die Worte. Hautgefühle; Aufhellen, Nachdunkeln, Eincremen der Dichterhaut. Ich glaube an das was mich zum Dichten treibt, im Fluss der Worte und Reime... der Themen und Ideen. Es entsteht aus Vers und Rhythmus, aus Kadenz und Strophe das Gedicht. Jongliere mit Worten wie ein Straßenillusionist, der die Worte zum Himmel wirft und jongliert wie mit Seifenblasen, die zerplatzen und gleichzeitig neue gebären. Wie der Jongleur muss ich beim Dichten müde werden, damit meine Hände allein sein können.

    Sehen, hören, singen, lesen, spielen heißt für mich: ein gutes Bild (und gute Information) sehen, eine gute Musik hören, ein gutes Gedicht oder gute Zeitung lesen. Inspiration beim Schreiben/Erzählen: das Loslassen und das Festhalten. Wer nicht hören will, muss sehen / lesen.

    Ich sehe mich selbst als: Zeitkritiker, Postromantiker, mit Sehnsucht nach Frieden. Die Worte für ein gutes Gedicht suche ich täglich neu; in täglich neuen Versuchen und Übungen finde ich Worte, deren wahren Gehalt nur die Zeit bestätigen, bewähren kann! Ich glaube an das was mich zum Dichten treibt.
    Wenn man Gedichte liebt, so muss man als Dichterfreund nur anders interpretieren als klassisch psychoanalytisch.
    Mit Philosophiestudium erwerbe ich das Wissen vom Nichtwissen und mit dem Lyrikstudium erschließt sich meine kulturelle Kompetenz ihr Selbstverständnis und die Grundlagen zu Gedichten.
    Wie aber werden wir je davon erfahren, wenn nicht über das lyrische Ich des Gedichtes? Meine Gedichte sind reich an Anspielungen auf Mythos, Kultur und Dichtung der Jahrtausende. Sie spiegeln eine aus den Fugen geratene Welt.
    Unter die Haut und auf der Haut und in die Haut hinein gehen die Worte. Hautgefühle; Aufhellen, Nachdunkeln, Eincremen der Dichterhaut, der verletzten, der geschundenen, der gekränkten, der misshandelten Haut.
    Aus der Vogelperspektive betrachtet gleicht die Sprache meines Gehirns einem Labyrinth. Folgt man dem Ariadnefaden wie dem Wasser (von seiner Quelle über Auen mäandernd, durch Wasserfälle zum Meer aufsteigend, zu den Wolken, herunterregnend auf die Berge und absinkend in deren innerste Schichten). Nur der Leser, der es zum Meer schafft, taucht ein. Es sind heute nicht mehr die leichten, sanften Dichterflüsse mit ihren breiten Ufern. Wir bewegen uns heute in extremstem Wildwasser, ohne jede Sicherheiten. Wir sind Extremsportler. Kein Floß, keine Ufer. Nur wildestes Wasser und Strudel, ja gefährliche Strudel und keine Ufer. Nur zerklüftete enge Felsschluchten. Kommen wir jemals an in ruhigen Gewässern? Wen wollen wir mit einer netten Kahnfahrt noch erreichen? Wie bei einem Computerspiel, das man bis zum höchsten Level spielt und schafft, das ist das Ziel.
    Und die Gedichte sind das Wasser ( nicht die Quelle ist der Ursprung und nicht der Fluss der Lauf von den Worten ) nein die Gedichte sind der ständige Kreislauf des Wassers. Sie sind im Ursprung noch vor der Quelle tief im Grund der Berge und verdunsten zu den Wolken im Meer und regnen wieder ab über den Bergen. Ewiger Kreislauf.
    Der Dichter und sein Gedicht aber sind wie ein Baum, der tief mit seinen Wurzeln das Wasser aufsaugt.
    Die Dichter fügen ihre Wortsammlungen zusammen zu endlosen Romanen. Sie wollen mehr gelesen sein.
    Ein schönes Goethe-Wort. Wollen wir geistig weiterfliegen oder wollen wir nur die Zeit totschlagen? Die ewige Langeweile. Fliehen vor der Realität. Aber ist das, was der Dichter schreibt nicht Realität? Geht der Leser nicht davon aus, das der Dichter die Wahrheit schreibt? Verbreitet der Leser nicht das Wort: „Es steht geschrieben.“ Was steht nicht alles geschrieben: Thesen und Gegenthesen. Und all die schönen Einbände. Wer braucht da noch schöne Worte? Und der Poet, der Große, mit seinen langen Balladen und seinen ewig langen Elegien alles für die Bücherwand. Wunderschöne Exemplare in Golddruck. Und das kurze Gedicht, diese schönen Worte? Ja es gibt sie aber sie sind so schnell gelesen und so schnell vergessen, sie fliehen und fliegen. „Es sind keine Waffen denn diese Sprache“. So möchte ich das Verständnis für meine Gedichte ausgedrückt wissen. Diese Sprache jedoch wurzelt in der Erfahrung, in der Moral, in den Grundlagen meiner Selbstrefflektion.
    Wie könnte ich je etwas sagen, wenn ich nicht davon dichten kann; sonst würde ich ja nur davon reden.
    Nur das gesprochene und das geschriebene Wort ist schlechter als das gedichtete Wort. Aber das gedachte, das unausgesprochene Wort bleibt das stärkste!
    Wie aber werden wir je davon erfahren wenn nicht über das lyrische Ich der Dichter?

    Meine Lyrik ist kein Glück
    sondern sublimer Ekel.

    (Meine Lyrik = Suprematismus (= das Höchste): ist kein Glück; = sublimer Ekel (erhabener Ekel))
    Die Prosa wirft wie die Aristokratie in Frankreich am Anfang der Revolution „mit sublimem Ekel ihre Privilegien weg“ gibt Schritt für Schritt ihre herrschaftlichen Befugnisse ab.
    Was bleibt und was wird ist Erhaben sublim suprem das Höchste, besser, leichter, südlicher, sonnenhafter (Nietzsche). Prosa ist von der Natur, eine Macht, die über uns keine Gewalt hat, und so dynamisch erhaben ist, im Kantischen Sinn.
    Personen als Geschlechtsorgane. Ich sage ja: meine Lyrik ist das Höchste, ist Suprematismus „die Umwandlung des unbefriedigten Geschlechtstriebs in geistiger Leistung im echten Freudschen Sinne.

    Diese Gedichte fliehen und fliegen!

    Und das Gedicht, diese schönen Worte?
    Ja es gibt sie aber sie sind so schnell gelesen
    und so schnell vergessen, sie fliehen und fliegen.

    Schreibe über WORTE, über Gedanken, über Zeit und Zeiten,
    über Tod Abschied und Einsamkeit und den WEG, ...........
    Worte – Zeit – Abschied – SINN - Liebe – Kunst – Vergänglichkeit – Tod Singen – Politik – Hoffnung – Weg - Gedanken –Leben
    Schreibe über die Worte, die noch gebraucht und dahingeworfen
    (Worte brauchbar für später), die in Zeitungen zum Fischeinpacken stehen (Kluge Köpfe), nur ein Wort wird gebraucht. Leeres Gerede im Parlament (Worte schweben im Meer) und im Leben (Fließende Worte rinnen) (Gemeinsame Wortwechsel) (Ich trage schwere Worte)
    (Wortkrank) über die Dichter (die toten Dichter sprechen noch) (Literarischer Ort Dichtergasse) (Literaturkritiker) letzter Dichterspruch (Mehr Licht) Schreibe über die ewig fröhlichen, über die Zeit der aufgesetzten Fröhlichkeit (Bunte Fahnen), die kein Auge, kein Ohr für Frieden finden (Bunte Fahnen wehen) und greifen nach der bereits abgehackten Hand (FÜR FRIEDEN) und (FLIEHE ATEM) fliehe den Atem der das Land bedroht. Dabei ist (DIE ZUKUNFT) die eisigkalte Zukunft so nah, im Traum ist alles anders, wirklicher, nicht so hässlich, es kann doch nicht sein das es so ist wie es ist (Engel tanzen ) Licht der Finsternis (Bekümmerte Zeiten) (Blauer Himmel) (kein Interesse) (weiße Tauben) ich Schreibe über Abschied und Einsamkeit des Tangotänzers der nur das Licht im Saal lässt (TANGO), schreibe über Wege und Auswege (Auf den Landstraßen) und über Resignation über die Situation der Kunst (Augenblick) wie es drinnen und draußen aussieht (Des Lebens Freude) bis zum Ende der Vorführung (ENDE der Harmonien) (Morgen des Halbschlafs) über den Glauben die Religion (Im Namen des Vaters) schreibe vom Sinn und Weg und Ganzen von Weisheit und Mut (Bleib dem Weg) und schreibe für den der nicht weiß wohin (Wer nicht weiß) schreibe vom Sterben und Leben (Brennendes Wasser) über (Annäherung) über (Erderwärmung und schreibe über (..der kleine Schmetterling) der zwischen Leben und Tod über dem Fußballplatz schwebt, und schreibe über die Liebe (weiches Fleisch) die (Liebe schlag mir aus dem Kopf) (Ein Leben der Liebe) (herz) ich habe die Tulpen geliebt (Liebe die Leiden schafft) schreibe über Abstraktes über die Kunst die Utopie ( „als Picasso noch Astronaut war“ ) über ( Der Künstler/der Kunstkreis) schreib über (die leeren Blätter) die wir füllen (Die gefälschten Worte) (Jus de Orange bleu) (Stillleben) (Tapetenwechsel) schreibe über die Natur (Jahreszeiten), den Jahresanfang (das frische Jahr) (blinder Sylvesterhimmel) das Winterende (Frühling wartet noch) den Frühling (Frühlingswind) (der neue Frühling) (der Wind spielt mit den Vertikallamellen) den Sommer (noch und noch ist Sommerzeit), den Herbst (der laute Regen) (Hochwasser) den Winter (wo ist der Schnee) (Winterliebe) (Weißes Winterzauberkleid) (Dezember) (Winter Ende ehe er begann) über das Alter (Abendmüde) das (Aprilwetter am Dom) den (Armer Schmetterling, arme Raupe) (frühlingsreif) ( Geschöpfe Gottes) ( Hasenleben) (in vollem Gelb zur Osterzeit) (Nachtlicht eines schönen Abends) (Riesenroter Mond der aufstieg) (Schönheit des Wasserlaufs) (Wer hat den Baum getötet) (Wie treib ich mir den Winter aus dem Pelz) schreibe über die Vergänglichkeit (Die Zeit) die uns in Trab hält, (Vergessen) ein Kraut gewachsen (Brüder und Schwestern) verschwindet schnell (Keine Sorgen) alles ist wie es ist (Keine Zeit) dreht sich im Kreis, über wie es war (ja so war es) (Harmonische Glückseligkeit die mich tötet) (Kriegsbäume) (Schöne Kriegsbilder) (Windhauch und Luftgespinst) über den Tod und die Träume (Auf mein Grab) Gläser heben, (wenn du am offenen Grab) achte den Tod (Warum träumen wir) am Abgrund, (Was kann morgen schon geschehen) viel oder nichts (Der Wald ist totenstill) wo die Nacht nicht die Abendsonne findet (Blutende Leiden Passion) (kleine mädchen so zerbrochen in belgien) (Leben ohne Ende) (Täter in Madrid) (Todesanzeige) (Weder Leben noch sterben)
    über den Schrei (Geburt) Gehasste Liebe ( Nachgeburt) (Narben) schreibe über Lebensfreude und das Singen im Chor
    ( Badewannen Superstar) (Besinger) ( Bass) ( Chormusik ) (Der Chorleiter ) (Der Kirchenchor) (Der Chor hat sich nun aufgestellt) (reich mir den Blues) (Sinfonischer Chor Aachen)
    schreibe über die Politik - Arbeit - Sozial, ( Bauchtänzer )
    (Bitte zugreifen) (Demagoge an BB) (Lotterie mit Arbeitslos) fast fünf Millionen ( DU ) schon mal bessere Zeiten gesehen
    ( Gladiator) der Arbeitslose (Leere Kassen) Sozialstaat die Kassen sind leer (Landflucht der Grosstädter) (Nochmals im Preis gesenkt) über Aachen (Zapperdeus)schreibe über Trost und Hoffnung (Worte) treffen sich im Meer (Satt) genug der Worte, schreibe über das Leben, ( Sinn des Lebens ) der vergebens gesucht (The Lucky Punch der Boxer)

    Neologismus ist außerdem eine Kombination aus Denkmal und Schreibheft und ein Schriftmal wie Denkheft. Das Wichtige im Leben welches den Einzelnen ändert und ein wenig glücklicher machten kann, ist die Reflexion. Der Mensch der reflektiert, verändert. Sei es das er in der Kunst reflektiert, sei es in einer der Wissenschaften. Das Wesentliche im Leben des Menschen sind die Probleme der Nahrungsbeschaffung und der Wohnungsgestaltung, der Kampf um Pfändung und Verhungern. Weiteres hat ausnahmslos die Probleme des Menschen seit der Höhlen bis zu den Wolkenkratzern nicht verändert. Götter tauschen und dafür neue Katastrophen eintauschen. Der alte denkende Mensch veränderte nichts in allem Sprechen und Schreiben.
    Ein dichterisches Heft zum Gedenken und Bedenken des Wissens, ein besonderes Denkmal, geschriebenes Denkmal für notiertes Gedachtes. Gedanken in einem Denkmal ein Denkmal für Gedanken. Ein beschriebenes Denkmalheft.
    Vergänglichkeit im Treibsand versunken. Verloren im Treibsand. In den Sanduhren durchgereicht von einer
    Glaskugel in die andere (oder doch die Gleiche).
    Alles was war, was wert, was teuer.
    Nur einige Wenige, errettet von Lianen gereicht aus dem Nichts. Hochziehen vor dem Herabziehen. Herausziehen aus dem Vergessen.
    Dem Nihilismus, dem Pessimismus die rettende Liane gereicht, sich selber aus dem Treibsand ziehen, das ist die Lösung.

    Tödlicher Frieden zur Interpretation.
    Was geht ständig und überall vor sich? Oft verwechselt mit Kriegen. Die ständig, immer wieder irgendwo und überall stattfinden. Mit Kriegen verwechselt, wohl wegen der Panzer, die Taub scheinen? Taub, wodurch? Taub, wogegen? Ständig wird gewarnt. Von allen Seiten. Wovor? Wofür? Wieder das Vergessen? Wieder das Vergessene? Gibt es Krieg? Gibt es Streit? Gibt es endlich Frieden? Sind die Kriege und die Frieden menschlich, Artefakte? Oder sind sie natürliche Erscheinungen? Wie Unwetter oder Dürren? Alles Fragen. Alles unbeantwortet. Und das Gedicht? Unbeantwortet stellt es die Frage „was kann geschehen? Immer. Jetzt.“ Der intelligente Mensch versagt. Da gibt es nichts wissenschaftlich zu interpretieren. Er steht vor seinem Urteil. Einem Oxymoron. Widersprüchlich, different, paradox. Er spricht aus Angst. Wie der große Dompteur. Wissend, das der Tiger niemals beißt, das er immer spielen will. Historisch rollen die tauben Panzer immer. Ab und an löst sich ein Schuß mitten im Frieden. Ein Attentäter, ein Amokläufer ein Verrückter. Was soll da noch erklären? Der Mensch könnte an seinem Mörder im stillen Tunnel vorbeigehen. Der Mensch erkennt, wenn der Strand ins Meer zurückgeht, ist Gefahr. Es ist nicht mehr schön. Die Kinder sind mit der Geschichte geboren und aufgewachsen. Sie spielen, doch glauben alle an die Unverwundbarkeit. Ihnen wird an diesem Ort nichts geschehen. Tödlicher Frieden. Aber was geschieht? Sie wurden gebadet wie Siegfried im Blut der scheinbaren Unverwundbarkeit. Aber niemand ist unverwundbar. An irgendeiner Stelle klebte das Pflaster der Unverwundbarkeit. Dort ist man verwundbar. Die Natur ruft ihre grausamen Kräfte herbei. Der Mensch, der in der Wüste, lernte seine Häuser nicht mitten in die Oase zu bauen, um diese nicht zu zerstören. Nun baut er seine Villen mitten in die Wälder. Wälder brennen immer. Das ist ihre Natur. Der Mensch wird sich nicht ändern. Das ist seine Natur. Er versucht, die Natur zu ändern. Hinzurichten auf eine neue Schöpfung. Das Gedicht tödlicher Frieden (welches auch dem gleichnamigen Buch seinen Titel gab), wird fast ausnahmslos falsch interpretiert. Man schwankt, bei der Interpretation, zwischen Krieg und Frieden. Das ist falsch! Dies passiert auch berufsmäßigen und geübten Kritikern, Lesern, Poetologen, Sprachphilosophen. Auch wenn das Gedicht, stellenweise von Landsern, Panzern spricht, so handelt es bei genauerem Hinsehen, Hinhören und Betrachten, um diese alltägliche Situation einer Katastrophe, gleich welcher Art, die jedem von uns, zu jeder Sekunde treffen kann. Auch am ruhigsten Urlaubsort kann uns eine explodierende Bombe treffen, sowie eine tödliche Monsterwelle. Das Haus, in dem wir uns gerade befinden, kann sich selber in ein tiefes Erdloch stürzen. Es kann sich zu jeder Zeit die Erde öffnen von Vulkanen oder Erdbeben. Der Regen kann uns, ganze Häuser und Autos wegspülen. Immer und überall kann etwas passieren. Immer und überall kann plötzlich das Friedliche ins Tödliche umschlagen. Die Idylle zur Ruine werden. Das ist Sinn des Gedichtes Tödlicher Frieden. Der Tödliche Frieden. Hier wird immer Krieg angenommen. Das der Krieg tödlich ist, ist wohl schwer zu bezweifeln. Aber es geht hier um Frieden. Nur der Frieden kann tödlich sein; der Krieg ist per se tödlich (nur tödlich und niemals untödlich). Der Frieden hat an sich friedlich zu sein, doch dies täuscht. Frieden ist so wenig friedlich wie Krieg tödlich ist. Attentate, Naturkatastrophen, Mitte, Dunkel, Dämmerung, Leere, Innen, unsichtbare Tornados, Wellen, Wüsten, Tsunami, Feuer, Brandung, Vulkane, Erdbeben, Explosionen, Straßenkämpfe, Schüler, Hacker, Terroristen, was noch? Unsere eigenen menschlichen Aggressionen, ob als vermeintliche Friedensstifter oder als Krawallmacher. Das friedliche Nebeneinander, unsere aufgezwungene freundliche Toleranz, schamlos ausgenutzt, wie die Natur, der wir arglos begegnen an Traumstränden von urplötzlichen Wellen, Erdbeben oder Vulkanausbrüchen überrascht. Begegnen wir unserem Leviathan. Begegnen wir auf der Stille der Friedhöfe nur unseren Toten. Die Sekunden der Stille vor der Atemwende des Todes. Zu dem Gedichtband geht mehrdeutig der Beweggrund hervor. Zunächst zu dem Text, dieser Anlass, das verstärkt berichtet wurde, das die gebräunte Gesellschaft sich nun aufmachte, diesen Tag wieder in ihre Reihen zu bekommen und Aufmerksamkeit zu fordern, die sie auch in jedem Fall wieder erreichte, weil sie ständig zu allen unpassenden Gelegenheiten präsent ist. Solange keine Gegenbewegung erfolgt, bekommt diese haarlose Gesellschaft ihre Plattform, ob negativ oder positiv, sie kommen leider in die Schlagzeilen. Zu seinen Gedichten, die Freude zu diesem Thema geschrieben hat. Da erübrigt sich auch ein Kommentar, was den Dichter hier bewogen hat. Das bewegt gewisse Herren in der Schweiz, in Lichtenstein und am Gardasee sicher nicht. Es gehört aber immer wieder aufgetischt und verstärkt in die Aufmerksamkeit. Das Thema wird leider viel zu sehr, so einfach hingenommen. Zu dem Gedicht Auslandeinsatz ist zu sagen, dass es bei dem ersten Auslandseinsatz, der Abstimmung im Bundestag geschrieben wurde. Wie weit wir heute mit unseren Auslandseinsätzen sind, ist bekannt. Fuß um Fuß bewegen wir uns weiter in die Kriegsgebiete und schaffen es dass wir in fremden Weltmeeren nun mit riesigen Kriegsschiffen kleine aber umso schnellere Piratenboote jagen. Kapitän Hook lässt grüßen und von den Kriegsgebieten kommen die Särge und die Öffentlichkeit nimmt nichts war, oder heißt es wahr? Bei allen Themen von Tod und Frieden, geht es um Berichterstattung und um das Wegsehen. Wir sind doch blind für die Dinge, die geschehen. Selbst bei Amokläufern sehen wir nicht hin, sondern suchen uns Begründungen, die unser Gewissen beruhigen; mit denen wir leben können. Den wahren Grund wollen wir doch nicht sehen. Der ist bei blindwütigen Mördern, Terroristen und Totalitären Personen gleich. Wir aber trennen fein. Beim trennen in grüne, weiße und braune Flaschen, bleiben es doch immer Flaschen. Wir sehen aber nur die Farbe. Dies ist hoffentlich eine kleine Einführung in eine Interpretation, das reicht fürs erste als Erklärung. Weiteres ergibt sich aus seiner kompletten Arbeit. Im Übrigen hat er einen einzelnen Band herausgebracht, mit dem Titel: tödlicher Frieden. Hier geht es darum, dass es im Allgemeinen, keine Sicherheit gibt. Auch nicht in der Natur. Leider werden der Titel und auch einige Gedichte, wie das Gedicht Tödlicher Frieden, oft als einen Text, alleine Wider den Krieg, oder wider das Vergessen, angesehen. Es geht aber darum, dass wir zu keiner Zeit, zu keiner Sekunde sicher sein können, weder vor Krieg, noch vor Erdbeben, noch vor Amokläufern noch vor Hauseinstürzen. Wir leben einfach gefährlich. Na, wenn das keine neue Botschaft eines Dichters ist. Wir leben in gefährlichen Zeiten; der Lachende hat die furchtbare Nachricht nur noch nicht empfangen … der dort ruhig über die Straße geht ist wohl nicht mehr erreichbar für seine Freunde die in Not sind?

    Die Welt – ist eine Scheibe

    Je stärker es dahinter dunkelt
    spiegelst du dich, erkennst
    du deine Seele – im Gedicht!

    Mein Gedicht ist eine Scheibe

    Mein Gedicht ( als Welt )
    ist eine Scheibe ( aus Glas )
    Ich bedeute ( durch ) die Scheibe
    Man erkennt, glaubt, sieht ( Theorie, Wissen ) durch diese Scheibe.

    Mein Gedicht ( die Welt ) ist -
    - „das sich in dieser Scheibe Spiegelnde „
    ( Doxa, Meinung )

    Das Deutbare ist nicht Eindeutig, nicht Begrifflich.
    Lese meine Gedichte: Reflektiere, bilde die Ausnahme, empfinde, betone.

    Vom Hörensagen und Draufsätzen.
    1) Hörensagen ist ein unerklärliches Nachsagen
    2) Draufsätzen ist nicht das Du im Gedicht, nicht das Lyrische Du, nicht das Du des Lesers: es ist das noch nicht erkannte, mitgedachte ich, er, sie, es, wir, ihr, sie der Reflexion der Einbildungskraft

    Das Gedicht, dessen Sprache von Niemand kommt und zu niemandes Ohr gelangt ist wahr, weil es nicht lügt; ist wahr, weil es buchstäblich das Reale aus ihm sagt, ohne Interesse oder Wohlgefallen zu begehren. Von Hörensagen spricht das Gedicht zu jenem, der die Vorstellung von Unbestimmtem und Realitätsbewusstsein für das Realitätsfremde auf die Sätze Draufsätzen ohne diesem Gehorchen zu entfliehen. Diese Blume - dieses Gedicht -, täuscht Imagination, von einer imposanten Größe des Stils, der das Reale verschließt, vor der Induktion, auf die Schönheit, der Blüte. Im Gedicht leuchtet das Hören, von Hörensagen und seinem Draufsätzen, dichterisch. Nur die Wahl der Worte und ihr Aufrufen im Nebeneinanderstellen, erhebt sie zum Licht. Die helle, weiße Leere, des leeren Blattes hat ihre Leere angereichert mit Buchstaben, vom Draufsätzen, zum Punkt bringen. Das Setzen eines Punktes ist die Grenze des Satzes, der aber durch dieses Setzen bereits weiterführt, weiter das man schon erkennt vom Hörensagen. Es spricht in eines Sprache, der zu Niemandem spricht und von keinem her, der das Sagen herstellt, es erscheinen lässt. Aufgehen, Aufblitzen und vergehende Schrift für die Dauer eines Feuerwerks, eines Blitzes, eines Menetekels. Die Transzendenz einer solchen Erscheinung des Aufblitzens bewirkt und vernichtet in eins. Der Draufsatz ist das Gegenteil des Ausdrucks, von Hörensagen her, das Sprachlose der Dichtung. Es scheint das Das Gedicht redet und spricht: hier bin ich, ich bin das Gedicht. Doch ist im Gedicht kein Buchstabe der nicht ständig sieht, beobachtet. So ist das Gedicht, das, wie anfangs erwähnt, nicht lügt, subjektiv paradox; es sieht nicht nur, es erzeugt, produziert Blindes. Das Gedicht ist Ausdruck und ein sich selber Denken. Das hergestellt Blinde, das wovon wir immer behaupten, nicht zu wissen, was es ist, alles ist Ausdruck. Das Gedicht folgt blind, gestaltet somit sein Werden, wohin es von sich aus will und versucht diesem gerecht zu werden. Vom Hörensagen ist das Gedicht. Es trifft sich bei der Sprache die in ihm ist. Der Draufsatz der Schrift als Sprache trifft das Gedicht nur als Schrift. Ihr Hörensagen führt auf die Reflexion der Einbildungskraft. Das Gedicht ist ein Subjektives vom Hörensagen, objektiv erst durch das Draufsätzen des Lesers sowie sich selber erst herstellend in allen Momenten seines Machens. Es wird zu einem Wahren und Unwahren. Draufsätzen, einen Satz hinzufügen, zur Erkenntnis ist immer Sprache die erst in Gang gebracht das Gedicht zum Sprechen, zum Hörensagen zwingt und in sein Innerstes vordringt. Vom Hörensagen ändert das Gedicht, verändert indem es gelesen wird. Wir wissen nicht woher es kommt. Aus welchen Weiten, aus welchen Tiefen, noch wohin es führt. Es ist vom Hörensagen einer Schöpfung und vom Draufsetzen eines Schöpfers, es ist von weit über den Dingen, unerklärlich. Wenn jemand schreibt, er wisse beim Hören eines Gedichtes nicht genau was es bedeutet, so hat er das Wesentliche des Gedichtes schon erfasst. Das Gedicht ist wunderbar und unverständlich und doch fragt es den Leser wovon er weiß, betrachtet er sich im zerbrochenen Spiegel, von Angesicht zu Angesicht. Das Gedicht leistet die höhere sokratische Hebammenkunst aus Theaitetos: zum Entbinden zwingt das Gedicht als Schöpfer, zum Zeugen aber, zum selbst Draufsätzen, hat es dem Geschöpf verwehrt, oder versagt. Die Hybris aber ist: das der Leser zeugt und das Gedicht entbindet. Wovon das Gedicht spricht, gesprochen hat, von dem der Dichter noch nicht weiß, von dem der Leser Hörensagte und nicht weiß oder doch in einem anderen Sinne, in eines Anderen Sinne, vom Hörensagen, und es nicht erklären kann und noch eins Draufsätzen; woraus holt er es dann? Wer war der Schöpfer, wer hat gezeugt und wer hat entbunden und heraufgeholt? Das Gedicht ist weder Zeugung noch Abbildung. Nicht durch das Verleugnen wird das Gedicht wahr. Die Lüge es sei die Sprache bringt es nicht zum Hörensagen. Es entspringt in ihm das es nicht verschweigt. Das Gedicht ist abweichend vom Hörensagen. Es ist einerseits so, anderseits so und seine Klärung ist so. Die Sprache ist vom Draufsätzen, eines Hörensagens, des Gedanken, buchstäblich ist es gebrochen, bricht, in Verse.

    Diese Schrift ist ein Sprechen in das Denken des Abonnenten, zur Zeugung persönlicher Ideen.
    Gedichte sind Dialoge, deren Bescheidene sich dem ungeeigneten Leser nur schweigend eröffnen.
    So erkannt, erschließen sich dem Leser, der diese Gedichte mehrfach liest und um Verständnis fragt, immer neue Antworten…

    Das Wichtige im Leben welches den Einzelnen ändert und ein wenig glücklicher macht ist die Reflexion. Der Mensch der reflektiert, verändert. Sei es das er in der Kunst reflektiert, sei es in einer der Wissenschaften. Das wesentliche im Leben des Menschen sind die Probleme der Nahrungsbeschaffung und der Wohnungsgestaltung der Kampf um Pfändung und Verhungern. Weiteres hat ausnahmslos die Probleme des Menschen seit der Höhlen bis zu den Wolkenkratzern nicht verändert. Götter tauschen und dafür neue Katastrophen. Der alte denkende Mensch veränderte nichts in allem Sprechen und Schreiben.

    Ein dichterisches Heft zum Gedenken und Bedenken des Wissens

    Diesen Käfig bitte ich nur wohlwollend zu betreten. Die Anderen bitte ich diesen zu verlassen. Gehen sie wieder nach Hause, an ihre Tischrunde und öffnen sie ihre Fenster zur lärmenden Straße

    Dies sind keine Gedichte
    die als Gedichte kommen
    und wortlos gehen und spurlos verschwinden

    Schweigen zu meinen Texten.
    Zu meinen Texten werde ich schweigen, kann ich nicht sprechen. Sie sind eigenständige Wesen und müssen für sich selbst sprechen. Warum sollte ich auf jede Frage und Meinung antworten? Eine Frage, die bereits eine vorgefasste Meinung impliziert. Wer mehr wissen will, muss die Texte lesen, die Werke kaufen. Nur das bringt ihn näher zu meiner Dichtung. Die ständige Reflexion, das immerwiederlesen, das nachbeten, nur das führt den Leser zu irgendeiner Erkenntnis. Der Text eines Werkes zeigt Persönlichkeit. Diese ist zu respektieren. Diesem Text eine bloße Meinung gegenüberzustellen ist nicht angemessen. Zu den Texten ist zunächst NICHTS zu sagen. Sie erfordern ein Maß an Nachdenken. Worüber man nicht sprechen kann, darüber sollte man schweigen. Es geht in allen Texten immer um die X-Frage. Die Frage lautet: Was ist X? Dieses X ist uns zunächst nicht zugänglich. Es gibt zu den Texten weder eine Meinung, noch überhaupt Meinung, noch sind sie vergleichlich. Ein Text kann sich nur nach jahrelanger Liebe erschließen. Dem Leser, der wie der Wächter, zum Beginn der Orestie, der den Erfolg erkennt. Troja ist gefallen und er beginnt in der Orestie: Zu den Göttern fleh ich um Erlösung von der Pein jahrelangen Wächterdienstes … und an anderer Stelle heißt der gleiche Beginn: Die Götter bitte ich um eine Änderung, um ein Ende meiner Mühen, um ein Ende meines jahrelangen Wachdienstes ... Der Leser als Konsument, nun als Wächter. Er wartet auf Erkenntnis und bewacht gleichzeitig. Er hofft auf eine gute Nachricht. Seine Aufgabe erfüllt sich, sobald er die Nachricht überbringt. Solange über den Text nichts aussagbar ist, kommt es zu keinem Erkenntnisfortschritt. Darüber darf man nicht reden. Aber nach einem erfolgreichen Wächterdienst zeigt sich der Text. Das wahre eines Gedichtes bleibt uns als Menschen unzugänglich. Das ist sehr unbefriedigend.

    Persönliches:
    Wenn man Gedichte liebt, so muss man als Dichterfreund nun anders interpretieren als klassisch psychoanalytisch. Ein Dichter, Lyriker, ein Poetiker, ein Später Schreiber, nach getaner Arbeit. Umfangreich schreibt er Gedichte ( work in progress ). Unter den Poeten ist er ein Zehnkämpfer. Ab und zu muss ich mich auch an leichter Poesie des Alltags austoben, meint er. Schreibt leicht verständliche als auch hermetische Gedichte, Escapistenlyrik, Liebeslyrik, politische Gedichte, philosophische Lehrgedichte, Chormusikdichtung. Schreibt Reimlose Lyrik, in unregelmäßigen Rhythmen wie auch in strengen antiken Metren und Sonette. Er schreibt Essays, Dramen, philosophische Fragmente, Artistisch-konkrete und experimentelle Sprachmagie, Intertextuelle Interpretationen, Narrative Experimente und Dokumente von Selbstreflexion, Fragmentarische Erzählungen und Prosaminiaturen. Gedichte mit moralischem Anspruch, anspruchsvolle Gedichte für eine andere, bessere Gesellschaft; gegen Pseudorealisten gibt es keinen Star keine Diva, keine Konkurrenten oder Konkurrentinnen. Teilweise geheimnisvoll, schwer zugänglich, dunkel. Ich verstehe es nicht und du verstehst es nicht und ich verstehe es doch auf unserer eigenen Ebene und wir wissen das wir es nicht erklären können wovon es spricht und berührt. Es verweigert jede außerästhetische Bestimmung ein mitempfinden von Leser und Gedicht. Betrachte das schöne Gedicht aber steig nicht ein, verzichte, respektiere das Werk und seinen Schöpfer erhaben, nobel.
    Zum Dichter wurde Manfred H. Freude vom Kaufmann (Handwerker – Verkäufer - Bürokaufmann) Inneneinrichter, Gestalter bis zum – Geschmack ist erlernbar - Bauhaus Mit dem Kunststudium entdeckt er die Ästhetik. Als Kunstsammler die Werte. Mit Musik ( Lyrik ) - im Chor ist jeder grundverschieden, deviant, abweichend, hybrid, wie jeder Vers im Gedicht – eingedichtet - wie ein Chor. Mit Philosophiestudium erwirbt er das Wissen vom Nichtwissen und mit dem Lyrikstudium schließt sich seine kulturelle Kompetenz. Er sieht sich selber als: Zeitkritiker, Postromantiker, Sehnsucht nach Frieden. Seine Interessen: Gedichte, Kunst, Philosophie, Kultur, Musik. Die Worte für ein gutes Gedicht suchen wir täglich neu; und in täglich neuen Versuchen und Übungen finden wir die Worte, deren wahres Gehalt nur die Zeit bestätigt!

    Das Lied der Liebe.
    Die Liebe ist etwas Göttliches. Wobei Göttliches in meinem Wortkreis soviel heißt wie Unendliches, Ewiges. Darüber hinaus im Gegensatz, ist die Ehe etwas Menschliches, etwas Endliches, etwas Fremdes, etwas Unnahbares. Von der Liebe lässt sich besser dichten als von der Ehe. Denn die Liebe gehört ineinander, zusammen, während Ehe, eine Koexistenz, von miteinander gefügten Vorlieben, ist. Ehe als eine Zweckgemeinschaft von einem Nebeneinander, zeitlich aus unterschiedlichen Interessen begrenztem, Selbstlosem. Er pflegt sein Fahrzeug, sie pflegt ihren Körper. In der Liebe ist nichts Menschliches, nichts Schönes. Denn Menschliches und Schönes müssen sterben. Man kann begreifen, dass Menschen sich in einer Ehe zusammentun, aber würde man die Liebe begreifen, wäre es sicher keine Liebe. Ehe kann sinnlos sein, aber einen Zweck erfüllen, aber die Liebe erfüllt weder Sinn noch Zweck. Die Liebe ist, wie es in einem alten Schlager heißt: ein seltsames Spiel.

    Die schweigenden Fische sind still im Raum. Die Fangnetze der Fischerflotten haben immer recht. Armut schweigt und die Medien sprechen. Bücher schweigen in Bibliotheken. Auch Menschen haben ihre Stimme abgegeben. Keiner ändert sich. Sein Freund, der Bösewicht, entwendet sein Wort. Der Steckbrief, die Schlagzeile, sucht den schreienden Fisch. Vielleicht habe ich keine Lust? Verkrieche mich in Gedichten. Nimm jeden Atemzug, solange die Luft noch da. Die Farben der Münzen gaukeln noch Werte vor. Ich stehe am Ufer und rufe den Fischen zu: Bleibt bei Eurem Schweigen. Ohne zu erkennen, dass dieses Meer längst abgefischt wurde. Die Welt ernährt Dich, frisst Dich auf. Es bleibt am Meeresgrund ein Stein, ein Anker. Es lebten einst große Dichter im Meer. Noch sind die Legionen unterwegs und suchen nach dem Ahnungslosen. Die schweigenden Fische sind still im Raum.

    Unter Freude verstehe ich nicht eine Temperamentbegeisterung, vielmehr eine allerhöchste Erfüllung und Bereicherung, indem sich der allgemeinste Zustand eröffnet. Dort wo ich als Mensch ver-sage, wo sich meine weltliche Tragik erfüllt, dort geschieht das Größte, indem ich losgelöst vom eigenen Bewusstsein diese Empfindung des Absoluten erst möglich wird. Meine Grüße, diesen Gruß der ganzen Welt, als ein Funke der Apparition, die wie ein Blitz auftreten, der den barhäuptigen Dichter trifft. Entsprechen einer Trauer, die eine Wende zum Freudigsten erst möglich macht. Nur wer das Gedicht lernt, lernt sein Leben zu dichten. Wenn Du das Gedicht erkennst, erkennst Du auch Dein Leben.

    Kurze biografische Notiz von Faktoren der FREUDE. Es ist immer schwierig, in einer kurzen Geschichte eines Menschen, das Leben zusammenzufassen. Ein sehr komplexer Vorgang. Wenn wir stattdessen auf die Erfahrungen einer Person, die immer gewünscht hat, über die gemeinsamen Konventionen hinwegzugehen und eine menschliche Dimension aufzubauen, und ihrer völlig geistreich zu beschreiben, einmal diese Reise zu beginnen, dann wird es schwierig. Freude. Persönliche Interessen sind lebenswichtig: Ein Buch zu schreiben ist immer schwierig, insbesondere der Dichter, der nicht zum Ende kommt. ... Obwohl nicht zu leugnen ist, dass die Differenz von Unbestimmtem etwas zu tun hat, mit meiner Vergangenheit, ein "Übergang" für meine Gegenwart und noch weniger für meine Zukunft. Meine Absicht mit dieser kurzen Autobiografie und mit dieser persönlichen Geschichte ist eine genauere Beschreibung meines Denkens. Diese Möglichkeit zu bieten, mir zuzusehen, meiner Arbeit und was es bedeutet, für mich, zu einem Dichter und Schriftsteller zu werden. Es ist ein Stück des wirklichen Lebens, das von mir geht, mich auf dem Laufenden hält ... Ich habe versucht, nichts weglassen ... Frauen, Politik, Drogen und alles andere ... Nach allen diesen Jahren der Karriere- und Lebensplanung für alle diejenigen, die sich daran beteiligt haben, möchte ich danken ... mich weiter ... und weiterhin zu unterstützen ... Vielen Dank an alle!!!

    Vielen Dank für das Interview Herr Freude.

    Ich hörte Schweigen.
    In ihren Gesichtern
    Sah ich Worte auf ihren Lippen.
    Roch ihre Namen, die sie mir nannten.
    Lemma, Lemma. Wo sind ihre Zeichen?
    Liegt, liegt es in Deiner Hand?
    Soll es nicht scheuen - noch gescheut nicht.
    Schweigt noch das Haar.
    Vernehmlicher werden die Stimmen.

    Ich hörte schweigen. Ich hörte das Schweigen, das aus den Worten trat. Woher es kam? Ich weiß es nicht. Zu wem es kam? Ich weiß es nicht. Ich hörte plötzlich ein dazwischen. Fragt es sodann erneut und ohne eine Antwort. Dunkel ins Licht geschrien. Die Worte in zu langen Ketten. Was immer das auch heißen möge? Hört ein Schweigen aus den Glockentürmen und Glocken, tonlos rufen. Ohne ihre Glockenklöppel ein stilles Sprechen. In der Andacht der Priaposmesse im Stillen. Sagt aber nichts. Ich antworte erneut. Das war was mich daran erinnert. So und so. Der Wind, der über eine Wiese mähte. Und so, das nur gehört von irgendwem. Fragst Du, woher es kommt, das Schweigen? Egal. Dann hast Du wieder das gehört, was ist.

    Freude des Bösen.
    Wenn wir uns bewegen zwischen dem Guten und dem Bösen, dann werden wir erkennen, dass das Eine, nicht ohne dieses Andere zu erreichen ist. Aber unser heutiges Wissen bringt uns dazu, dass wir uns diesen Begriffen nicht ohne einen gewissen Schutz hingeben können. Geschützter Sex mit der Freude des Bösen. Wer Gut ist, besitzt nur die Freude, dass den Anderen dies nicht zugestanden ist, und wird auf diese Weise Böse. Dem Bösen fehlt etwas Gutes. Nur darum muss es böse sein. Das moralisch falsche Handeln, ist die Freude, dem Guten einen Widerspiegel vorzuhalten. Das Böse steht im Gegensatz zum Guten. Die Freude ist der Gegensatz zur Trauer. Es ist aber, dass dem Guten wie dem Bösen, gleichsam Freude und Trauer zugeschrieben werden sollen. Somit kann das Böse, wie das Gute, Freude und Trauer besitzen. Gegensätze können in ihren vagen Ursprüngen identisch sein. Dieser Gegensatz (Gegenstimme) der gesetzt wird vor dem Eskapismus (Flucht, Fuge).

    Dieses Buch wendet sich an alle Interessierten die Theorie und Sprache als Dialog verstehen. Diese These beleuchtet ein philosophisches Konzept und eine artikulierte Praxis einer sozialen, intertextuellen und intermedialen Technik, dass ein Text mehr besagt, als er eigentlich beschreibt.
    Dieses Buch will jedem Wissbegierigen, apriorisches, sprachliches Denken erschließen. Diese Theorie des Schwaigens braucht nur falsifiziert zu werden. Wie ich gezeigt habe, kann man an dieser These nicht diagnostizieren, ob sie falsch ist. Vielmehr müssen bestehende Theorien (Derrida, Luhmann, Mallarmé, Wittgenstein, Heidegger, Austin, Gadamer) damit überprüft werden, oder anhand eines Experimentes diese Theorie bewiesen werden. Sie ist gegenüber bestehenden Theorien völlig different. Die Sprache ist der unaufhörlich fließende Fluss, in den man nie zweimal steigt. Was ist das, Sprechen? Explikation ist das Wesen des Sprechens zwischen lexikalischem Sprechen und Alltagssprechen. Das unbewegte Ich fordert mit Wiedererinnern und sprachlichem Apriori die Wahrheit. Sprache ist fließend. Wir haben dahin gehend erkannt, dass wir denkend schauen, dass Dinge die wir sehen, eigentlich erst in unserem Kopf gebildet werden. Wir müssen nun umdenken das nicht, wie wir bisher zu beweisen versuchten, die Dinge in unserem Kopf in die Sprache abzubilden sind, sondern dass wir die Schrift und die Sprache durch Hören, über das Sehen denkend, erfassen werden. Es ist doch methodisch nicht nachzuvollziehen, das ein Wissenschaftler denkt, seine Sprache wäre präziser als die Aussage eines welken Blattes. Das ist die Erkenntnis der Poetik.
    Unzweifelhaft scheint Sprache zu „sein“. Aber verstehen wir, was wir uns sagen oder was wir sagen wollen? Reden und Hören sind nur Teil eines Prozesses ohne den Verstand. Ein Verstehen muss erst aufgrund von Interesse gebildet werden. Eine Kompetenz, mit der wir Sprachregeln verwenden, sagt nichts über unser sprechen, vielmehr zeigt sich, dass wir verschiedene Spiele beherrschen. Sprechen ist natürlich und Sprachregeln sind unnatürlich für unser sprechen. Nicht unser Sprechen für unser Denken. Wir reagieren beim Sprechen auf das, was gedacht wird, nicht auf theoretische Linguistik oder Grammatik.
    Über Sprache kann man gut reden, weil wir es mit einem vagen System zu tun haben. Jeder kann etwas sagen und jeder redet bezeugt im sprachlichen Urteil wahres Zeug. Aber wer urteilt? Sprecher oder Hörer? Ist nicht der Sprecher auch Hörer? Zwischen Sprechen und dem Hören ist „Nichts“. Sprachanalytik unterschlägt geflissentlich den gemeinen Umweg vom Ohr zum Gehirn: Unser Denken, wie Sprachliches urteilen, sind wichtig. Ob wir reden oder ob wir schweigen, bleibt für unser verstehen unbenommen. Aber sämtliche Wissenschaft kann nicht so viel Aufwand treiben und différance zwischen Sprache und Sprechen, Kompetenz und Performanz herstellen, ohne diese „differens“ zu erfassen, dass dieses „ens“ zwischen dem Diskurs und dem Ereignis nachträglich unterscheidet. Es ist also nicht ein Schweigen im Sinne von, nicht reden, vielmehr ein Reden hinter der Rede. Darum nenne ich es „schwaigen“. Wer redet, „schwaigt“ denn die „differens“ zwischen Reden und denken und hören und denken ist nicht damit erklärt, dass man eine Sprache internal oder external verwendet.

    Es ist immer schwierig, in einer kurzen Geschichte eines Menschen, das Leben zusammenzufassen. Ein sehr komplexer Vorgang.
    Wenn wir stattdessen auf die Erfahrungen einer Person, die immer gewünscht hat, über die gemeinsamen Konventionen hinwegzugehen und eine menschliche Dimension aufzubauen und ihrer völlig geistreich zu beschreiben, einmal diese Reise zu beginnen, dann wird es schwierig. Freude …
    Persönliche Interessen sind lebenswichtig: Ein Buch zu schreiben ist immer schwierig, insbesondere der Schriftsteller, der nicht zum Ende kommt.
    … Obwohl nicht zu leugnen ist, dass die Differenz von Unbestimmtem etwas zu tun hat, mit meiner Vergangenheit, ein „Übergang“ für meine Gegenwart und noch weniger für meine Zukunft. Die Eigenart meines dichterischen Denkens folgt aus der Eigenart meiner dichterischen Überzeugung.
    Diese Möglichkeit zu bieten, mir zuzusehen, meiner Arbeit und was es bedeutet, für mich, zu einem Dichter und Schriftsteller zu werden.
    Die Frage nach dem Sinn der Lyrik heißt bei mir:
    Wie kann man in einer bösen Welt glücklich sein?
    Diese Welt ist voller Angst, Schuld, Hass und Zorn. Wenn man Gedichte liebt, so muss man als Dichterfreund nun anders interpretieren als klassisch psychoanalytisch. Ein Dichter, Lyriker, ein Poetiker, ein später Schreiber, nach getaner Arbeit. Umfangreich schreibt er Gedichte (work in progress). Unter den Poeten ist er ein Zehnkämpfer. … ab und zu muss ich mich auch an leichter Poesie des Alltags austoben, nur so kann ich weiterkommen. Ich schreibe leicht verständliche als auch hermetische Gedichte, Eskapistenlyrik, Liebeslyrik, politische Gedichte, philosophische Lehrgedichte. Schreibe reimlose Lyrik, in unregelmäßigen Rhythmen, wie auch in strengen antiken Metren und Sonette. Ich bin Alleingänger und schreibe Essays, Dramen, philosophische Fragmente, artistisch-konkrete und experimentelle Sprachmagie, intertextuelle Interpretationen, narrative Experimente und Dokumente von Selbstreflexion, fragmentarische Erzählungen und Prosaminiaturen …

    Himmel und Hölle
    Der Lyriker Oswald Egger treibt Grundlagenforschung zu den Wechselwirkungen von Mathematik und Poesie: Er begreift beide Denkarten als Verwandte, und schlägt "mit heiterem Ernst" den Haken von einem Kinderspiel (Himmel-und-Hölle, Finger- und Hüpfspiele etc.) zu Musterbildungen in Geometrie und Manuskript. Sprunghaft und stetig parallel geschieht die Geschichte der Ideen. Das macht den Weg des Denkens nachvollziehbar, vom Volkslied, bis hin zur inneren Metrik von topologischen Räumen. (Übrigens Physiker und Mathematiker machen das häufiger) wir sagen: „In China wurde ein fliegendes Einhorn gesehen“. Wir können uns dieses vorstellen, einige Vorstellungen werden sich sehr ähneln.

    Wahrheit zur Freude.
    Wenn wir Wahrheit hören, fühlen wir uns wohl. Dies heißt, wir befinden uns im Konsens. Im Streit fühlen wir uns nicht wohl. Die Wahrheit im Konsens muss immer unsere eigene Wahrheit sein. Auch wenn wir uns nur auf eine Wahrheit geeinigt haben. Wir freuen uns, dass wir einig sind, dass wir einen Konsens haben. Auch wenn hierbei dieser Konsens eine Lüge bedeutet. Beim Streit besteht Diskussionsbedarf. Auch dieser kann Freude bedeuten. Anregung zu fruchtbringenden Gesprächen. Wahrheit zur Freude, (auch Lust) ist immer eine Lüge. Reklame verkündet uns Wahrheit und wirbt mit einer Lüge. Es bedarf einfach um Klarheiten, diese im Gegensatz zu religiösen Glaubensgewissheiten. Es benötigt eine Abkehr von allen scholastischen Wissenschaften. Wahrheit finden wir in der Hinwendung zur deutschen Mystik. Wir müssen die Widersprüche und Gegensätze wieder zusammenführen. Wir müssen begreifen, dass unsere Unterscheidungen von Verstand (Ratio) und der Vernunft (Intellekt) wieder zusammengehören. Das Problem zwischen der Wissenschaft und der Erkenntnistheorie liegt in der unterschiedlichen Verwendung der Logik. Wenn wir sprechen, so argumentieren wir. Diese Argumentation und Sprache liegen aber immer in der Fehlerhaftigkeit von Traditionen. Wahre Aussagen, sollen von nun an, von einer logischen Erkenntnistheorie betrachtet werden.
    Wer beginnt zu denken hat bereits mit einer Vorformulierung seiner Sprache begonnen. Der Fötus scheint in unseren Augen im tiefsten Dunkeln. Aus seiner Sicht ist alles hell und klar. Erst wenn er das Licht der Welt erblickt, beginnt er zu schreien. Dies ist der Moment, wo er dieser dunklen Welt begegnet, dem Unbekannten, dem Ungewissen dort wo er nichts mehr versteht. Seitdem Gott tot ist, haben wir nur noch die Wissenschaft, die Technik, und den Kommerz, an die wir uns halten können. Dies sind unsere Wahrheiten. Diese Wahrheiten können wir nur glauben. Damit können wir auch gut leben. Aber können wir damit auch leben? Können wir in Arbeitslosigkeit und Alter auch geistig überleben? Nur durch Logik und Metaphysik, verwendet durch Vernunft und Verstand, erreichen wir eine höhere, geistige Ebene, die uns aus der Masse hebt, und als Einzelnen wieder Mensch sein lässt. Weltweit sind Gemeinschaften nur in soweit erfolgreich, als diese sich weiterentwickeln. Schillers Idee war diese, das man als Mensch, mit einer ästhetischen Intention, den Dingen so begegnen müsse, dass man sie als eine Apparition von Freiheit erkennen soll. Aber diese zu erkennen würde nur durch geistige Metamorphose geschehen. Nicht einfach so, als würden wir in dem Ding an sich, bereits die Freiheit erkennen. Sondern eben darin: Freude schöner Götter Funke, also diese Apparition.
    Aus der Liebe zur Wahrheit, aus reiner Philosophie heraus, wird die Wahrheit zur Freude. Wahrheit ist nicht das was uns umgibt. Nicht das was wir sehen und was wir reden, vielmehr ist Wahrheit, was wir denken, was uns in dem Moment, in dem wir es erkennen, zur Freude wird. Dies ist uns weder zugänglich, noch können wir es ausdrücken, noch vermitteln, noch kann dies ein Anderer wissen.

    Eskapismus ist nicht dieser immer wieder beschriebene Elfenbeinturm, und wenn schon ein Hölderlinturm, dann ein schwimmender. Kein geistiger, noch ein körperlicher Turm der Abgeschiedenheit von dieser Welt. Es ist kein Ort der Utopie. Der Dichter flieht nicht, hin in etwas. Auch nicht wie die Mannen Kaiser Karls, die sich im Granusturm, mit nur einem unzugängigen Ein - und Ausgang, verschanzten. Dieser beschriebene Elfenbeinturm scheint doch immer ein geistiger zu sein. Dies stimmt aber mit dem Eskapismus nicht überein. Der Eskapist ist nicht von den Dingen fort. Im Gegenteil. Er fliegt über den Dingen. Er ist den Dingen entrückt in eine höhere Position. Bereits beim Stehen auf dem Tisch, erreicht man eine höhere Position. Man ist den Dingen nur entrückt. Dem Wissenschaftler gefällt diese höhere Position, die einem eingeschlossenen im Granusturm doch verwehrt ist.
    Die Frage nach der Tugend, nach dem „Du sollst, du musst“ auf dem Weg zur Elite, zum tapferen Helden, bewährt sich die Tugend als Sackgasse. Zwischen 1780 und 1970 hat sich die männliche Tugend zum Macho-Herren-Herrschergehabe entwickelt. Was ist nun, das den Menschen so einzigartig, vereinzelt und nicht zusammenkommen lässt? Auch in der Sprache kommen wir nicht zusammen. Die Sprache ist different, abweichend, stößt sich gegenseitig ab. Vielleicht kommt es zu gemeinsamen Abstimmungen aus Vernunft, wenn einer oder Beide nachgeben? Die Vernunft jedenfalls hat sich seit der Aufklärung fehlentwickelt. Die Formulation aber, in ihren Köpfen, kann nicht zur Deckung gebracht werden. Dem Druck, dem sie unterliegen, ist ihr Utilitarismus (mein Grund, warum ich dichten muss). Der Utilitarismus, macht sie zu Hamstern, die ständig ihr Rad bewegen müssen. Er macht sie zu einzelnen Helden die alleine getrieben vom Zorn gegen eine ganze Armee von Menschen ankämpfen und sich anschließend wieder in die Reihen einreihen. Der Utilitarismus ist das, was Robinson Crusoe von sich und seinem Freitag fordert (den ihm Freitag aber verweigert, weil sein Denken nicht christlich geprägt war.). Die Frage bei der Begegnung von Menschen ist eine Frage des Utilitarismus. Menschen, die nichts von anderen Menschen brauchen, ziehen wieder auf eine einsame Insel der Freiheit. In der Sprache sucht der Mensch den, der in seinem Sprachspiel ist. Die Frage ist nicht, was kann ich tun, sondern die, was kann ich für mich tun. Das ist die Frage der Ehe. Es gibt hier signalisierte und nicht signalisierte Formen von Utilitarismus. Eine Frage bleibt, ob dieser Utilitarismus angelernt oder angeboren ist? Sicher ist er auch anerzogen. Anerzogen auch auf kulturellen Bedingungen die eine solche Anpassung erfordern. Wenn wir als kulturelle Wesen für Andere in den Krieg ziehen, erhalten wir für diese Tat der Tötung noch einen Orden. Für Menschen die eine Diktatur im Untergrund bekämpften und ihr Leben riskierten, war das schwieriger. Man muss sich nun fragen, ob sie denn auch aus Utilitarismus handelten? So ist auch eine Frage offen, aus welcher Sicht man den Utilitarismus betrachtet? Von allen Seiten meinen wir, denn wie schon am Anfang erwähnt, handelt wohl jeder Mensch aus Utilitarismus, auch wenn er das völlig von sich weist.

  • Das Fest der Liebe

    Das Fest der Liebe wird aber von den Menschen nicht wahrgenommen; anderenfalls würden sie ihm die größten Heiligtümer und Altäre errichten und die größten Opfer darbringen.

    Vorher hatten die Menschen kugelförmige Rümpfe sowie vier Hände und Füße und zwei Gesichter mit je zwei Ohren auf einem Kopf, den ein kreisrunder Hals trug. Die Gesichter blickten in entgegengesetzte Richtungen. Mit ihren acht Gliedmaßen konnten sich die Kugelmenschen schnell fortbewegen, nicht nur aufrecht, sondern auch so wie ein Turner, der ein Rad schlägt. Es gab nicht nur zwei Geschlechter, sondern drei: Manche Kugelmenschen waren rein männlich, andere rein weiblich, wiederum andere – die Androgynen hatten eine männliche und eine weibliche Hälfte.

    Aber der Mensch wurde aus Lehm erschaffen, danach wurde ihm der Lebensatem eingehaucht. Er gab den Tieren Namen, fand aber kein zweisames Gegenüber. Schließlich fiel er in einen tiefen Schlaf, ihm fehlte nun eine Rippe. Wurde immer von „dem Menschen“ gesprochen, erkennt Adam in der Begegnung mit dem neuen Wesen in sich den Mann und in seinem Gegenüber die Frau.

    Maria war unbefleckt in anderen Umständen. Aus diesem Grund begibt sich Josef mit seiner hochschwangeren Verlobten Maria nach Betlehem. Als sie dort ankommen, kommt Maria in die Wehen und bringt ihren ersten Sohn zur Welt.
    Verfolgt von König Herodes, befiehlt der, in Erfüllung des Prophetenwortes den Kindermord zu Betlehem, vor dem sich Maria und Joseph mit dem Kind, von einem Engel gewarnt, in Ägypten in Sicherheit bringen können. Nach Herodes’ Tod gehen sie nach Palästina zurück und siedeln sich in Nazaret an.

    Liebe ist ein mächtiges Gefühl und mehr noch eine innere Haltung positiver, inniger und tiefer Verbundenheit zu einer Person, die den reinen Zweck oder Nutzwert einer zwischenmenschlichen Beziehung übersteigt und sich in der Regel durch eine tätige Zuwendung zum anderen ausdrückt. Auch wenn Liebe kein bewusster oder rationaler Entschluss der Liebenden ist, muss sie deswegen nicht als irrational betrachtet werden. Die moralische Grundierung unterscheidet Liebe daher auch vom reinen Trieb. Also, die Frage lautet doch, was treiben wir da eigentlich?

  • WEIHNACHTSGEDICHTE

    WEIHNACHTS - Nachricht: Besser als Lebkuchen ... und natürlich AACHENER PRINTEN
    ... und mindestens so romantisch wie der erste weiße Schnee, die weiche Schneedecke auf den Vordächern am Weihnachtsmorgen – Gedichte -
    Weitere LYRIK - GEDICHTE - STORYS aus meiner Feder und PC-Tastatur laufend ergänzt.
    einfach über Google oder andere Suchmaschinen:

    Blog. www.gedichte-freude.blog.de
    Facebook: www.freude/facebook.de
    Twitter: www.Freude/twitter.de
    Youtubes: www.youtubes/achubert/Manfred.H:Freude

    Weihnachten,
    Winter, Schnee
    und Neujahr

    Manfred H. Freude

    Weihnachtsgedichte
    Edition Freude
    Weihnachten

    Weihnachtsfest 2010.
    Die drei Könige sammeln wieder.
    Es geht wieder aufwärts (sagt man).
    Der Orient scheint besiegt
    Und das Abendland am Boden.

    Es schreit nach Konsum.
    Wir erfüllen Weihnachtswünsche.
    Das Kind hat das richtige Gen.
    Wir füttern uns zu Tode.

    Irgendwo Schüsse.
    Kondensstreifen statt
    Kometenstreifen.
    Alles im 3D Format.

    Ein bisschen Comedy.
    Es ist kein Fest der Trauer.
    Unsere Soldaten kommen zurück!
    Präsente besorgen unsere Drohnen …

    Adventszeit
    Alle Jahre wieder,
    Die teuerste Zeit im Jahr.
    Ausnahme ist die Urlaubszeit.
    Noch 4 Kerzen, dann ist es soweit.
    Das arme Kind hat keine Kreditkarten.
    Es liegt auf Stroh.
    Stroh ist teuer, zurzeit.
    Schlechter Sommer, sehr heiß und zu nass.
    Die Weisen behaupten wieder.
    Nächstes Jahr geht es wieder aufwärts mit der Konjunktur.
    Die drei Weisen aus dem Morgenland sind lange schon tot.
    Ihre Geschenke reichten auch damals nicht weit.
    Was für schlechte Zeiten.
    Nur nicht noch einmal Volkszählung wie vor 2000 Jahren.
    Jeder an seinem Geburtsort –
    Erst gar nicht daran denken.
    Vieles ist besser.
    Ohnehin glauben diese an das Christkind,
    Denen es ordentlich, was auf den Teller legt.
    Eigentlich hat man ja schon alles.
    Oder vielleicht Socken
    Mit ringsum Brillanten.
    Aber dann auch kurze Hosen tragen.
    Oder etwas Verstand?
    Aber das wird viel zu teuer.

    Blinder Silvesterhimmel
    Brillantes Feuerwerk
    Silvesternacht
    Weiß und bunt auf das Es kracht
    Kracht und böllert
    Sekundenschlag
    Figuren und Farben
    Wie man’s mag.
    Tanzender Himmel
    Satansfeuer
    Es knallt und springt
    Es kracht und klingt
    Zerspringender Himmel
    Frühgeburt
    Brillantes Feuerwerk
    So ist die Silvesternacht.
    Gewaltiges Feuerwerk
    Vor schwarzem Himmel
    Jubel
    Hoch die Gläser klingen
    Alles lacht
    Volles Haar
    Es ist vollbracht
    Die erste Nacht
    Blinder Himmel brennt weiter
    Das Satansfeuer seiner Frühgeburt
    Blinder Silvesterhimmel
    Prosit
    Ein neues Jahr jung und schön
    Ein lachender Mund, voll frischer Zähne
    Halte das neue Jahr fest in Deiner Hand.
    Blinder Silvesterhimmel

    DAS FRISCHE JAHR
    So nah kommt schon die Zeit
    So nah zum Greifen bald
    Das vertraute Jahr ist fast schon kalt
    Die Hand die ausgedehnt
    Die Hand trägt schwarze Stätten
    Das Glied ist krumm von Gicht und weist

    Den Fuß der kaum gesetzt voran
    Den letzten Schritt, der jetzt noch fehlt
    Berühren, das Alte abzuschließen
    Der Schwung hat den Scheitel schon gereckt
    Der kleine Schopf bereit und auch das Maul
    Noch loszuschreien, ehe das frische Jahr eröffnet

    Nur ein paar Augenblicke noch
    Nur ab und an ein lauter Knall
    Die Luft ist zum Erbrechen klar
    Dem gewohnten Jahr fehlt jedes Haar
    Dem vertrauten Jahr fehlt jeder Zahn.
    Und tief geneigt drängt es zum Schluss.

    die Zeit sie brennt nun stillzustehen
    die Zeit drängt immer fortzuschreiten
    das frische Jahr es wartet nicht
    das neue Jahr es steht schon klar
    das frische Jahr klatscht einfach ab
    Cool Alter und: frohes frisches Jahr.

    Datum 13. Dezember 2006

    Advent.
    An einem Tag wie diesem.
    Gönne ich neue Perspektiven.
    Neutraler Phasen ganz doll zu.
    Zum Kino.
    Advent, Advent.
    Geschenkt.
    Ein Bildschirmschoner fürs Leben.

    © Manfred H. Freude

    Dunkel I

    Dunkel ist die Heilige Nacht!
    Schwarz, mit Schattenrissen
    Nirgends führt ein Weg ins Holz
    Ausweg wächst aus der Erinnerung

    Der Gott ist krank; die Erde schwankt!
    Lautlos klingt der Himmel wieder
    Jede Schale ist gefüllt mit Tönen

    Der Abend kommt, die Ferne naht!
    Die Stunde legt das Licht ins Stroh –
    es sprach ein Gespräch mit ihm

    Dunkel ist die Heilige Nacht!
    „und wenn ich auch wandere
    durch das finstere Tal“
    ich fürchte doch,
    Nichts!

    Es lag ein Kind
    wohl in der Krippe
    das später hing –
    Nur noch Gerippe

    Es naht das Fest
    Blätter fallen von den Bäumen
    Rote Dekorationen in feierlichen Räumen.
    Besinnliche Jahreszeit, es naht das Fest.
    Im Kalender notiert sich der Rest.

    Überall freundliches Boxengedudel
    zieht uns in den Weihnachtsstrudel.
    Weihnachtsmänner und die frohen Kunden.
    Die herabgesetzte Ware ist verschwunden.

    Geschenkpapier unterm Christbaumschmuck.
    Toilettenpapier mit Glockendruck.
    Die Räume werden immer wärmer,
    die Menschen werden immer ärmer.

    Lauter werden alle Töne,
    ein Gedränge, außerdem allseits Gestöhne.
    Die Kassen klingeln, süßer denn je.
    In den Bergen liegt immer noch kein Schnee.

    Doch niemand will das Fest verpassen,
    Stürzt sich, wie jedes Jahr, in die Massen.
    Weihnachten muss man eben erleben,
    Die Geschenke sind da zum Weitergeben.

    Das Kind in der Krippe, still im Kirchengang,
    Draußen hasten die Tüten zum Weihnachtsklang.

    Es naht das Fest, kann nicht dafür.
    Weihnacht wie jedes Jahr, steht vor der Tür!

    Fest besaufen
    Wenn am Weihnachtskranz und an den Krippen
    Die weich gewordenen Kerzen kippen
    Wenn mit grünen Zweigen die Bollen zergeigen
    Wenn all den Adventen zerfließen die Renten
    In allen Lichterketten sich Engelshaare retten
    In den Äpfeln und Nüssen sich Weihnachtsmänner küssen
    In den Fensterscheiben es Putten und Rentiere treiben
    Wenn ja wenn Ochs und Esel sich vergessen
    Maria und Josef, Schokoeier essen
    Das Kind in der Krippe schon Silbermähne
    Es schreit wie am Spieß es bekommt seine Zähne
    Wenn ihr so was zur Weihnachtszeit seht und erlebt
    Wenn ihr seht, dass ein Engel durchs Zimmer schwebt
    Und die zwei Flaschen am Sideboard sind schon leer
    Dann seid ihr besoffen nehmt`s nicht so schwer
    Dann greift euch ein Glas und macht euch den Spaß
    Greift euch die Pulle und gebt noch mal Gas
    Das Weihnachtsfest dreht sich doch nur um Kaufen
    Und ihr macht es richtig ihr wollt es versaufen
    Ihr dröhnt euch zu, denkt, wie es war
    Und sauft euch die Kante ins nächste Jahr
    Und, wenn ihr aufwacht, ist Weihnacht vorbei
    Dann geht’s wieder los mit der Sauferei
    Und dann bis Neujahr und Karneval
    Bis Ostern reicht es auf jeden Fall
    Über den Sommer rettet der Rest
    Und freut sich aufs nächste Weihnachtsfest

    Geburtsanzeige: Heute 24. Dezember
    Er ist geboren,
    „Mein Gott er lebt“
    Heute 24. Dezember
    Kein Sterbensgedanke
    Freude ringsumher
    Freude wir kommen nicht zu spät
    Noch sind alle Sterne
    Oben für den Letzten
    Aber noch ist oben und unten
    Verkündet sein Kommen neu
    Von der Rettung
    Von Möglichkeiten
    Tief greifender Umdeutungen
    Unseres Lebens
    Neuer Chancen
    Mit einem Sanftleisen: „Oh du Fröhliche“
    Er ist geboren!
    Mein Gott er lebt,
    Heute 24. Dezember

    Glühweinanstich
    Dort, wo Durst und Geist sich fand
    Da steht er, der Glühweinstand

    Wo der Treffpunkt vieler Zecher
    Tritt der Glühwein aus dem Becher

    Jeder der´s bis hier geschafft
    Findet wieder neue Kraft

    Selbst den Göttern, die´s erfunden
    Soll der Trank vorzüglich munden

    Auch Dionysos, der weiß:
    Glühwein trinkt man süß und heiß

    Freunde wollt ihr ewig leben
    Dann müsst ihr den Becher heben

    Trinkt nicht sanft, nicht wie ihr dürft:
    Diese Lauge wird geschlürft

    Und es greift der letzte Zecher
    Fröhlich zu dem Schierlingsbecher

    Im großen Dom
    -Weihnachtsgeschichte-

    Stille, Nichtstun, Heilige Nacht.
    Marmorglanz in Winterpracht.
    Engelshaar vor buntem Glas
    Das im großen Querschiff saß.

    Weihnacht unter Kaisers Thron
    Heut geboren Gottes Sohn.
    Alle die zum Beten kamen,
    Preisen heute Gottes Namen.

    Maria, Joseph und das Kind.
    Durchs Portal zieht frischer Wind.
    Augenblick erwärmt vom Licht
    Zum Altar fehlt jede Sicht.

    Ein Engel schwebt gleich durch den Raum.
    Man sieht ihn nicht, man spürt ihn kaum.
    Der große Chor singt Heilige Nacht.
    Es ist schon kurz vor Mitternacht.

    Das Engelshaar kann nichts verstehen,
    aufgrund der Enge, nichts zu sehen.
    Die Wehen treten plötzlich ein.
    Noch heute kommt ein Kindelein.

    In dieser heiligsten der Nacht.
    Ein Kind wird auf die Welt gebracht.
    Ein Kind, das heut ward, auserkoren.
    Heut, wo der Heiland ward, geboren.

    Kuschelweihnacht
    Dreimal Piano, ganz sanft und ganz leise
    Erklingt die stille, die Heilige Nacht.

    Leise, ganz leise fällt eine Schneeflocke
    Zur Erde, auf das samtweiche, rote Gewand
    Des Weihnachtsmanns

    Noch streicht er über seinen gepflegten Bart
    um dann sanft die Türglocke zu ziehen.

    Die Kinder jauchzen, „das Christkind.“
    Die Tür öffnet sich einen Spalt: und das
    goldene Licht der Weihnachtsdekorationen
    küsst für einen Augenschlag das Wintermärchen.

    Ho – Ho-Ho. Die Backen der Kinder, ein Mädchen und ein Junge,
    sind rot, wie das Gewand des Weihnachtsmanns.
    Die Eltern halten ihre Hände auf den Schultern der Kinder.
    Mit strahlenden Augen begrüßen sie den Weihnachtsmann.

    Am Tannenbaum flackern die Kerzen vom Hauch des Windes,
    denn die Engel sind mit dem Weihnachtsmann angekommen.
    Heute, wo der Erlöser geboren, heute ist Frieden in diesem Haus.

    Das Feuer flackert im Kamin, der Duft von gebratenen Äpfeln,
    von Aachener Printen, von Spekulatius und Lebkuchen.
    Die Kinder holen ihre Blockflöten und spielen
    „Alle Jahre wieder“, nur dieses eine Lied, denn das haben sie
    besonders für den Weihnachtsmann geübt.

    Der Weihnachtsmann bleibt zum Festmahl und man
    sitzt noch lange am Kamin, erzählt Geschichten und liest,
    bis der Weihnachtsmann eingeschlummert ist.
    Er hatte leider den letzten Schlitten verpasst. –

    Stille in geweihter Nacht
    Stille in geweihter Nacht
    alles schläft und einer wacht
    alles ruht nur einer macht

    Still am Fenster im Advent
    außen eine Kerze brennt
    Draußen ist es kalt und Arm
    drinnen ist es Reich und warm

    Stille in geweihter Nacht
    alles schläft und einer wacht
    alles ruht nur einer macht

    In dieser still geweihten Nacht
    Abend weint und Morgen lacht
    drängt hinaus aus tiefster Ferne
    Liebe hoch bis in die Sterne

    Stille in geweihter Nacht
    alles schläft und einer wacht
    alles ruht nur einer macht

    Silvesternacht im Wald

    Das Christkind ist schon ne Woche alt
    und draußen ist es bitterkalt,
    der Rabe krächzt im Tannenwald
    Das neue Jahr zieht über´s Land.
    Wenn alles donnert, blitzt und knallt,
    bleibt die Tierwelt im Unterwald.

    An den Fenstern hängen noch Sterne
    am warmen Ofen säße ich gerne,
    da lob ich mir den grünen Wald,
    wenn er so daliegt, bitterkalt.
    dann zieht mich nichts in südliche Ferne,
    und Drumherum Millionen Sterne.

    Und noch im Wald die Winterluft,
    und überall der Tannenduft.
    Der Rabe in der Krone krächzt.
    Die Eiche unter der Schneelast ächzt.
    Die Wege die sind aufgeräumt.
    Das Reh vom nächsten Frühjahr träumt.

    An der Quelle spielt das Tier
    am Restparcours vom Reitturnier.
    Und die Wolken ziehen auf,
    in der Stadt ist Silvesterlauf.
    Der Wald zeigt sich nun wunderbar,
    erneut zum letzten Tag im Jahr.

    Weihnacht Herzfest

    Noch still, kein Ton, es ruft
    Bald kommt, was kommen muss
    Ein volles Fest, ein reiches Fest
    Gleichwohl von einem Guss

    Mit dickem Mantel, weichem Schal
    Wenig Freude, vielmehr Qual
    Gerannt, gesucht, noch bis zum Schluss
    weil alles auf den Tisch noch muss

    Noch sind die Lichter draus wie drinnen
    Und kalt wie draußen ist auch innen
    Und immer mehr wird Licht zum Schein
    Ganz langsam trifft`s bei jedem ein.

    Und mancher hat schon längst vergessen
    das der im Stroh am Berg gesessen
    dass der einmal auf Wasser ging
    für jedermann am Kreuze hing

    Doch sprechen wir nun nicht von Schmerz
    zum Weihnachtsfest wird`s warm ums Herz
    Wenn Kirchenglocken hell erklingen
    bleibt einzig jubeln nur - und singen

    Weihnachtsabend
    Weihnachtsabend legt sich nieder
    Tannenduft beschwängert den Raum
    Leise tönen Weihnachtslieder
    Regen draußen: Hört man kaum

    Weihnachtsabend fällt in Tannen
    Kerzen brennen in die Nacht
    Feierherrlich zieht von dannen
    Letzter Wein wird aufgemacht

    Das große Fest es ist soweit
    es kommt der Herr der Herrlichkeit
    ein Prosit der Gemütlichkeit

    Ach ist das Leben wunderbar
    man fragt sich noch, wie`s früher war
    dann schläft man ein; bis nächstes Jahr

    Weihnachtsfeier
    Jedes Jahr dieselbe Leier
    es beginnt die Weihnachtsfeier
    Es wird kräftig noch gelacht
    das die Arbeit Spaß gemacht

    Die Kollegen sind sehr nett
    Frl. Müller will ins Bett
    Frl. Müller wird noch froh
    trifft den Franz noch vor dem Klo
    (als die beiden fertig sind
    weiß sie bekommt ein Kind)

    Mit Alaaf und mit Helau
    ist die ganze Firma blau
    Auch das Essen hat geschmeckt
    Teller werden abgeleckt

    Jeder fühlt sich pudelwohl
    das bewirkt der Alkohol
    Süßer nie die Glocken klingen
    alles fängt nun an zu singen

    Jeder der noch laufen kann
    schließt die Polonaise an
    Wie bei jedem Weihnachtsfest
    bringt der Glühwein noch den Rest

    Und als der Stripper kommt zur Nacht
    da sind sie alle aufgewacht!
    Jubel herrscht im ganzen Haus
    „Da steht ein nackter Nikolaus“

    Die Sekretärin wird nun munter
    Sie zieht ihm den Slip herunter
    Schenkt ihm bei der Weihnachtsfeier
    bunte Schokoladeneier

    „So ein Tag“, wird nun gesungen
    dieses Fest es ist gelungen
    Und im Schwips, das ist erlaubt
    was man nächsten Tag nicht glaubt

    Kinder, Kinder Heilige Nacht
    die Weihnachtsfeier hat´s gebracht
    Weihnachtslieder leise Summen
    und im Schädel bleibt noch Brummen

    Weihnachtsfeste feste

    Morgen ist uns nix zu teuer
    heute geht die Fete los
    kein Weihnachtsfest wegen der Steuer
    und auch tags zuvor gibt es kein Moos

    Gestern sparten wir beim Kaufen
    weitere Arbeitsplätze platt
    das echte Leben wir versaufen
    falsch zu fressen haben wir satt

    auf dem Weihnachtsmarkt herrscht Stau
    Zufahrtsstraßen sind gesperrt
    Weihnachtsmann ruft seine Frau
    Baby in der Krippe plärrt

    feiern alle Feste feste
    Tassen hoch auf das soziale
    jagen Schnäppchen und auch Reste
    aus dem Festen wird das schmale

    der Glühwein schmeckt und hoch die Tassen
    soweit wollen wir heute noch nicht sehn
    und dieses Jahr dabei belassen

    wer weiß, wie lange wir noch leben
    in dieser kalten Weihnacht Welt
    was sollen wir denn weiter geben
    vielleicht die Leber die bringt Geld

    wir können auch zu Hause hocken
    am warmen Ofen weiterfrieren
    es ist zu schön bei allen Brocken
    wir werden niemals mehr krepieren.

    Weihnachtsverhör

    Zur Weihnachtszeit ganz ungestört
    hat man sich leicht einmal verhört
    Im Kirchenschiff bei dem Gebet
    wenn plötzlich einer danebensteht
    und betet ganz gefasst
    „Komma, Jesus sei unser Gast“
    das klingt doch irgendwie entfernt
    wie man es anders hat gelernt
    und singt ergreifend wunderbar
    „Holger, Knabe in lockigem Haar.“
    der Holger in der Bank davor
    der glaubt es wär ein Mann im Ohr
    gleich wie im Lied griechischer Wein
    er sich verhört „Kriech nicht da rein „
    bis alle dann gebetet haben
    „Maria, Du bist voll der Knaben „
    oder, wenn sie sangen, all
    von Jesus dort „in Beethovens Stall„
    So klang es dort im Gotteshaus
    „..geht auf allen Vieren, mit uns ein und aus „
    und man hört eh man gedacht
    „Gottes Sohn, Owie lacht „
    und aus Gesangbuch goldner Letter
    „O Tannenbaum wie grinsen Deine Blätter
    Du grinst nicht nur zur Sommerzeit „
    verhört nicht nur zur Weihnachtszeit!

    Es schneit so kalt am Spieß.
    Es streichelt die Flocke das Gras.
    Es ist noch feucht: vom Spaß.
    Es schneit so kalt am Spieß.

    Es friert das Fleisch am Boden.
    Es schleicht das Eis in Loden.
    Nun ist der Schnee gefallen.
    Bedeckt sind satt die Hallen.

    Es ist nun Winterszeit.
    Die Hoffnung ist verschneit.
    Nun bin ich geworden alt.
    Mir ist nun bitterkalt.

    Verloren ist die Zeit.
    Es hat sich ausgeschneit.
    Dass ich nun traurig bin.
    Das macht auch keinen Sinn.

    Auch Winter, die vergehen.
    Werd ich nicht überstehen.
    Pilln wider Willn,
    Wann werd` ich Winter stilln?

    WEISSES WINTERZAUBERKLEID

    Nun ist er da der lilienweiße Freund
    er lässt sich tanzend fallen
    und lässt sein blütenweißes Loden
    weit über die Landschaft wallen

    Der Wind er gibt den Rhythmus an
    mal flott mal sanft mal schnell
    und bittet ihn zum Tanz heran
    er purzelt treibt ihn von der Stell

    mal rechts mal links mal geradeaus
    mal hoch und tief und weit hinaus
    es sieht so schön und lustig aus
    und weiß gedeckt sind Straße und Haus

    Nun lernt die lilienweiße Pracht das Fliegen
    wohl auf den Straßen Auf und Ab
    Bleibt das bleiche Zeug wohl liegen
    noch nimmt es nicht im Fallen ab

    Es freut sich alles zu bedecken
    was vorher immer weilte, war da
    Will langsam alles nur verstecken
    was man so deutlich vor sich sah

    Was alles kann man damit machen
    so viel erfreut die winterbleiche Zeit
    Man hört oft frohes Kinderlachen
    im hübschen Winterzauberkleid

    Ach wie vergänglich ist doch Pracht
    wie kurz die Zeit wo alles lacht
    Das bleiche Winterzauberkleid ergraut
    wenn es die frühe Sonne schaut

    Wie every Year

    Wie every Year to Weihnachtfest
    Everybody do his best
    Jeder does Geschenkepacken
    Christmastrees zusammenhacken

    Drink sich noch his Lieblingsbeer
    It is so - wie every Year
    And before he goes to Bette
    Goes he noch zur Weihnachtsmette

    At the Christmas they are froh
    the little Child and Mary and Jo
    Ochs and Esel eat the Heu
    but the Engel he is Neu

    Hear wenn all the Glocken bells
    and you never hear the Schells
    Kling the Glöckchen klingeling
    Now it gives there everything

    The Bescherung is soweit
    Mother have a Fucking Kleid
    Father get a new Cravat
    and the Children dis and datt

    Outside is beschissen weather
    Innen comes they all together
    Merry Christmas wishes they sich
    and they are sitting an the Tisch

    Every year es is so weit
    the verrückte Cristmeszeit
    sweeter not the Glocken kling
    Santa Claus is drunk and sing

    Let it snow, let it snow
    it is twelve come on the Show
    Is the Flöte bei the hand
    spiel is winter wonderland

    Vater sagt es ist soweit
    nun ist meine Holy Night
    und in dieser einen Nacht
    wird die Bootle leergemacht

    Mother in the silky String
    let the Weihnachtsglocken kling
    Father wants Cigar zu rauchen
    is bis Neujahr, not zu gebrauchen

    WINTER ENDE EHE ER BEGONNEN

    Heißer Sand des Südens weht in den schwachen Winter
    sofern die Winde von den Azoren tiefer fallen
    Eiskalte harte Socken hängen an den gefrorenen Leinen
    und schweigen in allen Färbungen und Mustern
    Begehrliche Schneemänner tauen auf den Wiesen
    mit Möhren zwischen den Beinen statt im Gesicht
    Der schwache Winter ist fast zu Ende ehe er begonnen

    Der letzte Apfel vom vergangenen Sommer hängt noch
    an dürrem Astgezweig des edlen Birnenbaums
    verloren und vergessen ein verträumter Herbst
    selbst die letzten Vögel lassen ihn in Ruhe
    nur ab und an krächzt eine Krähe ihm den Tag
    vielleicht schafft er es noch den Frühling zu erleben
    Der schwache Winter ist fast zu Ende ehe er begonnen

    Die Felder sind wie leergefegt am Montagmorgen
    Nur in den Supermärkten ist jetzt schöner Winter
    und vieles ist vom letzten Jahr und Wintersachen
    Reduziert wird, was sich nicht mehr halten kann
    auf den Regalen liegt schon neue Ware für nächsten Winter
    da kann auch kommen wer da will nicht nur der Winter
    Der schwache Winter ist fast zu Ende ehe er begonnen

    Bäumt sich noch einmal auf mit aller Kraft und Macht
    hat den großen Schrecken verloren macht keine Angst
    verliert nur hier und da ein wenig von der weißen Pracht
    und einige Ausfallstraßen hat er zugeschneit
    und zeigt sich draußen auf dem Kahlen Asten
    lässt dort etwas länger, liegen seine schweren Lasten
    Der schwache Winter ist fast zu Ende ehe er begonnen

    WINTERLIEBE
    silbergrau wächst die matte Märchenwintersonne
    durch die kahlen dürren Knochenäste
    will sich zeigen durch den Wolkennebel
    und sinken in die leeren Buchenhecken

    die Häuser ziehen ihre schultern hoch
    die Dächer tiefgezogen bis ins Erdgeschoss
    Solange bis der frühlingsreif wiederkommt
    raucht der Kamin, bleibt jede Tür im schloss

    Silberhimmel sagt: Man weiß es nicht
    kommt regen Schnee kommt sturm kommt wind
    will hier so bleiben dieses Jahr
    die schrecken anderwärts auszutoben sind

    undurchsichtig bleibt das Wetterbild
    wissen tut mans wirklich nicht
    kalt doch trocken stürmig fröstelnd
    zieht ein wind von, kreuz bis quer

    wo bleibt ein loch, in das man kann, verkriechen
    und zünden eine Kerze warm
    so das es kuschelt zum erröten
    und hielt es fest für, tag und nachtkalten im arm

    so kann man lieben doch den tag die nachtkalten
    wenn draußen alles gerade so friert
    man sich bei wärmenden Gedanken
    den Ausblick eines schönen Körpers stiert

    so träumt man denn und bleibt im Bett
    zieht sich zurück in Kuscheldecken
    es regt im Warmen sich so nett
    und lässt sich leicht und viel verstecken

    Krieg am Weihnachtsmarkt

    Es ist Krieg am Weihnachtsmarkt
    Die Kerze brennt am Friedensengel
    Stille Nacht es dröhnt der Booster
    Ein Glühwein auf die Heilige Nacht

    Alles schläft im Tingel - Tangle
    Nur der Hirte wacht - am Stand
    Hält sich fest, als wenn er´s wüsste
    Mit einer Printe in der Hand

    Lichter brennen an der Hütte
    Und vom Himmel fällt der Schnee
    Von der Pfote läuft weg die Lütte
    Gerührt von Tränen wächst der See

    Es ist Krieg an allen Ständen
    Hell glüht Engel hoch im Licht
    Nur kein Platz mehr in den Händen
    Die hinter Tannen sieht man nicht
    Weihnachtsgeschichte in der Bronx

    Es geschah vor einigen Jahren als die USA zur Volkszählung aufrief und jeder zu seiner Geburtsstadt kommen müsse und sich dort eintragen. So geschah es in diesen Tagen das Hillary und Bill nach New York zogen. Sie hätten auch gut und gerne nach Florida oder nach Texas ziehen können. Nein sie mussten in den Staat New York. Sie fuhren mit ihrem alten Dodge, der schon fast auseinanderfiel und der ihnen in den 70ern noch gute Dienste gebracht hatte. Die Sitze waren durchgesessen und kaputt. Er verbrauchte jede Menge Sprit und aus dem Auspuff tropfte es und es kam jede Menge Rauch. Hillary war hochschwanger und aufgrund dessen wurden sie nicht wegen des halb zerfallenen Dodge festgenommen, sondern von einer Eskorte von zwei muskelbepackten Sheriffs auf ihren Motorrädern bis zur Staatsgrenze eskortiert. Sie kamen in New York an und es war schon dunkle Nacht. Sie kamen in das Gebiet der Bronx und suchten ein Hotel. Diese waren aber alle stundenweise vermietet und überfüllt und man musste sie abweisen. Auf der Straße standen einige junge Damen herum, die ihnen auch freundlich Auskunft gaben. Dort gegenüber befindet sich ein leer stehendes, ehemaliges Tätowierstudio, dort könnten sie vorübergehend eine Nacht verbringen. Nachdem sie gemeinsam das Schloss geknackt hatten, fanden Hillary und Bill dort eine Bleibe. Über der roten Leuchtreklame eines ehemaligen Kinos gegenüber stand am dunklen Nachthimmel der volle Mond besonders hell von zwei Putten gehalten. Es war die Nacht der Nächte. Die Köter heulten in der gesamten Bronx. Einige Rocker ließen ihre Maschinen aufheulen. Im Tätowierstudio stand ein Tätowierhocker. Hierauf hatte Hillary Platz genommen. Draußen dröhnte ein Getto Bluster: Wat a wondervull World. Draußen standen einige Penner um eine Öltonne, in der ein Feuer brannte. Maria schrie auf und sie gebar ihr erstes Kind. Ihr Gynäkologe hatte ihr noch mitgeteilt, es wäre unmöglich, sie wäre noch Jungfrau und außerdem unfruchtbar. Doch ab dem vierten Monat hatte Bill daran nicht mehr geglaubt. Bill war von Beruf Tankwart. Das Kind wurde geboren und inzwischen waren einige Penner hinzugekommen. Man nannte das Kind Mister. Noch wusste keiner das es später einmal DER MISTER genannt wurde. Dies aber war jetzt die große Nacht. Am Himmel über New York leuchtete ein riesiger Komet und es zogen ein Drogenhändler, ein Motorradpimper und ein Waffenhändler los und sie folgten dem Stern bis ins Tatoostudio. Der Drogenhändler brachte ein Paket Haschisch, Der Motorradpimper eine Harley Klassik aufgemotzt und der Waffenhändler eine Magnum mit. Die Penne kamen ob dem Auflauf an Menschen hinzu und wollten das Kind sehen und wärmten es mit ihrem schlechten Atem. Im Raum waren noch diverse Katzen, allerhand Mäuse, verschiedene Hundemischlinge. Der Stern stand über der Bronx, es war die Raumstation MIR.

    Windowskrippenspiel
    Beim Laden von Glockentönen
    Herunterladen der
    Stillen Nacht – Heiligen Nacht
    Am 24. Dezember wie immer,
    Download von Engeln?
    Das braucht Zeit – Ewigkeiten
    Das Passwort heißt: Weihnacht
    Klingt im Äther, im Wunschbild
    Der schon rot glüht ohne
    Abzustürzen
    Der besoffene Esel und Ochse
    Als Klingeltöne
    Maria und Josef als Bildschirmschoner
    Das Christkind fällt?
    In den Spamordner
    Wenn wir nicht das Passwort
    Ändern in: Krippenspiel
    Ziehen wir zuerst eine Sicherungskopie?
    Auf CD gebrannt, gebacken –
    Für die Ewigkeit; wer weiß?
    Bis nächste Weihnacht!

    Weihnachtsgruß 2009

    Frohe Weihnacht, altes Haus
    Schalte mal die Lichter aus
    Weihnachtszeit verbraucht viel Strom
    Geh zum singen in den Dom
    Geh auch Schritte vor die Tür
    Die Gesundheit steht dafür
    Spende dann mit Gottes Segen
    Nach der Kälte kommt der Regen
    Streichele dir dann übers Haar
    Dann bist du auch noch nächstes Jahr

    Soldat 2009

    Wenn ich zum Advent
    Den Taliban besiege
    Vielleicht bin ich zu Weihnachten
    Zu Hause

    Vielleicht vor dem Sandsturm
    Vielleicht vor der Kirchblüte
    Vielleicht vor der Sprengung

    Götter vor dem Einen
    Sparte die Kugel
    Kann ich nur eine halten

    Nach Hause kommen
    Zu Plätzen und Heim zurück
    Zwischen vor und zurück Differenzen

    Vielleicht bin ich zu Weihnachten
    Zu Hause
    Make friends home
    Meinen Hals zu retten
    Mit einem Blumenstrauß
    Leben tötet den Frieden

    Weihnachtsgeläut der Stille

    Glockengebimmel Ho, Ho, Ho
    Vom Himmel her
    Im Rentierschlitten
    Mit rotem Gewand
    Sie kommen alle!
    Sie klingeln bei Dir
    Bitte eine Spende
    Bitte spenden sie Blut –
    Das tut gut
    Es bluten noch die Nadelbäume
    Mit ihren Nadeln deine Träume
    Hör die Glocken klingeln
    Es lacht die Nacht
    Sie ist nun erwacht
    Weil du die Tür weit, weit auf gemacht
    Die Stille Nacht ist nicht mehr still
    Weil es der Wahnsinn hier so will
    Komm raus und mache deinen Bummel
    Auf dem großen Weihnachtsrummel
    Holy, Holy, Holy Night
    In dieser schönen Weihnachtszeit

    Neues Jahr
    Im Wald ist Schweigen
    Die Stadt ist leer
    Gepudert scheinen Platz und Straße
    Zahnlos spricht das Alte Jahr Dir zu
    Vertrau dem Neuen
    Schwing dich zum Freuen
    Es ist Jung
    Nichts bleibt - Nichts wird
    Was nun vorbei - wozu das war?
    Nun steigt das Licht und springt entzwei
    Ein neuer Anfang ist gewagt
    Es zeigt sich noch am Letzen Ende
    War doch nicht ganz so schlecht
    Das Alte Jahr
    Im Anfang - Das Neue Jahr
    Noch Jung und frisch
    Beginns mit Schweigen
    Sag, wie es war
    Sag Neues Jahr
    Und klage nicht wie Voriges Jahr
    Am Ende wird sich alles zeigen

    Weihnacht 2010 (klingt wie Stuttgart21)
    Weihnachtszeit die macht sozial.
    Reiche denken nur global.
    Denn kein Armer wird entlohnt,
    Der zu nah am Bankhaus wohnt.
    Schenkt man doch den schwachen Gruppen.
    Aus den besseren Kreisen Puppen.
    Liegen sie auch nackt im Schnee.
    Geld - das fließt nach Übersee.
    Auch wenn Gold den Wert noch steigert.
    Unterstützung wird verweigert.
    Und im Tunnel scheint kein Licht.
    Und Soldaten braucht man nicht.
    Wenn wir an der Tür nichts geben.
    Drinnen läßt sich wohlig leben.
    Eine Gala für die Welt.
    Drinnen fließt nicht nur das Geld.
    Kälter wird daheim das Klima.
    Weint man lieber über Lima.
    Weihnachtszeit im Herzen warm.
    Bleibt Soziales weiter arm.
    Nicht freiwillig kommt die Spende.
    Selbst das Fest: ein Wochenende!

    Nein das Gute liegt nicht nah.
    Was ein Weiser auch nicht sah.
    Weil man zu den Sternen sieht.
    Lieber in die Ferne flieht.
    Um die Wohltat zu beweisen.
    Ist es schöner zu verreisen.

    Oecher Chresmeszitt.
    Ömmer wenn se all zehuus
    Druusse waat dr Nekeluus.
    Än dr Boom es och jeschmökt.
    Wäed ens a de Prent versöckt.
    Druuße löft ma met dr Scherm
    Pöngele Tüte ongernje Ärm
    Kenger stönd met jrueße Oue
    Sönt de Krente an et kaue (klaue)
    Chresmeszitt de schönnste Zitt
    Än de Nickele beste quitt
    Dr Stern va Betlehem es fern
    Mä vom Saturn, dat hat ma jern.
    En vom Komet mär noch dr Schweif
    Et Chreskenk könt fa Lust vor life.
    Weihnachtszitt de schönnste Glocke
    Hüets du Musikboxe rocke
    Met dr Weggemann dr Dicke
    Jönt wür no de Kreppe kicke.
    Oh, wie schönn die Leddschere klenge
    Wenn wür zweijmoel Hellije senge
    Ömmer bei os Weihnachtsfeste
    Jit et Neuts, Adie de Reste!

    © Manfred H. Freude

    Es war zur kalten Winterszeit.
    Das Weihnachtsfest ist nicht sehr weit.
    Und auf den Straßen alles still.
    Weiß der Winter ja so will.
    Auch für Bahn und für den Flieger.
    Da bleibt der Schnee im Winter Sieger.
    Das schlechte Jahr es ist vergessen.
    Nun freut man sich auf Weihnachtsessen.
    Denn dass der Sommer so verregnet.
    Wird nun vom Christkind nachgesegnet.
    Vorher noch betritt das Haus.
    Mit seinem Sack der Nikolaus

  • Freude des Bösen Wenn einer stirbt (Aus Freude des Bösen)

    Prolog.
    Freude des Bösen ist ein Roman aus einer Abfolge von Gedichten mit politischem Kontext, mit der Aussage, dass alle, politischen Systeme bisher gescheitert sind. Das derzeitige politische System, das Weltwirtschaftsglobalkapitale ist in seiner Bewährung. Einem Status quo, einem Abkommen zwischen links und rechts; ein Stillhalteabkommen sich nicht zu bewegen. Wir befinden uns in einem unbeweglichen System. Was nichts anderes bedeutet: Wir warten. Ich bin mein eigener Bibliothekar. Man fragt mich warum legst du alles in eine Schublade? Diese Frage ist eine Frage nach einem Ordnungssystem. Das Ordnungssystem hierbei lautet wir wissen es nicht. Seit über 2000 Jahren freuen wir uns an allen Untaten. Die Untaten können nicht aussterben, da sie immer wieder von allen Spießern erwähnt werden. Die Leiden am Kreuz, und der Verrat werden täglich nachvollzogen. Auf den Bühnen und in den Spalten der Tageszeitungen. Worauf warten wir noch? Wir warten auf einen längst fällig Kommenden. Seit der ersten Aufklärung warten wir auf einen längst fällig kommenden Dionysos, einen Friedensfürsten. Wir haben uns getäuscht, wir sind enttäuscht worden. Wir wurden enttäuscht. Die Täuschung täuscht nicht über einen noch Kommenden. Wir warten auf ein Zukünftiges. Werden wir uns treffen in den Theatern, in den Ausstellungen der Museen? Wir werden wieder, wie verkündet, auferstehen, auch aus dem Elend der Armut und aus dem Elend der Armseligkeit des Reichtums.
    Alles und alle sind von Natur aus Böse. Der Weg führt immer zum Bösen. Nach Mose 44,4: Gutes mit Bösem vergelten; nach Röm. 12,17 heißt es nur noch, Böses mit Bösem vergelten. Der Mensch wurde aus der Natur geworfen, als er vom verbotenen Baum gegessen hatte. Heute wird er aus der Firma geworfen, wenn er den zur Verfügung gestellten PC und Internet einmal privat benutzt. Nichts Neues also. Das ist sein Schicksal, sein Mutterkomplex. Komplex der Mutter Natur, gegen die er sich ständig wehren muss. Von seiner Natur her kann der Mensch nur Böse sein, das ist sein Leiden. Er durchlebt ein Leben, von Schauer und Jammern, voll Mitleid und Furcht. Seine Angst ist überall. Nur durch seinen Verstand und seine Vernunft kann er seine Natur überwinden. Jedes ethische Handeln und sei es eine ehrenvolle Tätigkeit oder soziales Handeln, religiöse Arbeit bis hin zum Fernsehzuschauer von Elend, ist Katharsis; eine emotionale, körperliche, geistige oder religiöse Reinigung. Der Zuschauer, bis zum gut und ehrenhaft Handelnden, leidet mit, und reinigt sich damit von seinen eigenen Leidenschaften. Seine Spende erleichtert seinem Selbst, ethisch zu handeln. Selbst der Gute, Gläubige, der sich vermeintlich gut verhält, handelt nicht gut. Es handelt sich in fast allen Fällen um eine Barmherzigkeit, die unterhalb jeder Gerechtigkeit liegt. Der Mensch sucht anderseits stets das Gute. Sein Bemühen, gerecht zu sein, also nicht zu stehlen, nicht zu töten, nicht zu verletzen und niemandem Schaden zuzufügen ist unlösbar. Jede Barmherzigkeit oder Wohltätigkeit verletzt einen anderen. Das Handeln des Menschen sei nicht mehr als gerecht und nicht mehr als seine Pflicht. Das Böse steckt in jedem Ding. Jeder Stein, jeder Berg, jeder Fluss beruht auf dem Gefühl von Recht und Unrecht, Gut und Böse, Recht und Pflicht. Die Utopie des versöhnenden Friedens; es gibt keinen Frieden zwischen Mensch und Natur. Die bloße Betrachtung des Gegenstandes ruft eine Teilung, eine Aufteilung, eine Wahl hervor; diese schreit nach der Ungerechtigkeit. Helden, Genies und Heiligen spricht man mindestens eine freie Tat zu. Dies ist äußerst kritisch. Das Böse um des Bösen willen; Zukunft gestalten, Macht und Herrschen und Züchten. Das Lachen des Bösen, der Freude dabei empfindet. Die Schadenfreude kann für Betroffene sehr schmerzhaft sein. Besonders im Mittelalter hatte das verletzende Lachen, das "tötende Lachen", die "Freude am Bösen" Hochkonjunktur. Und das, obwohl und womöglich gerade, weil es damals ein kirchliches Lachverbot gab. Das Böse streckt seine Zunge, wie das Böse die Atombombe gibt, und scherzt, zur Freude der Menschen. Alles ist Relativ. Die Freude des Bösen liegt nicht in der Vernichtung, sie liegt im Verbreiten der Angst. Alles Reden ist Kot; nur das Böse trifft. Was spielt gut und böse buchstäblich für eine Rolle? Wärmt wie ein offener Kamin alles Reden von gut und böse, von Grönland bis Afrika. Sokrates überzeugt das Böse/das Schlechte könne niemals ganz aus der Welt verschwinden, es ist notwendig mit der menschlichen Natur verknüpft. Man soll deshalb bemüht sein, möglichst schnell in die Religion, zu den Göttern, entfliehen. Bei Heraklit ist für Gott alles gut, schön und gerecht, und der Mensch unterscheidet zwischen gut und böse, schön und hässlich, gerecht und böse-. Aristoteles beschreibt, dass alles Seiende zum Guten strebt, also göttlich ist; das Böse ist die Differenz des Handelnden, was diesem als das Gute erscheint. Es ist hier kein Gedanke an das Böse um des Bösen willen. Hier wird nicht erst der Vernünftige durch die Wahl seiner Entscheidung Böse. Der Umgang mit der Schöpfung und unser Handeln in dieser Welt sind die Hybris der Macht des Bösen und das Leiden der Schuldigen und unschuldigen Kreatur. "Nun aber besteht für den Menschen das Gute in dem Vernunftmäßigen Verhalten und das Böse in einem Verhalten das außerhalb der Vernunft liegt … Das Gewissen des Menschen kann aber irren (hatte Thomas bereits erkannt). Die höhere Vernunft irrt! Kant lässt keinen Irrtum zu. Wer sich fragt was soll ich tun, weiß auch die Antwort. Für die Ethik bedeutet es, dass das allgemeine Ich, "die Antwort von Gut und Böse schon weiß." Ein irrendes Gewissen ist ein Unding. … Wichtig ist Mäßigung in Affekten und Leidenschaften, Selbstbeherrschung und nüchterne Überlegungen … innere Werte der Person, … denn ohne diese können sie höchst böse werden und das kalte Blut eines Bösewichts macht ihn nicht allein weit gefährlicher … "Die gleichen, von Aristoteles genannten, Tugenden, die auch dem Bösen zukommen können. Kein Grund zur Freude über das Böse. Die Gefahr liegt, nach Hegel, im Umschlagen des Gewissens: auf dem Sprunge zum Sein, ins Böse umzuschlagen" Hegel sieht die Möglichkeit, das Gewissen, von dem Kant behauptet es könne nicht irren, heuchelt. Die Frage nach dem irren ist leicht zu beantworten. Die Antwort lautet ja oder nein. Das Leiden des Menschen, die Schuld, die Angst, im Schweiße deines Angesichtes sollst du dein Brot verdienen. Dieser Aufschrei nach der Unfreiheit. Dieser Rauswurf aus dem Paradies: :"Die Arbeit im Schweiße des Angesichtes, die körperliche und die Arbeit des Geistes, bei der es sauerer wird als bei jener, ist in unmittelbarem Zusammenhang mit der Erkenntnis des Guten und des Bösen. Dass der Mensch, sich zu dem machen muss, was er ist, das gehört im Wesentlichen zum Ausgezeichneten des Menschen, und hängt notwendig zusammen mit der Erkenntnis des Guten und des Bösen …", Marx gibt vor, Hegel auf den Kopf zu stellen wo nämlich nicht das Denken, sondern die Arbeit als Wesensmitte gefasst wird, bestimmt diese das Verhältnis und nicht die Herrschaft des Denkens zwischen Herrn und Knecht. Eine marxistische Form. "Sowie nämlich Arbeit verteilt zu werden anfängt … mir eben dadurch möglich macht, heute dies, morgen jenes zu tun, morgens zu jagen, nachmittags zu fischen, abends Viehzucht zu treiben, nach dem Essen zu kritisieren, wie ich gerade Lust habe, ohne je Jäger, Fischer, Hirt oder Kritiker zu werden." eine Illusion. Diotima und damit Platon durch Sokrates sagt: "Erzeugen aber kann sie im hässlichen (das Schlechte und Böse) nicht, sondern im Schönen." Reiner Maria Rilke schreibt dies in Duineser Elegien; die erste Elegie. "Denn das Schöne ist nichts als des Schrecklichen Anfang." Das Böse ist der Schrecken der Natur, der gegenüber der Mensch machtlos ist. Jeder Augenblick ist Untergang einer Neugeburt. Adornos Modell einer negativen Ästhetik. Baudelaire über Poe: " das dieser Autor (Poe), die natürliche Bosheit des Menschen mit aller Deutlichkeit erkannt und unerschütterlich behauptet hat. Freud äußert sich: "Das Leben, wie es uns auferlegt ist, ist zu schwer für uns, es bringt uns zu viel Schmerzen, Enttäuschungen, unlösbare Aufgaben." Die Menschheitskultur wird auf Kosten des Individuums gehen. Menschheit als Schuldgefühl lastet auf dem Menschen. Das Gute und das Böse haben im Prinzip einen gleichen Wert, wie das Recht und das Unrecht, sind sie vielfach interpretierbar und Auslegungsweise. Daher könnte auch das Böse im Dienst des Guten eingesetzt werden. Wie weit will man sich dem Bösen aussetzen? Von dieser Einstellung und Denkweise hängt die Bereitschaft zum Bösen ab.
    Die Freude des Bösen: du sollst nicht Töten; bezeichnet die komplette Ethik. Von Anbeginn kommt mit Freude Moses mit den Gesetztafeln, dem Gesetz, "Du sollst nicht töten", vom Berg. Er sieht das Goldene Kalb und spricht: "Her zu mir wer dem Herrn gehört, gürtet jeder sein Schwert und erwürge ein jeglicher seinen Bruder und Nächsten". Die Freude des Bösen handelt vom Guten. Es ist das Gute, das das Böse zeigt. Der Schein des Guten scheint nur gut. Die Erste Hilfe ist kein reines Vergnügen. Sie ist ein ernstes und ein großes Geschäft. Es besteht eine allgemeine Tendenz des Schönredens. Man wird böse gegen alle die alles düster sehen. Es ist der falsche Weg das Gute zu sehen und das Böse zu ignorieren. Nur die Natur ist immer gut und schön. Nur aus dem Blick des Bösen kann man das Gute erkennen. Abschaffen der alten Herrscher, denken wir immer noch an die Peitsche. Aber wir zeigen Selbstbeherrschung. Jeder der geboren wird hat schon seinen Mörder. Dies wissen schon die Versicherungen. Die Freude des Bösen ist der Lohn, für den Kulturfortschritt, mit dem das Schuldgefühl und die Glückseinbußen, bezahlt werden. Die zeitgenössische Kultur kommt gegen das Böse nicht mehr an. Die Menschheitskultur überträgt die Schuld auf einzelne Schuldige.

    Ein lyrischer Roman mit dramatischen politischen Konsequenzen
    Die Tragödie ist am Ende

    FREUDE des BÖSEN
    Manfred H. Freude

    Roman
    Prosa
    Lyrik
    Theater

    FREUDE des BÖSEN
    Prosadichtung
    Das Wichtige im Leben, welches den Einzelnen ändert, und ein wenig glücklicher macht, ist die Reflexion. Der Mensch, der reflektiert, verändert. Sei es, dass er in der Kunst reflektiert, sei es in einer der Wissenschaften. Das Wesentliche im Leben des Menschen sind die Probleme der Nahrungsbeschaffung und der Wohnungsgestaltung, der Kampf um Pfändung und Verhungern. Weiteres hat ausnahmslos die Probleme des Menschen, seit der Höhlen, bis zu den Wolkenkratzern, nicht verändert. Götter tauschen, und dafür neue Katastrophen. Der alte, denkende Mensch, veränderte nichts, in allem Sprechen und Schreiben.

    FREUDE des BÖSEN
    Das Böse der Freude
    Prosagedichte

    Aus dem Drama
    Machina oder DIE RETTUNG
    Ein dramatisches Gedicht
    Angst, Schuld, Hass, Zorn,
    Liebe und Rettung

    Der Grund zu
    FREUDE des BÖSEN
    joie de male
    Das Böse der Freude
    Das Thema ist die Geburt der Dichtung.

    Nach dem Theaterstück
    Machina oder Die Rettung
    Roman
    Dichtung

    1) Die Geburt der Dichtung.
    Ist das Abweichende von der normalen Sprache.

    2) Das politische Missraten und Gelingen.
    Das Scheitern von Marx und der Gleichheit;
    das Scheitern von Kants Vernunft und dem Denken, dem Scheitern von Nietzsche, dem hybriden zwischen Wissen und Glauben. Wir müssen erkennen, dass wir nichts Wissen und stehen zu unseren Ängsten. Wir werden unsterblich, indem wir uns selbst töten oder beginnen den Verstand zu verlieren.

    3) Ein Buch und ein Drama.
    Zwischen Baudelaire Fleur du malle / Blumen des Bösen und Allen Ginsbergs Howl / Das Geheul

    4) Der Zorn und das Schöne.
    Kotzt nicht so ästhetisch. Ohne den Zorn ist keine Tat. Die meisten Menschen sind gleichgültig. Nur der Zornige begleicht oder schafft an.

    "Unfähigkeit der Freude"
    Ist die Freude des Bösen.

    Mehr Leiden
    Weniger Gleichheit
    Weniger Freude
    Mehr Unwissenheit

    Hybrid zwischen Wissen und Glauben -

    Angst, Schuld, Hass, Zorn
    Deo ex Machina –
    Das Drama rettet die Tragödie.
    Die Angst. Die Schuld.
    Der Hass und Der Zorn.
    Das Meingedicht: Das Genicht.
    Es folgt: keine Liebe, kein Sex, keine Frauen, keine Kinder, keine Kriege mehr. Es hat sich erledigt.
    Unsere Aufgabe ist erfüllt.

    Das Buch
    FREUDE des BÖSEN
    Diese Ähnlichkeit mit dem Theaterstück
    Machina oder DIE RETTUNG
    ist beabsichtigt.

    Ein
    Dramatisches Gedicht

    Erfüllt von
    Angst, Schuld, Hass, Zorn

    Völlige Revision der Gesellschaft. Unzufrieden mit allem, was besteht.

    Mehr Leiden
    Ein besseres, schöneres Leben, ja vielleicht wie im Paradies das bleibt unser Wunsch? Wer hat uns dies nur eingeredet, das wir uns dies zu hoffen wünschen? Seid unserer Geburt müssen nicht nur Gebärende leiden, nein, auch wir werden leidend geboren und schreien zum Himmel. Ja, sind wir nunmehr aller, ja, jeder Arbeit los. Dass wir von allem werken, was klein ist und das was groß
    Verlieren in dem großen Spiel, was früher Schweiß und Fleiß, was heute uns genommen, was gestern noch Geheiß.
    Wir sind doch alle eins und jeder ist für sich. Das Brot wird schlecht verteilt, an einem leeren Tisch.
    Standen wir soeben noch Hand in Hand am Band, so ist der Job geflogen. Veränderung in anderem Land. Tränen hart wie Wasser, es rollt das bunte Band.

    Weniger Gleichheit
    Formen, Formen der Gedanken, Formen der Sprache, soziale Plastik leben formen gestalten Plastik evolutionärer Prozess.

    Weniger Freude
    Unsere ganzen Freuden und alle Versprechungen. Nein, wir leben nicht zum Arbeiten, wir arbeiten zum Leben. Welcher Unsinn. Wir arbeiten immer! Alle! Wir arbeiten und arbeiten, arbeiten an unserer Freiheit. Unsere Freiheit heißt Arbeit. Und ohne Arbeit benötigen wir alle Freiheit, eine Arbeit zu erarbeiten. Die Mühle, in der wir uns ständig drehen, heißt: weniger Freude. Und diese wenige Freude erreichen wir nur ohne Geld. Alles Geld, das wir uns erarbeiten um uns, damit Freude zu erkaufen zerfließt in eine Erlebniswelt, die nur zur Existenz anderer aufgebaut wurde, nicht zu unserem Vergnügen.

    Mehr Unwissenheit
    Warum reicht uns nicht das Lesen von Büchern, warum wollen wir sie gleich besitzen, sammeln, einreihen in unser Eigentum.
    Reicht es uns nicht zu lesen?
    Texte sind auch im Internet zu beziehen.
    Warum sind Bücher nicht Kulturgut und völlig kostenlos zu erhalten?
    Müssen wir für unser Wissen soviel bezahlen?
    Ist das Wissen aus dem Internet schneller und problemloser greifbar als das Buch aus dem Regal. Warum sind die Bibliotheken nicht im Internet verfügbar?
    Was wollen wir noch wissen?
    Ist uns die PISA-Studie nicht der Beweis das wir uns auf Richtigem, dem besten Wege befinden. Was wollen wir noch wissen? Alles, wollen wir wirklich alle Dummheiten wissen. Wissen, dass ich nichts weiß, dieser weise Spruch des Sokrates ist der Gipfel aller erreichbarer Erkenntnis.
    Was alles haben wir unserem Wissen zu verdanken und wie weit sind wir mit unserem Wissen gekommen. Was haben wir erreicht mit unseren Intellektuellen, ihrem intellektuellen Wissen. Dem ewigen Lesen und besseren Wissen. Sind wir mit unseren Intellektuellen nicht wieder in die Höhle hinab gestiegen und reden nun den angeketteten zu wieder hinaufzusteigen zum Licht. Platon würde dem Zustimmen vielleicht. Und der gute Marx war überzeugt der Einzelne kommt nie zur Wahrheit. Es kommen bessere Zeiten und eine Besserung ist nur über die Allgemeinheit zu schaffen. Nietzsche hingegen glaubt wieder an den Einzelnen. An den Übermenschen. Und nun?
    Wo sind wir angelangt? Es ist die Traurigkeit des Denkens (Sprechens).

    Das Wichtigste im Leben, das den Einzelnen ändert und ein wenig glücklicher macht, ist die Reflexion.

    Der Mensch, der reflektiert verändert. Aber wer reflektiert? Viele sind mit dem Schönen zufrieden (die meisten mit weniger) wollen wir nicht weiter diskutieren und reflektieren über Sprache und Gedanken, zum Erhabenen. Sei es in der Kunst reflektiert, sei es in einer der Wissenschaften. Das Wesentliche im Leben des Menschen sind die Probleme der Nahrungsbeschaffung und der Wohnungsgestaltung. Weiteres hat die Probleme des Menschen seit den Höhlen bis zu den Wolkenkratzern nicht verändert. Götter tauschen für neue Katastrophen. Der alte Mensch veränderte nichts in allem Sprechen und Schreiben. Erkenne die Lage meint Gottfried Benn. Die Lage bestehend aus vielen Schichten von Geschichte und Geschichten. Und dieses Erkennen. Fragen wir uns von was?

    Es ist die Geburt der Dichtung.

    Der Grund zu
    FREUDE des BÖSEN
    Das Böse der Freude
    Aus dem Drama Machina die Rettung

    1) Die Geburt der Dichtung
    Ist das Abweichende von der normalen Sprache.

    2) Das politische Missraten und Gelingen
    Das Scheitern von Marx und der Gleichheit; das Scheitern von Kants Vernunft und dem Denken, dem Scheitern von Nietzsches
    Wir müssen erkennen, dass wir nichts Wissen und stehen zu unseren Ängsten. Wir werden unsterblich, indem wir uns selber töten oder den Verstand zu verlieren.

    3) Ein Buch und ein Drama
    Zwischen Baudelaire Fleur du malle / Blumen des Bösen und Allen Ginsberg Howl / Das Geheul

    4) Der Zorn und das Schöne
    Kotzt nicht so ästhetisch. Ohne den Zorn ist keine Tat. Die meisten Menschen sind gleichgültig, nur der Zornige bezahlt, schafft an.

  • 9. November 1938

    Ewignicht
    Gedenken des 9. November 1938

    Ewignicht Vergissmeinnicht,
    Tage ohne Ende - weiterglimmen
    An Stätten, ewigen Stätten - Weiterstätten
    Atheismus und Antisemitismus ohne Ende
    Erinnerungen endlose. Gerade so,
    als sei nichts geschehen
    nicht hören nicht reden nicht schreiben

    Ewignicht Vergissmeinnicht
    so als die kleinen Pflanzen brannten
    im Wintergarten die Geräusche zerborstenen Glases
    Ewignicht Vergissmeinnicht
    unheimliches Knistern Vergisstmannnichtbrennen,
    Weinen und Schreien von vergossenem Blut
    nicht hören nicht reden nicht schreiben
    solches zu benennende Barbarenreden

    An Stätten, ewige Stätten - Weiterstätten
    Ravensbrück der schrecklichsten Stätten überlebt
    Ewignicht Vergissmeinnicht meiner Tante graues Haar
    Ewignicht Vergissmeinnicht
    sobald die Dämmerung einsetzt - Dichterlesen
    Danach folgt der traditionelle Kerzenweg
    nicht hören nicht reden nicht schreiben
    zum endgültigen Beginn des Grausamsten

    Anfang der Ewignicht Vergissmeinnicht
    ad acta
    nicht hören nicht reden nicht schreiben
    blühe wo etwas Erde noch
    Ewignicht Vergissmeinnicht

    Aachen, 2004-08-30

  • Realpoesie! Pfuie! Das Gedicht

    Realpoesie! Pfuie!
    Ein Schlag ins Gesicht eines jeden Lyrikers ist der Kommentar von Matthias Politycki zur Realpoesie in Heft 20 das Gedicht. Seine umgekehrten Zitate von Gottfried Benn lassen diesen sich im Grab herumdrehen. Wenn Benn schreibt, ein Gedicht wird gemacht, so bedeutet dies alles andere als einfach „real“ hingeschrieben. Bei Benn heißt das verhärten, immer wieder zuschlagen und vorglühen. Man kann schließlich ein Stahlmesser aus Massenproduktion nicht mit einem mehrfach gefalteten Stahlmesser eines japanischen Schwertschmiedes vergleichen. Und dies meine ich konkret, also im Hinblick auf das Gedicht ganz real. Wie real ist Herr Politycki denn? Wenn er zum Ende von „monologischem“ dichten des G. Benn schreibt, so ist das keinesfalls wie am Anfang erwähnt das Gedicht für den Leser geschrieben. Ja, es heißt hier nicht einmal dialogisch. Das Gedicht ist allein für sich, monologisch. Wenn die Herren hiervon nichts verstehen, oder verstehen wollen, müssen sie sich aus der Diskussion und Dichtung heraus ziehen. Ich kann verstehen, das es nicht einfach ist, Gedichte für ein Heft auszuwählen. Allerdings diese Auswahl als kompetent und wegweisend zu bezeichnen halte ich für eine Frechheit, zumal jeder Experte (nicht nur bei ihrem Machwerk) ihre Auswahlkriterien gut nachvollziehen kann. Nietzsche hat eben noch ganz andere Dinge empfohlen, auch das Gott tot ist. Also bitte keine falschen Götter, zumindest keine falschen Propheten, die sich in Sachen Dichtung zu Götterexperten stilisieren!

  • Realpoesie

    Realpoesie als Arroganz
    Man begegnet der Lyrik über die Hintertreppe. Kein roter Läufer und keine elegante Kleidung. Was ist der Sinn der Lyrik? Was ist der Sinn der Dichtung?
    Da meinen einige Populisten: „Die Lyrik muss wieder verständlich werden, muss auch Menschen ansprechen können, die nicht über akademische Bildung verfügen.“ (welcher Wahnsinn? Wie verrückt!) Dichtung, Hauptsache billig und viel; Realphilosophie eben, dass kann es doch nicht sein.
    Soviel Mist über Dichtung kann man einfach nicht Ernst nehmen. Wer Dichtung fürs Schenkelklopfen sucht muss nach Weßling fahren. Übrigens fällt mir ein: wenn man beginnt nachzudenken, dann ist es Lyrik, anderenfalls Blabla oder Realpoesie, kein Dada! Die Welt ist einfach komplizierter, schwieriger.
    Ich will hier nicht Realpoesie mit irgendwelchen Parolen vergleichen. Aber viele glauben einfach kommerziell, das Dichtung ankommen müsse. Es gibt den Spruch: Scheiße muss schmecken, eine Million Fliegen können sich nicht irren. Also nicht alles was erfolgreich ist muss auch Qualität haben und nicht alles, was volkstümlich ist muss gut oder schlecht sein. Es bleibt aber nur leichte Unterhaltung (was nicht verwerflich ist). Wenn wir Goethe mehr lieben als Hölderlin, nur deshalb, weil wir glauben bei Goethe etwas verstanden zu haben. Aber leider war Goethe nicht so verrückt wie Hölderlin, aber keinesfalls intelligenter, wenn man nur von der Dichtungskunst ausgeht. Nach diesem unsäglichen Gedichtgesabber von Günther Grass, scheint es nun Furore zu machen, das man alles was man von sich gibt, wenn es nur von einem Literaten stammt, Dichtung zu sein scheint. Aber die Natur zeigt ja, dass, wenn einer einen Haufen macht, er eben nicht dicht war. So heißt auch real, real in natura. Es war ihm eben nur so gekommen. Auch wie man seit ewigen Zeiten einen Schriftsteller als einen Dichter bezeichnet, obwohl er nur Romane schrieb, ist mir schleierhaft.
    Natürlich hat diese Kommödienstadelsilbereisendichtung ihre Berechtigung und ist die Volksküche für die feine Küche. Ich will aber überhaupt nicht auf eine Eliten- oder Akademiker-Lyrik hinweisen, vielmehr diese dummen Erklärungen von populistischen Lyrikpäpsten oder Göttern hinweisen. Das hat zur Zeit in Deutschland Konjunktur. Es ist billig, darauf hinzuweisen, wo man nachdenken muss, da lohnt es nicht der Mühe. Das scheint mir gegen alle Bildungsinteressen. Nur ein durchdachtes Gedicht bringt uns geistig weiter, falls wir das wollen.
    Wenn die Schönheit fehlt, reicht es nicht, die Augen zu schließen.
    Was ist geschehen, wenn jemand ein Gedicht versteht? Dass man es auch verstehen kann? Ist Lyrik wirklich schwierig?
    Ist es eine geradezu sträfliche Papierverschwendung wenn gerade in wenigen, dafür aber umso verdichteteren Worten gesagt wird, was sonst in seitenweisem Palaver breitgetreten wird, ohne eine Erklärung, deren Sinn sich auch nach mehrmaligem Lesen häufig nicht wirklich erschließt?
    Im Gedicht hat ein Wort, so scheint es, nicht mehr seine ,normale', alltägliche Bedeutung, und es wird wohl niemanden geben, der sich bei der Lektüre eines Gedichts nicht schon die Frage gestellt hat, was uns der Dichter (respektive die Dichterin) eigentlich sagen will. Warum sagt der Dichter nicht einfach, dass man es auch verstehen kann? Ich sage nicht dass ich ein Gedicht verstehe, es ist viel größer als ich!
    Das Lesepublikum nachhaltig zu frustrieren und abzustoßen, ist bei keinem literarischen Genre so ausgeprägt wie bei der Lyrik.
    Deshalb bedarf wohl auch kein anderes Genre so sehr der Vermittlung.

  • Todlicher Frieden

    Tödlicher Frieden –
    Gedichte – Poesie der Ruinen - Nur die Zukunft sehen

    ISBN: 3-86703-111-8
    1. Auflage 2006_09 bei
    Engelsdorfer Verlag
    Preis: 15,00 EUR

    Tödlicher Frieden –
    Gedichte – Poesie der Ruinen - Nur die Zukunft sehen
    Attentate, Naturkatastrophen, Mitte, Dunkel, Dämmerung, Leere, Innen, unsichtbare Tornados, schwarze Löcher, Wellen, Wüste, Tsunami, Feuer, Brandung, Vulkane, Erdbeben, Explosionen, Straßenkämpfe, Schüler, Hacker, Terroristen, was noch? Das friedliche Nebeneinander, unsere aufgezwungene freundliche Toleranz, schamlos ausgenutzt, wie die Natur, der wir arglos begegnen an Traumstränden von urplötzlichen Tsunami, Erdbeben oder Vulkanausbrüchen überrascht.. Begegnen wir unserem Leviathan.
    Begegnen wir auf der Stille der Friedhöfe nur unseren Toten. Die Sekunden der Stille vor der Atemwende des Todes.

    Tödlicher Frieden zur Interpretation
    Was geht ständig vor sich? Oft verwechselt mit Kriegen. Die ständig, immer wieder irgendwo und überall stattfinden. Mit Kriegen verwechselt, wohl wegen der Panzer, die Taub scheinen? Taub, wodurch? Taub, wogegen? Ständig wird gewarnt. Von allen Seiten. Wovor? Wofür? Wieder das Vergessen? Wieder das Vergessene? Gibt es Krieg? Gibt es Streit? Gibt es endlich Frieden? Sind die Kriege und die Frieden menschlich, Artefakte? Oder sind sie natürliche Erscheinungen? Wie Unwetter oder Dürren? Alles Fragen. Alles unbeantwortet. Und das Gedicht? Unbeantwortet stellt es die Frage „was kann geschehen? Immer. Jetzt.“ Der intelligente Mensch versagt. Da gibt es nichts wissenschaftlich zu interpretieren. Er steht vor seinem Urteil. Einem Oxymoron. Widersprüchlich, different, paradox. Er spricht aus Angst. Wie der große Dompteur. Wissend, das der Tiger niemals beißt, das er immer spielen will. Historisch rollen die tauben Panzer immer. Ab und an löst sich ein Schuß mitten im Frieden. Ein Attentäter, ein Amokläufer ein Verrückter. Was soll da noch erklären? Der Mensch könnte an seinem Mörder im stillen Tunnel vorbeigehen. Der Mensch erkennt, wenn der Strand ins Meer zurückgeht, ist Gefahr. Es ist nicht mehr schön. Die Kinder sind mit der Geschichte geboren und aufgewachsen. Sie spielen, doch glauben alle an die Unverwundbarkeit. Ihnen wird an diesem Ort nichts geschehen. Tödlicher Frieden. Aber was geschieht? Sie wurden gebadet wie Siegfried im Blut der scheinbaren Unverwundbarkeit. Aber niemand ist unverwundbar. An irgendeiner Stelle klebte das Pflaster der Unverwundbarkeit. Dort ist man verwundbar. Die Natur ruft ihre grausamen Kräfte herbei. Der Mensch, der in der Wüste, lernte seine Häuser nicht mitten in die Oase zu bauen, um diese nicht zu zerstören. Nun baut er seine Villen mitten in die Wälder. Wälder brennen immer. Das ist ihre Natur. Der Mensch wird sich nicht ändern. Das ist seine Natur. Er versucht, die Natur zu ändern. Hinzurichten auf eine neue Schöpfung. Das Gedicht tödlicher Frieden (welches auch dem gleichnamigen Buch seinen Titel gab), wird fast ausnahmslos falsch interpretiert. Man schwankt, bei der Interpretation, zwischen Krieg und Frieden. Das ist falsch! Dies passiert auch berufsmäßigen und geübten Kritikern, Lesern, Poetologen, Sprachphilosophen. Auch wenn das Gedicht, stellenweise von Landsern, Panzern spricht, so handelt es bei genauerem Hinsehen, Hinhören und Betrachten, um diese alltägliche Situation einer Katastrophe, gleich welcher Art, die jedem von uns, zu jeder Sekunde treffen kann. Auch am ruhigsten Urlaubsort kann uns eine explodierende Bombe treffen, sowie eine tödliche Monsterwelle. Das Haus, in dem wir uns gerade befinden, kann sich selber in ein tiefes Erdloch stürzen. Es kann sich zu jeder Zeit die Erde öffnen von Vulkanen oder Erdbeben. Der Regen kann uns, ganze Häuser und Autos wegspülen. Immer und überall kann etwas passieren. Immer und überall kann plötzlich das Friedliche ins Tödliche umschlagen. Die Idylle zur Ruine werden. Das ist Sinn des Gedichtes Tödlicher Frieden. Der Tödliche Frieden. Hier wird immer Krieg angenommen. Das der Krieg tödlich ist, ist wohl schwer zu bezweifeln. Aber es geht hier um Frieden. Nur der Frieden kann tödlich sein; der Krieg ist per se tödlich (nur tödlich und niemals untödlich). Der Frieden hat an sich friedlich zu sein, doch dies täuscht. Frieden ist so wenig friedlich wie Krieg tödlich ist. Attentate, Naturkatastrophen, Mitte, Dunkel, Dämmerung, Leere, Innen, unsichtbare Tornados, Wellen, Wüsten, Tsunami, Feuer, Brandung, Vulkane, Erdbeben, Explosionen, Straßenkämpfe, Schüler, Hacker, Terroristen, was noch? Unsere eigenen menschlichen Aggressionen, ob als vermeintliche Friedensstifter oder als Krawallmacher. Das friedliche Nebeneinander, unsere aufgezwungene freundliche Toleranz, schamlos ausgenutzt, wie die Natur, der wir arglos begegnen an Traumstränden von urplötzlichen Wellen, Erdbeben oder Vulkanausbrüchen überrascht. Begegnen wir unserem Leviathan. Begegnen wir auf der Stille der Friedhöfe nur unseren Toten. Die Sekunden der Stille vor der Atemwende des Todes. Zu dem Gedichtband geht mehrdeutig der Beweggrund hervor. Zunächst zu dem Text, dieser Anlass, das verstärkt berichtet wurde, das die gebräunte Gesellschaft sich nun aufmachte, diesen Tag wieder in ihre Reihen zu bekommen und Aufmerksamkeit zu fordern, die sie auch in jedem Fall wieder erreichte, weil sie ständig zu allen unpassenden Gelegenheiten präsent ist. Solange keine Gegenbewegung erfolgt, bekommt diese haarlose Gesellschaft ihre Plattform, ob negativ oder positiv, sie kommen leider in die Schlagzeilen. Zu seinen Gedichten, die Freude zu diesem Thema geschrieben hat. Da erübrigt sich auch ein Kommentar, was den Dichter hier bewogen hat. Das bewegt gewisse Herren in der Schweiz, in Lichtenstein und am Gardasee sicher nicht. Es gehört aber immer wieder aufgetischt und verstärkt in die Aufmerksamkeit. Das Thema wird leider viel zu sehr, so einfach hingenommen. Zu dem Gedicht Auslandeinsatz ist zu sagen, dass es bei dem ersten Auslandseinsatz, der Abstimmung im Bundestag geschrieben wurde. Wie weit wir heute mit unseren Auslandseinsätzen sind, ist bekannt. Fuß um Fuß bewegen wir uns weiter in die Kriegsgebiete und schaffen es dass wir in fremden Weltmeeren nun mit riesigen Kriegsschiffen kleine aber umso schnellere Piratenboote jagen. Kapitän Hook lässt grüßen und von den Kriegsgebieten kommen die Särge und die Öffentlichkeit nimmt nichts war, oder heißt es wahr? Bei allen Themen von Tod und Frieden, geht es um Berichterstattung und um das Wegsehen. Wir sind doch blind für die Dinge, die geschehen. Selbst bei Amokläufern sehen wir nicht hin, sondern suchen uns Begründungen, die unser Gewissen beruhigen; mit denen wir leben können. Den wahren Grund wollen wir doch nicht sehen. Der ist bei blindwütigen Mördern, Terroristen und Totalitären Personen gleich. Wir aber trennen fein. Beim trennen in grüne, weiße und braune Flaschen, bleiben es doch immer Flaschen. Wir sehen aber nur die Farbe. Dies ist hoffentlich eine kleine Einführung in eine Interpretation, das reicht fürs erste als Erklärung. Weiteres ergibt sich aus seiner kompletten Arbeit. Im Übrigen hat er einen einzelnen Band herausgebracht, mit dem Titel: tödlicher Frieden. Hier geht es darum, dass es im Allgemeinen, keine Sicherheit gibt. Auch nicht in der Natur. Leider werden der Titel und auch einige Gedichte, wie das Gedicht Tödlicher Frieden, oft als einen Text, alleine Wider den Krieg, oder wider das Vergessen, angesehen. Es geht aber darum, dass wir zu keiner Zeit, zu keiner Sekunde sicher sein können, weder vor Krieg, noch vor Erdbeben, noch vor Amokläufern noch vor Hauseinstürzen. Wir leben einfach gefährlich. Na, wenn das keine neue Botschaft eines Dichters ist. Wir leben in gefährlichen Zeiten; der Lachende hat die furchtbare Nachricht nur noch nicht empfangen … der dort ruhig über die Straße geht ist wohl nicht mehr erreichbar für seine Freunde die in Not sind?

    TÖDLICHER FRIEDEN

    tödlicher Frieden der tauben Panzer
    die rollen und rollen
    nicht wissend wohin noch woher

    und in den Straßen
    und auf den Plätzen
    spielen die Kinder der Landser
    mit Holzpferden und Steinkreuzen

    Die Armen und die Doofen sind geblieben
    die Anderen zog es zum Meer
    wo man den Horizont noch sieht
    den Horizont der einem so fehlt

    Ihr Lacher lacht noch lächerlicher
    glaubt weil ihr im Blut gebadet
    ganz getaucht in schwarzem Blut
    ihr wäret unverwundbar wunderbar

    Hört ihr nicht die Wellen rufen singend
    seht ihr nicht die Wälder brennen fressend
    warum schweiget ihr noch
    die Natur wird’s richten meint ihr hinrichten

    Tödlicher Frieden –
    Gedichte – Poesie der Ruinen - Nur die Zukunft sehen

    ISBN: 3-86703-111-8
    1. Auflage 2006_09 bei
    Engelsdorfer Verlag
    Preis: 15,00 EUR

  • Rhetorik verkehrt

    Rhetorik verkehrt.
    Die Kraft des Weltbilds: bedient
    Ängste der Bildungsbürger.
    Logik der Demagogie: imitiert
    Muster aller Bestseller.
    Gütesiegel jeder populistischen Debatte.
    "Endlich sagt's mal einer."

    Hat man oft gehört und gelesen!
    Keineswegs an einem jener Stammtische
    Die immer heraufbeschwört
    Wenn eine Debatte diskreditiert.
    Sondern im Parkett vor einem Konzert.

    Der Nerv, der spiegelt sich keineswegs
    In den Abgründen des Kollektiven Unterbewusstseins.
    Schön stimmige Thesen treffen. Nerv.
    Ängste des Bildungsbürgertums.

    Nicht der Erste, der Ängste anspricht.
    "Deutschland schafft sich ab"
    Zwischen Rhetorik und Denken.
    Ein Meister analytischen Denkens.
    Ein meisterhafter Analytiker.
    Einer sucht Wesen und Ursachen,
    Der andere sucht nach Kontexten Und Ergebnissen.

    Momentane Schwachpunkte:
    Ethnisierung eines Klassenproblems;
    Eugenische Betrachtung eines Bildungsproblems; Behandlung des Integrationsproblems.

    Inhaltlichen Schwierigkeiten:
    Außenvorlassen. Widerwillen auslösen,
    Mit dem man begegnet.
    Erfolg der Thesen:
    Ein rhetorisches Muster,
    Das man in anderer Länder häufig,
    Hierzulande noch selten findet.

    Was konstruiert, was ist ein Weltbild,
    Das von Demagogie getragen wird.
    Das ist keine Domäne der Rechten.
    Was solch eine Logik schafft,
    Ist Souveränität, denn es zwingt,
    In diese Logik zu sticheln.
    Wer souverän ist,
    Kann sich Humor leisten.

    Da mögen Defizite sein,
    Doch Souveränität und Humor,
    Gegen Moral und differenzierte Argumentation,
    Ins Feld geführt, ist rhetorisch Vorteilhaft.
    Die moralische Seite der Debatte,
    Führt als Gegenargumente, nur Ausschluss und Rauswurf ins Feld.
    Grundlage derartiger Unfreiheiten ist Entweder eine enzyklopädisch-eklektische Ideensammlung oder die Eigene Erfahrung.

    Aus den eigenen Erfahrungen
    Frontlinien der Integrationsproblematik: "Das Ende der Geduld – Konsequenz!“ Wer Schlussfolgerungen mit
    Geballter Empirie untermauert,
    Gilt als unanfechtbar.
    Eine diffuse Angst,
    Die eine Antwort findet.
    Gütesiegel für jede Debatte:
    "Endlich sagt's mal einer."
    Hat man oft gehört und gelesen.
    Bücher und Filme liefert das Modell der Angelsächsischen Ideenkultur.
    Populäre Bücher der Wissenschaft und Die Gedankenspiele.
    Die Bücher wirken nach einer Methodik, Aus dem Kino.

    Sie zielen auf ein Aha-Erlebnis.
    Im Film sind "Twists" und Pointen Standards, die der Handlung
    Wendung geben.
    Ideenbüchern sind unerwartete,
    Sofort nachvollziehbaren Gedanken,
    Die beim Lesen einen Sog entwickeln. Ideen schaffen einen Kontext für Zusammenhänge. So erklärt "Untergang"
    Gefahren für unsere Zivilisation.
    "Feuer fangen" Zivilisationsgeschichten Über die Evolution der Ernährung.
    "Tippping Point" Massenpsychologie der Konsumgesellschaft über Popphänomene.
    Mit diesem Prinzip ("Freakonomics"), in denen aus zwei unzusammenhängenden Phänomenen ein Schluss gezogen wird, Der komplexe Zusammenhänge Vereinfacht.

    So eine Prostituierte mit einem Kaufhausnikolaus oder
    Ein Selbstmordbomber mit einer Lebensversicherung.
    Es sind Vereinfachungen.
    Methodik als Dreisatz:
    "Unter Dreisatz versteht man, dass man aus zwei Tatsachen, die man nicht Hinterfragt. Logische Schlussfolgerung Zieht: Intelligenz ist erblich.
    Weniger Intelligente vermehren sich Schneller als der Durchschnitt.
    Das bedeutet, dass Intelligenz sinkt."

    Verborgene Ängste.
    Es gehört zu Aufgaben, solche Ängste Aufzuspüren und sie zu definieren.
    Doch wer Ergebnisse betrachtet.
    Erhält Statistiken;
    Antihistorisch argumentiert, Gewissheiten über Zukunft, verliert Ursachen und Zusammenhänge.

    Die Aufregung in Deutschland.
    Mit Veränderungen und Problemen,
    Die sich schneller vollziehen,
    Als Politik und Gesellschaft es Wahrhaben.
    Die Polemik wird verschwinden.
    Die Probleme werden es nicht.

    © Manfred H. Freude
    Aachen, 2010-09-13

    ** Autoreninfo **
    Manfred H. Freude geb. Aachen
    Escapistenlyrik, Liebe, Tod, Das Leben, Erfahrungen, Aktuelles, Trauer & Verzweiflung, Wut, Sehnsucht, Klartext, Kritisches, Gedanken, Allgemein, Nachdenkliches, Gefühle

    © 2010 MANFRED H. FREUDE

  • Gedichte

    Die leeren Blätter

    Die leeren Blätter,
    werden wir sie jemals beschreiben?

    Die leeren Leinwände,
    werde wir sie füllen?

    Werden wir die Felsen sprengen,
    um uns aus Ihnen unser Bild zu meißeln?

    Den letzten Baum?
    Werden wir ihn umholzen?
    Aus ihm einen Tisch schnitzen, oder ein Kreuz?

    Wenn wir endlich dem Wahnsinn verfallen sind.
    Wenn wir unser Genie überwunden,
    sind alle Blätter beschrieben,
    alle Leinwände bemalt,
    alle Felsen gemeißelt und alle Hölzer geschnitzt.

    Dann werden wir nur noch unsere Werke signieren.

    Und unsere Zeichen in die Welt senden: gezeichnet
    und unsere Unterschrift hinzufügen,

    auf leere Blätter,
    auf leere Leinwände,
    wie Verliebte in Bäume ritzen und
    wie unsere Steinzeitvorfahren auf Felsen spucken.

    Nur unsere Unterschrift.
    Das wird alles sein was uns ausmacht.

    Anleitung: wie ich dichte.

    ich such den Punkt an meiner Stirn
    und denk dahinter wäre Gehirn
    dann meditier ich, schließ die Lider
    und find mich bei den Füßen wieder
    fängt die Erde an zu beben
    entsteht um mir neues Leben
    plötzlich wird mir eisig kalt
    ein Pflänzlein
    dringt durch den Asphalt
    ich stehe da von allen Sinnen
    und das Dichten kann beginnen
    Eins, Zwei, Drei, ein kleiner Keim
    dieses war der erste Reim
    ob ich stehe oder sitz
    warte auf den Geistesblitz
    so als würde es gleich kommen
    wird es wieder weggenommen
    versuch es doch mal aus dem Bauch
    glaube manchmal das geht auch
    plötzlich hab ich es erfasst
    und freue mich dass alles passt
    mir kommt nur etwas in den Sinn
    und alles weitere fließt dahin
    ich stehe da als Geistes Wesen
    und bin bereit es vorzulesen.

    Augenblick

    Die Kunst bewahre ich im Auge
    das ich ausreiße
    für die Musik der Realität
    und Wirklichkeit.

    Die Schatten der leeren Flächen
    signiere ich.
    den Augenblick
    im Namen der Kunst.

    Wenn keiner kommt
    und alles abgehängt
    öffne ich die Tore
    der Tempel, für alle Staunenden.

    DAS FRISCHE JAHR

    so nah kommt schon die Zeit
    so nah zum greifen bald
    das vertraute Jahr ist fast schon kalt

    die Hand die ausgedehnt
    die Hand trägt schwarze Stätten
    das Glied ist krumm von Gicht und weist

    den Fuß der kaum gesetzt voran
    den letzten Schritt der jetzt noch fehlt
    berühren das Alte abzuschließen

    der Schwung hat den Scheitel schon gereckt
    der kleine Schopf bereit und auch das Maul
    noch los zu schreien ehe das frische Jahr eröffnet

    nur ein paar Augenblicke noch
    nur ab und an ein lauter Knall
    die Luft ist zum Erbrechen Klar

    dem gewohnten Jahr fehlt jedes Haar
    dem vertrauten Jahr fehlt jeder Zahn
    und tief geneigt drängt es zum Schluss

    die Zeit sie brennt nun stillzustehen
    die Zeit drängt immer fortzuschreiten
    das frische Jahr es wartet nicht

    das neue Jahr es steht schon klar
    das frische Jahr klatscht einfach ab
    Cool Alter,, und frohes frisches Jahr “.

    ENDE der Harmonien

    Bild der Stille
    schreibt dunkel
    den Ton
    auf fallende Herbstblätter
    die schreien in Trommelfelle
    bevor sie das Moos ergreifen.

    Und der Wald erzittert.
    Ohne Grund fliehen Tiere wild,
    gestört in Städte,
    in vergitterte Räume der Menagerien
    in Museen der Angst.

    Ohne Tänzer und ohne Strom
    erbleichen Bilder unter Sonnenlicht.
    Beenden die erloschenen Projektoren
    die Vorführung.

    Schwarze Augen

    Schwarz und abgrundtief
    entdeckt von rätselhaften Lichtern
    siehst du die Rast ohne Heimat unvergleichlich.

    See der leer vom dunklen Harz genommen
    noch tiefer du je in dich gestaunt
    ersehnend atmest du die tiefe Gunst.

    Erblickt wird nicht das Herzweh
    noch das Blut des wilden Pferdes
    nicht brennendes Feuer das niemals verlöscht.

    Licht aus Süden kannst du durchschauen
    in tanzenden Augen voll Flamenco
    und Tarantella.
    Wo Blicke verwunden sticht
    dein Blick den Tod.

    Spiegelbild

    Sehe
    im Fenster
    ein verkehrtes Bild
    und beobachte
    durch Glas und Unbild
    getrennt vom
    Davor, bestimmt
    Nichts anderes
    als Ich;
    fühle,
    Stille
    dazwischen.

    Trennung

    erblicke
    im Fenster
    ein Spiegelbild
    und sehe
    durch Glas
    und Spiegelbild
    getrennt vom
    davor
    tatsächlich nichts
    anderes
    als ich berühre

    Tango

    Tango tanz ich mit mir selber.
    Der Geiger stimmt den ersten Ton.
    Die Dame wartet auf den Einsatz
    der Boden wurde frisch gebohnert
    und vom Plafond kracht blank der Lüster.

    So tanz ich; als wär´s der Letzte.
    Ein kurzer Augenblick;
    Sie führt, ich stech.
    Gib mir noch ein paar Sekunden
    es eine Ewigkeit zu kosten.

    Der Tango ist schon lang getanzt
    ich steh auf und geh zum Fenster.
    Den schweren Samt reiß ich, zur Seite!
    Und lass das Licht allein dem Saal.

    TÖDLICHER FRIEDEN

    tödlicher Frieden der tauben Panzer
    die rollen und rollen
    nicht wissend wohin noch woher

    und in den Straßen
    und auf den Plätzen
    spielen die Kinder der Landser
    mit Holzpferden und Steinkreuzen

    Die Armen und die Doofen sind geblieben
    die Anderen zog es zum Meer
    wo man den Horizont noch sieht
    den Horizont der einem so fehlt

    Ihr Lacher lacht noch lächerlicher
    glaubt weil ihr im Blut gebadet
    ganz getaucht in schwarzem Blut
    ihr wäret unverwundbar wunderbar

    Hört ihr nicht die Wellen rufen singend
    seht ihr nicht die Wälder brennen fressend
    warum schweiget ihr noch
    die Natur wird’s richten meint ihr hinrichten

    Zeiten

    Der Morgen war
    wo der Frühling
    sang am Mittag
    lebte es
    den Sommer - Tanz
    kein Abend
    weiß schon
    was Herbst vermag
    die Nacht ist still,
    allein im Winter – erinnert –
    der Schlaf:
    erträumt den Tod,
    voraus.

    AUS SCHMERZ

    schwarze Tulpen auf weißem Grund
    schreien aus dem rahmenlosen Bild
    aus Schmerz der gebärenden Welt
    Schattenlos werfen sie graue Blätter
    auf das leichenweiße Tuch
    über dem Abgrund
    des Tischrandes hinaus

    mich ekelt
    die Schlange frisst sich
    aus Schmerz

    Mythos von Sisyphos
    - der wahre philosophische Akt –

    Leichte Todsünde im Schatten
    des Lebens das wert ist
    zu leben oder nicht

    den rock´n roll zu hassen
    der Lust des Wahns
    einmal das Fruchtwasser zu durchschwimmen

    und an das ENDE zu kommen

    Schrei den Tod vom Leib
    Der Schrei der tiefer
    sitzt noch als die Brust
    so tief im Genitalbereich
    mit einer Hand

    die Andere fortgestreckt
    die Hilfe greifend
    wo Hilfe die nicht da
    weil es allein im Schmerz

    den Kopf zum Nacken
    eingeknickt und hoch
    so vor der Brust zum Hals
    die Adern schwellen

    Gesicht verzerrt
    die hübschen Augen fest geschlossen
    die Haare wild und wirr
    die Nase mittendrin

    der Schmerz sitzt fest
    und will und muss
    heraus und mit ihm
    alles Gedärm

    und Herz und Leber
    Lunge Nieren Magen
    nicht vergessen alles
    was dazu und drin

    wo nur der Klagejammer
    kann nicht kommen
    lautloser Aufschrei
    aus Weitgerissenem Maul

    das weit genug
    die ganze Erde auszuspeien
    auf ein einziges Mal
    obgleich es geht doch nicht

    denn nichts geschieht
    und keine Hilfe naht
    armer Mensch in seiner Not
    ach wäre er doch

    o Herr vergib Maria hilf
    wie weh ist uns
    schrei nicht und bleib
    die Hände zu Kreuz

    gewinkelt noch
    vor seinem Busen offenleer
    so schreit es hier
    den Tod vom Leib

  • Denken des Seins

    Essay Denken des Seins

    Im Nous konzentriert sich ein Weg zwischen Erleuchtung und menschliche Vernunft. Hier ist der Rückweg zur Lichtung angedeutet. Im Wesentlichen Erkenntnis. Erkenntnis findet das Denken, indem es selbst denkt. Selbsterkenntnis im Einen, wie die Selbsterkenntnis im Geist. Wir kennen nicht was vor uns liegt noch über uns, noch wissen wir was unter uns.

  • Lyrik lesen!

    Wer endlose Romane liest, statt Gedichte zu lesen, nimmt die Literatur nicht wörtlich, also wird zum Eskapist, flüchtig, wahnsinnig und heiter entzieht er sich jeder Erkenntnis.

    © Manfred H. Freude.

  • Wahrheit sehen

    Wenn wir das Spiegelbild (den Widerspruch) sehen, können wir nur von den Lippen lesen. Im Spiegelbild sieht der Mensch die Wahrheit. Aber er steht dem Spiegelbild von Angesicht zu Angesicht.

  • Schweigen in der Politik und in der Rede

    Das Schweigen: Gertrud Höhler (71) "Die Patin – Wie Angela Merkel Deutschland umbaut" macht der Regierungskoalition unter Kanzlerin Merkel schwere Vorwürfe: "Es ist ein auf Schweigen gebautes Bündnis von Menschen, die die Legalität ihres Staates nur bedingt anerkennen." Diese in neuerer Zeit häufiger verwendete Begriffsbedeutung von Schweigen, besagt das der Redner etwas verschweigt, also anders handelt als er sagt. Reden wird in der Sprachphilosophie (Austin) als ein Handeln (Performanz) ausgelegt. Wenn auch von anderer Seite der junge Wittgenstein davon sprach, dass man worüber man nicht reden könne schweigen muss. Dies heißt kurz, wenn man nur Unsinn reden kann, muss man schweigen. Darum reden Politiker lieber „kluges sinnloses Zeug“ als in die Gefahr zu laufen sie würden Unsinn reden. Meine Theorie nun (enthalten im Buch: SCHWAIGEN & NICHTSZ) ist das man nur ohne jeden Sinn reden kann, also Sprache und Schrift macht selbst keinen Sinn. Der Sinn, sagen wir einer Erklärung von Angela Merkel: „wir verabschieden uns aus der Atomkraft“ wird erst durch die Rezipienten des Textes, sei er gesprochen oder durch die Medien verbreitet, mit jeweils persönlichem Sinn ausgefüllt. Und zwar derart, das nicht dieser Text Sinn macht, sondern das was er nicht sagt, das was nicht gesagt, aus dem Konzept gestrichen wurde, verschwiegen oder geschwiegen wurde. Es redet also immer nur das Schweigen eines Textes. Wie der Text (Inhalt) eines Buches im Beispiel: Gertrud Höhler "Die Patin – Wie Angela Merkel Deutschland umbaut" Man liest das Buch und jeder ließt einen anderen Text, was das nicht gesagte, das nicht geschriebene bedeuten soll? Eine Binsenweisheit? Auch diese ist, wie Aristoteles sagt: ein Vorurteil des gesunden Menschenverstandes.
    Manfred H. Freude

    Sinn in einem Sinne von Sein_Sinn (Heidegger, worin sich die Verständlichkeit von etwas hält) oder der Spur von Derrida, einer Bedeutung eines Begriffs verweist auf vergangenes, gegenwärtiges und zukünftiges, also nach meiner Hypothese nicht zu fassender Sinn.

    "Es ist ein auf Schweigen gebautes Bündnis von Menschen, die die Legalität ihres Staates nur bedingt anerkennen."
    Das Schweigen ist nicht nur ein Bündnis aus Deutschland! Obwohl wir deutschen grundsätzlich (sage ich grundgesetzlich) immer zehn dunkle Jahre mitverschweigen, insbesondere in der Politik. Wir müssen hier reden von einer auf Schweigen gebauten Sprache der Menschen (aller Menschen, einschließlich der Kanzlerin). Was Jeder von jeder Sprache, jedem Text (auch einem ganzen Buch) versteht, ist individuell unterschiedlich. Auch die Betrachtungsweise von Staatslegalität ist individuell. Das war schon in Platons Politeia ein ungelöstes Demokratieproblem. Zumindest wirft man heute Dichter (auch Schriftsteller) nicht mehr aus dem Staat. Eins ist aber sicher. Das man mit der Sprache performativ handelt. Das man sich jedoch heute mehr denn je zurückhält was man tut, also man verschweigt das eigentliche, aber gleichzeitig erkennt auch der Rezipient das wesentliche des Textes. Das man das versteht, was man selbst sagt oder gar das noch ein Anderer verstehen sollte, was man gemeint hat, ist doch ein Irrsinn.

    Es verwundert mich nicht, das Schweigen (besonders in Deutschland aus triftigem Grund) kein Thema ist, weil Schweigen immer in allen Texten präsent ist. Wenn also jemand bei FB „Gefällt mir“ anklickt, so bedeutet dies rein gar nichts. Wenn er aber nichts anklickt, so macht er sich zumindest Gedanken, indem er vielleicht anderer Ansicht ist. Kein großes Thema oder man will nicht darüber sprechen. Doch steht in jedem zweiten Artikel, jedem zweiten Gespräch und in jedem zweiten Interview das Thema Schweigen im Vordergrund. Jeder redet, aber was will er uns damit sagen? Wir wissen es, weil wir wissen, intuitiv, was er uns damit sagen will. Nicht das Gesagte hat uns wissend gemacht, vielmehr das was wir dazu denken. Wir sprechen nicht, wie ein Fußballergebnis nicht zu uns spricht. Das Ergebnis wird unter der Hinzunahme der Vergangenheit und der Zukunft interpretiert. Das Ergebnis ist so wenig ein Argument für den Fan wie für den Gegner.

  • Urknall

    Das Allerwichtigste in der Wahrheit, wie in der Mathematik ist ein mal eins. Wer dort bereits einen Fehler macht, sagen wir als Ergebnis zwei, darauf folgt ein sich ständig erweiternder Fehler, wie die planetare Entwicklung des Weltalls nach dem Urknall sich auseinanderentwickelt und so können wir mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, das der Urknall mit einem Fehler begann. Ich muss sagen Gott musste eigentlich einen Knall gehabt haben.

    © Manfred H. Freude

  • SCHWAIGEN & NICHTSZ – Die unerhörte Wende

    Kann auch im Buchhandel bestellt werden: ISBN: 978-3-8442-1662-2 Ich empfehle http://www.epubli.de/shop/buch/SCHWAIGEN--NICHTSZ-Manfred-H-Freude-9783844216622/13958

  • Sauwetter

    Sauwetter
    c/o H.M.E

    Sauwetter, noch immer dieses Sauwetter
    Kein Schirm und kein Handtuch
    Schweigt ihr mir zu; interesselos
    Schalte ich den Fernseher an
    Und lege mich auf meine Couch

    Von euern Sprüchen werde ich
    Nicht Satt
    Nur eine Fußnote; Fließtext
    Zeigt mir, dass es noch Leben gibt
    In den Medien zähle ich nur
    Die Toten und begreife
    Das doch noch etwas passiert
    Will aber nichts tun als
    Mich rumdrehen
    Bei immer diesem Sauwetter
    Und alles Ausliegen

  • Der Brenner

    Der Brenner
    Legal/illegal/scheißegal
    Nichts ändert sich, alles bleibt, denn weiterhin schön ausgesaugt, abgeschöpft. Onkel Bill aus USA hat's vorgemacht. Halb fertige, nicht funktionierende, hart ganz, Software, zerstörende nachgeholt, Lizenzen Updates, zwischen uns und 88-2000 nichts funktionierte! Und wir fanden es klasse. Danke Bill Commodore Vobis und wie sie alle hießen. Gebannt fragte man Computer Club und wie lösen Sie das Problem? Chaos. Der Fotoapparat machte umgekehrt Entwicklung. Er funktionierte bis zum Ende der Reflexkamera. Bei der Digitalkamera ist der Preis höher als die Pixelzahl. Demnächst brauchen wir nur noch Schrottbilder die am PC aufgemöbelt werden. Trend: Wir stellen unser Designmöbel auf die Straße und kaufen uns Wegwerfmöbel. Was funktioniert, war die Schallplatte. Was weiter prima funktioniert war die Kassette. Rein plus Lord plus wird kopiert und getauscht und klappt aber da hat man sich wieder Neues einfallen lassen. Und jetzt CD DVD MP3 so schnell fällt denen nichts mehr ein um die Entwicklungskosten und Löhne rein zu schöpfen. Die Userzahlen sind nicht nur Genuss, sondern ein Drittel für die Lösung und zwei Drittel für die Mülltonne. Wenn die Lösung unter Gleichgesinnten ausgetauscht wird, ist das nicht mehr als gerecht. Bill ist nicht von den Raubkopierer ärmer geworden, sondern von Toten, die alles kauften und ausprobiert bis dieses klappte. Eines ist richtig beim Computer Club oder wer preist und wird aufrüsten. Je mehr ich am Rechner arbeite installiere auf Woodstock Schütze (übrigens der Tod jeder problemlosen Arbeit, vor lauter Kennwort, schützten, Feuerholz, sind wir nicht mehr draußen als drinnen) umso instabiler wird mein Rechner, und wenn der Rechner nicht 24 h online ist, habe ich bisher noch Profit oder noch während der Arbeit alles vergessen. D. h., für die Arbeit ist der schnellste Rechner zu langsam, außer für die Nacht, wo ich schlafe arbeitet er gut zum Beispiel zum Gefangenen kontrollieren. Der beste Computer ist Faber Kastell (Bleistift) also trotzdem macht das ja alles auch spaß, aber und so rum experimentieren bezahlen schon teuer genug und jede Platte die uns eigentlich angekotzt gleich kaufen die gut, bezahlen wir gerne teuer, umso zynischer Zustellensbeweis eigentlich wie lange es noch Computer gibt die diese Scheiben abspielen? Voraussichtlich über super acht power ist oder dir sind wir gezwungen zu überspielen, illegal.

  • Zur Sarrazin These

    Rhetorik.
    Die Kraft des Weltbilds: Bedient.
    Ängste der Bildungsbürger.
    Logik der Demagogie: Imitiert.
    Muster aller Bestseller.
    Gütesiegel jeder populistischen Debatte.
    "Endlich sagt's mal einer."

    Hat man oft gehört und gelesen!
    Keineswegs an einem jener Stammtische,
    Die immer heraufbeschwört.
    Wenn eine Debatte diskreditiert.
    Sondern im Parkett vor einem Konzert.

    Der Nerv, der spiegelt sich keineswegs.
    In den Abgründen des kollektiven Unterbewusstseins.
    Schön stimmige Thesen treffen. Nerv.
    Ängste des Bildungsbürgertums.

    Nicht der Erste, der Ängste anspricht.
    "Deutschland schafft sich ab"
    Zwischen Rhetorik und Denken.
    Ein Meister analytischen Denkens.
    Ein meisterhafter Analytiker.
    Einer sucht Wesen und Ursachen,
    Der andere sucht nach Kontexten und Ergebnis.

    Momentane Schwachpunkte:
    Ethnisierung eines Klassenproblems;
    Eugenische Betrachtung eines Bildungsproblems; Behandlung des Integrationsproblems.

    Inhaltlichen Schwierigkeiten:
    Außen vor lassen. Widerwillen auslösen,
    Mit dem man begegnet.
    Erfolg der Thesen:
    Ein rhetorisches Muster,
    Das man in anderer Länder häufig,
    Hierzulande noch selten findet.

    Was konstruiert, was ist ein Weltbild,
    Das von Demagogie getragen wird.
    Das ist keine Domäne der Rechten.
    Was solch eine Logik schafft,
    Ist Souveränität, denn es zwingt,
    In diese Logik zu sticheln.
    Wer souverän ist,
    Kann sich Humor leisten.

    Da mögen Defizite sein,
    Doch Souveränität und Humor,
    Gegen Moral und differenzierte Argumentation,
    Ins Feld geführt, ist rhetorisch Vorteilhaft.
    Die moralische Seite der Debatte,
    Führt als Gegenargumente, nur Ausschluss und Rauswurf ins Feld.
    Grundlage derartiger Unfreiheiten ist Entweder eine enzyklopädisch-Eklektische Ideensammlung oder die Eigene Erfahrung.

    Aus den eigenen Erfahrungen
    Frontlinien der Integrationsproblematik: "Das Ende der Geduld – Konsequenz!“ Wer Schlussfolgerungen mit
    Geballter Empirie untermauert,
    Gilt als unanfechtbar.
    Eine diffuse Angst,
    Die eine Antwort findet.
    Gütesiegel für jede Debatte:
    "Endlich sagt's mal einer."
    Hat man oft gehört und gelesen.
    Bücher und Filme liefert das Modell der Angelsächsischen Ideenkultur.
    Populäre Bücher der Wissenschaft und Die Gedankenspiele.
    Die Bücher wirken nach einer Methodik, Aus dem Kino.

    Sie zielen auf ein Aha-Erlebnis.
    Im Film sind "Twists" und Pointen Standards, die der Handlung
    Wendung geben.
    Ideenbüchern sind unerwartete,
    Sofort nachvollziehbaren Gedanken,
    Die beim Lesen einen Sog entwickeln. Ideen schaffen einen Kontext für Zusammenhänge. So erklärt "Untergang"
    Gefahren für unsere Zivilisation.
    "Feuer fangen" Zivilisationsgeschichten Über die Evolution der Ernährung.
    "Tippping Point" Massenpsychologie der Konsumgesellschaft über Popphänomene.
    Mit diesem Prinzip ("Freakonomics"), in denen aus zwei unzusammenhängenden Phänomenen ein Schluss gezogen wird, Der komplexe Zusammenhänge Vereinfacht.

    So eine Prostituierte mit einem Kaufhausnikolaus oder
    Ein Selbstmordbomber mit einer Lebensversicherung.
    Es sind Vereinfachungen.
    Methodik als Dreisatz:
    "Unter Dreisatz versteht man, dass man aus zwei Tatsachen, die man nicht Hinterfragt. Logische Schlussfolgerung Zieht: Intelligenz ist erblich.

    Weniger Intelligente vermehren sich Schneller als der Durchschnitt.
    Das bedeutet, dass Intelligenz sinkt."
    Verborgene Ängste.
    Es gehört zu Aufgaben, solche Ängste Aufzuspüren und sie zu definieren.
    Doch wer Ergebnisse betrachtet.
    Erhält Statistiken;
    Antihistorisch argumentiert, Gewissheiten über Zukunft, verliert Ursachen und Zusammenhänge.

    Die Aufregung in Deutschland.
    Mit Veränderungen und Problemen,
    Die sich schneller vollziehen,
    Als Politik und Gesellschaft es Wahrhaben.
    Die Polemik wird verschwinden.
    Die Probleme werden es nicht.

    © Manfred H. Freude
    Aachen, 2010-09-13

    ** Autoreninfo **
    Manfred H. Freude geb. Aachen
    Escapistenlyrik, Liebe, Tod, Das Leben, Erfahrungen, Aktuelles, Trauer & Verzweiflung, Wut, Sehnsucht, Klartext, Kritisches, Gedanken, Allgemein, Nachdenkliches, Gefühle

    © 2010 MANFRED H. FREUDE

  • Mathematik

    Mathematik setzt Wahrheit und Lösung bereits voraus, sie ist kein Denken. Mathematik ist Träumerei. Man weiß bereits. Sie ist das Gegenteil von Dichtung. Deshalb wollte Platon das Philosophie eine Mathematik sei.

  • Gedicht zum Nachruf

    Warum schweige ich, verschweige?

    Wer dort redet, verschweigt vieles. Wer spricht, widerspricht. Sich und den Toten. Übt sich an Spielen der Macht. Wenn das Frieden wäre, wären meine Gedichte Krieg. Wären seine Worte Terror. Warum ich seinen Namen nicht nenne? Warum ich seinen Namen nicht anders schreiben kann? Sind alles Maulhelden. Während ich rufe Eskapismus, wird politische Dichtung okkupiert. Dicht bei dicht. Mit Fackel und mit Fahnen. Neue Götterdämmerungen. Die Geister die man rief, die wird man nicht mehr los. Nobelpreis fragt ihr? Alles Dynamit, alles Sprengstoff, alles Explosionen sag ich. Dies ist ein Gedicht. Sonst Nichts!

    © Manfred H. Freude

  • Was größer scheint!

    Was größer scheint.
    Ich weiß viel, wovon ich mich nicht erinnern kann. Wohin ein Gedanke führt ohne Intuition. Gebraut aus dem Dunst von Erinnerungen. Treten die Säfte harzig von den Wunden. Laufen mir die kranken Bilder durch den Kopf. Ich bin durstig an den sprudelnden Quellen. Aber ich gehe den ausgetretenen Weg. Wir sind die Verlierer, die uns begegnen. Aber der Weg zurück, ist uns nicht möglich. Denken, dass es von vorne beginnt, geht auch nicht. Ich habe keine Hoffnung, sie ist mir fremd. Meine Verzweiflung endet in der Dunkelheit. Morgen ist sicher ein neuer Tag. Du sollst nichts Neues loben vor der Sonne. Während ich alles umarme, was mir größer scheint.

    Aus dem Gedichtband:
    GEDICHTE - vom laufenden Meter

    Beschreibung:
    Wirkung, Selbstverständnis und Grundlagen meiner Gedichte
    „Es sind keine Waffen denn diese Sprache“. So möchte ich das Verständnis für meine Gedichte ausgedrückt wissen. Diese Sprache jedoch wurzelt in der Erfahrung, in der Moral, in den Grundlagen meiner Selbstrefflektion. Wie könnte ich je etwas sagen, wenn ich nicht davon dichten kann; sonst würde ich ja nur davon reden.
    Nur das gesprochene und das geschriebene Wort ist schlechter als das gedichtete Wort. Aber das gedachte, das unausgesprochene Wort bleibt das stärkste!

    Softcover | DIN A5 hoch | 88 Seiten s/w | ISBN: 978-3-8442-1924-1
    Preis:
    9,95 €

    Deutsch | Altersempfehlung: keine | Erscheinungsdatum: 24.02.2012

    Bestellungen über Amazon oder über Kundenservice
    Mo. - Fr.: 9-16 Uhr 01805 / 88 11 20
    (14 Cent/Min. dt. Festnetz; abweichend Mobilfunktarif) kontakt@epubli.de
    Oder über http://www.epubli.de/shop

    unter kontakt@epubli.de oder über Servicehotline 01805 / 88 11 20 (0,14 EUR/Min. aus dem deutschen Festnetz, abweichender Mobilfunktarif).
    Coming soon. Further questions? Please contact us via E-Mail kontakt@epubli.de

  • Schwaigen & Nichtsz Die unerhörte Wende Die Philosophie, sprachlicher, Intermedialer Wende

    Schwaigen & Nichtsz
    Die unerhörte Wende
    Die Philosophie, sprachlicher,
    Intermedialer Wende

    Von der Schwaigentheorie:
    Texte als dialogischer Diskurs.
    Dekonstruieren, im ästhetischen, übertragenen und unbewussten Verständnis (Geistesdekonstruktion zur Rezeptionsästhetik).

    Schwaigen oder Nichtsz
    das ist hier die Frage.

    Diese Schrift ist so, wie man spricht, und sich immer wieder korrigiert. Dabei ist schreiben und reden immer Kommunikation. Zur Kommunikation gehören immer beide, das Werk so wie der Rezipient. Da dass Werk, so wie die Rede zunächst stillsteht, kommuniziert nur der Rezipient mit sich, unmittelbar. Es findet also keine direkte Kommunikation statt. Der Rezipient kann also weiter nur mit sich oder mit seinem Alter Ego kommunizieren. Damit gerät die Schrift, oder Rede, in die erprobte Vergangenheit. Will man aber das Reden als ein Handeln bezeichnen, also einen performativen Akt, so gerät diese Kommunikation vielmehr in dass interessenlose Wohlgefallen eines Abonnementpublikums.

    I. VORWORT

    Vorbemerkung
    Schwaigen & Nichtsz
    Die unerhörte Wende
    Entgegen aller Unkenrufe, auf Kritik und Schelte, habe ich mich entschlossen, das Schwaigen des Nichtsz zu veröffentlichen, gerade aus Standort und Tradition heraus. Der wahre Denker und Pädagoge, der sich nur auf die direkte Sprache der lebendigen Stimme verlässt, kann mit diesem Text, gegen alles bestreiten, oder umwandeln oder hält sich an ein Schweigegebot. Nein dies würde gerade dem Inhalt des Buches widersprechen. Das Schwaigen schreit nach einer Veröffentlichung. Als Dichter spreche ich mit Gottfried Benn „… was schlimm ist … einen neuen Gedanken haben, den man nicht in einem Hölderlinvers einwickeln kann, wie es die Professoren tun." Sprache lässt Sichtbarwerden, was im Text meist verborgen bleibt, oder im Diskurs meist verworfen oder ausgeschlossen wird. Diese sprachliche Verdeutlichung von Gegenständen verbirgt Unzeigbares von den Dingen, indem das Abweichende vom Text, als ein Unsagbares, deutlich sich zeigt.

    Philosophie sprachlicher, intermedialer Wandlung
    Schwaigen oder Nichtsz, das ist hier die Frage.
    Das Denken zum Sprechen bringen.
    (Nenne es Reden, wenn Du willst.)
    Poetologische Lust an der Sprache.
    Eine universale Sprachkritik:
    Philosophische Theorie einer Poetik mit philosophischen Ansätzen. Implizierte, intuitive Äußerungen, intuitiv erfassen.
    Paradigmenwechsel der Faszination Stille der Rede.
    Philosophische Analyse von Sprache und Realität.
    Spuren aus der Unverantwortlichkeit.
    Die Aufgabe des Wortes.
    Interpretation von Erfahrung, Erinnerung.
    Erkennen als einer Resonanz des Schwaigens.
    Mnemosyne, als das bei Sprache und Schrift implizite, intuitive, apriorische Erkennen, aus dem Gedächtnis und der Erinnerung.
    Nicht allein spröde Wissenschaft, teils amüsant, teils tiefgründig, teils Faktenhaft. Wissenschaft ist Religion, weil sie die letzten fragen nicht beantworten kann, im besonderen nicht die Ersten.

    „Jede Kommunikation teilt nicht nur etwas mit, sondern auch noch das, wovon sich das Gesagte unterscheidet. Literatur kann nur wirklich begriffen werden, wenn nicht nur das Gesagte kritisiert wird, sondern auch sein, wogegen mitbedacht wird.“
    Niklas Luhmann Philosophie der Gegenwart.

    Faszination Stille und dann die unerhörte Wende: Schwaigen.
    Leidenschaft: Nichtsz.
    L´taire et le néant Introite, nam et heic Dii funt!
    Schwaigentheorie: Texte als dialogischen Diskurs dekonstruieren, im Ästhetischen, Übertragenen und unbewusstem Verständnis (Geistesdekonstruktion zur Rezeptionsästhetik.).

    Schwaigentheorie hieße an dieser Stelle: Texte als dialogischen Diskurs dekonstruieren, im Ästhetischen, Übertragenen und unbewusstem Verständnis (Geistesdekonstruktion zur Rezeptionsästhetik.).

    Wittgenstein hat recht.
    Aber ich glaube es nicht!

  • Copacobanische Wende

    Die Copacobanische Wende in der Differenz zwischen Diskurs und Ereignis
    Die Copacobanische Wende sollte die Individuen zur Umkehr lenken, denn das Einzelne musste wieder die Unverzagtheit zur normalen Sprache besitzen und Distanz zum Jargon der elitären Misere bewahren.

  • SCHWAIGEN & NICHTSZ – Die unerhörte Wende

    NEUERSCHEINUNG
    In Hardcover, Softcover und als E-Book
    Das philosophische Werk:
    SCHWAIGEN & NICHTSZ –
    Die unerhörte Wende

    Autor: Manfred H. Freude
    Kategorie: Wissenschaft → Philosophie und Geisteswissenschaften
    Preis: 69,85 €
    Kundenbewertung:
    Hardcover | Wissenschaft | 480 Seiten s/w | ISBN: 978-3-8442-1662-2
    Deutsch | Altersempfehlung: ab 18 Jahren | Erscheinungsdatum: 15.02.2012
    Schlagworte:
    Philosophie, Geisteswissenschaft, Sprachphilosophie, Germanistik,
    Diese Theorie des Schwaigen Was kann ein Dichter sagen? Von Manfred H. Freude Kann ein Dichter überhaupt etwas sagen und wie kann er es sagen? Die Sprache ist der unaufhörlich fließende Fluss in den man nie zweimal steigt. Das unbewegte Ich fordert mit Wiedererinnern und Apriori die Wahrheit. Sprache ist fließend. Wir haben dahin gehend erkannt, dass wir denkend schauen (Theorein), dass Dinge, die wir sehen, eigentlich erst in unserem Kopf gebildet werden. Wir müssen nun umdenken, das nicht wie wir bisher zu beweisen versuchten, die Dinge in unserem Kopf in die Sprache abbilden, sondern, das wir die Schrift und die Sprache ebenfalls durch hören, über das Sehen denkend erfasst werden. Es ist doch wissenschaftlich nicht nachzuvollziehen, das ein Wissenschaftler denkt, seine Sprache wäre präziser als die Aussage eines welken Blattes. Dichterlüge? Lügt der Dichter? Kann ein Dichten lügen? Diese Frage nach der Moral wird seit jeher Dichtern vorgeworfen. In der Presse: Es gibt nichts mehr zu berichten, was Schlagzeile machen könnte, bisher aus einem machen könnte. Schon gar nicht die Wahrheit ist für den Leser interessant. Es müssen Lügen sein, erfundene Schlagzeilen. Nur über das was nicht sein kann, was nicht sein darf wird Interesse geweckt. Jeder Mensch ist Dichter und dichtet sich seine Welt zu Recht. Am Morgen liest er seine Zeitung. Die darin enthaltene Story hörte er bereits im Radio. Am Vorabend berichtete man darüber im Fernsehen. Wer nun denkt er wäre Erstleser dieses Zeitungstextes, ich meine, wer denkt er ginge völlig ohne Vorwissen an diesen Text, ohne dieses Vorwissen, würde man seinen Verstand ausschalten, der irrt. Was aus der Zeitung spricht ist nur subjektiv. Oder genauer, es ist objektiv, wird aber nur subjektiv wahrgenommen. Es ist sehr einfach. Begegnet uns ein Chinese, und spricht uns in seiner Landessprache zu, so verstehen wir seine Sprache nicht, aber immerhin werden wir etwas verstehen. Im einfachsten Fall verstehen wir Nichts, wir verstehen, dass wir nichts verstanden haben, also haben wir etwas verstanden. Nämlich das, wenn einer zu uns in einer uns unverständlichen Sprache spricht wir nichts verstehen. Hätte er allerdings geschwiegen, so hätte er in jedem Fall zu uns gesprochen, das hieße, wir hätten verstanden, das ist ein Chinese, dessen Sprache verstehen wir nicht. Was ist das Schweigen? Das Schweigen ist kein Verschweigen, weder Absichtliches noch ein Unabsichtliches. Man schweigt von etwas, das man nicht weiß dass man etwas verschweigt. Man sagt, aber man sagt etwas nicht. Man sagt nichts, was man denkt und verschweigt. Oder da ist nichts, man weiß nichts. Kann also auch nichts sagen, denn über nichts kann man auch nichts sagen. Da ist aber etwas, man versucht darüber zu reden. Man beginnt darüber zu reden. Alexander von Humboldt begegnet dem Urwald, er ist beeindruckt von seiner Größe und der Artenvielfalt. Er erkennt, dass er alles wohl niemals erfassen wird. Er beginnt mit dem ersten Blatt das er zeichnet dass er sorgfältig zwischen zwei Seiten presst. Mit diesem Darstellen des ersten Blattes, verschweigt er gleichzeitig die unendliche Artenvielfalt. Über bestimmte Themen will man nicht reden, darum palavert man über belanglose Dinge. Es geht aber nun darum, das man grundsätzlich verschweigt und zwar Dinge die man nicht ausdenkt, die man nicht aus formuliert die man nicht ausformulieren kann. Mit jedem Aussprechen, der Historiker und der Archäologe können nicht erkennen, das sie mit der Sprache nicht die Vergangenheit erklären sondern die Vergangenheit verschweigen. Alle Dichter und Denker beschäftigte dieses Thema auf der einen oder anderen Weise. Auch wenn ihnen nicht einmal die Frage bewusst war, was mehr spricht, die Rede oder das Schweigen. Welche Rede und welches Schweigen hätte ihre Frage heißen müssen. Des gleicht der Frage nach Ebbe und Flut. Man kommt zu dem Ergebnis, das die Flut immer wieder zurückkommt.

    SCHWAIGEN & NICHTSZ –
    Die unerhörte Wende

    Autor: Manfred H. Freude
    Kategorie: Wissenschaft Philosophie und Geisteswissenschaften
    Preis: 7,99 €
    Dateiformat: PDF
    Deutsch | Altersempfehlung: ab 18 Jahren | Erscheinungsdatum: 15.02.2012
    Schlagworte: Philosophie, Geisteswissenschaft, Sprachphilosophie, Germanistik,
    SCHWAIGEN & NICHTSZ –
    Die unerhörte Wende

    Autor: Manfred H. Freude
    Kategorie: Wissenschaft → Philosophie und Geisteswissenschaften
    Preis: 59,85 €

    Ausführliche Beschreibung:
    Sprachspiel, Sprechakttheorie und Privatsprache.
    Allgemein sprechen wir bei einem Sprachspiel von „allgemeinen“ Äußerungen. Es sind also keine eindeutigen Äußerungen. Trotzdem soll die Sprache, Regeln folgen; so wie ein Spiel, ebenfalls Regeln befolgt. Aber ist die Regel, das, was ein Spiel ausmacht, im Gegensatz zur Sprache? Folgen wir nicht richtiger eher Richtlinien? Innerhalb eines praktischen Zusammenhangs versteht man jede Äußerung als Sprachspiel. Klären wir nicht, dass es bei einem Spiel einen Sieger gibt. Ich erwähne hier vorsätzlich nicht den Verlierer. Die ... weiterlesen »
    Softcover | Wissenschaft | 480 Seiten s/w | ISBN: 978-3-8442-1887-9
    Deutsch | Altersempfehlung: ab 18 Jahren | Erscheinungsdatum: 16.02.2012
    Schlagworte:
    Philosophie, Geisteswissenschaft, Sprachphilosophie, Germanistik, Literatur
    SCHWAIGEN & NICHTSZ –
    Die unerhörte Wende

    Autor: Manfred H. Freude (Autor)
    Kategorie: Wissenschaft → Philosophie und Geisteswissenschaften
    Preis: 7,99 €

    Beschreibung:
    Sprachspiel, Sprechakttheorie und Privatsprache.
    Allgemein sprechen wir bei einem Sprachspiel von „allgemeinen“ Äußerungen. Es sind also keine eindeutigen Äußerungen. Trotzdem soll die Sprache, Regeln folgen; so wie ein Spiel, ebenfalls Regeln befolgt. Aber ist die Regel, das, was ein Spiel ausmacht, im Gegensatz zur Sprache? Folgen wir nicht richtiger eher Richtlinien? Innerhalb eines praktischen Zusammenhangs versteht man jede Äußerung als Sprachspiel. Klären wir nicht, dass es bei einem Spiel einen Sieger gibt. Ich erwähne hier vorsätzlich nicht den Verlierer. Die ... weiterlesen »
    Dateiformat: PDF
    Deutsch | Altersempfehlung: ab 18 Jahren | Erscheinungsdatum: 16.02.2012
    Schlagworte:
    Philosophie, Geisteswissenschaft, Sprachphilosophie, Germanistik, Literatur

    Bestellungen über Amazon
    oder über
    Kundenservice
    Mo. - Fr.: 9-16 Uhr
    01805 / 88 11 20
    (14 Cent/Min. dt. Festnetz; abweichend Mobilfunktarif)
    kontakt@epubli.de

  • Wir

    2011

    Wir.

    Wir sind für Integration. Dieser häufig verwendete Satz. Damit schließen wir andere bereits aus.
    Wir sind Aachener – Ihr seid es nicht.
    Mit dem Wir schließen wir Andere bereits aus.
    Mit der Integration öffnen wir unsere Geschlossenheit für wenige.
    Alle, die wir nicht integrieren sind ausgeschlossen.
    Wenn wir aber meinen, wir, als die ganze Menschheit, dann benötigen wir keine Integration.

    Dort sind Wir.
    Ihr seid nicht ich noch Du.
    Treibende Wurzeln.
    Schlagende Äste.
    Bleiben das, was uns ist.

    Von Wiederkehr.
    Dass wir verzweifeln.
    Dass wir schlürfen.

    Verzweifelt.
    Stellen wir uns vor.
    Nicht hier.
    Kein Bewusstsein.
    Von uns.

    Laufen wir gleich ins Feuer.
    Laufen wir alle ins Licht.

    Sprache als Ausdrucks eines Wir-Gefühls
    In der Habermas - Tomasello Diskussion
    Weil wir die Dinge finden in der Natur machen wir sie, legen sie hinein in die Natur. Ja, kann man nach dieser Theorie Tomasellos, Sätze kritisieren? Tiere kennen kein Wir sagt er. Man fragt sich, woran Tomasello das festmacht, wenn er lediglich Affen beobachtet hat. Wenn er Hühner beobachtet hätte, würde er feststellen, das sie, sobald ein Korn entdeckt ist, darum herum gackern, bis die Anderen kommen und es wegfressen. Was sagt das? Richtig, es sagt ebenso wenig, wie die Beobachtungen Tomasellos; auch wenn er diese sehr uneigennützig aus einem WIR herausgemacht hat? „Die Ursprünge der menschlichen Kommunikation“ hierin erklärt er die Entstehung der menschlichen Sprache. Auch wenn dieses Thema von Herder bis Chomsky besprochen ist, so wissen wir, dass wir hier nur glauben und raten können. Das Schließen von Affen auf Menschenkinder ist schwach. Das die menschliche Sprache nicht aus vokalen Urformen ist, sondern Zeigespiel, ist seit der Argumentation der Perlokution, dem das Sprechen ein Handeln ist wissenschaftliche Theorie. Am Anfang war nicht die Stimme, sondern der Zeigefinger, das wusste schon Michelangelo bei der Ausmalung der sixtinischen Kapelle. Zum Zeigen (meint Wittgenstein) muss man schon Sprache beherrschen, (und Austin) man muss sagen, was man tun muss, statt etwas zu tun; das heißt die Dinge zeigen sich selbst. Wenn wir in ein fremdes Land gehen, verständigen wir uns mit allem, was uns zur Verfügung steht, und zwar allem, auch der Sprache oder Geräuschimitation. Selbst wenn wir versuchen mit Affen oder anderen Tieren zu kommunizieren. Der Mensch spricht, weil er ein soziales Wesen ist und er ist ein soziales Wesen weil er spricht. Also was? Wir wollen ebenso kooperieren und Gefühle teilen, wie Tiere im Rudel. Die Menschheit in ihrer Urgeschichte hat durch Gesten das kommunizieren mittels Stimme erweitert. Sicher mussten die Urmenschen auf der Jagd mit ihrer Stimme vorsichtig sein. Vieles könnte einleuchten, aber Tomasello dichtet Mythen und Märchen und das, warum nicht? Nur durch Mythen und Märchen kommen wir zu Vorstellungen, alles Logische wäre Hybris. Logik ist eine Frage der Evolution sie zeigt sich nicht im Sprechen; vielleicht in der Sprache, aber das ist eine andere Wissenschaft. Natürlich hat auch Chomsky zum Teil recht, die Sprache sei entstanden, damit die Menschen besser miteinander kommunizieren können. Man kann nur kommunizieren, wenn man miteinander spricht. Das ist eine bekannte Weisheit. Man kann nicht mit der Sprache kommunizieren (SIC) diese Erkenntnis wäre preisverdächtig! Die Sprache kommuniziert über die in ihr enthaltene Historie von Ereignis zum Rezipienten! Sie ist (Achtung) nicht nur eindeutig. Die Sprache ist immer undeutlich und ohne Sinn. Der sinn wir immer in das Sprechen hineingelegt und muss erst neu erschaffen werden. Das heißt jedes Sprechen ist ohne Sinn, ist UNSINN. Wie Chomsky sagt: „Es passiert uns häufig, dass wir einfache Intentionen und Gefühle, die wir einem anderen mitteilen wollen, nicht auszudrücken vermögen.“ Herder wies die These vom sozialen Zweck zurück. Meiner Ansicht hat Sprache nur die Funktion von Kommunikation. Aber nicht zur Übermittlung eigener Ideen, vielmehr, das wissen wir seit Kant ist jeder alleine, jeder muss selbst denken. Die Idee man könnte Denken weitergeben ist Hybris! Vielleicht würde der Wilde, der Einsame im Wald auch sprechen, wir machen es auch, wenn wir alleine im Wald sind, man nennt es Angst, dann sage ich, wir sprechen nur, weil wir Angst haben. Die beobachteten Affen hatten keine Angst, und wenn sie Angst hatten, dann schrien sie im ersten Sprechen. Ludwig Wittgenstein hat viel gesagt. Auch, dass wir über was wir nicht wissen können, schweigen sollen. Die ursprüngliche Kommunikation, darüber können wir nichts sagen, versuchen es aber immer wieder. Aber wie wir jetzt sprechen, darüber könnten wir viel sagen und auch spekulieren, wohin wir uns entwickeln im Sprechen (unter Berücksichtigung historischer Differenz). Von Hegel bis Tomasello, so kann man nun sagen ist viel Falsches gesagt worden. Mit Tomasello wird auch Hegel nicht weiter aufgewertet, mit einem Preis nur sonderbare Thesen fortgeschrieben. Wo alleine soll, ein Gedanke, Bedeutung, etwas worauf wir zeigen, wo wir handeln und sprechen, denn sein, wenn es nicht in einem einzelnen Kopf ist, und das nicht einmal bis zur letzten Begründung. Das wir unsere Gebärden und Handbewegungen mit Lauten unterstützen, scheint mir selbstverständlich. Das Aufheben einer Monstranz. Etwas hinzusprechen, lässt den Menschen noch immer in die Knie gehen. Aber nicht wegen der Monstranz, nicht wegen der Worte. Es sind die Erfahrungen und die Historie, die Geschichte in jedem Einzelnen. Lautliche Sprache entwickelt sich nicht durch Übereinstimmung von Bedeutung, Erfahrung und Kooperation, vielmehr Sprechen, (Bedeutung, Erfahrung und Kooperation) als Schweigen einer Differenz innerhalb eines Sprechens, einer Rede oder einer Schrift. Die Wurzel der menschlichen Kultur als Ganzes liegen in dem Denken des einzelnen Menschen. Der Mensch denkt an sich, selbst zuletzt. Im Alltag sind wir alle Realisten. Es gibt keine Wahrheit ohne uns. Tomasella projiziert unsere Welt in die Welt der Affen, wären sie aber so wie wir, wären sie in unserer Welt. Das „Schweigen“ (die nichtgesagte Differenz) innerhalb des Sprechens ist als Gelingen des Sprechens ebenso wie in der Reflexion des Geltendmachens eigener Gedanken. Der Lernprozess setzt nicht ein, wenn Mütter ihre Kinder auf Objekte Hinweisen (da hat Tomasello etwas falsch interpretiert) oder? Vielmehr ist es bekannt, dass die Kinder die Mütter auf etwas hinweisen oder auch täuschen, woran sie lernen! Das hat Habermas an Hegel richtig erkannt, das sich der menschliche Geist im Horizont eines sprachlich artikulierten Hintergrundwissens und im eingewöhnten Netzwerk sozialer Praktiken, bewegt. Das verstehe ich aber, das dies ALLES im Hintergrund des Sprechens entwickelt, also im Nicht gesagten, also im Schweigen. Versucht Tomasello eine Sprachtheorie oder eine Moraltheorie aufzubauen? Grundsätze lassen sich nicht bloß mit der Beobachtung von Affen herleiten, wenn es aber beobachtete Herleitungen gibt, gibt es grundlegenderes, also keine Grundsätze. Gleichheit wird nur unterschiedlich verstanden. Gerechtigkeit heißt bei Platon mehr Gesellschaft und bei Nietzsche sind es zwei Klassen. Empirische Beobachtung erklären nur was man beobachtet, nicht ob es diese oder jene Erkenntnis beweist. Der Mensch ist nicht Mensch weil er spricht, vielmehr Mensch, weil er als Mensch geboren ist.
    Wir. Wenn wir schreiben, wir sind, und ihr seid es nicht, so hat dies einen Anteil von Rassengesetzen. Diesem gesetzten Wir schliessen wir die anderen bereits aus. Noch deutlicher zu sagen, nähern wir uns einer spratanischen Staatsform als einem Idealstaat, also einer sehr gefährlichen Staatsform, die sicher nicht wünschenswert wäre. Man fordert hier bei der einer Plakatierung, eine Form von Elitedenken. Dies zeigt sich auch an der Plakatierung mit Elite für eine multikulturelle Gesellschaft. Alles nur schöne und intelligente Menschen einer Uni, die aber nicht einmal zu sein, berechtigen dazu, zu sein. Der Verlust im Sinne von gebürtigen, auch mit dem Herzen, verhindert und zeigt sich in der Stadtpolitik. Dies nicht zuletz in verkommenen Parks und auf Spielplätzen. Wenn jemand sagt, wir sind, und ihr seid es nicht, so sagt dieser Sprecher, das Andere, gleich woher sie kommen, seinem Wunsch folgen sollen. Er will mich überreden zu seinen Wünschen. Dort sprechen von Plakaten Menschen aus aller Herren Länder und loben das Multikulturelle. Das ist schön. Das bedeutet aber noch keine Integration. Insbesondere wenn alle hier nicht gefragt sind. Bei diesen Plakaten verhalten sich die Bürger feige. Man wagt sich nicht in diese Ecke zu stellen, die doch dieses Plakat gerade ausdrückt. Es verhält sich so als wage niemand auszudrücken, dass was alle denken, nämlich den Satz, der Kaiser trägt gar keine Kleider.

    © Manfred H. Freude

  • Licht und Schatten

    LichtSchatten
    von Manfred H. Freude

    Vor dem großen, hohen Gebäude mit seinem grünen Portal mit seinen Flächen aus Marmor, Glas und Stahl stehen wir beeindruckt vor der Macht der Architektur.

    Wenden wir uns nach rechts und gehen eine Strecke zweimal links um die Ecke und erreichen nach einiger Zeit die ungefähre Mitte der Rückseite des Gebäudes.
    Eine Betontreppe die in den Keller führt.
    Hinter einer Eisentür befindet sich ein langer Flur der zu einem großen Arbeitsraum führt.
    An den Wänden sind lauter Regale mit Ordnern.

    In einer Reihe stehen Schreibtische, daneben verläuft auf einem zwei Meter hohen Podest ein Weg an den Aktenbergen vorbei. Vor den Akten hängen von der Decke an Kabeln Fassungen mit Glühbirnen.
    Die dem Raum ein gespenstiges, höhlengleiches Licht geben.

    An den Tischen sitzen Menschen. Männer und Frauen mittleren Alters. Blass, käsigweiße Gesichter, wie angewurzelt an ihren Schreibtischen. Nur beschäftigt mit dem Einheften, Ausheften, Sortieren.
    Sie sprechen kaum miteinander und diese Arbeit scheint ihr Leben und dieses Leben scheint diese Arbeit.
    An diesen Schreibtischen scheinen sie wie unsichtbar festgebunden. Jeder bildet eine Einheit mit seinem Schreibtisch und wiederum alle mit ihren Schreibtischen eine Kette.
    So leben sie Tag um Tag, Monat um Monat, Jahr um Jahr.

    Unter Ihnen ist auch einer den ich Philofive nenne.
    Philofive ist gerade wieder beschäftigt, aus einem Stapel Blätter, je ein Blatt in alle Ordner, einer bestimmten Reihe, einzufügen. Er ist sehr gewissenhaft und routiniert. So eingeübt, das er fast einer Maschine gleicht.

    Er trägt einen langen Bart, der ihm den Ausdruck eines Weisen Philosophen verleiht. Sein Körper ist untersetzt.
    Die Beine und der Oberkörper wie die Arme wirken zu kurz. Wahrscheinlich eine Unterentwicklung aufgrund seiner lebenslangen Tätigkeit in diesem Raum. Ob er hier geboren wurde kann man nicht genau sagen. Zumindest ist festzustellen, das Philofive, wie alle anderen schon ein Leben hier verbringt.

    Über ihren Köpfen auf dem Podest vor den Aktenbergen laufen ständig Menschen hin und her. Sie tragen, schleppen und schaffen auf diesen Podesten herum. Die Glühbirnen von der Decke werfen ihre Schatten auf die Aktenwände hinter den Schreibtischen. Groß sehen die an den Schreibtischen sitzenden nur diese Schatten und ab und an beobachtet jeder, aufsehend von seinem Umheften, diese Schatten.

    Philofive wie auch seine Kollegen und Kolleginnen ist dieses Schattenspiel die einzige Realität die ihnen begegnet. Was also sollte ihnen im Leben wichtiger sein als diese Schatten?
    Waren diese Schatten gleichzeitig ihr richtiges Leben?
    Sie waren es. Wenn man es genau betrachtet waren sie der Ablauf des Tagen, das Leben selbst.

    Herr Philofive hatte eine Maus. Eine kleine Maus die er einmal vor Jahren hier unten im Keller gefangen hatte.
    Er hatte sie in einer Blechschachtel, die er mit Löchern versehen hatte.
    Diese Maus hatte ein ähnliches Leben wie diese Menschen. Nur etwas Licht schien durch die kleinen Löcher bis auf die einigen Male wo Herr Philofive den Deckel öffnete und der kleinen Maus etwas Käse gab.
    So ging es nun schon Jahre.

    Keine Freude kam Herrn Philofive über das Gesicht wenn er den Deckel des Blechkastens öffnete und er die kleine Maus sah, denn für ihn war diese Maus wie diese Aktendeckel, wie diese Blätter die er ständig ein und aus heftete.

    Für ihn waren nur die Schatten. Alles Leben um ihn waren nur die Schatten an den Wänden. Und er war einer von vielen, nur ein kleines Rad, nur ein kleines Glied einer Kette.
    Die Arbeit musste getan werden, das wusste er und die Schatten bewegten sich und solange diese Schatten sich bewegten lebte er, das alles wusste er.
    Er nahm sein Projekt in die Hand, auf dem Aktendeckel stand 13/7000. Er war also beim dreizehnten Ordner von siebentausend die er in diesem Projekt zu bearbeiten hatte.
    Er nahm sich Zeit. Die Schatten gaben ihm das Zeittempo vor.

    Es war nun der Tag an dem er den Deckel öffnet und seine kleine Maus füttern wollte.
    Die Maus war tot.
    Zum ersten mal im Leben zeigte Herr Philofive ein Gefühl.
    Er erschrak. Nie war er einem anderen Phänomen begegnet als diesen Schatten und nun dem Tod.
    Er beschloss das Tier in seinem Kasten hier rauszubringen.

    Er löste sich von seinem Schreibtisch, seinen Blick starr auf diesen Kasten gerichtet, den er mit beiden Händen hielt.
    Er sah keine Schatten mehr, nichts was um ihn rum passierte nur noch diesen Kasten.
    Herr Philofive ging durch die Tür in den langen Flur.
    Dann öffnete er die schwere Eisentür die nach Außen führte.

    Er erschrak.
    Das helle Licht der Sonne traf zum erstenmal seine Augen.
    Die Augen brannten, sie schmerzten.
    Niemals hatte er dergleichen gesehen. Im Kellerraum hatte er nie gewagt mit bloßen Augen in das helle der Glühbirnen zu blicken. Es war ihm auch kaum möglich gewesen.
    Nun aber sah er die Sonne.
    Sein Blick gewöhnte sich langsam an das Licht und er sah die Häuser, die Straßen, die Autos.

    Er sah die richtige Welt.
    Eine Welt die er nicht kannte, niemals kennengelernt hatte und nicht verstand. Eine Welt die von seiner bisherigen Welt, die nur aus bewegenden Schatten bestand, soweit entfernt war, das er Schmerz empfand und sein inneres Wesen sich dagegen sträubte.
    In seiner Verwirrung stellte er den Kasten in eine Hausnische und ging zurück durch die schwere Eisentür.

    Als er aber zurückkehrte an seinen alten Arbeitsplatz und seinen Kollegen berichtete.
    Berichtete von dem Licht, von diesem grellen, gleißenden Licht der Sonne und von diesen Häusern und allem was er gesehen hatte.
    Seine Kollegen hielten ihn für verwirrt und glaubten ihm nicht.
    Sie lachten und hielten ihn für einen Narren.
    Sein Aufstieg und Fortgehen wäre Schuld an seinem Zustand und es sei ohnehin ein Unerlaubtes Verhalten gewesen seinen gewohnten Platz zu verlassen.
    Und so was käme eben von so was.

    Er aber, unser Philofive, noch immer benommen von dem zuvor erlebten, gewöhnte sich wieder an diese Finsternis.

    Er betrachtete weiter seine gewohnten Schattenbilder und hielt diese für seine und mithin aller Wirklichkeit.

    Doch so ganz hatte ihn das erlebte nicht losgelassen.
    Er versuchte nun seinerseits diese Schatten zu deuten.
    Wo er diese doch vorher ein Lebenslang nur zur Kenntnis nahm, versuchte er nun, diesen Schatten Personen zuzuordnen, sie zu beleben.

    Seine Kollegen aber hielten dies und seine Erklärungen für lächerlich und wussten, das dies nur dadurch sei, das Philofive diesen verwerflichen Versuch unternommen hatte, an die Oberfläche zu gelangen.
    Der Mensch, so behaupteten sie sei eben so beschaffen, das er diesen Arbeitsraum niemals verlassen darf.

    Philofive aber konnte nicht begreifen, das er mit seinen Kollegen sich in einer Situation befindet, bei der sie sich frei fühlten, aber mehr und mehr Gefangene ihrer selbst wurden.

    So blieben Philofive und die anderen nur tatenlose Zuschauer dieses Schattenspiels.

    Als er dies verstand und er sich seiner Tatenlosigkeit erfreute trat ein Lächeln auf sein Gesicht.

  • Freude

    Freude
    Verzeihen Sie, dass ich entgegnen meinem Namen rückwärts verschrieb. Man muss Mut haben, ohne jede aufgezwängte Lebensführung, sein Leben mit sich zu führen. Der heutige intellektuelle Mensch voller Angst und Zwängen. Du musst lernen, Du musst arbeiten. Dies ist eine sklavenhafte Lebensführung. Sie ist Milliardären, wie auch Lebenskünstlern fremd. So heißt ein Bibelspruch, „sehet die Vögel im Himmel, sie sähen nicht, sie ernten nicht und der himmlische Vater ernähret sie doch.“ Der einsame Mensch in den Fernen des Himalaja oder an den Ufern des Mittelmeeres, in den Wüsten, wie in den tiefsten Urwäldern ist sich selbst. Er ist sich selbst genug. Er betrachtet die Natur, ihr kommen und gehen und denkt über sich selbst nach. Das heißt, er ist mit sich beschäftigt. Dies ist ein hoher Zustand, der von dem Studierenden niemals erreicht werden kann. Alles Lernen ist nur etwas Äußerliches. Etwas von außen Übergestülptes. Dieser Sinn, den wir unserem Leben geben können, kann nur dieser sein, der in uns wohnt. Äußere und innere Anfechtung des Lebens können nur an uns herantreten, wenn wir sie zulassen. Wir können uns eben täuschen lassen. Die Wahrheit aber besteht darin, dass wir erkennen, es ist eben alles nur Traum. So beziehe ich mich hier gerade auf Hegel, der sich auf Jakobis Ausdruck bezieht, das Systeme ein organisiertes Nichtwissen seien. So kann man doch auch erkennen, das die gefassten Werke einer Büchersammlung komplett aus Unwissenheit bestehen, worin man aber wieder vom Einzelnen her von den einzelnen Autoren wie von dem Erkennen des Lesers nur eines einzelnen Textes, wie auch dadurch, dass der Bibliothekar innerhalb dieses Nichtwissens eine Ordnung hinzufügt und organisiert, das gerade hierdurch Wissen entsteht.
    Hat ein Wort, eine Rede, ein Satz, ein Text, für den Leser Bedeutung, also dieses artikulierte eines Diskurses, als die Bedeutung alles Artikulierbaren, so fand dieses artikulierte seinen Sinn. Man lässt hierbei diese Sinnbedeutung zu Wort kommen. Heidegger bedeutet hierzu, das zum redenden Sprechen gehöre, als Möglichkeiten, Hören und Schweigen.
    Wenn wir Welt erkennen, so können wir nicht nur sagen, das wir die Welt nur erkennen auf der das Tageslicht ist, vielmehr müssen wir um diese ganze Welt einzubeziehen, im Welterkennen, auch die Nachtseite einbeziehen.
    Wir haben nur Angst, darum sprechen wir. Wir haben diese Angst, das wir uns nicht ausdrücken können. Und wir haben die Angst, dass wir nicht verstanden werden. Wie auch dieser Zuhörer, die Angst hat nicht zu verstehen, was wohl gemeint worden ist. Diese Angst ist derart, als wir ein lichtloses Spukschloss in dunkelster Nacht betreten, indem wir uns fürchten müssen. Nachdem dann das Licht angeht, erkennen wir, das es keinen Grund gab sich zu ängstigen. Es war kein Grund vorhanden. Es war Nichtsz.
    Es geht um sehr viel mehr als alleine im Text steht. Um mehr als das, was im Raum, im Nichts, im Dunkel, liegt. Es heißt hierbei auch, das du ja siehst, wenn hier nichts zu sehen ist. Bei diesem Hören eines Musikstückes zu sagen, „du siehst ja, wie schön das Orchester spielt“. Um nun noch zu sagen, es geht hier immer um die dinge selbst.
    Die Welt ist schön. Für mich, für mich, für mich. Nur der Gedanke, dass draußen etwas ist. Dass diese Welt verändert. Macht glücklich.

    Die Gedanken sind frei. Das Stehlen von Kunstwerken gehört zu den Grundrechten der Menschheit. Glaube an Wissenschaft ist Glaube an Vergangenheit. Werke großer Meister in Museen sind nur geklaut. Der Gedanke gehört der Kunst. Wissenschaft stiehlt immer. Museen verwalten gestohlene Gedanken. Der Kapellmeister als Wissenschaftler verarbeitet Gedanken eines Beethoven und verjagt sie, als wäre er ein Kunstschüler.
    Geklaut/Die Gedanken geklaut/ Die Gedanken sind frei. Deshalb werden sie geklaut. Man bedient sich immer bei den Gedanken Anderer. Sobald ich ein Buch lese, ein Gedicht lese, ein Bild betrachte, entziehe ich diesen die Gedanken des Künstlers. Die Gedanken sind frei, das hieße auch, das Gedanken kostenlos sind. Würde auch bedeuten, dass eine Bezahlung für Gedanken bereits Zensur ist. Wenn jemand ein Buch schreibt, und ein Anderer schreibt dies zur Hälfte ab, so ist das ein völlig anderes Artefakt. Das Problem liegt darin, ob Hinz und Kunz, ein Buch schreibt, dessen Inhalt von einem anerkannten Wissenschaftler übertragen wird, welches damit eine völlig andere Bedeutung bekommt, oder ob ein hoher Wissenschaftler ein Werk schreibt und es wird von Hinz und Kunz abgeschrieben. Wenn ich schreibe über allen Wipfeln ist Ruh, so wäre dies eine Hommage an Goethe, auch wenn der naive Leser nicht die Herkunft erkennt. Wenn ich von einem lebenden bekannten Dichter etwas abschreibe, wäre es ein Plagiat, wenn aber diese bekannte dichter etwas von mir abschreiben würde, wäre ich darauf stolz. Alles Geplänkel zwischen Amateuren ist doch Pillepalle. Den bekannten Autor zu verklagen, wäre nur eine neue Geschäftsidee.
    Die Gedanken sind frei … alles Andere wäre doch Zensur. Würde auch bedeuten, dass eine Bezahlung für Gedanken bereits Zensur ist.

    Das Buch Schweigen und das Nichtsz, sehe ich als eine hoch universitär-wissenschaftliche Arbeit. Dass ich mich hierbei nicht an universitär-wissenschaftlichen Gesichtspunkten und Formalien halte und messen lasse, ist zuerst meiner dichterischen Freiheit geschuldet zum Zweiten meinem Diskurs mit einer universitäts-wissenschaftlichen Überheblichkeit. Diese Hybris zeigt sich selbst in ihrer eigenen Sprache. In allen Katastrophen zeigt sich die universitär-wissenschaftliche Überheblichkeit, sowohl bei ihren Schöpfern wie bei ihren Kritikern. Wissenschaft kritisiert Dummheit. Dabei ist es gerade Dummheit, die man nicht kritisieren kann und schon gar nicht wissenschaftlich. Man kann lediglich Wissenschaft kritisieren.

    Was ist denn ein Gedicht? Diese Frage ist doch einzigartig. Schließlich nicht zu beantworten. Man schreibt ein Gedicht, man liest ein Gedicht. Kann man ein Gedicht wahrheitsgemäß lesen? Ist ein Gedicht zum lesen? Ist ein Gedicht zum Nachschlagen? Ich unterscheide ein lustiges Gedicht zum Lachen, oder ein Gedicht, das sich angenehm lesen lässt, oder ein Gedicht, das ich zunächst nicht verstehe, weil ich erst etwas nachschlagen muss, etwas nachdenken muss. Wie kann man dies alles unter einen Hut bringen? Der Redakteur einer Lyrikzeitschrift muss sich überlegen, werden seine Gedichte im Kommödienstadel vorgetragen, oder im Schulunterricht, oder sollte seine Zeitschrift auch morgen noch etwas zum Nachdenken sein? Ansonst wäre es doch wieder die Blümchenzeitung.

    Sprechakttheorie insbesondere, wenn man einen wissenschaftlichen Anspruch stellt, geht von einer Aufrichtigkeit aus. Aber können wir immer sicherstellen, dass wir im Sprechakt aufrichtig sind, auch wenn wir dies wollen? Sagen wir immer die Wahrheit, sind wir ethisch und moralisch?

    © Manfred H. Freude
    Aachen, 2010-07-30
    © 2011 MANFRED H. FREUDE

  • Sprache und Schrift

    Die Wiederherstellung des Denkens in der Interaktion der Sprache und der Schrift, welche Beide unser Denken nicht berühren, noch von ihm berührt werden. Bestimmte Intellektualitätstypen wie die Urteilskraft und die Sprachlehre haben sich nur unter besonderen Bedingungen der Alphabetschrift ausprägen können. Aber warum? Weil erst durch das Alphabet eine erschöpfende Lehre möglich wird.

  • Thomas Bernhard Brief Entdeckt

    Brief Jänner 1989 Thomas Bernhard an Manfred H. Freude.
    Eine sensationelle Entdeckung. Umstände und Folgen seiner literarischen Auszeichnungen.
    Mein lieber Manfred.
    Es ist, lass mich Dir das beschreiben, doch einfach alles eine Komödie. Verstehst Du? Das ganze Leben ist doch ein Schmarrn, eine Farce. Du kommst zur Welt. Da reißt man Dich einfach aus dem Leib. Da fragt keiner, willst Du, oder hast noch etwas Lust zu schwimmen, drinnen im Fruchtwasser. Aber Du schreist, wie ein Stier und dabei bleibt`s. Ich hab noch keinen gehört, der gefragt wurde. Nur plärren, das kannst Du schon. Und dann bist Du wieder bei der Mutter. Sie hängen Dich an die Zitzen wie eine Kuh. Ist doch so. Bis Du stirbst, dann hängen sie Dich an den Tropf. Weil Du nicht mehr saugen kannst. Das ist doch alles Theater. Von der Komödie bis zur Tragödie. Alles drin. Von der Komödie in die Tragödie umkippend und wieder zurück. Das ist doch wie bei den Bauern. Der fährt mit seinem Pferd auf den Acker und dann hin, und wenn er ans Ende und kommt. Dann, dann dreht er wieder, und wieder zurück und immer so weiter. Den ganzen Tag. Bis es dann dunkel wird. Hin und kehrt. Das ist doch immer das Leben. Hin und wieder kehrt. So geht es Tag für Tag. Da kommt man nicht aus. Dann schlägt der Bauer sein Pferd, und wenn er nach Hause kommt, seine Magd und dann wieder seine Frau. Immer so rum. Immer im Kreis. Er kann nicht anders, weil er da drin ist. Und so schlägt auch sein Herz. Aufm Acker und zu Hause und dann hörts auf. Dann schlägts nimmer. Wenn er Glück hat, kommt er an den Punkt, da geht’s nicht mehr weiter, da ist die Grenze. Aber wo die Grenze ist, da geht’s auch drüben weiter. Oder man dreht einfach um und wieder zurück. Wenn er schreit: Mein Gott warum hast Du mich verlassen, weil nichts wächst oder alles dörrt. Dann schaut er zum Himmel. Aber warum zum Himmel? Er schaut von sich weg. Denn wenn er runterschaut, schaut er ja an sich selbst runter. Darum will er auch auf Händen gehen, damit er den Himmel unter sich hat und dann schaut er rauf, in den Dreck. Das ist der Mensch. Ganz einfach. Ganz einfach gestrickt. Unkompliziert. Nicht wie alle versuchen zu machen oder reinzureden. Im Grunde blöd. Schlau geboren, und wenn er älter wir, der Mensch, wird, er immer blöder, bis er am Ende ganz deppert ist. Du kennst das ja. Dann kommt ein Arzt und der freut sich über die Depperten. Denn wenn einer klug ist, der braucht nicht zum Doktor, höchstens wenn einmal ein Bein oder ein Arm gebrochen ist. Wir sind einfach arme Tiere. Einem Hund oder einem Meerschwein geht’s besser. Da ist immer ein kleines Kind, das streichelt, bis das Tier verreckt. Und dann jammerts wieder von vorne.

    © Manfred H. Freude

    Die Widergabe der Texte des gesamten Werkes oder Teile daraus ist ohne vorherige Zustimmung des Autors nicht gestattet. Abschreiben, kopieren oder sonstiges Vervielfältigen, gleichviel durch welches Verfahren und in welchem Umfang, ist verboten.

    This work may not be performed, neither in part nor in whole, without the publisher´s prior consent. No part of this work may be copied or reproduced in any form or by any means.

  • Ästhetik und dichtung

    Ästhetik und Dichtung

    Celans: Büchner Preisrede, Heideggers Schrift: der Ursprung des Kunstwerks, Hölderlins: Hyperion, Goodmans: Weisen der Welterzeugung.

    Wer das Tiefste gedacht, liebt das Lebendigste! Diese Gedichtzeile Hoelderlins, aus dessen Gedicht Sokrates und Alcibiades gibt Martin Heidegger zu denken, dass das Moegen im Denken ruht (Heidegger).
    Hier wird nicht ueber Denken gedacht, sondern der Eros und die Not. Finden und fehlen, im Denken selbst entfacht.

    Martin Heidegger, was heisst denken? George Steiner. Martin Heidegger.
    Eine Einfuehrung.

    Celan beginnt mit der Rede von Kunst:
    Die Kunst, das ist, sie erinnern sich.
    Obwohl hier der Beginn eines Gespräches mit Heidegger beginnt, entgegnet Celan: Nein, ich rede nicht von Techné, Handwerk, von Ding und Zeug und Werk, ich rede von Kunst und diese Kunst ist einzig, weil: kinderlos.
    Diese Kunst tritt als Marktschreier, als Schrei auf.
    Nicht wie die Schöpfung, sondern allein neben der nackten Kreatur.
    Und sie wird sogleich erkannt an Rock und Hose neben der nackten Kreatur.

    Dies widerspricht in wichtigen Teilen Heideggers Schrift: Der Ursprung des Kunstwerks.

    Hier redet Heidegger von Werk, Zeug und Ding.
    Vom Werkhaften, vom Zeughaften und vom Dinghaften.
    Das Zeughafte erklärt er anhand eines Paar Bauernschuhen. Sie sind: das Hergestellte, das Gemachte. Dieses getragene Paar Bauernschuhe stellt sich in einem Bild von Van Gogh dar. Es wird durch dieses Darstellen, dieses Zeigen erst in die Welt gesetzt. Wenn das Paar Bauernschuhe getragen wird, ist es nützlich und wird vielleicht nicht beachtet, aber durch das ins Werk gesetzte, eröffnet es eine Welt. Vergleichen wir die Pfeife von Margritte: this is not a pipe. Das ist die Wahrheit, aber durch ihr Zeigen, durch das ins Werk -, in die Welt setzen tritt erst die Unverborgenheit des Seins heraus.
    Das sich ins Werk setzen der Wahrheit, des Seienden, wie es Heidegger bezeichnet.
    Es handelt sich also laut Heidegger nicht um die Wiedergabe des jeweils vorhandenen einzelnen Seienden, wohl dagegen um die Wiedergabe des allgemeinen Wesens der Dinge.
    Dies erklärt er weiter an einem Gedicht von C.F. Meyer: Der römische Brunnen. Hier wird ein Brunnen hergestellt den es in Wirklichkeit nicht gibt, quasi eine Ekphrasis.
    Der Brunnen ist also nicht wahr, aber die Wahrheit ist hier ins Werk gesetzt.
    Ein Tempelwerk steht erhoben und ist offen. In dem es eine Welt aufstellt zeigt es im offenen des Werkes das hervorgekommene; das Wort kommt zum Sagen (Sagwort, Nennwort, Kraftwort)
    Das Dichtende reißt, als lichtender Entwurf, ins Offene, wie der Grundriss, der aus der Wirklichkeit herausgerissen wird, es entspricht dem entwerfenden Sagen.
    Er zitiert Albrecht Dürer: Denn wahrhaftig steckt die Kunst in der Natur, wer sie heraus kann reißen, der hat sie.
    Alles wird ent-worfen mit der Dichtung. so Heidegger.
    Die Kunst, das Bild, die Skulptur, das Bauwerk.
    Der Stein kann nicht sprechen und sagen: schlag mich, hau aus mir die Skulptur heraus.
    Die Kunst als Dichtung ist Stiftung. Anstiftung des Streites der Wahrheit. Es ist in der Sprache der Anfang, der Beginn, die Schöpfung aus der Quelle, die Gründung. Es ist der Ursprung oder wie Heidegger sagt, der Ursprung des Kunstwerks.
    Er endet mit dem Vers von

    Hölderlin: Schwer verlässt was nahe dem Ursprung wohnet, den Ort.

    Wie wollen wir etwas von Kunstwerken wissen, wenn wir nicht wissen was Kunst ist fragt uns Heidegger. Ein Aufsammeln von Werken und das Ableiten von Grundsätzen ist für ihn eine Selbsttäuschung. Ein Künstler zeigt sich erst durch das Werk.
    Heidegger lehnt sich an die Phänomenologie von Husserl: Wo sind wir, wenn wir in der Arbeit versunken? (Einem: in der Welt Sein) Was ist der Sinn des Sein? Warum? Warum das Ganze? Bewegen wir uns im Kreis: Denken ist ein Handwerk und vom Werk ist ein Schritt zur Kunst und der Weg von der Kunst zum Werk ein Zirkel.
    Der Dialog zwischen Denken und Dichten ist Heideggers Grundvoraussetzung für seine Philosophie.

    Eine weitere Wahrheit findet Heidegger bei Hölderlin:
    Lang ist
    Die Zeit, es ereignet sich aber,
    Das Wahre.
    Hieraus ergibt sich für ihn das Wahrheitsgeschehen als Prozess eine Entbergung von der Verbergung, die Unverborgenheit als Lichtung, eine Eröffnung von Welt und Erde, eben Wahrheit als Geschehen.

    Er unterscheidet Wissen und Entwurf. Wissen ist für ihn die Seinserfahrung.
    Die künstlerische Produktion nennt er Entwurf oder entwerfendes Sagen oder Dichtung.
    Solches Sagen ist ein Entwerfen des Lichten, so Heidegger. Entwerfen, das Auslösen eines Wurfs. Das Sagen ist dem Menschen bei der Geburt seiner Zugehörigkeit zur Weltgeschichte vorgeprägt.

    Dass ein Gedicht ist, wie es ist, wäre das Wesen des Gedichtes.
    Der Ursprung zum Gedicht wäre die Herkunft seines Wesens. Die Frage nach dem Ursprung des Gedichtes fragt nach seiner Wesensherkunft. Wessen Vater und Mutter ist das Gedicht?
    (Vater Staat und Mutter Natur?)

    Das Gedicht entspringt (nach der gewöhnlichen Vorstellung) aus und durch die Tätigkeit des Schreibens und Sprechens.
    Wodurch aber und woher ist der Dichter das, was er ist?
    Durch das Gedicht, das Gesprochene;
    Der Dichter ist der Ursprung des Gedichtes.
    Dichtung ist geschehen und werden der Wahrheit.
    Wahrheit als die Lichtung und Verbergung des Seienden geschieht, indem sie gedichtet wird.

    Sprache bestimmt dem Menschen,
    Was er Denken und nicht Denken kann.

    Der Dichter ist der Ursprung des Gedichtes.
    Das Gedicht ist der Ursprung des Dichters

    Das Ästhetische ist das Dinghafte am Kunstwerk
    Das Laute ist im Sprachwerk
    Das Dichtende ist im Dichtwerk,
    ist im Gedicht, ist im Wörtlichen

    Der Dichter verbraucht das Wort
    aber nicht so wie die gewöhnlich Redenden und Schreibenden die Worte verbrauchen müssen; und so, dass das Wort erst wahrhaft ein Wort wird und bleibt.

    Zur Dichtung gehört alles was zur Welt gehört
    wie der Zusammenhang der Wörter.

    Wahrheit als die Lichtung und Verbergung des Seienden geschieht um den sie gedichtet wird.

    Aus dem dichtenden Wesen der Kunst geschieht es, das sie inmitten des Seienden eine offene Stelle aufschlägt in deren Offenheit alles Andere ist als sonst

    Was die Dichtung als lichtender Entwurf an Unverborgenheit auseinanderfaltet und in den Rest der Gestalt voraus wirft ist das Offene das sie geschehen lässt dergestalt, das jetzt das Offene erst inmitten des Seienden dieses zum Leuchten und Klingen bringt

    Aber die Poesie ist nur eine Weise des lichtenden Entwerfens der Wahrheit d. h. des Dichtens in diesem weiteren Sinne

    Das Sprachwerk – die Dichtung im engeren Sinne – eine ausgezeichnete Stellung im Ganzen der Künste

    Das entwerfende Sagen ist Dichtung.
    Das Wesen der Kunst ist Dichtung.
    Das Wesen der Dichtung ist die Stiftung der Wahrheit der Einzigartigkeit.
    Stiften ist dreifach: Schenken, Gründen, Anfangen

    Fragmentarisches Experiment und Selbstreflexion,
    Intertextuelle Interpretation

    Welterzeugung bei Goodman in Bezug zu Heidegger: Ursprung des Kunstwerks und Hölderlins: Hyperion
    (Heidegger in seinem Bezug und Verehrung zu Hölderlin)

    Wir werden geboren, wir kommen mit der Geburt in die Welt.
    Stellen Fragen immer in der Welt. Die Geburt setzt bereits das Ende.
    Das Leben ist unsicher; schreibt Goodman.
    Das Leben ist in der Natur, deren Rätsel wir zu lösen suchen, ohne zu sehen.

    Die Welt ist die uns verschlossene Erde.
    Die Erde ist die Welt im sich öffnenden Streit; dem Streit der Wahrheit.
    Indem das Werk aufgestellt wird, wird Erde hergestellt.
    Die antiken Tempel zeigen uns den Bezug zur Welt.
    Kunst ist die schaffende Bewahrung im Werk. Das kreierende Zeugen ist ein Ent-werfen, ein Auf-zeigen der Un-verborgenheit in dem das Werk benennt.
    Die Kunst ist Schenkung, Gründung und Anfang, lässt somit die Wahrheit entspringen. Zeit und Raum sind im Streit.
    Dieser Streit ist kein Bekämpfen. Er ist ein sich-zeigen von Welt und Erde. Welt und Erde sind aufgetan im Werk, gleichzeitig im und am Werk.
    Die Dichtung ist ein kreierendes Zeugen ein Streit zwischen Himmel und Erde.
    Der Tempel steht auf dem Fels. Der Fels ist das Verschlossene; der auf im stehenden Tempel ist das Sichöffnende. In ihm zeigt sich das Wesen, es ist an-wesend. Das SEIN ist die Anwesenheit des Un-ver-borgenen. Das Wesentliche über und in der Dichtung erschließt Welt.
    Soweit meine hoffentlich einigermaßen Verständliche
    Wesenserklärung von Heideggers UdK.

    Aber im Gedicht sind die Begriffe nicht eindeutig. Das Wort changiert. Es kann auch sein Gegenteil bedeuten. Dichtung ist kreierendes Zeugen. Es zeigt seine Unverborgenheit in dem, was es benennt.
    Die Erzeugung der Welt erkennen wir nicht, wie wir nicht den Schlag der Glocke hören. Wir urteilen das Schlagende, das „Geläut der Stille“. Wir sehen die Glocke und hören den Schlag, wir hören den Schlag und sehen die Glocke. Wir bewegen uns immer noch an den Anfängen der Ursprünge. Wir bewegen uns in einer exzentrischen Bahn (Hölderlin)
    Wir benötigen keine neuen Antworten. Wir suchen neue Wege des Fragens. Wir müssen die Eindeutigkeit der Begriffssprache verlassen, das Gefängnis der Sprache, die für uns denkt.
    Die Sprache bestimmt dem Menschen was er denken und was er nicht denken kann. Hölderlin: „So zu harren und was zu tun indes und zu sagen, weiß ich nicht, und wozu Dichter in dürftiger Zeit. Aber sie sind, sagst du, wie des Weingotts heilige Priester, welche von Lande zu Land zogen in heiliger Nacht“

    Van Goghs Schuhe:
    Heidegger klärt nicht die Frage und hat keine Antwort, wann das Erste sei und das Maßgebende, der Satzbau oder der Dingbau. Ist dies vielleicht auch die Frage nach der Welterzeugung?
    Das Erste, das Vernünftige, die Form wie Kant es nennt? Form als eine Anordnung des Stoffes ein Umriss nicht eine Stoffverteilung. Festes und zugleich Biegsames für die Schuhe. Verflechtung von Form und Stoff.
    Das Bild Van Goghs verweist nur auf ein Paar Bauernschuhe. Heidegger sagt dazu: Wenn wir nur das Bild ansehen, werden wir nie erfahren, was das Zeugsein des Zeugs in Wahrheit ist. Ist dem so? Aber Wahrheit heißt richtig, und Heidegger schreibt weiter: und dennoch.
    Er beschreibt weiter ausführlich, was dieses Bild wirklich darstellt. „Zur Erde gehört dieses Zeug und in der Welt der Bäuerin ist es behütet.“ Welt und Erde sind ihr da im Zeug. Wir aber betrachten uns vor dem Werk van Goghs. Dieses Werk hat gesprochen. Der Sprechende weiß nicht, was er sagt. „In der Nähe des Werkes sind wir jäh anderswo gewesen, als wir gewöhnlich zu sein pflegen“. Ins Werk gesetzt, zum Stehen gebracht, im Werk in das Lichte seines Seins erstellt. „Das Wesen der Kunst: das Sich-ins-Werk-setzen der Wahrheit des Seienden „. Eine Welteröffnung?
    Horaz Ars poetica 365: „Eine Dichtung ist wie ein Gemälde, es gibt solche, die dich, wenn du näher stehst, mehr fesseln und solche, wenn du weiter entfernt stehst..“; wir erzeugen Welten durch Fern-sehen (Teleskop) und durch Nah-sehen (Mikroskop) Zerlegung und Zusammenfügen – beides Gleich.

    Weltentzug und Weltzerfall
    Wenn wir von Welterzeugung reden, müssen wir auch vom Weltzerfall reden.
    Nach Heidegger UdK ist dieser nie mehr rückgängig zu machen. Die Werke sind nicht mehr die, die sie einmal waren. Sie selbst sind die Gewesenen.
    Er geht soweit zu sagen: die Werke die aus ihrem eigenen Wesensraum herausgerissen sind; diese Versetzung hat sie bereits ihrer Welt entzogen!
    Aber auch wenn wir uns bemühen, solche Versetzungen der Werke aufzuheben oder zu vermeiden, indem wir z. B. Tempel in Paestum an seinem Ort und den Bamberger Dom an seinem Platz aufsuchen, die Welt der vorhandenen Werke ist zerfallen.

    Vielleicht erkennen wir eher, wann eine Welt zerfällt, als wann eine Welt erzeugt wird.
    Ist das Erzeugen noch ein völlig anderer Gegenstand als der Ursprung, als das Entstehen, die Geburt. Das Erzeugen der Welt gewissermaßen der Koitus. Also doch der Saft des Dionysos.

    Die Welterzeugung müsste nach UdK in der Schenkung, Gründung und im Anfang liegen. Im anstiftenden Streit der Wahrheit und im lichtenden Entwurf der Unverborgenheit.

    Die Welt hat von außen gesehen zwei Seiten; eine helle und eine dunkele. Wir erkennen nur die Welt im Hellen, das, was im Dunkel liegt, bleibt uns Verborgen. Erst durch ihr Drehen lichtet sich das Dunkel, das Verborgene wird Unverborgen, es entwirft sich selbst.

    Es sind die Sichtweisen und das Erkennen von Richtigkeit. Wann geschieht es?
    Ich bin, also bin ich bereits in dieser Welt. Die Welt ist eine kosmologische Idee, sie ist alles was mir begegnet. Ein Ding baut auf das andere auf kommt zum andern.
    In den letzten Zeilen von Weisen der Welterzeugung geht Goodman ohne sein Wissen auf den Zweifel Hyperions und mit ihm Hölderlins ein:“ der Erde Quelle und der Morgentau erfrischen Euern Hain; könnt ihr auch das? Ach! Töten könnt ihr aber nicht lebendig machen.“
    Ich als der Erzeuger meiner Welt als der Entwurf meiner selbst am Ausgangspunkt (Da-Sein).Raum ist Nichts. Das Nähern ist nicht nichts es ist eine Räumlichkeit herstellen, die Beständigkeit des Zeichens (Sonne)

    Welterzeugung ist die Herstellung des Flüssigen in Erde. Es sind die Fertigungsprozesse: Hitze, Kälte, Frost, Feuer und Erdabkühlung, bei dem Erlebnis der Elementenbewegung, des Eigentümlichen ohne seiner Begriffe. Sichtbarwerden des Unsichtbaren des Umspringens der Richtung, des Ein- und Ausatmens. Der Atemwende (Celan)

    Kurz möchte ich noch auf den von Heidegger geachteten und erwähnten Hölderlin eingehen.
    Dieser geht in seinem Bildungsroman Hyperion von einer Welt (Erzeugung) aus, deren Weltzentrum die selige Einigkeit ist und um dieses Zentrum kreist in einer exzentrischen Bahn die Zurechtweisung.
    „Auf dieser Höhe stehe ich oft mein Bellarmin“ schreibt er und er weiß auch keine Lösung.
    Er weiß, dass zur Bildung auch das Irren gehört und eben diese Zurechtweisung erfordert, die immer dieses Zentrum in exzentrischer Bahn umkreist.
    Eine Lösung sieht er im Warten.
    Hyperion wartet als Eremit in Griechenland (also bei den Alten) im Gegensatz zum gleichzeitigen Werther Goethes, der sich gleich das Leben nimmt.
    Das, was ich muss, ergibt sich aus dem hypothetischen Zweck. Der kategorische Imperativ (Kant) beruht nicht auf diesem wenn-dann. Wenn man den Zweck will, ist ein analytischer Satz, doch muss ich auch den Zweck wollen?
    Nein, ich muss nicht wie Petrarca, Brentano oder Goethe Berge besteigen, noch muss ich Welten erzeugen. Der kategorische Imperativ soll einen, für alle vernünftigen Wesen, vernünftigen Zweck des Handelns vorschreiben.
    Hölderlin: Wartet auf einen kommenden Dionysos.
    Heidegger: Nur noch ein Gott kann uns retten. Spiegel 1966.
    Goodman: “Ich behaupte nicht, dass Richtigkeit in den Künsten weniger subjektiv oder gar genauso subjektiv sei wie Wahrheit in den Wissenschaften.“ Die Linie zwischen subjektiv und objektiv fällt nicht mit der Linie zwischen künstlerischem und wissenschaftlichem Urteil zusammen.
    Es gehört zur Bildung das Irren und das Zurechtweisen.
    Das Zurechtweisen zieht auf seiner exzentrischen Bahn.

    Diese Welten können, falls sie uns erreichen wie bei der Stringtheorie Milliarden Lichtjahre von uns entfernt sein, sie können aber ebenso gut zum Greifen nahe sein.

    1794 schreibt Hölderlin im Fragment von Hyperion: Es ist der Erkenntnisweg, die exzentrische Bahn die der Mensch im Allgemeinen und im Einzelnen von einem Punkte ( der mehr oder weniger reinen Einfalt) zum Anderen ( der mehr oder weniger vollendeten Bildung ) durchläuft, scheint sich, nach ihren wesentlichen Richtungen, immer gleich zu sein. Um den Mittelpunkt schlägt die Bahn eine andere Richtung. 1796 schreibt Hölderlin: Wir durchlaufen alle eine exzentrische Bahn, und es ist kein anderer Weg möglich von der Kindheit zur Vollendung.
    Es ist diese exzentrische Bahn, die Auflösung der Dissonanzen in einem gewissen Charakter. Der Ausgang und das Ziel, die Geburt und das Ende (der Tod) ist ihre Harmonie. Heraklit beschreibt einen in sich selbst unterschiedenen Streit der Liebenden – Dissonanzen.
    Hyperion beschreibt den Mittelzustand mit: das stolze Rom erschröcke uns nicht mit seiner Herrlichkeit, Athen bestach uns nicht mit seiner jugendlichen Blüte.

    Wir haben nur Angst, darum sprechen wir.
    Wir wissen nichts und was wir nicht wissen können, erklären wir als erkannt.
    Wir ignorieren das sokratische Nichtwissen. Wir überleben im Nachdenken.

    Die Fähigkeit des Menschen beruht nicht auf der Fähigkeit: Was kann ich wissen, sondern auf der Fähigkeit: was kann ich vergessen.

    Der Begriff einer Welterzeugung begriffen vom Königssohn aus Ephesos der sein Königsamt lieber dem Bruder überließ, weil er es vorzog, mit den Kindern Würfel zu spielen. Heidegger beschreibt 1966 diese Escapade anders.
    „Aber die größte Not des Denkens besteht darin, dass heute, soweit ich sehen kann, noch kein Denkender spricht, der „groß“ genug wäre, das Denken unmittelbar und in geprägter Gestalt vor seien Sache und damit auf seinen Weg zu bringen. Für uns Heutige ist das Große des zu Denkenden zu groß. Wir können uns vielleicht daran abmühen, an Schmalen, und wenig Weitreichenden, Stegen eines Übergangs zu bauen.“
    Wir suchen die Lösung, befinden uns auf den Holzwegen z. B. in Weisen der Welterzeugung; können sie aber nicht erkennen wie Hölderlins Hyperion: „ Auf dieser Höhe steh ich oft mein Bellarmin „

    © Manfred H. Freude
    Aachen, 2010-05-14
    © 2011 MANFRED H. FREUDE

  • Der Suk

    dasAllinmeinenHd

  • Bücherverbrennung

    Literamorgue

    Bücherverbrennung 10. Mai 1933

    Hab meine Hand ausgestreckt.
    Die niemand nahm.
    Wir aber gehen nach Hause.
    Wo Räume stiller und Kaffee besser.
    Wo keine Unterhaltung nötig.

    Dich füllen meine Worte und Bilder.
    Wie Feuer, heiß in Deinem Himmel.
    Bücher flogen im Rauch - wie ziehende Vögel wie Schwarze Raben. Nur meine Tränen alleine –
    Konnten nicht löschen.

    Am zehnten Mai, dreidrei.
    Drehst, wie mein Vers Dich nicht um.
    So verschwunden, sprachlosstumm.
    Meine Sterne sind hier unten.
    Deine Sterne sind hier oben.

    Blass und frierend im zehnten Mai.
    Schatten der Ratten an Häuserwänden.
    Sind wir noch im Feuer Daheim?
    Während Mütter Kinder gebären.
    Wozu frag ich, wozu brennt`s draußen?

    Wir aber können nichts vergessen!
    Nicht das Verbrannte, nicht das Brennen.
    Weinend zerblutende Bücherverbrennung.
    Dich füllen meine Worte und Bilder.
    Wie Feuer: heiß in Deinem Himmel.

    Aachen, 2005-01-18
    © 2005 MANFRED H. FREUDE

  • Silbenschmiede Mai 2011

    Klara Hurkova

  • Nature peace is deadly

    http://www.amazon.de/T%C3%B6dlicher-Frieden-Manfred-H-Freude/dp/3867031118

    Nature peace is deadly

    Lethal nature of the peace
    Sunsets: sublime
    Mushroom clouds, earthquakes, volcanoes, bankruptcies
    Look at it burning up in the cities of: fires
    The rivers flood their banks
    Natural laws

    by force to rule the powers
    Not always it is a sunset
    Do you hear the waves rushing singing?

    Lethal nature of the peace
    Do you think the judge = s nature?
    Previously too weak against earthquakes and floods
    from the peaks we see everything Weak
    In the morning we change the world

    When it pours from the sky or burn
    The sharks come to the sunny beaches
    Nature asks only with a small spoon:
    There is no tomorrow

    Fatal is the peace of nature
    Rain in amounts from heaven
    we get off ship Deucalion
    Brute forces of nature, snow
    Rains, bankruptcies

    Lethal nature of the peace
    Do you think the judge = s nature?

    All tragedies for nature lovers
    B explosions drowning
    all daemons
    We are just all dead
    for all statistics
    Nature peace is deadly

    Naturfriede ist tödlich

    Tödlich ist der Frieden der Natur
    Sonnenuntergänge: erhaben
    Atompilze, Erdbeben, Vulkane, Insolvenzen
    Seht es brennen bis in die Städte: Feuersbrünste
    Die Flüsse schwemmen über die Ufer
    Naturgesetze

    mit Gewalt herrschen die Gewalten
    Nicht immer ist es ein Abendrot
    Hört ihr die Wellen rauschen singend?

    Tödlich ist der Frieden der Natur
    Glaubt ihr die Natur wird=s richten?
    Vormals zu schwach vor Beben und Fluten
    von den Gipfeln sehen wir alles Schwache
    Am Morgen verändern wir die Welt

    Wenn es vom Himmel gießt oder brennt
    Die Haie kommen an die Sonnenstrände
    Natur bittet nur mit kleinem Löffel:
    Es kommt kein Morgen mehr

    Tödlich ist der Friede der Natur
    Regengüsse in Mengen vom Himmel
    wir steigen aus Deucalions Schiff
    Rohe Naturgewalten, Schneegestöber
    Regengüsse, Bankrotte

    Tödlich ist der Frieden der Natur
    Glaubt ihr die Natur wird=s richten?

    Alles Tragödien für die Naturliebhaber
    Explosionen B Ertrinken
    alles Daemonen
    wir zählen nur noch alle Toten
    für alle Statistiken
    Naturfriede ist tödlich

  • Unvollendet

    Unvollendet

    Für alle Gedichte die unvollendet
    und nie verwandt und unversendet

    Die wie ein Bächlein aus Gedankenquelle,
    endeten abrupt und auf der Stelle.

    Nie wurden sie zu Ende geschrieben.
    Kaum ein Teil davon geblieben.

    Worte, sie erstickten noch im Keim,
    weil es fehlte ihnen Reim

    Sie sind längst zum Himmel aufgestiegen.
    Wo sie über Köpfen der Lyrik fliegen.

    Ihre Seelen sind längst verschwunden.
    Bis sie ein Dichter wiedergefunden.

  • Philosophieren

    Man muss philosophieren. Wir leben in der verrücktesten aller Welten!
    Ein Beispiel. Wir machen mit allem unserem technischen Fortschritt, Geräusche, dass uns die Trommelfelle platzen. Nun entwerfen wir Autos, die fast keine Geräusche mehr machen. Die Vorderung von Blinden ist nun, diesen Autos Geräusche zuzufügen. Die Vorderung ist berechtigt, aber es zeigt dieses Dilemma, diese Apologie, diesen Widerspruch. Man sieht hierbei, dass sich keine natürliche Entwicklung vollzieht, vielmehr jeder Verstand und damit jede Vernunft aussetzt. Man sieht, dass es nicht mehr auf Wahrheit ankommt, vielmehr nur auf Nutzen und den für jeden. Das ist wissenschaftlich gesehen richtig, wird sich aber eines Tages rächen und die Wissenschaft plant bereits Fluchtmöglichkeiten zum Mars. Meine Erkenntnis hieraus ist diese, dass man garnicht anders als philosophieren kann. Man muss philosophieren. Gerade weil man erkannt hat, dass es nicht möglich ist, weiter zu philosophieren, weil man sich einig ist, dass Philosophie finanziell keinen Nutzen bringt.

  • Machina oder Die Rettung Theaterstück M.H.F.

    3DImage(6)

    3 D Brille erforderlich!!!

  • RWTH AACHEN

    3DImage(1)

  • title-10552457

    3DImage(7)

  • Wahrheit erkennen

    Erkennen der Wahrheit.
    Von Manfred H. Freude
    Nur was wir nicht wissen, das macht uns klüger...
    Wir versuchen in unserem Denken und Zuhören zu Verstehen, aber dieses Verstehen ist nur eine Vergewaltigung. Ich denke, dass ich in meinem Dichten nur zeige, wie eine Welt funktioniert. Ich schreibe nicht, damit mein Gedicht verstanden wird. Und wenn sie Verstehen würden, weil sie zum Beispiel diese Situation bereits selber einmal mitgemacht haben, so sollten sie ihr Gedicht doch selber denken, denn sie sind weder ich, noch ein Dichter wie ich. Ich will nicht, dass man in meine Gedichte eintaucht, wie in einen Roman. Vielmehr soll man bei meinen Gedichten nach außen entfliehen, emporsteigen, vergessen.
    Akademisches Wahrheitsproblem.
    »Denn die Wahrnehmung, sofern sie jedesmal auf dem eigenen Gebiete des Sinns bleibt, ist immer wahr, und so kommt sie allen lebenden Wesen zu, das Nachdenken dagegen kann auch falsch sein und kommt keinem Wesen zu, das nicht auch Vernunft besitzt. [...] Daß aber Denken und Meinen nicht dasselbe ist, ist augenscheinlich. Jenes Verhalten liegt in unserer Macht, sobald wir wollen – denn man kann sich etwas vor Augen stellen, wie es die machen, die einen Gegenstand zum Behalten im Gedächtnis in ein Fach einreihen und ihn sich als Bild einprägen –, dagegen uns eine Ansicht zu bilden ist nicht in unserer Macht. Denn dabei gerät man notwendig entweder in den Irrtum oder erfaßt die Wahrheit.« (Aristoteles, Über die Seele)
    Von Manfred H. Freude
    Man will eine Wahrheit nicht sehen! Die Machthaber wollen für sich beanspruchen Fehler zu machen. Ihre Vorstellungen basieren auf Hypothesen. Es zählt der Nutzen. Dieser Nutzen zählt in Macht, Geld, Oel etc.
    Das Wesen der Seele (Phaidros) oder ihr Fortleben im Jenseits (Phaidon) das sind Platons Jenseitsmythen, in welchen er Sokrates das Schicksal der unsterblichen Seele nach dem Tod beschreiben lässt. Im Tod löst sich die Seele vom Körper, das ewig Lebendige trennt und befreit sich von der nur durch seine Einwirkung belebten Materie. Ist dieses Jenseits, nun in der Vergangenheit, oder in der Zukunft? Wenn die Seele den Körper verlässt und in einen anderen Körper tritt, lebt sie hier weiter, oder beginnt sie von Neuem? Die Seele muss potenzielles Wissen aus ihrem Dasein vor der Entstehung des Körpers mitbringen. Weil sie vor ihrem Eintritt in einen Körper die Ideen an einem „überhimmlischen Ort“ (τόπος ὑπερουράνιος tópos hyperouránios) geschaut und daher Wissen in reinster Form besessen hat. Das Wissen scheint also vorhanden, aber geht es weiter voran oder beginnt es von vorne? Der Körper ist hierbei nur das „Gefäß“, die „Wohnstatt“ der Seele, aber auch verneinend ausgedrückt ihr „Grab“ oder „Gefängnis. Wir müssen zur Wahrheit kommen. So sagt Sokrates, wir müssen sorgen „für Einsicht aber und Wahrheit und für deine Seele, dass sie sich aufs beste befinde.“ Unsere moderne Gesellschaft ist nicht mehr auf Wahrheit orientiert und sie hat diese Suche längst aufgegeben. Wie könnte es sonst zu Immobiliencrash und Bankencrash und größeren technischen Umweltkatastrophen kommen? Wie könnte eine Bank oder ein Immobilienverkäufer schlechte und faule Werte verkaufen, wenn man hier eine philosophische Frage stellen würde? Wenn man hierbei, nach Wahrheit fragen würde? Es geht aber hier um die Nützlichkeit. Hierbei geht es genauer um die Gier. Aber auch bei wissenschaftlichen Bereichen, wie Technik oder Chemie, geht es nur noch um Nützlichkeit! Die Lehre beruht nur noch auf Hypothesen und das reicht ihnen. Wahrheit spielt hierbei eine untergeordnete Rolle. Das heißt auch, eine philosophische Frage ist hierbei nicht willkommen. Sichtbares unterscheidet sich von Unsichtbarem, rein Geistigem dadurch, dass Sichtbares (hier auch das Nützliche) zusammengesetzt und daher auflösbar ist, Unsichtbares (warum sollte man sich mit Wahrheit deren Wert nicht nachgewiesen ist beschäftigen) aber unauflösbar und unvergänglich ist. Der Nutzen liegt auf der Hand. Das Induktionsproblem erklärt sich, dass es bisher, immer gut gegangen ist. Es geht in der Globalisierung nur um das Nützlichkeitsproblem. Keinesfalls mehr um Wahrheitsprobleme. Die Universitäten sind nicht mehr an Wahrheit interessiert. Es geht ihnen um die Nützlichkeit ihrer Arbeit. Drittmittel, sind ist das heutige Ziel jeder universitären Leistung. Eine Wahrheit ist damit ausreichend bestätigt und nicht erforderlich. Die universitäre Lehre beruht (Induktionsproblem) nicht mehr auf apodiktischen Wahrheiten. Hypothesen reichen zur Exzellenz. Auch wenn diese nur vage sind, braucht es keinen Supervaluationismus. Warum brauchte Platon also diese Erklärung für die Unsterblichkeit der Seele. Da eine Erklärung, eine wissenschaftliche Behauptung nur apodiktisch über den Vergleich von Gleichem mit Gleichem erfolgen kann. Wir fragen aber nicht mehr warum ein Auto funktioniert und, wieso wir es eigentlich brauchen. Wir fertigen Auto auf Auto, weil es funktioniert und Nutzen bringt. Dies wird bei Atomkraftanlagen, Medizintechnik, Chemiewerken, Massentierhaltung, Großbanken, Staatskonzernen immer gefährlicher. Nicht, wieso, warum, weshalb wird gefragt. Es funktioniert, bringt Nutzen, bis es platzt. Die Vernunft muss als Wagenlenker die beiden sehr verschiedenartigen Pferde Willen und Begierde lenken und die Begierde bändigen, um als herrschende Kraft die Seele zur Erkenntnis zu führen, so Platon. Nichts weiter, sonst können wir weiter keine Kenntnis haben. Das Vernünftige zeigt sich in der Lust am Lernen und Erkennen des Wahren, nicht im wissenschaftlichen Streben nach Nutzen. Hierbei blieben Moral und Ethik zurück. Sie werden nun wissenschaftlich dem Nützlichen durch neue Gesetze angepasst. Ohne diese gleichbleibende lebende Substanz (Seele) ist die ewige Bewegung beendet. Es ist, wie mit Genprodukten, die noch einmal, und zwar, nur noch einmal, ausgesät und geerntet werden können. Sie sind sozusagen seelenlos. Würde man die Wahrheit betrachten, müsste man auf den Nutzen verzichten. Gegensätze können nicht zugleich anwesend sein; so ist Schnee mit Wärme unvereinbar. Und doch glauben wir, es ist alles im Griff. Dieses zu klären überlassen wir Faust und Mephisto.

    Die Philosophie sucht nach (der) Wahrheit - und hat bis Heute nur eine vage Menge, miteinander streitender Wahrheiten gefunden. Jeder Mensch hat jede Menge Wahrheit und Jeder verkörpert objektiv seine eigene Wahrheit. Zwischen Wahrheit und Wahrheit besteht eine tiefe Kluft die zunächst unüberwindbar scheint. Aber es scheint auch nichts zu geben, was das menschliche Gehirn nicht überwinden könnte. Die Wahrheit ist also lediglich das, was wir selber denken. Aber Achtung, nicht das was wir denken zu denken, sondern das was wir nicht wissen, das wir es wissen. Alles was wir reden und ausdrücken ist schon nicht mehr wahr, weder für uns, noch für den Anderen der das Gesagte erst einer Prüfung unterzieht. Wir können es allerdings für wahr halten, oder es für wahr ausgeben, oder noch soviel dazu erzählen, dass es anscheinend wahr sein könnte. Wir könnten ein Buch darüber schreiben und so gesehen sind alle Bücher irgendwie Romane. Der Schriftsteller hat die Handlung so oder so schon erlebt oder einmal gehört und sie scheint wahr zu sein; aber seine Geschichte ist natürlich völlig frei erfunden und an den Haaren herbeigezogen. Selbst ein performativer Akt ist niemals wahr und eine Handlung, wie eine Eheschließung, ist nur aufgrund konventioneller, kultureller Vereinbarungen bindend wahr. Wir dürfen dann einfach nicht denken. Sobald wir denken, müssen wir erkennen, das eine Hochzeit nur Firlefanz ist, so wie wir das Tragen des Kopftuches oder verschiedene Beerdigungsriten nicht verstehen können. Alle Dinge die wir aussprechen, nehmen wir aber aus guten Gründen für Wahr. Boris Groys der das Buch über die Einführung in die Antiphilosophie schrieb, wurde in Ost-Berlin geboren. Hier musste ihm doch wohl schon aufgefallen sein, dass für West-Berlin eine völlig andere Wahrheit galt. Was ist das überhaupt, ein Anti? Sitzen alle im gleichen Boot und sind dann Antiruderer oder was? Kommt Groys am Ende doch zu keinem Ergebnis, was die Antiphilosophie ist, so gibt es zwei Wahrheiten. Erstens, er schrieb ja nur eine Einführung in die Antiphilosophie oder zweitens im fiel auch bei seinen Recherchen keine weitere Lösung ein, es gibt eben eine Philosophie und eine Antiphilosophie. Wie beim Parmenides gibt es das Eine das ist und das Eine das nicht ist. Doch dessen Göttin behauptete schon, die Menschen sind blöde, weil sie MEINEN mit WISSEN verwechseln. Nun gibt es aber eine Lösung für Groys. Das ist nicht die ungeschriebene Lehre des Platon, über die man nicht schreiben könnte, und auch nicht Wittgensteins, worüber man nicht reden kann, davon müsste man schweigen. Es ist das, was in der Weiterentwicklung der Kantischen Vernunft, oder besser in deren Entwicklung, sowie in den Sprachtheorien Wittgensteins, Austins, Russel, zu kurz greift. Man besitzt die beiden Möglichkeiten, entweder man redet oder man schweigt. Man könnte in jeder Form Wahrheit herausholen. Die Philosophie ging dahin, das sie auf der anderen Seite das Schweigen als ein Reden interpretierte und das es Eine nennen wir es Letztbegründung oder besser nur X, nicht gibt und darüber kann man auch nichts aussagen. Diese Konsequenzen kann man heute nicht mehr so halten! Lassen sie es mich so sagen: Wir sagen nie etwas ganz. Alles was wir sagen oder nicht sagen ist nichts. Die Wahrheit kennen wir letztlich wie angeführt selber nicht. Wir schreiben ein Buch, sagen wir über Antiphilosophie, wir wissen hierüber sehr viel und können sehr viel schreiben. Aber wir wissen eigentlich nichts und was viel interessanter ist, wir sagen und schreiben auch nichts, denn wir müssen uns diese Sätze selber interpretieren und der Leser (Was wir womöglich auch noch beabsichtigen) muss aufgrund unseres Buches sich seine eigenen Gedanken machen. Selber interpretieren und denken. Das heißt, wir können mit einem Wort, einem Satz, oder einem Buch eigentlich nichts anfangen. Es sagt uns Nichts, es ist wie eine Erfurter Raufasertapete. Erst wenn wir uns damit beschäftigen, unser Vorwissenherauskramen, weiter informieren können wir aus den Brubbeln auf der Raufasertapete einen Sinn entwickeln. In dieser Zeit aber entsteht eine zeitliche Differenz, von Sekunden bis zu Jahren. Diese nenne ich Schweigen (Schwaigen). Wir können selber nicht erkennen, was wir sagen, wir müssen es interpretieren. Boris Groys erklärt es dahingehend, dass es zweieiige Zwillinge sind, die Philosophie und die Antiphilosophie. In jedem Ding steckt auch das Antiding, wie auch in jedem Reden das Schweigen implizit enthalten ist. Es ist aber das, das beide vom gleichen Stamm sind, eine geniale Metapher. Das Reden ist nämlich das Schweigen! Sowie das Hören ebenso das lautlose Nichts ist! Und doch entsteht aus Beidem, aus Schweigen und aus Nichts, so etwas wie Denken und Welt, mit allem was der Fall ist, ein steter Nachschub im Warenhaus der Ideen. Wahrheit ist was der Fall ist, Wahrheit hat man nicht und sagt man nicht, Wahrheit muss man erst erkennen durch Prüfung. Es ist nach Austin nicht so, das unsere Sinne getäuscht wurden, wenn wir etwas falsch erkennen, als vielmehr haben unsere Sinne etwas falsch erkannt! Wir glauben wenn wir etwas wahrnehmen, das wir es Wahr nehmen, weil wir es erkennen. Wenn wir aber als ein Beispiel das hierhin passt, das Wort hermeneutisch so lesen, als hätten wir hermetisch gelesen. Wir haben uns also einfach verlesen. So gehen wir davon aus, dass dieses falsche Wort, richtig war. Wie können wir dann erkennen und sagen, das Richtige Wort sei wahr, wenn wir nicht einmal sicher sein können, dass wir uns nicht verlesen haben? Wir können also niemals sicher sein, ob wir das Richtige sagen. Wie können wir dann ernsthaft etwas sagen? Alles was wir sagen muss unser Verstand erst einmal prüfen, ob und wie, wir etwas Wahr nehmen. Das Wahre ist ständig im Streit zwischen Schweigen und Nichts. Der Augenzeuge hat etwas gesehen, aber das was er gesehen hat sind nur Sinnesdaten und er kann sprachlich nur aus diesen Sinnesdaten schöpfen. Alle Menschen sehnen sich nach einem wahren Wort. Aber, sie wissen im Grunde ihres Herzens, sie werden es nicht finden! Es gibt kein wahres Wort! Wir belügen uns immer, aber wir leben gut damit. Wir erkennen Wahrheiten über unsere Sprache hinaus. Wir bleiben alle immer Sklaven. Jeder Mensch auf der ganzen Welt braucht dieses Buch! Keiner kann sinnvollerweise sagen, das er es nicht braucht. Man müsste ihm sagen, er rede Unsinn. Warum? Das steht alles im Buch, aber wenn er es nicht gelesen hat, ist er auch nicht glücklicher, er weiß dann auch nicht, dass er Unsinn redet. Vor allen Dingen weiß er nicht was hier Schweigen und Unsinn bedeutet. Aber das hieße ja, das im Buch auch alles „Unsinn“ stände. Im Sinne des Buches ja, den Sinn den versuchte der Verfasser zu vermitteln und den wahren Sinn, den gibt der Leser seinem Sinn hinzu, das ist die Erkenntnis diese Buches. Wer aber sagt, das hätte er schon immer gewusst, der hat sich noch nicht seinen nächsten Satz betrachtet. Wer mein Buch: Schweigen und Nichts gelesen hat, kann zu jedem sagen: Ich habe dich nicht verstanden. (Sollte dieser aber antworten, in dem er ihn für dumm erklärt, müsste man allerdings erwidern, er habe nur Unsinn geredet.) Adam glaubt auf der Wiese ein Schaf zu sehen ist der Satz wahr oder nicht wahr. Eine Lösungstheorie des Problems heißt, es gibt keine sinnvollen wahren Sätze, es gibt nur einfach Sätze, es besteht keine Frage von Wahr und Falsch, eine Behauptung kann man nur Falsifizieren, eine Verifizierung ist nie möglich! Die Aussage: dort auf der Wiese steht ein Schaf ist dieser Satz Wahr oder Falsch ist keine Frage; es ist kein sinnvoller Satz in Vertretung dieser Frage Das ist pro Nase und immer wie beim Schöpfer: das Lachen (das Lachen ist immer einzeln, nicht wie weinen, niesen, hören, sehen, sprechen usf. die immer noch ein Zusätzliches z.B. das Denken voraussetzen) ist das überall und immer, immer nur einzeln, hier und dort, nicht gleichzeitig beim Frager und beim Objekt. Eine Theorie lautet, es besteht keine Frage von Wahr und Falsch, die Feststellung ist nur ein leerer Satz, eine Behauptung kann man nur falsifizieren, eine Verifizierung ist nie möglich! Die Aussage z.B. dort steht ein Schaf, bedeutet nichts und fordert nicht zu einer Lösung heraus, es ist einfach nur ein Satz (Austin, Wittgenstein). Sollte man die Frage stellen: ist dieser Satz wahr oder falsch, setzt dies schon ein Nachdenken und im Grunde auch eine Antwort voraus. d.h. sage ich: die Antwort ist wahr, so stelle ich wiederum eine Behauptung auf, die gleichwohl sinnlos ist und keine Beantwortung erfordert, weder besteht ein Wahrheitsanspruch, noch ist dies ein sinnvoller wahrer Satz. Man kann diese Frage oder Aussage nur durch ( Popper ) falsifizieren, beantworten; d.h. ich kann nur feststellen das oder ob die Behauptung falsch ist. Niemals das sie richtig ist. Auch dann nicht wenn ich alle Möglichkeiten von Falsch ausgeschöpft habe. Beispiele: Die Aussage z.B. dort steht ein Schaf. Dies ist ein sinnleerer Satz. Ohne Sinn dahingehend, wenn ich frage, ist er wahr. Es ist nur ein Satz (Wittgenstein). Wenn ich wissen will ob er wahr ist muss ich die Frage stellen: ist er wahr, das wäre ein anderer sinnloser Satz der nur zu beantworten wäre wenn ich überprüfen würde ob der Satz falsch wäre, also prüfe ob es kein Schaf ist. Höre ich eine weitere Aussage: Auf der Autobahn A4 gab es einen Toten. Dieser Satz ist sinnlos, sie erkennen es dass er keinen interessiert. Er interessiert erst wenn ich weiß, Herr Adam war auf dieser Autobahn unterwegs. Nun kann ich immer noch nicht sagen dass der Satz wahr ist, ja ich könnte nicht mal sagen er wäre wahr wenn ich wüsste es wäre Herr Adam. Um die Frage korrekt zu beantworten suche ich den Fehler, d.h. ich rufe Herrn Adam an, weiß nun es ist nicht Herr Adam und keine weitere Frage ob der Satz wahr oder falsch ist. Ein weiteres Beispiel: Der mit den 5 € in der Tasche bekommt den Job: Er macht die Aussage und weiß er hat 5 €in der Tasche. Für sich braucht er nicht die Frage wahr zu stellen, er weiß ja, er hat. Genauer müsste er sich die Frage nach Falsch stellen, es könnte ja sein er hat ein Loch in der Tasche. Seine Frau kann ja ebenfalls nicht fragen wahr oder falsch, sie glaubt ja ein anderer hat die 5 € in der Tasche. Ein weiteres Beispiel Chisholm, Gettier Problem: Adam glaubt auf der Wiese ein Schaf zu sehen ist der Satz wahr oder nicht wahr. Eine Lösungstheorie des Problems heißt, es gibt keine sinnvollen wahren Sätze, es gibt nur einfach Sätze, es besteht keine Frage von Wahr und Falsch, eine Behauptung kann man nur Falsifizieren, eine Verifizierung ist nie möglich! Die Aussage: dort auf der Wiese steht ein Schaf ist dieser Satz Wahr oder Falsch ist keine Frage; es ist kein sinnvoller Satz in Vertretung dieser Frage. Eine Lösungsmöglichkeit man löst die Frage mit Schlüssen, deduktiv
    Alle Schafe sind wollweiß,
    Auf der Wiese steht etwas wollweißes,
    Auf der Wiese steht ein Schaf
    induktiv
    Auf der Wiese steht etwas Wollweißes
    Alle Schafe sind wollweiß
    Auf der Wiese steht ein Schaf
    abduktiv
    Auf der Wiese steht ein Schaf
    sind alle Schafe wollweiß
    dann ist dies auch ein Schaf
    oder die Lösungsmöglichkeit, das Lachen (das Lachen ist immer einzeln, nicht wie weinen, niesen, hören, sehen, sprechen usf. die immer noch ein Zusätzliches z.B. das Denken voraussetzen) ist das überall und immer, immer nur einzeln, hier und dort, nicht gleichzeitig beim Frager und beim Objekt. Eine Theorie lautet, es besteht keine Frage von Wahr und Falsch, die Feststellung ist nur ein leerer Satz, eine Behauptung kann man nur falsifizieren, eine Verifizierung ist nie möglich! Die Aussage z.B. dort steht ein Schaf, bedeutet nichts und fordert nicht zu einer Lösung heraus, es ist einfach nur ein Satz (Austin, Wittgenstein). Sollte man die Frage stellen: ist dieser Satz wahr oder falsch, setzt dies schon ein Nachdenken und im Grunde auch eine Antwort voraus. d.h. sage ich: die Antwort ist wahr, so stelle ich wiederum eine Behauptung auf, die gleichwohl sinnlos ist und keine Beantwortung erfordert, weder besteht ein Wahrheitsanspruch, noch ist dies ein sinnvoller wahrer Satz. Man kann diese Frage oder Aussage nur durch ( Popper ) falsifizieren, beantworten; d.h. ich kann nur feststellen das oder ob die Behauptung falsch ist. Niemals das sie richtig ist. Auch dann nicht wenn ich alle Möglichkeiten von Falsch ausgeschöpft habe. Beispiele: Die Aussage z.B. dort steht ein Schaf. Dies ist ein sinnleerer Satz. Ohne Sinn dahingehend, wenn ich frage, ist er wahr. Es ist nur ein Satz (Wittgenstein). Wenn ich wissen will ob er wahr ist muss ich die Frage stellen: ist er wahr, das wäre ein anderer sinnloser Satz der nur zu beantworten wäre wenn ich überprüfen würde ob der Satz falsch wäre, also prüfe ob es kein Schaf ist. Höre ich eine weitere Aussage: Auf der Autobahn A4 gab es einen Toten. Dieser Satz ist sinnlos, sie erkennen es dass er keinen interessiert. Er interessiert erst wenn ich weiß, Herr Adam war auf dieser Autobahn unterwegs. Nun kann ich immer noch nicht sagen dass der Satz wahr ist, ja ich könnte nicht mal sagen er wäre wahr wenn ich wüsste es wäre Herr Adam. Um die Frage korrekt zu beantworten suche ich den Fehler, d.h. ich rufe Herrn Adam an, weiß nun es ist nicht Herr Adam und keine weitere Frage ob der Satz wahr oder falsch ist. Im Tod sind alle Menschen gleich und Mann und Frau im Leben So wird ein Kind und Tier und Wesen im mörderischen ruht der Mensch Und sind sie gleich wie Mann und Frau So wie im harten Kampf und Folter Zum Himmel riecht verbranntes Fleisch das Kreuz ist gleich für alle Opfer Und wessen Herz nicht hart geworden der hat noch keine zeit gelebt wer mit dem Grundschrei wird geboren der hat Gewalt bereits gespürt Im Tod sieht man des Tigers Auge bei dem das Leben wurde verschlafen für des Lebens letzten Wille steht die Frage ob alles wahr Vom WAHREN SINN DES LEBENS. Wenn die Zwerge Schatten werfen bei tiefer Sonne, treibt es die Riesen aus ihren Hütten, wieso kann ein Sorgloser nicht auch ein Schmuckstück finden in hohem Gras? Niedrigkeiten sind stets vom Höchsten. Wenn ein Apfel fällt drei Straßen weiter vom Baum, in einen gepflegten Vorgarten, baut eine einzelne Schwalbe ihr Nest nur den Sommer, den kann sie nicht bringen, Artig das Einzige zu beginnen. Wenn ein Spatz unter ausgereckten Armen, die hochgehobene Hand, nicht kann finden, wird sich die Taube nie in die Lüfte bewegen. Wenn alle Dächer voller Raben sitzen. Größer ist, die Hand zu beseitigen. Wenn in den Tollhäusern der Geschichten, die alten Märchen gesungen werden, die Reime und Fabeln der Philosophen, dann ist endlich die Zeit gekommen, wo alle angetrunken sind vom wahren Sinn des Lebens

    | © Manfred H. Freude, 10.10.2009 Nr. 33

  • Lieder der Liebe

    978-3-86858-439-4_Cover_B

  • Weihnacht2010

    Weihnacht 2010 (klingt wie Stuttgart21)
    Weihnachtszeit die macht sozial.
    Reiche denken nur global.
    Denn kein Armer wird entlohnt,
    Der zu nah am Bankhaus wohnt.
    Schenkt man doch den schwachen Gruppen.
    Aus den besseren Kreisen Puppen.
    Liegen sie auch nackt im Schnee.
    Geld - das fließt nach Übersee.
    Auch wenn Gold den Wert noch steigert.
    Unterstützung wird verweigert.
    Und im Tunnel scheint kein Licht.
    Und Soldaten braucht man nicht.
    Wenn wir an der Tür nichts geben.
    Drinnen läßt sich wohlig leben.
    Eine Gala für die Welt.
    Drinnen fließt nicht nur das Geld.
    Kälter wird daheim das Klima.
    Weint man lieber über Lima.
    Weihnachtszeit im Herzen warm.
    Bleibt Soziales weiter arm.
    Nicht freiwillig kommt die Spende.
    Selbst das Fest: ein Wochenende!

    Nein das Gute liegt nicht nah.
    Was ein Weiser auch nicht sah.
    Weil man zu den Sternen sieht.
    Lieber in die Ferne flieht.
    Um die Wohltat zu beweisen.
    Ist es schöner zu verreisen.

    © Manfred H. Freude
    Aachen, 2010Weihnachten
    © 2010 MANFRED H. FREUDE

  • Alle Jahre wieder!

    Adventszeit
    © Manfred H. Freude

    Alle Jahre wieder,
    die teuerste Zeit im Jahr.
    Ausnahme ist die Urlaubszeit.
    Noch 4 Kerzen, dann ist es soweit.
    Das arme Kind hat keine Kreditkarten.

    Es liegt auf Stroh.
    Stroh ist teuer, zur Zeit.
    Schlechter Sommer, sehr heiß und zu nass.
    Die Weisen behaupten wieder
    nächstes Jahr geht es wieder aufwärts mit der Konjunktur.

    Die drei Weisen aus dem Morgenland sind lange schon tot.
    Ihre Geschenke reichten auch damals nicht weit.
    Was für schlechte Zeiten.
    Nur nicht noch einmal Volkszählung wie vor 2000 Jahren.

  • Afganistan

    Ehrenkreuz
    Es sitzt ein Soldat
    In Afganistan.
    Im Panzer ohne Not.

    Ich bin nicht aus
    Afganistan.
    Ich wünsch. Er
    Schießt mich tot.

    © Manfred H. Freude, Nr. von Manfred H. Freude
    Aachen, 2010-11-20

    ***** Autoreninfo ******
    Manfred H. Freude geb. Aachen
    Escapistenlyrik, Liebe, Tod, Das Leben, Erfahrungen, Aktuelles, Trauer & Verzweiflung, Wut, Sehnsucht, Klartext, Kritisches, Gedanken, Allgemein, Nachdenkliches, Gefühle
    © 2010 MANFRED H. FREUDE

    In den
    Unterrichtsblättern für die Bundeswehrverwaltung steht:
    "Der Tod stellt aus versorgungsrechtlicher Sicht die stärkste Form der Dienstunfähigkeit dar."

  • Gesichter

    Beurteilung von Menschen und Gesichtern
    Bei deren Interpretation bei der Einordnung von Gefallen und Nichtgefallen ist der Mensch geleitet von Idealen und Regeln von denen er nicht abweichen kann. Diese Beurteilung und Interpretation von Menschen, Gesichtern und Körpern gilt auch für die Interpretation von Gedichten. Diese Interpretation folgt einer Regel und diese Regel ist allgemein. Das heißt sie ist über dem Durchschnitt nicht abweichend. Der Einzelne Interpret weicht allerdings von dieser Regel ab in dem er einzelne Dinge in seine Interpretation herein interpretiert. Dies darf er insbesondere nicht bei Gedichten. Eine genaue Interpretation darf und muss sich rein am geschriebenen Text orientieren. Der Interpret darf keinen Gedanken in den vorliegenden Text hinein interpretieren der nicht aus dem Text hervorgeht.

    Das Gedicht als ästhetisches Gesicht!
    Das Ideal eines Gesichtes, eines Körpers ist mathematisch berechenbar. Die Wahl eines durchschnittlichen ästhetischen Geschmacks wählt genau dieses Ideal. Andererseits ist es gerade das ein Individuum bei der Wahl seines Lebenspartners sich völlig entgegengesetzt seiner Natur, diesem Ideal gegenüber, verhält. Diese Idealauswahl begegnet jedem auch bei jedem Gedicht dem wir gegenüberstehen. Der Kritiker als Literaturwissenschaftler, Sprachwissenschaftler führt uns zu diesem Idealgedicht. Ist dieses Idealgedicht nun nur ästhetisch schön? Oder philosophisch, literaturpädagogisch, sprachwissenschaftlich durchgearbeitet? Das wirklich besondere Gedicht muss andere Kriterien aufweisen. Es lechzt nach dem einzelnen Individuum. Es will geliebt werden. Um seiner Selbst willen. Das gute Gedicht nicht nur wegen seinem Aussehen. Wegen seiner Vollkommenheit. Vielmehr wegen seiner inneren Werte. Es wird geliebt wegen seiner individuellen Werte die es von anderen Gedichten abheben. Die Frage lautet also, ist die Interpretation eines Gedichtes ein ästhetisches Urteil und das würde ja wohl bedeuten das hier nur interessenloses Wohlgefallen im Spiel wäre. Natürlich muss man bei jeder wissenschaftlichen Herangehensweise bei einem Gedicht zunächst von einer interessenlosen Herangehensweise ausgehen die dem Wesen eines Gedichtes widerspricht. Das Gedicht entzieht sich dieser Herangehensweise. Es ist kein Bauwerk an dem Man den exakten Schnitt nachweisen kann. Ein Gedicht ist ein Lebewesen es lebt im sich und wirkt aus sich heraus. Der Literaturkritiker und auch der Literaturpädagoge wenden jeweils sein Wissen und seine Technik an. Er kommt nicht einmal in die Nähe eines Gedichtes. Mit dem Anwenden dieser Methoden distanziert er sich vom Gedicht. Jeder Freund und Liebhaber des Gedichtes kann zum Gedicht vordringen. Ob nun die Einen das Mythologische ansprechen oder andere das Unbekannte, Göttliche zu Hilfe rufen. Es bleibt doch immer das Unbeweisbare. Wenn wir wirklich weiterkommen wollen, so können wir nur mit der Gegenwart beginnen die natürlich alles Historische bereits beinhaltet. Wenn wir ein neues Testament haben, wozu brauchen wir noch ein altes Testament.

    Träume sind die Erfüllung von Wünschen
    Diese Bestätigung seiner Theorie erkannte Siegmund Freud bereits vor 1900. Er bedachte nicht, dass sein Traum die Erfüllung seines Wunsches noch eine Bestätigung seiner Theorie war. Freuds Theorie tronte hier über das Unbewusste. Das Unbewusste ist aber nichts anderes als das mythologische Sprechen in der Dichtung wie das Sprechen der Götter im Himmel. Wie das Sprechen der Menschen auf Erden.

    P.S. auch für Schweigen und Nichts …

    Das Schweigen ist das methaphysisch-himmliche Geheimnis von Traum und Rausch.

    Zu dem Gemälde die Schule von Athen
    Sind nur noch Symbole längst verstorbener, vergangener Symbole für bestimmte Wissenschaften. Stehen, sitzen, liegen. Symbolisch für jeweils eine Wissenschaft auf die aufgebaut wurde, aufgebaut wie dieser Tempel; überdimensional erhoben, erhebend, nach Außen weisend. Nur das Wissen ist dargestellt. Keine Menschen! Die Wissenschaft triumphiert in einem Gemälde. Es kommt kein Wissen nur von oben, kein Wissen geht zum Himmel.

    Das Schweigen als die Differenz
    Die absolute Differenz zwischen sein und Nichts. Diese Zwischenwelt ist eine Welt des Werdens. Sie verhält sich wie ein könnte sein. Wie der Schein vom Sein im Sinne des Parmenides. Der Schein deutet auf das Sein wie der Blitz die Wolken mit der erde verbindet. Wie das Aufsteigende oder Absteigende Feuchte, Dunst oder Regen die Wolken mit der Erde verbinden. Denn die Quelle sollte nicht als Ursprung gedacht werden wie das Meer, in dem alles zusammen fließt auch nicht als das alleinige Ende gedacht wird. Es scheint nur so, es könnte sein; worüber wir sprechen ist nur unwesentlich. Es bedeutet nichts. Wenn ich das Schweigen als Schweigen bezeichne, dann gibt nicht bereits der Name die Bedeutung. Im Namen senden das Schweigen in seiner Vereinzelung in seine Fassetten sowie der Blitz nicht nur nicht nur der Name oder die bloße Erscheinung des Lichts vor der großen Finsternis ist. Durch die Bezeichnung erhalten wir die komplette Mischung. Mit Kauf von 500 g Tee eben eine komplette Mischung. Das Schweigen tritt nicht aus der Stille. Wenn es ja Stille wäre, wäre es ja Nichts. Es ist aber nicht mal ein Reden. Es ist die Erscheinung dazwischen. Man hat etwas gesehen, etwas erkannt, eine Erscheinung. Ein Engel, ein Blitz, das Aufleuchten eines Feuerwerks. Apparition. Zwischen der ätherischen Flamme, dem strahlenden Licht und der lichtlosen Nacht. Und nun tritt ein Schweigen auf das diese Dinge vermischt. Es hängt ein Spinnennetz vor dem lichtlosen Raum. Die darin verfangenen Teile werden geordnet. Der Akt des Unterscheidens beginnt. Das Wissen um das Ganze also die Rede oder die Stille ist nur Doxa. Ist nur Schein, ist nur bloße Meinung. Die Rede selber wird immer nur mit Schein erkannt. Das Schweigen aber ist ein Vermitteltsein. Etwas Geistiges von dem wir nicht reden können. Es ist absolut notwendig dass alles kommt und vergeht. Das auch das gesprochene Wort und der gesprochene Satz kommt und durch hören und rezipieren des Rezipienten vergeht. Der Rezipient als Augenzeuge der doch das gesprochene Wort wieder verfälscht. Dieser Vorgang geschieht im unendlichen Regress. Die Rede hören durch den Augenzeugen ist stets begrenzt. D.h. die Worte und die Sätze entstehen und vergehen. Der Raum dazwischen hier gesehen durch das Schweigen ist ständig. Die Frage nach der letztbedingenden Instanz: warum ist seiendes nicht vielmehr nichts. Nur zu sagen das die Aussage das Schweigen redet nicht gedacht werden kann als ein widerspruch zur Denkbarkeit ist zu kurz gedacht. Warum sprechen wir denn wie wir sprechen? Einzig und alleine aus dem Grund unserer Angst. Der Schein unserer Worte ist der Widerschein unserer Sprache. Unsere Rede entwickelt eine Scheinwelt. Zwischen dem Sein der Rede unserem zuhören unseren Gefühlen unseren Empfindungen entwickeln wir im Schweigen unseren Geist (nous) des Seins. In seinem Roman der Mann ohne Eigenschaften spricht Robert Musil über den General Stumm davon, das in Diskussionen als ein „ zweckloses Durcheinanderreden scheinen „ hierbei treffen wir beim scheinen auf ein könnte sein. Diese vielfachen Meinungen, selbst die Meinungen von Augenzeugen erwecken nur den Anschein, auf eine Wahrheit. Wie es für Nietzsche kein Objekt ohne Subjekt geben konnte, so gibt es auch für keine Rede, keine Sprache ohne ein Schweigen.
    Schweigen, Parmenides die absolute Differenz.
    Das Schweigen in einer anderen Bedeutung zu denken nämlich, das Schweigen als ein beredetes Schweigen als ein Reden zu erklären ist hier nicht richtig. Ebenfalls die Rede über das Schweigen auf die Gestik des äußern von Gefühlen zu beziehen ist hier auch nicht richtig. Es geht darum, dass die Rede nicht ohne Schweigen zu führen ist. Und es geht darum, dass jede Rede und jedes Schweigen eine Welt des Werdens ist. Es geht um die Welt des Werdens, einem könnte sein. Die Differenz zwischen Schweigen und Reden zu relativieren. Die Differenz deutet auf die Welt des Werdens. Die Rede entsteht nicht alleine aus dem Schweigen. Sie gliedert sich auf durch die Benennung von Worten und Sätzen, durch das helle Licht des Erkennens und dem fragenden Dunkel des Nichtwissens. Durch diese Vermischung entsteht der Akt eines Ordnens. So ist doch klar, das diese Gründung meine Definition von Schweigen nicht ganz funktioniert sowie diese Begründungen von: alles fließt, oder alles steht still und die Begründungen: alles kommt aus dem Wasser oder alles kommt aus dem Feuer letztendlich nicht funktionierten. Auf der anderen Seite helfen aber diese Thesen bei der Bedeutung von Sprache, wie und warum Sprache funktioniert. Sprache funktioniert nämlich nicht als ein Reden und ein verstehen. Wenn einer redet kann der andere zunächst nicht verstehen, er kann aber auch nichts verstehen wollen. Das Problem aber ist das der Mensch davon ausgeht, er könne so reden oder schreiben, das immer etwas zu verstehen wäre. Er drückt sich aus, sagt seine Meinung. Diese Meinung ist aber immer nur Meinung, Doxa, Schein. Es scheint so als ob etwas so wäre. Als ob etwas könnte sein, stellt etwas dar für dasselbe und nicht dasselbe. Der Fehler liegt darin die Rede nicht für bloße Meinung zu halten sondern für wahr und wirklich wir könnten sagen im Sinne von Parmenides, das das was einer in einer Rede meint, in einem Sprechen sagt, nur von Göttern erkannt werden könnte, nicht von Menschen. Das Denken über das Ausgesprochene das vom Rezepienten ausgeht, steht in Differenz in der absoluten Differenz zum Ausgesagten. Hierbei handelt es sich um einen Relativismus: man kann alles behaupten, alles ist wahr oder auch nicht.

  • Schiller zum Geburtstag

    Schiller I

    Ins Leben durch Trauer und Finsternis
    erzogen ohne Geist und Herz

    Schlechter Anfang für große Geister
    da braucht man gute Freunde

    Aufbau von Innenwelten
    Arbeitsames Weimar
    schwere Lesestoffe
    klassisches Weimar

    Ins Leben durch die Finsternis
    Kurz aufblühend immer im Schatten
    eines Großen. Eines Übergroßen

    unterbewertet – immer
    Nicht allen zugänglich
    Schwer zu sprechen. Verkannt, Verkanntes Genie

    Aachen, 2004-11-10

    ***** Autoreninfo *****
    Manfred H. Freude

    Lyrik, Philosophisches, Escapistenlyrik, Allgemein, Nachdenkliches,
    © 2004 MANFRED H. FREUDE

  • Dichtung ist!

    Dichtung ist

    Die Dichtung beginnt beim Schäfer, bei der Natur, sie lässt andichten.
    Alsdann kommt die Hymne, das Lob – loben.
    Darauf folgt das Drama, die Tragik, das bedeutet krachen lassen in einer Flammenhölle.

    1. Schäfer - Nacht - andichten
    2. Hymne - Lob - loben
    3. Drama, Tragik - Flammenhölle - krachen lassen

    Das Singen ist gegen die Natur, kein lyrisches Singen,
    kein Trällern, - das können die Vögel in der Natur besser.
    Lyrik zeigt sich gegen die Natur, Lyrik ist künstlich und fern jeder Kunst.
    Wer singt zeigt nur offen seine angst vor der Welt. Alles Singen ist nur Angst.

  • Anthologien!

    Anthologien: Dem Kritiker einen Mutterkomplex zuschreiben
    (Platon) Schön = weil es schön ist; (Kant) Schön = was nur gefällt, dieser Experte ist verliebt in den Autor oder in dessen bereits erreichte Siegerkränze und Auszeichnungen. Der Text prüft den Kritiker der die Prüfung nicht besteht
    Er hat einen Einfall, einen Muttergedanken, den er über das Gedicht stülpt. Nur der weiß (kein Druckfehler) erklärt. Wenn es donnert, war es ein Gewitter oder hier der unbedarfte Leser; dessen Ideen nur ein Virus? Alles Natürlich, alles Göttlich. Das Schöne, das Interesselose Wohlgefallen gebiert geistiges durch die Negation des Gegenteils. Das Gedicht ist etwas anders als der Verstand. Dazu schreibt Valery: „ mit der Dichtung ist es wie mit Gott und Religion. Es gibt Menschen, für die sie keinerlei Wert besitzt, und andere, für die sie von unendlicher Bedeutung… unter denen aber, die keine Große Neigung … setzen alle ihre Intelligenz ein, über sie zu urteilen. Die Folgen sind zu fürchten. „ Es ist bezeichnend, dass nur bereits traditionelle Gedichte interpretiert werden. Die „Entdeckung“ eines Himmelskörpers neuer Dichtung gilt als äußerst unwahrscheinlich

  • Herr Wichtisch

    Herr Wichtisch
    Äußerst Wischtich
    Saß am Wischtisch
    Fand sich Wichtig.
    Mit Wischtuch
    Wo er wischte
    Völlig wichtig.

    Aachen, 2005-10-03
    © 2005 Manfred H. Freude

  • Dichtung

    Dichtung, also die Dichtung.
    Kennen sie mein Buch? Das stand letztlich auch in der Bibliothek, äh in München, in Dresden, in Leipzig und Erfurt im Dings,
    kennen sie meine vom Nietzsche, ja, kennen sie die Geschichten aus der Presse,
    ich habe da Essays über philosophische Aussagen, da gibt es die unglaublichsten Sachen übrigens, sie verstehen, man muss einen Rahmen haben.

  • Sarrazin Rhetorik.

    Sarrazin Rhetorik.
    Die Kraft des Weltbilds:
    Bedient.
    Ängste der Bildungsbürger.
    Logik der Demagogie, imitiert.
    Muster aller Bestseller.
    Gütesiegel jeder populistischen Debatte.
    "Endlich sagt's mal einer."

    Hat man oft gehört und gelesen!
    Keineswegs an einem jener Stammtische,
    Die man immer heraufbeschwört,
    Wenn eine Debatte diskreditiert.
    Sondern im Parkett vor einem Konzert.

    Der Nerv, der spiegelt sich keineswegs.
    In den Abgründen des kollektiven Unterbewusstseins.
    Schön stimmige Thesen treffen. Nerv.
    Ängste des Bildungsbürgertums.

    Nicht der Erste, der Ängste anspricht.
    "Deutschland schafft sich ab"
    Zwischen Rhetorik und Denken.
    Ein Meister analytischen Denkens.
    Ein meisterhafter Analytiker.
    Einer sucht Wesen und Ursachen,
    Der andere sucht nach Kontexten und Ergebnis.

    Momentane Schwachpunkte:
    Ethnisierung eines Klassenproblems;
    Eugenische Betrachtung eines Bildungsproblems;
    Und Behandlung des Integrationsproblems.

    Inhaltlichen Schwierigkeiten:
    Außen vor lassen,
    Die Widerwillen auslösen,
    Mit dem man begegnet.
    Erfolg der Thesen:
    Ein rhetorisches Muster,
    Das man in anderer Länder häufig,
    Hierzulande noch selten findet.

    Was konstruiert, was ist ein Weltbild,
    Das von Demagogie getragen wird.
    Das ist keine Domäne der Rechten.
    Was solch eine Logik schafft,
    Ist Souveränität,
    Denn es zwingt,
    In diese Logik zu sticheln.
    Wer souverän ist,
    Kann sich Humor leisten.

    Da mögen Defizite sein,
    Doch Souveränität und Humor,
    Gegen Moral und differenzierte Argumentation,
    Ins Feld geführt, ist rhetorisch Vorteilhaft.
    Die moralische Seite der Debatte,
    Führt als Gegenargumente, nur Ausschluss und Rauswurf ins Feld.
    Grundlage derartiger Unfreiheiten ist Entweder eine enzyklopädisch-Eklektische Ideensammlung oder die Eigene Erfahrung.

    Aus den eigenen Erfahrungen
    Frontlinien der Integrationsproblematik: "Das Ende der Geduld – Konsequenz!“ Wer Schlussfolgerungen mit
    Geballter Empirie untermauert,
    Gilt als unanfechtbar.
    Eine diffuse Angst,
    Die eine Antwort findet.
    Gütesiegel für jede Debatte:
    "Endlich sagt's mal einer."
    Hat man oft gehört und gelesen.
    Bücher und Filme liefert das Modell der Angelsächsischen Ideenkultur.
    Populäre Bücher der Wissenschaft und Die Gedankenspiele.
    Die Bücher wirken nach einer Methodik, Aus dem Kino.

    Sie zielen auf ein Aha-Erlebnis.
    Im Film sind "Twists" und Pointen Standards, die der Handlung
    Wendung geben.
    Ideenbüchern sind unerwartete,
    Sofort nachvollziehbaren Gedanken,
    Die beim Lesen einen Sog entwickeln. Ideen schaffen einen Kontext für Zusammenhänge. So erklärt "Untergang"
    Gefahren für unsere Zivilisation.
    "Feuer fangen" Zivilisationsgeschichten Über Evolution der Ernährung.
    "Tippping Point" Massenpsychologie der Konsumgesellschaft über Popphänomene.
    Mit diesem Prinzip ("Freakonomics"), in denen aus zwei unzusammenhängenden Phänomenen ein Schluss gezogen wird, Der komplexe Zusammenhänge Vereinfacht.

    So eine Prostituierte mit einem Kaufhausnikolaus oder
    Ein Selbstmordbomber mit einer Lebensversicherung.
    Es sind Vereinfachungen.
    Methodik als Dreisatz:
    "Unter Dreisatz versteht man, dass man aus zwei Tatsachen, die man nicht Hinterfragt, logische
    Schlussfolgerung zieht:
    Intelligenz ist erblich.

    Weniger Intelligente vermehren sich Schneller als der Durchschnitt.
    Das bedeutet, dass Intelligenz sinkt."
    Verborgene Ängste.
    Es gehört zu Aufgaben, solche Ängste Aufzuspüren und sie zu definieren.
    Doch wer Ergebnisse betrachtet.
    Erhält Statistiken;
    Antihistorisch argumentiert, Gewissheiten über Zukunft, verliert Ursachen und Zusammenhänge.

    Die Aufregung in Deutschland.
    Mit Veränderungen und Problemen,
    Die sich schneller vollziehen,
    Als Politik und Gesellschaft es Wahrhaben.
    Die Polemik wird verschwinden.
    Die Probleme werden es nicht.

    © Manfred H. Freude
    Aachen, 2010-09-13

    ** Autoreninfo **
    Manfred H. Freude geb. Aachen
    Escapistenlyrik, Liebe, Tod, Das Leben, Erfahrungen, Aktuelles, Trauer & Verzweiflung, Wut, Sehnsucht, Klartext, Kritisches, Gedanken, Allgemein, Nachdenkliches, Gefühle
    © 2010 MANFRED H. FREUDE

  • Ophelia

    Ophelia
    In der Tradition der Wasserleichenpoesie
    Ophelia und die Wasserleichen:
    und die Rimbaudrezeption im deutschen Expressionismus

    Shakespeares Hamlet- Ophelia
    Ophelia is a fictional character in the play Hamlet by William Shakespeare. She is a young noblewoman of Denmark, the daughter of Polonius, sister of Laertes, and potential wife of Prince Hamlet.
    Rimbaud Rimbauds Gedicht "Ophélie", genauer gesagt Karl Klammers Übertragung löste bei den deutschen Expressionisten eine wahre "Schwemme" sogenannter "Wasserleichenpoesie" aus:
    Georg Heym Gedicht "Die Tote im Wasser"
    als Beispiel expressionistischer Wasserleichenpoesie
    Die bedeutendsten Werke aus diesem Kontext sind von Georg Heym "Die Tote im Wasser" (1910) , "Ophelia" (1910) und "Tod der Liebenden im Meer" (in zwei Fassungen) Georg Heyms "Die Tote im Wasser" ist das früheste und gleichzeitig ein charakteristisches Beispiel der expressionistischen "Wasserleichenpoesie".
    Gottfried Benn "Schöne Jugend" (1912) aus dem Morgue-Zyklus, von Paul Zech "Wasserleiche", von Armin T. Wegener "Die Ertrunkenen" (1917), bei Georg Trakl findet man Anlehnungen an das Motiv in "Wind, weiße Stimme" und in "Westliche Dämmerung" (1911).
    Bertolt Brecht kann sicherlich nicht mehr zu den Expressionisten gerechnet werden. Aber, weil bei keinem Autor die "Wasserleiche" so zahlreiche Bearbeitungen erfahren hat: "Ballade vom Liebestod", "Gesang aus dem Aquarium", "Dunkel im Weidengrund" und die "Legende der Dirne Evlyn Roe",
    Sein Gedicht "Vom ertrunkenen Mädchen" (1920) hat das Bild um neue Blickwinkel bereichert, den Motivkreis damit auch abrundet.
    Manfred H. Freude „Ophelias Brust“ (30.05.2010) ein Gedicht nach einer wahren Tat: Im Comersee bei Laglio, wo der US-Schauspieler George Clooney lebt, ist eine tote Frau entdeckt worden. Sie wurde Opfer eines Verbrechens. Auch sein Gedicht „Ophelia“ von 23.09.2006 über eine Welpenhündin.
    Walter Jens und „Die rote Rosa" Berühmte Wasserleichen (weiblich) Rosa Luxemburg, Landwehrkanal Ophelia am Landwehrkanal Als aber das Wasser Monate später, es -war Frühling geworden, den Leichnam, ihn ausspeiend, preisgab, erkannten die Freunde sie nicht, denn ihre Augen waren zu Höhlen geworden, ihre Wangen glichen riesigen Dellen, der Mund wuchs in die Nase hinein, drei Zähne standen wie Spieße hervor, und sie war schwarz und nackt. . .
    Paul Celan In dem Band Atemwende von 1967 steht das folgende Gedicht: COAGULA// Auch deine / Wunde, Rosa.

  • Bildung

    Promotions - Kritik mit abgestempelter herdenmäßigen Abfütterung (Bildung)

    Du sagst es ist Tag. Warum? Weil es hell ist. Warum? Weil die Sonne scheint. Die Sonne scheint auf die Erde und es ist Tag, aber sie scheint auch ins All und wir werden nicht sagen das dort Tag ist. Sie scheint auf den Mond und es ist Nacht. Ich kann nicht erkennen, dass alles, was du sagst, sich einer eindeutigen Erklärung erschließt. Wenn mein Eindruck in die tiefste Seele deiner und meiner Vorstellungen herabdringt.
    Nur wenn sich die Flut, Erlebnis und Wort trifft, erschließt sich meine Erklärung im Gesang meiner Entsprechung meines Geistes. Flut als eine entsprechende Bewegung der Dialektik. Traum, Rausch, Gesang, strömendes Entfalten. Nicht alleine wir haben Probleme das herdenmäßig abgestempelte Wissen als Nonsens zu begreifen. Promotion als abgestempeltes Gold entpuppt sich als Scheingold.
    Es gibt keine Möglichkeit als sich immer wieder zu beweisen.

    Intensität des Ausdrucks die Atmosphäre verspürt. Arbeiten, Nachdenken.

    Sophistisch rationalistischem Denken Sokrates Utopie der aufklärerischen Herrschaft der Vernunft.

  • Eiskalt

    Холодно.

    Ледянaя эта жизнь
    Неопознанная,
    Лишь иллюзии и вера остаются.
    Много сменилось историй
    От рождение к настоящему.

    Но мы все еще склоняемся
    Чтобы пить из родника
    Воспоминаний,
    Первоначально из глубокой причины
    Рождения следуя,
    без вмешательства, без богов,
    Новым сменам придавая значения.

    Прекрасный кувшин
    Мы несли к роднику.
    Только силу дай, чтобы жить продолжать.

    Этот источник под многими
    Еще неоткрытыми слоями
    Продолжает течь,
    Играя еще безмятежно с самим собой.

    Holodno.

    Ledjanaja jeta zhizn'
    Neopoznannaja,
    Lish' illjuzii i vera ostajutsja.
    Mnogo smenilos' istorij
    Ot rozhdenie k nastojashhemu.

    No my vse eshhe sklonjaemsja
    CHtoby pit' iz rodnika
    Vospominanij,
    Pervonachal'no iz glubokoj prichiny
    Rozhdenija sleduja,
    bez vmeshatel'stva, bez bogov,
    Novym smenam pridavaja znachenija.

    Prekrasnyj kuvshin
    My nesli k rodniku.
    Tol'ko silu daj, chtoby zhit' prodolzhat'.

    JEtot istochnik pod mnogimi
    Eshhe neotkrytymi slojami
    Prodolzhaet tech',
    Igraja eshhe bezmjatezhno s samim soboj.

    Von Manfred H. Freude, Aachen

  • Über allen Wipfeln ist Ruh

    Über allen Gipfeln ist keine Ruhe
    / kein Gleiches

    Aachen, 2006-09-03
    © 2006 MANFRED H. FREUDE
    www.myblog.de/freude
    von Manfred H. Freude

    Der Dichter schreibt sein Gedicht noch einmal. Er erinnert.
    Erinnert einer Begegnung von „Einmal“.
    Ein Gleiches, notiert im Dunkelwerden des 6. Sept. 1780.
    Am Krickelhahn in der Berghütte am 7. Sept. 1783 geschrieben.
    Gedruckt in der Cotta Ausgabe 1815.
    Neu erblickt am 27. Aug. 1831
    und am 4. Sept. 1831 in einem Schreiben an Frau von Stein erwähnt. An eine Bretterwand notiert mit Bleistift.
    War das nicht schon die zweite Begegnung mit dem Gedicht? War dasselbe Gedicht nicht bereits vornotiert? Ins Reine, ins Unreine und nun als Denkmal, als Nachdenkmal, an diese Bretterwand notiert. Vielleicht, vielleicht auch nicht.
    Wer war schon dieser Goethe, außer für uns Deutschen, ohne den wir nicht mehr Denken, geschweige denn Leben können.

    Eingedenk des Erlebnisses der Bergbesteigung. Er, er der Gipfelstürmer. Der alles hinter sich lässt was niedrig und tief ist. Auch seine Liebe; eine seiner Lieben. Diese Festung. Weit entfernt ist diese Liebe und hier oben da sind nur die Vöglein. Wir wissen was sie tun, die Vögelein. Sie bauen ein Nest, hüpfen von Ast zu Ast und singen prächtig. Aber nun. Sie singen nicht mehr. Sie schweigen im Walde. Und Du? Wer ist dieses du, welches zunächst einmal warten soll. Ist es der Dichter? Der Leser? Vielleicht die Frau von Stein, die Festung? Warte nur. Warten, während die Vöglein schweigen.
    Vor dem Ausbruch eines Erdbebens, eines Vulkans schweigen die Vöglein genauso. Und die Geliebte? Falls es ein Liebesgedicht ist. Sie wartet und singt. Während die Vöglein im Walde schweigen. Auch sie findet bald die Liebesruhe. Es ist nur allzu verständlich, wenn der Dichter bei Erneutem lesen nach über 50 Jahren einen anderen Schluss zieht. Den Text auf sich bezieht, wie jeder andere Leser. Das macht ein Gedicht aus. Es immerwieder anders zu lesen. Es ist die Aufgabe des Gedichtes äquivok zu wirken. Bei jeder neuen Lesung, jeder neuen Deutung, Interpretation entsteht ein neues Bild.
    Und nun tritt der alte Dichter an sein Denkmal und fragt und erinnert. Wie weit erinnert er? Kann er so viele Jahre zurückerinnern? Ist seine Erinnerung nicht verwischt, verschwommen? Verschattet nach allen Jahren. Wie alle derer, die schon lange den Weg gegangen sind, die nicht der vergangenen Welt erinnern, sondern sich eine Neue, eine eigene Welt schufen. Der Mensch, er der Dichter, er Goethe, vom Gipfel als Gipfel ( als Mensch ) der Schöpfung, er reflektiert. Doch was reflektiert er? Die Schöpfung, die Welt? Er reflektiert seine Welt, sein Ich und geht diesem nach.
    Über allen Gipfeln ist Ruh. Er war dieser Gipfel. Er ist der Gipfel. Kein Hauch, kein Atem ist im hohen Geist zu spüren. Kein Leid, kein Schmerz. Es ist nichts zu spüren. Alles ist Ruhe, Verstummen, Verschweigen.
    Es liegt etwas dazwischen. Zwischen Dasein und Zukunft. Zwischen Vogelgezwitscher vorher und nachher. Vielleicht ist es nur der Schlaf der Vögel, die Abends ihr Singen beenden und Frühmorgens neu beginnen. Es ist Dunkel, Nacht. Bald legst auch du dich zur Ruhe. Bis der neue Tag anbricht schläft einer höher, über allen Gipfeln und ehe der Hahn kräht ist er über dir, ohne das du auch nur einen Hauch spürst, ist jeder Laut erdrosselt.

    Was soll hierbei der Titel des Gedichtes: Wanderers Nachtlied? Er singt, der Wanderer, wenn alle Vögel schweigen. Er singt vor Angst im Walde. Wie jeder der Angst hat durch einen Wald zu gehen und der dabei ist, sich Mut zu machen, ein Liedchen pfeift. Der Wanderer kommt von hier nach dort und erzählt seine Geschichte, von der Stille im Wald, von Gipfeln und Wipfeln. Seine Geschichte, sein Lied klingt an jedem Ort anders.
    Aber es ist sein Nachtlied. Gerne sah er sich als Wanderer der Herr von Goethe. Aber das Genie musste Leiden. „Ich hab an keinem Orte Ruh“ antwortet er. Deshalb begab er sich hoch hinaus. Über allem die Ruh zu finden. Zwischen Geburt und Tod stand er hoch oben auf dem Gipfel. Über allen Gipfeln ist Ruh. Hoch oben vor seinem Schöpfer. Er das endliche Geschöpf, als schöpfendes Geschöpf vor dem Schöpfer, schöpfte dieses Gedicht. Riss es aus dem Geschicht des Gebirges, riss es aus der Erde, wie eine Quelle die er dem Stein entriss, in einer Hoffnung an einen Stein, jene Frau von Stein.
    Ich möchte hier nicht auf die zahlreichen wissenschaftlichen Interpretationen eingehen, die Form, Metrum, Jambus, Spondeus usw. dieses oder jenes Gedichtes berücksichtigen. Die vom Reinen Gedicht ablenken mit wissenschaftlichem Wissen. Das Gedicht, den Herrn von Goethe, hochheben oder fallen lassen, indem sie das Sprachphilosophische Können herausarbeiten.

    Komme ich zurück zum Gedicht.
    Die Natur schweigt. Und warum schweigt die Natur? Diese Frage stellt auch Paul Celan, beim Gang durchs Gebirg. Er hoffte auf eine Antwort, ein Treffen mit einem gewissen Adorno. Der nicht da war, der schwieg, der nicht sprach. Schwieg auch der Stein und es war still, still oben im Gebirg. Schweigt der Stock und schweigt der Stein und das Schweigen ist kein Schweigen. Zu wem redet der Stein, er redet nicht, er spricht und wer spricht, der redet zu niemand. Hörst du sagt er, mit der heruntergebrannten Kerze, auf dem Weg zu mir hier oben. Aber der Stein sprach, der sprach und zu wem sprach der Stein? Dieser Stein zu dem Goethe sprach; der Bergwerkskommissar Goethe der sprach zum Stein, nämlich zu Charlotte von Stein am 6. Sep. 1780. „Es ist keine Ruhe mehr“ sprach er. Der Leser wird gewarnt. Vor dem Einschlummern. Vor dem ewigen Schlaf. Er ist sich bewusst und wird nun nicht wagen vorher einzuschlafen.
    Ist dieses Gedicht ein hohes Lied oder zählt es zur Bukolik, der Hirtendichtung? Auch wenn das Gedicht phatos - und gefühlsbeladen ist so zeigt es von einer realistischen Naturdarstellung, einer romantisch verklärten einer niederen Alltagswelt. Der kulturell und literarisch hochgebildete von Goethe blickt aus große Distanz und Höhe auf die ach so einfach gestrickte Welt herab. Er spricht aus, von Oben als Schöpfer. Eine Antwort? Was wollte er für eine Antwort und von wem. Nicht einmal von Frau Stein an die der Text sich wohl richtete, einer Antwort von jeder Seite wusste ein von Goethe immer und zu jeder Zeit präzise auszuweichen. Er war Apollon der Gott der Dichtkunst ( das sich in diesem der Ziegenhirte Lykidas verbarg hätte Goethe sicherlich bestritten).
    Da sah er sich doch eher in einer Nachfolge Petrarcas.
    Petrarca bestieg den Mont Ventoux, ebenfalls auf der Suche nach neuer Erfahrung. Dazu nahm er ein Buch mit: die Confessiones des Augustinus.
    Dort las er (auf dem Berg) „und es gehen die Menschen hin, zu bewundern die Höhen der Berge und die gewaltigen Fluten des Meeres und das Fließen der breitesten Ströme und des Ozeans Umlauf und die Kreisbahnen der Gestirne – und verlassen dabei sich selbst.“
    Hat Petrarca sich dort verlassen? Ja. Hat Goethe sich auf dem Gipfel verlassen? Ich glaube mit Bestimmtheit sagen zu können Nein.
    Goethe war in der Naturerkennung hin und hergerissen zwischen Glaube und Wissen. Er versuchte diesen Glauben und dieses Wissen zu vermitteln. Er ließ sich von der Mystik seiner Naturerkennung nicht beirren. Am 22. Mai ließ er seinen Werther sagen: Ich kehre in mich selbst zurück, und finde eine Welt!
    Zog es ihn vom Gegensatz der Stadt und den Schlössern aufs Land und ins Gebirg, stimmungsatmend den neuen Wert des einfach natürlichen zu erleben oder sich über diesem zu erheben. Der sentimentalen Verklärung des Einfachnatürlichen entgegenzusteuern, sich abzusetzen. In die Höhe zu klimmen um Gott/Teufel ähnlich zu werden.
    Hier zu suchen die ideale, die heile Welt.
    Er verknüpfte hiermit Erwartungen nur um diese postwendend wieder in Frage zu stellen.
    Empfand er dort draußen, dort oben das einfach natürliche Gefühl der Sterblichkeit?
    Wanderers Nachtlied beschreibt: Warte nur balde ruhest auch du. Diese Worte trösten. Sie sprechen einen Traum aus von einer Welt in der es anders wäre. Der Text erzählt von einer Realen Welt und enthält gleichzeitig den Bezug zu deren Verneinung.
    Dieser Text ist schön. Unheimlich schön. Einem Wohlgefallen das ganz und besonders interesselos ist. Aber dieser Text ist auch nicht zu trennen vom Verschweigen. Er legt zugrunde eine Vorstellung einer Welt die den Frieden verweigert. Diese Einstellung ist nicht jedem flüchtigen Leser klar.
    Das Subjekt steht mit aller Unruhe, Verdrossenheit und Müdigkeit auf dem Berg gegenüber unbezweifelter Existenz.
    Ich leide, also bin ich.
    Dieses symbolhafte Goethes und des lyrischen Textes symbolisch am Berg. Dieser himmelwärts gerichtete Ton
    ( innengewandte Subjektivität )
    Das Leiden des lyrischen Ich. Die Lyrik dieses Gedichtes, ist der Diskurs, seine semantische Dunkelheit rationell zu erhellen. Eine Lichtung zu finden im Abgrund in den der blickt, der auf dem Berg steht.
    Die Selbstreflexion des Leidenden mit seiner hypochondrischen Syntaxverdopplung: Ich leide also bin ich. Dies zeigt den Weg, den Goethe machte, im Dichterischen von Herder zu Klopstock. Also doch von der Romantik und wie bei allen Romantikern die eine Verbindung zu diesen strickt ablehnen.
    Das Wesen dieser Dichtung ist Phänomen des Parallelismus von Subjekt und Ästhetik.
    Der Wanderer erkennt sich selbst. Einschließlich seines Schmerzes und gleichzeitig seiner Empfindung von Lust.

    Es ist Ruh über den Gipfeln. Nicht ein Traumloser Schlaf. Nur Ruhe und noch unentdecktes Land. Ruhe ist das Losungswort. Der Inhalt aller großen Religionen, insbesondere der Fernöstlichen, ist der Inhalt von Frieden. Das Leben darüber, über allem. Es geht um das Über-Leben, das überleben, das Über Leben. Das Meer und die Flüsse sind unten. Das Leben ist unten.
    Das wichtigste war zu erkennen und Erkennen hatte mit Gott zu tun und wo, war man als Mensch, Gott am nächsten, auf dem Gipfel. Hier würde man neue Erfahrung machen und eine neue Weltsicht haben, wie heute ein Raumfahrer. Aber haben diese wirklich eine NEUE Weltsicht? Haben sie dort nicht lediglich sich selber erkannt, was auf der Erde ohne weiteres möglich gewesen wäre? Zu sich selbst gekommen. Himmelwärts objektiv gerichtet, binnenwärts zur Subjektivität. Der Wanderer erkennt sich selbst. Der Raumfahrer sieht nur den schwarzen Raum und die ästhetisch, schöne Erde, hell. Das Subjekt in Unruhe, Verdrossenheit, Müdigkeit gegenüber unbezweifelter Existenz. Überall ist Dunkelheit und Ruhe und zwischen Subjekt und Ästhetik, zwischen Schmerz und Lust ist das Erhellen. Aus der Höhle zum Licht. Das Lied der Nacht als Feier universeller Ruhe ( Emil Staiger ). Wer betrachtet wen?
    Betrachtet Goethe Gott oder fühlt er sich beobachtet? Er findet Welt und reflektiert sich selbst. Die Vöglein schweigen dazu, die Natur spricht also nicht, es ist die Unterlassung der Rede.
    Das Sprechen übernimmt der Dichter indem er mitteilt, er spürt nur einen Hauch. Einen Hauch des Traumes, des Apollinischen das ihn umschwebt. Nicht das Dionysische, das hat er durchschritten. Durch sein Sprechen spricht er von Ruhe. Der Übergang von der Natur zum Mensch ist der Verlust der Naturspezifischen Ruhe. Es ist die Unruhe.

    Das Gedicht handelt vom Schweigen und was verschweigt ist ganz Schrift. Berge und Schrift: Die Berge sind stumme Lehrer, sie machen den Beobachter stumm. Berge reden nicht. Der Mensch steht zu diesem Berg im Zwielicht. Der Mensch als Subjekt ist Beobachter der Natur die er erfasst und gleichzeitig aus ihr herausfällt. Er erkennt sich als Mensch mit Sprache und Vernunft. Hauch und Atem (Pneuma ) sind Seele sind Tod. Heidegger beschreibt dies als Mensch als lyrisches Subjekt einer Natur nimmt sich selbst vorweg.
    Die angekündigte Ruhe ist eine Drohung. Sie bezeichnet eine hier noch vorhandene romantische Todessehnsucht. Die Ruhe des sich selbst ansprechenden. Ein paradoxer Sprechakt. Die Ruhe des apollinischen Schlafs des Traums und dessen Bruder, der Tod, der hier als Drohung sehr wohl gemeint ist. Die Todessehnsucht.
    Die Gedichtbücher der Romantiker voller Sonnenuntergänge. Auch Dante blieb auf dem Vulkan um anderen Tags den Sonnenaufgang zu sehen.
    Sonnenuntergänge, Heidelandschaften, Alpenlandschaft.
    Das war diese Romantik.

    Der Romantiker lehnt sich auf gegen die Veränderungen des Lebens, gegen die Macht der Zeitläufe und am Ende unterliegt er.
    Der Dichter schreibt sein Gedicht noch einmal. Er erinnert.
    Erinnert einer Begegnung von „Einmal“.
    Noch einmal romantisch Gedanken nachgehen, geht das?
    Trifft er nicht romantisch neue Gedanken längst Vergangenem.
    Selbstmitleid. Das Subjekt in Unruhe, Verdrossenheit, Müdigkeit gegenüber unbezweifelter Existenz. Überall ist Dunkelheit und Ruhe und zwischen Subjekt und Ästhetik, zwischen Schmerz und Lust ist das Erhellende.

    Aachen, 2006-09-03
    © 2006 MANFRED H. FREUDE
    www.myblog.de/freude

  • Tödlicher Frieden

    Tödlicher Frieden Interpretation zu dem Gedicht
    Tödlicher Frieden Interpretation und Versuch einer fragmentarischen Erklärung

    Das Gedicht tödlicher Frieden (welches auch dem gleichnamigen Buch seinen Titel gab), wird fast ausnahmslos falsch interpretiert (wie die meisten seiner Gedichte). Man schwankt bei der Interpretation zwischen Krieg und Frieden. Dies passiert auch berufsmäßigen und geübten Kritikern, Lesern, Poetologen, Sprachphilosophen. Auch wenn das Gedicht, stellenweise von Landsern, Panzern spricht, so handelt es doch bei genauerem Hinsehen, Hinhören und Betrachten, um die alltägliche Situation, die jedem von uns zu jeder Sekunde zutreffen kann. Auch am ruhigsten Urlaubsort, kann uns eine explodierende Bombe treffen, sowie eine tödliche Monsterwelle. Das Haus in dem wir uns gerade befinden, kann sich selber in ein tiefes Erdloch stürzen. Es kann sich zu jeder Zeit die Erde öffnen von Vulkanen oder Erdbeben. Der Regen kann uns, ganze Häuser und Autos wegspülen. Immer und Überall kann etwas passieren. Immer und Überall kann plötzlich das Friedliche ins Tödliche umschlagen. Die Idylle zur Ruine werden. Das ist der genauere Sinn des Gedichtes Tödlicher Frieden. Der oft falsch verstandenen Meinung zu seinem Lyriktitel: Tödlicher Frieden. Hier wird immer Krieg angenommen. Das der Krieg tödlich ist, ist wohl schwer zu bezweifeln. Aber es geht hier um Frieden. Nur der Frieden kann tödlich sein; der Krieg ist per se tödlich (nur tödlich und niemals untödlich). Der Frieden hat an sich friedlich zu sein, doch dies täuscht. Frieden ist so wenig friedlich wie Krieg tödlich ist. Attentate, Naturkatastrophen, Mitte, Dunkel, Dämmerung, Leere, Innen, unsichtbare Tornados, Wellen, Wüsten, Tsunami, Feuer, Brandung, Vulkane, Erdbeben, Explosionen, Straßenkämpfe, Schüler, Hacker, Terroristen, was noch? Unsere eigenen menschlichen Aggressionen, ob als vermeintliche Friedensstifter oder als Krawallmacher. Das friedliche Nebeneinander, unsere aufgezwungene freundliche Toleranz, schamlos ausgenutzt, wie die Natur, der wir arglos begegnen an Traumstränden von urplötzlichen Wellen, Erdbeben oder Vulkanausbrüchen überrascht. Begegnen wir unserem Leviathan. Begegnen wir auf der Stille der Friedhöfe nur unseren Toten. Die Sekunden der Stille vor der Atemwende des Todes. Zu dem Gedichtband geht mehrdeutig der Beweggrund hervor. Zunächst zu dem Text, dieser Anlass, das verstärkt berichtet wurde, das die gebräunte Gesellschaft sich nun aufmachte, diesen Tag wieder in ihre Reihen zu bekommen und Aufmerksamkeit zu fordern, die sie auch in jedem Fall wieder erreichte, weil sie ständig zu allen unpassenden Gelegenheiten präsent ist. Solange keine Gegenbewegung erfolgt, bekommt diese haarlose Gesellschaft ihre Plattform, ob negativ oder positiv, sie kommen leider in die Schlagzeilen. Zu seinen Gedichten, die Freude zu diesem Thema geschrieben hat. Da erübrigt sich auch ein Kommentar, was den Dichter hier bewogen hat. Das bewegt gewisse Herren in der Schweiz, in Lichtenstein und am Gardasee sicher nicht. Es gehört aber immer wieder aufgetischt und verstärkt in die Aufmerksamkeit. Das Thema wird leider viel zu sehr, so einfach hingenommen. Zu dem Gedicht Auslandeinsatz ist zu sagen, dass es bei dem ersten Auslandseinsatz, der Abstimmung im Bundestag geschrieben wurde. Wie weit wir heute mit unseren Auslandseinsätzen sind, ist bekannt. Fuß um Fuß bewegen wir uns weiter in die Kriegsgebiete und schaffen es dass wir in fremden Weltmeeren nun mit riesigen Kriegsschiffen kleine aber umso schnellere Piratenboote jagen. Kapitän Hook lässt grüßen und von den Kriegsgebieten kommen die Särge und die Öffentlichkeit nimmt nichts war, oder heißt es wahr? Bei allen Themen von Tod und Frieden, geht es um Berichterstattung und um das Wegsehen. Wir sind doch blind für die Dinge, die geschehen. Selbst bei Amokläufern sehen wir nicht hin, sondern suchen uns Begründungen, die unser Gewissen beruhigen; mit denen wir leben können. Den wahren Grund wollen wir doch nicht sehen. Der ist bei blindwütigen Mördern, Terroristen und Totalitären Personen gleich. Wir aber trennen fein. Beim trennen in grüne, weiße und braune Flaschen, bleiben es doch immer Flaschen. Wir sehen aber nur die Farbe. Dies ist hoffentlich eine kleine Einführung in eine Interpretation, das reicht fürs erste als Erklärung. Weiteres ergibt sich aus seiner kompletten Arbeit. Im Übrigen hat er einen einzelnen Band herausgebracht, mit dem Titel: tödlicher Frieden. Hier geht es darum, dass es im Allgemeinen, keine Sicherheit gibt. Auch nicht in der Natur. Leider werden der Titel und auch einige Gedichte, wie das Gedicht Tödlicher Frieden, oft als einen Text, alleine Wider den Krieg, oder wider das Vergessen, angesehen. Es geht aber darum, dass wir zu keiner Zeit, zu keiner Sekunde sicher sein können, weder vor Krieg, noch vor Erdbeben, noch vor Amokläufern, noch vor Hauseinstürzen. Wir leben einfach gefährlich. Na, wenn das keine neue Botschaft eines Dichters ist. Wir leben in gefährlichen Zeiten; der Lachende hat die furchtbare Nachricht nur noch nicht empfangen… der dort ruhig über die Straße geht ist wohl nicht mehr erreichbar für seine Freunde die in Not sind?

    Tödlicher Frieden ISBN: 3-86703-111-8 D 15,00 €
    Beispiel Textauszug Gedicht tödlicher Frieden

    TÖDLICHER FRIEDEN

    tödlicher Frieden der tauben Panzer
    die rollen und rollen
    nicht wissend wohin noch woher

    und in den Straßen
    und auf den Plätzen
    spielen die Kinder der Landser
    mit Holzpferden und Steinkreuzen

    Die Armen und die Doofen sind geblieben
    die Anderen zog es zum Meer
    wo man den Horizont noch sieht
    den Horizont der einem so fehlt

    Ihr Lacher lacht noch lächerlicher
    glaubt weil ihr im Blut gebadet
    ganz getaucht in schwarzem Blut
    ihr wäret unverwundbar wunderbar

    Hört ihr nicht die Wellen rufen singend
    seht ihr nicht die Wälder brennen fressend
    warum schweiget ihr noch
    die Natur wird’s richten meint ihr hinrichten

  • Lüge

    Meine Einschätzung und Dankbarkeit hält sich in Grenzen. Nein, man kann mich nicht beschämen, auch wenn ich mich bemühe, bin ich nicht euer Bittsteller. Ich weiß selber, dass meine Gedichte nicht in euren Horizont passen. Es ist eine andere Liga, die für fast alle Menschen unerreichbar bleibt. Darum teile ich nicht meinen Hass mit euren Freundlichkeiten. Auch bekommt ihr mich nicht klein wie ihr es mit Hölderlin, Nietzsche, Celan und vielen anderen gemacht habt, die immer freundlich waren und Freunde suchten. Ich bin weder zu euch freundlich, noch bin ich euer Freund. Da bin ich lieber Franz Villion oder Diogenes, der wie ein Hund euch in die Hütte scheißt. Ihr braucht mir nicht zu sagen wie gut ihr seid ihr Heuchler. Was ihr gelernt habt hilft euch nicht. Ihr sitzt noch immer auf dem Thron auf dem ihr saßet als ihr noch nicht mal laufen konntet. Es ist doch immer gleich diese Gruppe von Möchtegernen. Es tut mir leid, das Studium das ihr getrieben, das könnt ihr in die Haare schmieren, es fehlte euch von Anfang an Talent, das könnt ihr auch euch niemals lernen. Was ihr aus Büchern wisst, es war gelogen.

  • Geschmack macht glücklich

    GESCHMACK macht glücklich

    Ästhetische Theorie – Poetisches Programm
    Ästhetik in der Dichtung
    Das Schöne und das Erhabene Gedicht

    Von Manfred H. Freude

    Montag, 8. August 2005

    De gustibus non est disputandum =
    Über Geschmack soll man nicht streiten
    Der Dichter dichtet nicht aus einem ästhetischen Interesse.
    Der Dichter ist völlig ohne jedes Interesse bei seiner Dichtung.

    Sein eigenes Empfinden, seine eigene Krankheit oder sein Genie ist völlig unabhängig von seiner Dichtung.
    Er benutzt seine Wörter nicht durch das ihm anschließend eine Erklärung vorgelegt wird oder er sie selber erklären müsste.
    Seine Worte sind rein mystisch.

    Ein Gedicht ist eben keine Sache der Ästhetik.

    Philosophische Anfänge und Beweise in der Aufklärung zur Zeit der Kantischen Kritik der Urteilskraft sind die Anfänge für eine logische und methodische Schöpfung von „schöner“ Poetik.
    Anfänge von Beweisen und Argumenten.

    Offensichtlich ist diese Gedichtliteratur Teil der Aufklärung und kein Begriff oder eine Bezeichnung für die subjektive Ästhetische Kunstaufklärung.

    Die Modernisierung in einer eigentlich deutschen Dichtkunst entstand unter regelmäßigen Organisierten Zusammenkünften in denen allseitige philosophische Arbeiten grundlegend sind.
    Aufgrund dieser differenzierten Schulen und Richtungen entstehen jedoch die vielfältigen Sinnesrichtungen die keine grundsätzliche Übersicht am Ende der Aufklärung erlauben.

    Dichten will aufklären! Nicht nur gefallen.
    Dichtung will belehren.
    Bei heutiger Vielfalt der Dichtung und der Dichtungstheorien, dichtet jeder drauflos und theoretisiert jeder was das Zeug hält.

    Vom Gedicht in der Metzgerzeitung bis hin zu einem anspruchsvollen, hermetischen, eskapistischen, Gedicht.
    Fragen entstehen wer das Gedicht eigentlich beurteilt, die Masse, der geneigte Leser, der individualistische Meisterkritiker? Ein gutes Gedicht ist eine andere Frage.
    Auch die Kritiken beziehen sich aufeinander oder grenzen sich gegeneinander ab. Sind das Interessenskonflikte, wie wir sie auch beim Gedicht kennen, wer weiß?
    Hat es sich doch für einige lustige Gelegenheits-Dichter positiv entwickelt, das sie sich ein verständnisvolles, liebendes Publikum erworben haben, was die
    hermetischen Dichter erst nach jahrelangen Interpretationen und Zerstückelungen ihrer Gedichte hoffen dürfen. Vielleicht Jahrzehnte, Jahrhunderte nach ihrem Tod.

    War bei Gottsched noch die unbeirrte Nachahmung der Natur der Erfolg zu schöner Dichtung das Ziel, gab Baumgarten die sinnlich, dunkle, verworrene Vernunft bereits vor und bereitete damit schon den Weg zu moderner Lyrik.

    Die Wirkungsästhetik richtet sich an das Gemüt, die Interessen des Publikums und dessen Erregung durch Affekte.

    Geschmack und Impression des Schönen sind von naturgegebenen Begabungen (Intuition) abhängig zu denken.
    Dies bildet sich seit dem Sturm und Drang aus der Genieästhetik als Grundlage für die Erklärung Schönheit sinnlich wahrzunehmen, bei einer Aufklärungsästhetik von dieser natürlichen Begabung hervorgebracht.

    In der Aufklärung dichtet man in Anlehnung an theoretisch hergeleitete Grundsätze und Methoden. Öffentlich diskutiert man über bestehende Texte,
    auf der anderen Seite stellt man philosophische Aufsätze vor, nach deren Fundamenten man nun zu dichten hat.

    Man diskutiert öffentlich und in Briefen ob und wie Dramen zu schreiben sind in Prosa oder in Versen.

    So diskutierte auch Schiller mit Goethe, dem er mitteilte: „ich habe nun den Wilhelm Tell in Verse umgeschrieben. Prosa ist etwas fürs Volk und Lyrik-Verse sind doch Einbildungskraft...“

    Wir befinden uns im Umbruch der Belletristik, der schönen Literatur, der schönen Verse, der schönen Lyrik.

    Die Dichtung ist schon seit der Antike Schön.
    Unterhaltsam, angenehm, sprachlich formvollendet und unverwechselbar.
    Schön, aber wie Kant sagt: schön ohne alles Interesse.
    Dieses Schöne ist aber bereits seit der Poetik und der Rhetorik der Antike gegeben.

    Es ist aber auch ein Merkmal der Aufklärung, das wie in der Antike die Dichtung auch belehren soll.

    ›Belehren und Unterhalten‹
    ( Horaz ›prodesse et delectare‹)
    wie auch ›Nutzen‹ und ›Vergnügen‹

    Schönheit durch erlebbare Impressionen die sinnlich, körperlich und hörbar auf das Gemüt wirken und nicht nur durch
    Urteilskraft auf den Verstand (hierin findet sich die Begründung einer Ästhetik)

    Es entwickeln sich neue Kategorien und Gattungstheorien
    die sich ebenfalls von der Antike herleiten. Die alten Einflusse der
    antiken Götter, Helden und Musen werden übernommen aber es bildet sich auch durch die theoretische, philosophische Diskussion eine moderneres Engagement.

    Ein Hochziel in der modernen Dichtung des 18.
    Jahrhunderts gilt auch noch für den ›Poeten‹.
    Gottsched warnt in der Critischen Dichtkunst die Dichter,
    sich nicht durch fehlende
    Kenntnisse lächerlich zu machen.
    Viele Autoren, die als Verfasser Schöner- Lyrik bekannt sind, haben als philosophische
    Universalgelehrte zu unterschiedlichsten Themen
    akademisch bedeutsame Sachliteratur niedergeschrieben.

    Das wichtige Wissen ist das Philosophische Wissen, welches auch die Geometrie einschließt und das historische Wissen.

    Die Erkenntnis ist eine Sache des Geistes, sie findet
    deshalb in der Seele statt.

    Dies ist eine der wichtigen Erkenntnisse des 18. Jdts. und um diese Erkenntnisse ging es schließlich.
    Klarheit, das ›Licht der Seele‹ so Wolff, ist gegeben,
    wenn Unterschiede in den Gedanken festgestellt werden können.

    Und diese Klarheit bedeutete die Aufklärung.

    Erhaben
    erhoben – entflohen
    sublime – escape

    Eskapistenlyrik in der Dichtung und der ästhetischen Theorie

    Die Rhetorik benennt hergeleitet von Aristoteles die Stilarten ( genus dicendi )
    vom schlichten Stil ( genus subtile ) über den mittleren Stil (genus medium )
    zum erhabenen Stil ( genus sublime )
    Was erhebt nun den hohen Stil: nach Aristoteles ist dies Prunk, sublimitas, Würde, Erhabenheit, Redeschmuck (ornatus) wie pathos.

    Karl der Große nannte sich nach der Kaiserkrönung im Jahr 800 Imperator et Augustus.
    Dieses Augustus stand im Lateinischen für der Erhabene.

    In seine Abhandlung über die ästhetische Erziehung des Menschen schreibt Schiller vom Erhabenen Flug der Dichtkunst.

    Erich Heckel erhebt sich über die Berge der Alpen: ..denn was soll man sagen zu dieser überaus herrlichen Natur, die noch weit, weit schöner und erhabener ist, als ich sie mir gedacht....

    Gottfried Benn im Gedicht der Dunkle : das ist für viele ein erhabener Traum.
    und im Gedicht Olympisch: Erhebe dich nun ... Erhebe dich aus Stamm und Zeiten

    Über allen Zweifeln erhaben ist, das die Frage des Einstiegs, über das Erhabene, bei Kant beginnt.

    Sind wir nun erhaben über den Dingen oder erheben wir uns erst in die Höhe und Überhöhe und die Ausschweifung der Leidenschaft, wie Nietzsche schreibt: ein wirkliches tiefes Verlangen also, über die Hässlichkeit und Ungeschicktheit hinauszukommen, mindestens hinauszublicken – hin nach einer besseren, leichteren, südlicheren, sonnenhafteren Welt. „

    Dies passte zu der Eskapade des fliegenden Roland H.M. Enzensberger und aus Struwwelpeter. Einem erhobenen entfliehen.

    Erhabenheit ist nach Nietzsche das Ziel menschlichen Strebens.
    Im § 369. in manchen Fällen nur durch Erbärmlichkeit zu erreichen.
    Durch anherrschen und Vergewaltigen. Mancher braucht dazu einen Hund, eine Frau, eine Partei oder ein Zeitalter.

    Gottfried Benn mit seinen
    Gedichten: Ach das Erhabene
    Das Gedicht: Olympisch : Erhebe dich....
    Der Dunkel für viele ein erhabener Traum...

    DAS ERHABENE
    erhoben – entflohen
    sublime – escape

    Pseudolonginus schreibt über das Erhabene zwischen hypsos (Erhabenheit) und kallos (Schönheit)
    Kant teilt in der Kritik der Urteilskraft das Endliche vom Unendliche, das Bedingte vom Unbedingten und den Verstand von der Vernunft.

    Wir gehen aus von beherrschbaren Dingen die wir zeigen können (Aussagen) und Dingen die wir nicht beherrschen, nur benennen können (Platonischen Ideen)
    Dieser Aufstieg steigt zum höchsten Gipfel, vom Schönen zum Erhabenen.

    Bewundern wir einen Scharfsinn des Sokrates
    oder belächeln wir, haben Spaß an seinen Mythen: von göttlicher Raserei, dämonischer Besessenheit oder erotischer Leidenschaft?
    Dieser Aufstieg vergleichbar dem Kantischen Übergang vom Verstand (Bedingten) zur Vernunft: (Mannigfaltigen Vorstellungen) Vernunft ohne jede weitere Vorstellung. Nur Vorzustellen wo nichts mehr Vorzustellen.

    Wir reden uns am Ende in die dionysische Ekstase.
    Für Sokrates ist nur das Vernünftige schön.

    Eskapistenlyrik in der Dichtung und der ästhetischen Theorie

    Die Rhetorik benennt hergeleitet von Aristoteles die Stilarten
    ( genus dicendi )
    vom schlichten Stil ( genus subtile )
    über den mittleren Stil
    (genus medium )
    zum erhabenen Stil ( genus sublime )

    Was erhebt nun den hohen Stil: nach Aristoteles ist dies Prunk, sublimitas, Würde, Erhabenheit, Redeschmuck (ornatus ) wie Pathos.

    Karl der Große nannte sich nach der Kaiserkrönung im Jahr 800 Imperator et Augustus.
    Dieses Augustus stand im Lateinischen für der Erhabene.
    In seine Abhandlung über die ästhetische Erziehung des Menschen schreibt Schiller vom Erhabenen Flug der Dichtkunst.

    Erich Heckel erhebt sich über die Berge der Alpen: ..denn was soll man sagen zu dieser überaus herrlichen Natur, die noch weit, weit schöner und erhabener ist, als ich sie mir gedacht....

    Gottfried Benn im Gedicht der Dunkle :
    das ist für viele ein erhabener Traum.
    und im Gedicht Olympisch: Erhebe dich nun ... Erhebe dich aus Stamm und Zeiten....

    Über allen Zweifeln erhaben ist: das die Frage des Einstiegs über das Erhabene, bei Kant beginnt.
    Sind wir nun erhaben über den Dingen oder erheben wir uns erst in die Höhe und Überhöhe und die Ausschweifung der Leidenschaft, wie Nietzsche schreibt: ein wirkliches tiefes Verlangen also, über die Hässlichkeit und Ungeschicktheit hinauszukommen, mindestens hinauszublicken – hin nach einer besseren, leichteren, südlicheren, sonnenhafteren Welt. „

    Dies passte zu der Eskapade des fliegenden Roland
    H.M. Enzensberger und aus Struwwelpeter.
    Einem erhobenen entfliehen.

    Erhabenheit ist nach Nietzsche das Ziel menschlichen Strebens.
    Im § 369. in manchen Fällen nur durch Erbärmlichkeit zu erreichen.
    Durch anherrschen und Vergewaltigen. Mancher braucht dazu einen Hund, eine Frau, eine Partei oder ein Zeitalter.

  • Denken und Vergessen

    Denken und Vergessen

    Die Dichter um 1800 als Erzieher lehrten uns nicht nur das Wissen und denken, sondern das des Vergessenkönnen. Für Goethe hatten die Romantiker noch ein zu kurzes Gedächtnis und selbst suizidgefährdet glaubte er, wer das Erinnern nicht fälscht, kann nicht überleben, wer handeln will muss vergessen können. Sein Faust war geradezu eine Orgie des Vergessens. Eine besondere Fähigkeit unseres Denkens ist eben nicht zu denken. Eine Zwangshemmung des Denkens. Nicht zu denken, dass wir denken. Das Denkbare ist bereits geschehen und gleichzeitig verstanden. Es ist nicht unbedingt sofort durch einfaches Nachdenken abrufbar. Die Formulierung lautet: dass wir beim Sprechen Vernünftiges voraussetzen. Demgegenüber steht die Frage nach den Absichten der Kommunikation. Es gilt den herauszufinden (Versuch) was der andere gemeint hat. Dies scheint scheinbar ein Widerspruch. Man kann nicht gleichzeitig etwas vernünftig sagen aber andererseits auch nur daraufhin urteilen, was gemeint wurde. Dies ist aber beim Sprechen alltäglich. Scheint nur als ein Widerspruch. Es entsteht nicht der kleinste Ansatz, dass man nicht sprechen kann. Wer schweigt, staunt. So kann es doch passieren, das in zwei völlig unterschiedlichen Zeiten, an völlig verschiedenen Orten, zwei Dichter, ohne voneinander zu kennen, oder voneinander zu wissen, ein völlig identisches Gedicht dichten. So steht doch der Widerspruch der Behauptung, dass beide das gleiche Gedicht geschrieben hätten. Worin besteht nun der Unterschied zwischen beiden Gedichten? Das Gedicht scheint nur ein Gleiches. Wenn wir ein Gedicht haben, so haben wir vor uns Wörter. Eine Ansammlung von Worten. Diese Worte sind eine Reihe von Artefakten. Sie sind Fakten und als künstlich hergestellte Fakten, sind sie somit Artefakte. Mit dem Sprechen klettert man eine Leiter hinauf (sic). Das Problem dabei ist, wenn einer bereits sehr hoch auf der Leiter ist, und muss nun entweder von oben sprechen, was verständlich Probleme macht, oder er steigt herunter, was eine Verständigung erschwert. Es gibt Sprache diesseits der Rede oder jenseits, anders ist Sprache nicht, also Nonsens. Das der Hörende „etwas anderes denkt als der Redende“ ist in einer wissenschaftliche Anforderung ausgeschlossen. Meine Theorie Schwaigen sagt aber, das der Hörende etwas anderes denkt, als er hört und der Redende redet, als müsste er das was er denkt, übersetzen. Der Redende denkt etwas anderes, als er redet. (Wenn der Redende während der Rede aus dem Fenster sieht, redet er weiter, obwohl er etwas anderes denkt) der Hörende denkt etwas anderes, als er hört. So klar und deutlich wie nur möglich ausdrücken. Diese Klarheit lässt eine größere Verständigung zum Redenden zu. Anderseits lässt dies weniger Spielraum für den Hörenden zu. Es ist so als würde das Essen vorher gequetscht. Es lässt sich leichter schlucken, aber man erkennt weniger, was vorgesetzt wurde, man schmeckt kaum noch Unterschiede und man hat nichts mehr zu kauen. Im Übrigen wäre eine wissenschaftliche Klarheit in der Quantenphysik wie auch in der Gettokanack möglich.
    Aristoteles ' Diktum heißt, dass nicht jeder Gegenstand ein gleiches Maß an theoretischer Präzision eröffnet. Der Philosophie der Sprache muss die Idee gegenübergestellt werden, dass bei der Verfolgung philosophischer Fragen, wir mit der Sprache beginnen und unseren Weg eröffnen. Meine Überzeugung ist, dass diese Haltung verantwortlich ist für die unfruchtbare Natur vieler zeitgenössischer analytischer Philosophie. Wenn wir mit Sprache beginnen und versuchen, ihren Weg nach außen zu arbeiten (uns zu äußern), werden wir nie außerhalb der Sprache treten. Was wir uns nicht denken könnten (Einhorn), das können wir uns real denken. Was wir uns real und klar denken können (Pferd), können wir uns nicht anders denken. Wir können uns also Marsmenschen in jeder Form vorstellen, wir können uns aber ein Dreieck oder einen Kreis nicht anders vorstellen.
    Zukunft ohne Gedächtnis. Wozu noch Gedanken frag ich, wozu? Sprechen von Malen des Denkens. Erinnern? Woran frag ich, wozu? Immer dieses Nachdenken gegen alles Vergessen und Verinnern. Zukunft ohne Gedächtnis. Behalten wir aus unserer Kindheit. Die Türme stehen in Glut, die Kirche ist umgekehrt. Wozu noch Gedenken frag ich, wozu?

  • Dichterhybris

    Warum Dichter lernen?

    Die Überheblichkeit des Dichters, zu wissen, scheint mir nicht diese Frage nach Hybris. Nennen wir doch heute einen Dichter von Wissen, der die Schiene Abitur bis Promotion durchlaufen hat. Aber was heißt, Wissen? Was heißt Denken? Der gelehrte Dichter versucht seine Gedichte möglichst intelligent wirken zu lassen. Aber sind diese feinen Bonmot Gedichte schon „Reife“ Gedichte. Will man den Dichter nicht wie „Goethe“? Ist das bereits Hybris? Überheblichkeit ist mir doch, wenn ein Priester meint: „Beten sie für die Toten einige Gebete“. Nicht dieses Beten scheint mir Hybris, vielmehr diese Forderung des Priesters. Von einem besonderen Dichter verlangt man schon ein besonderes Wissen. Ein Wissen, das alles Wissen im Volke übersteigt. Dies hieße auch das der Dichter, Kanzler, Präsident, ja König sein könnte, aber selten ein Kanzler, Präsident oder König ein Dichter.

  • World Cup

    World Cup

    Tomorrow is the time to make.
    Roll the ball as a light load.

    In the stadiums the Full
    New balls will roll.

    If you are not on grass.
    Will we see a lot of goals.

    Always will be pulled again.
    This is the championship.

    You can be friends, eleven.
    But shooting into the net!

    Bring us not by all the senses.
    Because we have to win here.

    Even the old football hare
    See today on the lawn.

    Do not keep it still at home.
    Draw up to the interval

    But the whole football game
    For many is too much.

    A scream is heard by all.
    When the first drop gates.

    And the keeper is then silent.
    rum to the first post

    And it is a top priority.
    That one comes into the last game.

    Who makes the final goal.
    If, prior to the winner.

    And in the end a lot of applause
    If one looks like a winner.

    Much of the glory there will be.
    The trophy, which is for life.

    And ever heard any.
    speak only of these games.

    Aachen,

    © MANFRED H. FREUDE

  • Fußball I

    Fußball I

    Dieses Spiel zwischen 4 Ecken
    Innerhalb der Reklame
    Ballspiel zwischen Toren
    Vom Mittelpunkt aus
    Immer den Kasten freihalten
    Räume und Punkte von
    Torwarttitanen und
    Spielerlegenden
    Ballverliebte Dribbelkünstler
    Pässe auf grünem Teppich
    Tanzen nach einer Pfeife
    Zu singenden Fans
    Immer den Ball halten
    Über zwei Spielhälften
    Und folgen der Dusche

  • Fußball

    Fußball

    Lass uns in die Stadien gehen
    Und den grünen Rasen sehen.

    Sehen wir von der Empore
    Rechts und links zwei leere Tore

    Ach was ist die Fußballwelt,
    So klein
    Sind zwei leere Tore so allein.

  • Fußballweltmeisterschaft

    Fußballweltmeisterschaft

    Morgen ist die Welt zu Gast.
    Rollt der Ball als leichte Last.

    In den Stadien den Vollen
    Werden neue Bälle rollen.

    Wird man nicht auf Rasen stehen.
    Will man viele Tore sehen.

    Stets wird sich neu aufgerafft.
    Dieses ist die Meisterschaft.

    Ihr dürft auch elf Freunde sein.
    Aber schießt ins Netz hinein!

    Bringt uns nicht von allen Sinnen.
    Denn wir müssen hier gewinnen.

    Selbst die alten Fußballhasen
    Sehen heute auf den Rasen.

    Keinen hält es noch zu Hause.
    Unentschieden bis zur Pause

    Doch das ganze Fußballspiel
    Ist für viele doch zu viel.

    Einen Schrei hört man von Allen.
    Wenn die ersten Tore fallen.

    Und der Torwart steht dann stumm.
    An dem ersten Pfosten rum

    Und es ist ein höchstes Ziel.
    Dass man kommt ins letzte Spiel.

    Wer im Endspiel trifft das Tor.
    Kommt sich schon als Sieger vor.

    Und am Ende viel Applaus
    Sieht man wie ein Sieger aus.

    Viel der Ehre wird es geben.
    Der Pokal, der ist fürs Leben.

    Und noch ewig hört man jeden.
    Nur von diesen Spielen reden.

    Aachen,

    © MANFRED H. FREUDE

  • Reden oder Schweigen

    Nicht reden schweigen.

    Es gibt wirklich Dinge über, die man nicht reden sollte, sondern lieber schweigen sollte. Einfach Alltägliches. Ein junger Literaturwissenschaftler (ich weiß nicht welches hierbei, dass intelligentere Attribut ist) schreibt ein dilettantisches Gedicht von seltener Naivität. Es wird dem Publikum zur Abstimmung vorgelegt. Das Publikum (hier als Masse) liebt natürlich den Witz, das harmlose, das verständliche, das was scheinbar naiv scheint. Jubel kommt auf und der erste Preis ist klar. Warum sollte die demokratische Masse anders entscheiden. Bei einer Wahl trifft jeder seine Empörtes persönliche Entscheidung. Hier spielt Intelligenz oder Nicht-Intelligenz keine Rolle. Menge entscheidet demokratisch nach, sagen wir Gefühl. Ein Aufschreien, bei Rassenübergriffen. Da wird ein dunkelhäutiger von hellhäutigen Jugendlichen im Bahnhofsgebäude zusammengeschlagen. Man ist verständlich empört über dieses Verhalten. Nun wird unser lieber Teamchef auf dem Platz von einem dunkelhäutigen zusammengetreten. Wir schweigen nicht. Wir schweigen nie. Es ist nicht unsere Art zu schweigen. Wir haben keine Ahnung, wissen aber über alles Bescheid. Wir reden besonders gerne, wenn wir nicht gefragt sind, wenn unsere Meinung nicht erwünscht ist. Ärgern wir uns, weil wir im ersten Fall so vieles verschwiegen haben? Weil wir nicht sagen durften, dass es im ersteren Fall auch anders sein konnte und uns nun der Beweis geliefert wird. Wenn wir tolerant sein wollen, dann dürfen wir auch niemals schwarz und weiß denken. Es sind Menschen, die aufeinandertreffen. Dieses Parteiergreifen ist bereits Rassismus. Und wie ist das beim Gedicht, das entweder naiv oder intelligent ist. Wir verstehen einfach nicht, was intelligent ist? Bei der Wahl hieß es auch lediglich, das Gedicht zu wählen, welches am besten gefällt. Interessenlos gefällt? Der Preisträger freut sich. Warum sollte er sich schämen? Für die Entscheidung des Publikums? Worüber wir nicht reden können, sollten wir lieber schweigen.

  • Solidarität

    Manchmal kommen mir Gedanken, warum ich einem Penner der mich anbettelt, nichts gebe? Dann wieder denke ich, warum ein Superreicher sich mit anderen Menschen nicht abgibt? Der Unterschied ist wohl darin begründet, dass ich innerhalb eines sozialen Netzes lebe, von dem der Penner unterstützt wird, in dem er lebt. Der Superreiche aber wird von diesem Netz bedient, entzieht ihm aber jede Unterstützung. Der Superreiche lebt in einer völlig anderen Welt, die von unserer Welt lebt. Seine Solidarität tendiert gegen null.

  • Kleinschreibung

    Gegen die Kleinschreibung

    Wenn ich schreibe, muss ich zeigen
    Dass ich Wörter betone
    In der Schrift betone ich nur Ausnahmen
    – Bésser A´kzente ´setzen
    Die stárken Silben betonen –

    Man sagt: „Im Ausland schreibt man klein“
    – Ich frage : „ Welches Ausland?“

    Wo keine Schrift ist, sind wenig Worte

    – Ich brauche viele Worte zum Singen,
    Viele Leuchttürme, Viel betonen,
    Viele Akzente

    Aachen, den 07.10.2005
    © 2005 MANFRED H. FREUDE Aachen
    www.myblog.de/freude

  • Machina Erklärung I http://machina.dierettung.myblog.de/

    Machina Erklärung I

    Ein Theaterstück, das uns Welt erklärt. Unsere Entwicklung haben wir selbst nicht mehr in unserer Hand. Sie entzieht sich unserem Verstand. Was ist zu tun? Täglich erreichen uns neue Gesetze und Vorschriften. Dagegen können wir nichts tun. Wir sind überzeugt, dass wir uns nur durch Ethik und Moral von Tieren und Sklaven unterscheiden. Handelt der Mensch, der Moral beansprucht unmoralisch? Ist der glückliche nur glücklich auf Kosten anderer? Können wir nur noch hoffen? Was wird versprochen? Woran tragen wir die Schuld? Wem können wir noch glauben? Zum Denken sind wir schon zu weit. Die Rettung liegt darin, dass wir uns ändern. Wir hören immer, wer uns was sagt. Uns selbst können wir nicht mehr hören. Wir denken, also sind wir? Das ist unser Fehler. Wir sind bereits, wenn wir nicht denken. Wenn wir denken, sind wir ebenfalls bereits. Es gibt für nichts einen Anfang. Wir müssen uns in die Flut stürzen. Die göttliche Maschine erklärt die Empirie. Wie der Schöpfer so ist der Mensch. Nur die Zukunft scheidet das Wahre vom Falschen. Sie ist die zuverlässigste Zeugin. Der Dualismus. Im Theater sagen wir: ach die Kunst und draußen stöhnen wir: Ach die Wirklichkeit (Büchner) man kann nichts Neues mehr lernen. Alles Wissen ist bereits gesetzt. Es gibt keinen Menschen mehr, der noch weiß, wie wir zu Wissen kamen. Das menschliche Wissen haben wir längst überschritten. Wir beginnen, bei allem Wissen, das uns die Technik zur Verfügung stellt.

    http://machina.dierettung.myblog.de/

    http://machina.dierettung.myblog.de/

  • http://machina.dierettung.myblog.de/

    http://machina.dierettung.myblog.de/

  • http://www.shaker-media.eu/de/content/bookshop/index.asp?ISBN=978-3-86858-188-1&ID=2

    http://www.shaker-media.eu/de/content/bookshop/index.asp?ISBN=978-3-86858-188-1&ID=2

  • Die Wolke

    Die Wolke

    An einem Tag im bangen Mond April
    War eine Wolke die dort niemand sah
    Sie war sehr oben und sie war sehr beben.
    Sie war sehr still und keiner nahm sie wahr.

    An jenem Tag, der Himmel war recht leise
    Kein Flugzeug flog von Ost bis West
    Da trieb sie fort von Norden bis zum Süden
    Sie stand noch ewig mit dem Rest.

    An einem Tag dort der April zum Ende
    Da war die Wolke immer noch
    Und niemand sah sie oben stehen
    Denn in dem Himmel war ein Loch

    An jenem Tag der auch nicht ging zu Ende
    Da stand sie dort und hielt sich fest
    Die Wolke wollte etwas noch bleiben
    Sie stand noch ewig mit dem Rest.

    © Manfred H. Freude, Nr. von Manfred H. Freude
    Aachen, 2010-04-20

    ***** Autoreninfo ******
    Manfred H. Freude geb. Aachen
    Escapistenlyrik, Liebe, Tod, Das Leben, Erfahrungen, Aktuelles, Trauer & Verzweiflung, Wut, Sehnsucht, Klartext, Kritisches, Gedanken, Allgemein, Nachdenkliches, Gefühle
    © 2010 MANFRED H. FREUDE

  • Eyjafjallajökull

    Eyjafjallajökull

    Ach. Wo Strom die dunkle Wolke führt.
    Nach Süden wo der Himmel blau.
    Keine Zähre einer Düse fällt herab.
    Stille über stummes Land und Frieden.

    Ach. Wo sich das Weiße löst vom Berg.
    Hoch, vom Berg verrinnt der Strom.
    Sand steigt auf in Stratosphären.
    Man erzählt von alten Mähren.

    Ach. Wo Islands grüne Wiesen liegen,
    Liegt nun grau das neue Land –
    Anders werden, durch Erneuerung.
    Diese alte Welt zerfällt.

    Ach. Wo reißt sich kraftvoll die Natur?
    Der Mensch bemerkt die neue Welt.
    Verwandlung bringt den Ausdruck.
    Die Technik brennt zu neuen Sphären.

    © Manfred H. Freude, Nr. von Manfred H. Freude

    Aachen, 2010-04-15

    ***** Autoreninfo ******

    Manfred H. Freude geb. Aachen

    Escapistenlyrik, Liebe, Tod, Das Leben, Erfahrungen, Aktuelles, Trauer & Verzweiflung, Wut, Sehnsucht, Klartext, Kritisches, Gedanken, Allgemein, Nachdenkliches, Gefühle

    © 2010 MANFRED H. FREUDE

  • Zensur

    Zensur.

    Ein Zeichen dafür, dass gerade Lyrik von besonderem Interesse scheint, zeigt die Tatsache, das man diskutiert, wie Lyrik zu rezipieren ist, wie Lyrik der breiten Öffentlichkeit näher gebracht werden kann. Wie man Antologien zu gestalten hat. All das läuft Letztenendlich auf eine Bevormundung heraus. Man stellt Kriterien auf, diese führen Letztenendlich zu einer modernen Zensur. Wie überhaupt die Dichtung heute einer öffentlichen Zensur unterliegt. Die bloße Beurteilung von Gedichten jeder Qualität ist eine reine Kritik ohne jeden Bezug zur Intention des Dichters. Teilen sich gerade einmal fünf Verlage das Geschäft mit dem Kanon deutscher Gedichte. Es teilen sich fünf Verlage die namhaften deutschen Dichter. Die anderen, etablierten Verlage, die sich gerne mit einem namhaften Dichter schmücken würden, untergraben weitverzweigt die deutsche Lyrikpreislandschaft, indem sie ihre Lektoren, Agenten in die Preisgremien, die Feuilletonetagen und Rezensionsebenen einschleusen und somit gewaltig, als eine geheime Zensurgemeinschaft, sich jeweils, ihren zu preisenden Dichter formen. Sollte einmal ein großer unabhängiger Preis verliehen werden, schreien diese Topverlage am lautesten, wenn es nicht einen ihrer Künstler trifft. Soweit die deutsche Dichtung im deutschen Verlagswesen, woran sich seit über zweihundert Jahren nichts verändert hat. Der Dichter lebt seit eh und je mit der Zensur. Wer versucht sich ihr zu unterwerfen läuft lebenslänglich, vergebens vor ihre verschlossene Türe.

  • Verlage, Lektoren, Rezensenten und Büchereien, Verleger, Lyriksternchen, Lyrik das große Geschäft

    Verlage, Lektoren, Rezensenten und Büchereien,
    Verleger, Lyriksternchen, Lyrik das große Geschäft

    Die sauren Gurken der Buchszene? Nein, nicht was sie denken. Saure Gurken sind die Renner der Buchszene. Im Konsum ist das Angebot stapelweise beworben. Aktuelles zur Buchmesse 2010. Die Leipziger Buchmesse macht noch mit Abfällen Geschäfte, das gilt im Übrigen für alle Buchmessen, die LitCologne, wie auch für Großbüchereien. Sie erleben den Konsum. Bücher über Bücher und: Nichts geistreiches!:
    Der Schauspieler und Bösewicht vom Dienst hat gerufen, doch keiner kam zur Präsentation seines Ratgebers: „Mein Powerprogramm für echte Männer.“ Gibt es denn keine echten Männer mehr? Wenn Detlef D! Soost keine Popsternchen mit neuen Choreos quält, „schreibt“ er Bücher; Abi Ofarim war in den 60ern ein Star. Diejenigen, die ihn heute noch kennen, haben lang auf seine Autobiografie gewartet. Daniela Posern hat den ewig jungen weisen alten Herren in die Raucherecke begleitet; Sie hat sich taufen lassen. Sie singt jetzt Gospels. Sie hat eine Biografie geschrieben. Und bleibt doch immer Nina Hagen; in den Romanen von Hera Lind spielen eigentlich Frauen die Hauptrolle. In ihrem neuen Buch ist plötzlich ein Mann der Protagonist; Helge Timmerberg durch Leipzig und plaudert mit ihm dabei über Goldsucher am Amazonas, Kamelreiten und Weißweinschorle; Klaus Wagenbach kennt Kafka wie kein anderer und war immer politisch engagiert; das neue Buch von Mia Ming. Es droht ähnlich erfolgreich zu werden wie ihre Trilogie schlechter Sex; Stefan Schwarz ist Vater und Ehemann. Er hat sein neues Buch Hüftkreisen mit Nancy für die Zuschauerinnen noch mal nachgekocht; live aus Leipzig, erleben können Sie Günter Grass, Axel Hacke, Dieter Mann, Harry Rowohlt, Anna Thalbach, Hanns Zischler u.v.a.; Die WM 2010 - das sportliche Großereignis des Jahres auf der Buchmesse. Norbert Kron und Marius Hulpe aus der Autorennationalmannschaft haben ihren liebsten Fangesang ins Mikro geschmettert Viele einsame Stunden verbringt der Schriftsteller am Schreibtisch - allein mit sich und seinen Gedanken. Beim Fußball in der Autorennationalmannschaft kann er hingegen seine Energie auf dem Platz abladen; Johann König mag Langeweile. Und Ruhe. Ausrasten tut er so gut wie nie; Wer zuletzt lacht, denkt zu langsam so der Titel des Ratgebers von Sascha Korf; Iwailo Schmidt hat seinen Stand direkt neben dem von Christian Anders. Christian Anders ist Schlagersänger. Christian Anders ist Impfgegner. Christian Anders schreibt gern in GROSSBUCHSTABEN. Christian Anders ist ... anders. Und er hat mit dem Schlagersänger mehr gemeinsam, als man denkt; Volker Insel entdeckte den Berliner Rocker Lommel auf der Messe. Jetzt sind sie Freunde.

    … Das sind nur einige Schlagzeilen der Leipziger Buchmesse 2010.
    Man wird nun sagen aber da steht doch Günter Grass, und ich sage sicher nicht umsonst.
    … Dieser Wahnsinn könnte stundenlang so weitergehen.
    Gehört nun Dieter Bohlen doch noch zur größten Weltliteratur, Nobelpreisverdächtig?

    Muss man hier schon vor lauter Fressen und Betrachten der Buchrücken kotzen?

    Sind seit der Aufklärung (oder seit der Bibel) keine ordentlichen Bücher mehr möglich?

    Der Kulturbetrieb hat die kreative Kunst übernommen. Der Mensch, der zu blöd ist fernzusehen, braucht das blöde Buch um seine Lebenszeit zu verschlafen.

    Wenn ich nicht in Leipzig oder sonst wie Gleichgesinnte treffen möchte oder dafür Geld bekomme, ist mir die Bahnfahrt hin und zurück einfach zu schade.
    Da redet eine Schauspielerin interessant auf der Buchmesse statt im Theater, nur weil sie ein Buch über Kräuterschnaps und Garten geschrieben hat.
    Ich frage mich, was ist daran Schriftstellerautor? Das sind doch Tagebücher.

    Mit Lyrik verdienen?
    Viele verdienen sich mit Lyrik eine goldene Nase. Dieser gewagte Ausspruch scheint wohl wahr. Die Wahrheit liegt darin, dass die Mächtigen der Lyrikszene die mit dieser Sparte verdienen, so heftig das Gegenteil behaupten. Da heißt es doch: „Erstens ist das wirtschaftliche Interesse, Lyriker zu fördern eher gering, weil mit Lyrik nichts zu verdienen ist. Zweitens stellt die Lyrik tatsächlich einen Sonderfall in der Frage: "Kann man schreiben lernen?" dar.“

    Wer nicht im Fernsehen spricht, wird in der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen. Der elitäre Schriftsteller, nur von einer Gemeinde wahrgenommen, verschafft sich kein Gehör.

    Dieses traumatisierte Verlegergejammer und das ihrer Helfershelfer sind für die Öffentlichkeit unerträglich. Es ist unbestritten, das auch sie ihre Ziele verfolgen, sei es, das es wirtschaftliche, kommerzielle, oder wie ein jeder Dichter einmal auf der Titelseite des Feuilletons stehen will. Dieses immer wieder hervorgezogene, schäbige Argument, das nur solche Dichter sich beschwerten, die erfolglos wären, ist doch billigste Polemik. Hier gilt doch eher das Goethewort vom Rezensenten: Sie fressen sich proppesatt und machen anschließend ihren Wohltäter fertig. Es ist doch nicht von ungefähr, das die meisten Herausgeber und ihre Schäfchen aus der Germanistenoberlehrerscene kommen. Hier gilt doch die These, nur der Primus, der mitmacht und seinem Lehrer die Füße küsst, kommt weiter. Genies kommen eben nicht aus der Schule. Dies galt auch für Goethe (dem der Doktortitel jur. versagt blieb.) Ich will aber trotzdem an dieser Stelle allen jenen nicht unterstellen, denen die sich redlich um Lyrik bemühen, jene die Lyrik einfach lieben. Jene, die aus Liebe besondere Verdienste machen aber ihr Umfeld, durch den Zwang ihres Standes durch nicht zu überbrückende Verpflichtungen, der freien Lyrik großen Schaden zufügen. An dieser Stelle möchte ich auch einmal eine Lanze brechen für alle Dilettanten und Anfänger, über Gedichten in Apothekerzeitungen, Fleischerzeitungen, und Seniorenzeitungen und auch über die dilettantischen Gedichte von Geburtstagsdichtern und Schulkindern. Das teilweise verächtliche Gerede von den sogenannten Experten ist unerträglich. Es ist auch einfach so, nicht hinzunehmen. Anderseits müssen diese Herren, als Preisrichter, sich schon gefallen lassen, dass man, auch nur als Dichter, über einen von ihnen gepriesenen Preisträger, an dessen kultivierten Werdegang nichts auszusetzen ist, an dessen Gedichten aber mangelnder dichterischer Geniegeist nachzuweisen ist, heftigere Kritik übt, ja sogar einmal die Frage stellt, wie überhaupt so etwas möglich ist.
    Das ganz große Geschäft mit Gedichten läuft. Fast alle Schüler dichten. In jedem Werbeblättchen steht ein Gedicht, zu jedem Fest wird gedichtet. Gedichte sind so beliebt, das die großen Verlage Gedichtbände „zensieren“. Sie lassen nur eigene Dichter zu und das auch zu den Preiswettbewerben. Man trägt in den Büchereien einfach die großen Gedichtbände unter die anderen Werke. Bewusst werden die Lyrikregale (im Einzelfall Regälchen) Kleingehalten. Für Verleger sind die Zeiten schon lange nicht wirtschaftlich schwierig. Es wird an Literatur verramscht was das Zeug hält. Überall wo sich bunte Bilder und bekanntes Geschwätz vermarkten lassen sind die Verleger groß im Geschäft. Das Kochbuch vom Sternekoch, die Popidol-biographie vom arbeitslosen Flötenspieler die Bestseller Fantasie Romane und Krimis von Ghostwritern in Massen produziert. Die Buchmessen lachen sich tot. Der Verleger der sich für Lyrik interessiert und auch Lyrik verlegt, investiert in ein Rennpferd das er fördert.

  • Manchmal ist mir eben so.

    Manchmal sehe ich keine Menschen, nur Arschlöcher.
    Jedes ist anders
    Viele von ihnen kenne ich,
    Andere kann ich mir bekannten Arschlöchern zuordnen.

    Früher glaubte ich immer es wäre ein Hühnerhof.
    Eines der Hühner fand ein Korn
    Und schon ging es los
    Flügelschlagen
    Gacker, gacker ich hab ein Korn gefunden.
    Gacker, gacker es hat ein Korn gefunden riefen die anderen.
    Stundenlang.
    Heute hat jedes Arschloch sein eigenes Zeichen.
    Gacker, gacker ich fahr Ferrari, ich Mercedes, ich Porsche.
    Gacker, gacker, ich hab frei, .....ich hab soviel Arbeit, dass ich nicht weiß, wo ich anfangen soll.
    Gacker, gacker, ich geh zum Arzt,......... ich bin gesund.
    Gacker, gacker, ich ess mir jetzt ein großes Eis und ein großes Stück Kuchen,
    ......... ich lass mir jetzt Fett absaugen.
    Gacker, gacker, ich war jetzt auf der Love-Parade......ich lese Bücher, bin in der Stadtbücherei.
    Gacker, gacker, ich hab jetzt einen Computerkurs gemacht.......... Ich hab nicht mal ein Handy..auch fernsehen will ich nicht, ... wir sind das unseren Kindern schuldig.
    Gacker, gacker, es gibt ja kaum noch gute Metzger, ... wir sind Veganer
    Diese Welt haben wir ja nur geborgt.

    Manfred H. Freude
    2002

Vor kurzem hinzugefügt auf last.fm

Bitte konfiguriere Dein last.fm Widget.

E-Mail-Abonnement

Hier kannst Du für neue Einträge dieses Blogs eine E-Mail erhalten.

Kalender
<< < Mai 2013 > >>
Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30 31
Nach oben
Radio
Besucherzähler
Seitenaufrufe insgesamt:
26568
Seitenaufrufe von heute:
1
Besucher insgesamt:
17243
Besucher heute:
1

Footer:

Die auf diesen Webseiten sichtbaren Daten und Inhalte stammen vom Blog-Inhaber, blog.de ist für die Inhalte dieser Webseiten nicht verantwortlich.