• Sticky Eisloch

    Eisloch

    Es ist kälter geworden am Eisloch
    auch der Himmel hat die Farbe der Kälte
    Die Eingeweide der ausgenommenen Fische
    frieren in den vollen Eimern

    Nur wer die Zeit mitgebracht hat
    findet diesen Winter sein Glück im See

    Im Blick auf das Loch wechseln die Schatten
    es schlafen nicht die Fische nicht die Menschen
    Es ist kälter geworden am Eisloch
    auch der Himmel hat die Farbe der Kälte

    Die Weiden trauern am Rand des Sees
    dort steht ein Dichter im Schneegestöber
    er rezitiert den Faust über den See
    die Fische verziehen sich tiefer vor Schmerz

    Wie viel Faust können Fische im eiskalten Wasser ertragen
    Wie viel Kälte speichert ein gefrorener See
    Einsamkeit auf der Eisfläche voller Ekel vor der Welt
    auch der Himmel hat die Farbe der Kälte

    Gedicht erschienen in der Zeitschrift OSTRAGEHEGE
    und

    im Gedichtband: Gedichte Alles aus einer Hand
    Engelsdorfer Verlag ISBN 3-86703-469-9

    © 2005 MANFRED H. FREUDE

  • Höhlengleichnismatrix

    Höhlengleichnismatrix

    Ich lebte einst in einer dunklen Höhle,
    gefesselt mit tausenden Anderen.
    Wir waren Sklaven, doch wir wussten es nicht.
    Ich blickte ein Leben lang, auf eine Wand voller Schatten.
    Für mich war das die Wahrheit.
    Es war alles was ich kannte.

    So, wie für dich Häuser, Autos und Pflanzen real sind,
    so waren die Schatten real für mich.
    Irgendwann merkte ich, dass meine Fesseln gelockert wurden.

    Wach auf, die Matrix hat dich. Folge dem weißen Kaninchen.
    Ich war zum ersten Mal in meinem Leben in der Lage,
    mich umzusehen.
    Etwas trieb mich an.

    Weißt du warum du hier bist, weißt du was du machst.
    Warum du kaum schläfst, allein wohnst und Nacht für Nacht am Computer verbringst?
    Du kennst die Frage, was ist die Matrix, die Antwort ist da draußen.
    Sie sucht dich und sie wird dich finden.

    Die Höhle war größer als ich dachte.
    Glaubst du an Schicksal?
    Nein ich möchte alles unter Kontrolle halten.
    Ich weiß genau was du meinst.

    Lass mir dir sagen warum du hier bist.
    Weil du etwas weißt, aber du kannst es nicht erklären.
    Aber du fühlst es.
    Du hast ein Leben lang gefühlt,
    das mit der Welt etwas nicht stimmt.
    Du fühlst es wie einen Splitter in deinem Kopf der dich verrückt macht.

    Ich entdeckte ein Licht über mir.
    Ich konnte nicht anders als hineinzublicken.
    Möchtest du wissen was die Matrix ist?
    Die Matrix ist überall, sie umgibt uns.
    Es ist eine Scheinwelt die uns vorgaukelt um von der Wahrheit abzulenken.
    Von der Wahrheit. Das du ein Sklave bist.
    Wie alle in der Sklaverei geboren, in einem Gefängnis,
    das man weder riechen, schmecken, noch anfassen kann.
    Ein Gefängnis für deinen Verstand.

    Es schmerzte, ich wollte mich abwenden.
    Doch ich merkte dass etwas nicht stimmte und ich wollte der Sache auf den Grund gehen.
    Ich kletterte dem Licht entgegen.
    Der Weg war anstrengend und das Licht blendete mich.
    Schließlich sah ich die Quelle des Lichts.
    Ein Feuer, dass Licht auf die Gegenstände warf, deren Schatten ich ein Leben lang auf der Höhlenwand sah und die ich für das Wirkliche hielt.

    Was ist die Wirklichkeit?
    Wie definiert man Wirklichkeit?
    Wenn es das ist, was du riechst, schmeckst, fühlst,
    ist die Wirklichkeit: elektrische Signale, die das Hirn interpretiert.
    Ich erkannte, dass die Schatten nur Abbildungen der Wirklichkeit waren und dass ich mein Leben lang etwas Falsches für die Wirklichkeit hielt.
    Ich wurde getäuscht, wir wurden getäuscht.
    Die Welt existiert nur noch als Teil einer neuro-interaktiven Simulation die wir Matrix nennen.
    Wir existieren nur noch in einer Traumwelt.

    Die Welt wie sie heute existiert ist eine Einsamkeit der Wirklichkeit.

    © Manfred H. Freude, Nr. 33 von Manfred H. Freude
    Aachen, 2009-09-14

    ***** Autoreninfo ******
    Manfred H. Freude geb. Aachen
    Escapistenlyrik, Liebe, Tod, Das Leben, Erfahrungen, Aktuelles, Trauer & Verzweiflung, Wut, Sehnsucht, Klartext, Kritisches, Gedanken, Allgemein, Nachdenkliches, Gefühle
    © 2009 MANFRED H. FREUDE

  • Utilaterismus und Eskapismus

    Utilaterismus und Eskapismus

    Die Frage nach der Tugend, nach dem „Du sollst, du musst“ auf dem Weg zur Elite, zum tapferen Helden, bewährt sich die Tugend als Sackgasse. Zwischen 1780 und 1970 hat sich die männliche Tugend zum Macho-Herren-Herrschergehabe entwickelt. Was ist nun, das den Menschen so einzigartig, vereinzelt und nicht zusammenkommen lässt? Auch in der Sprache kommen wir nicht zusammen. Die Sprache ist different, abweichend, stößt sich gegenseitig ab. Vielleicht kommt es zu gemeinsamen Abstimmungen aus Vernunft, wenn einer oder Beide nachgeben? Die Vernunft jedenfalls hat sich seit der Aufklärung Fehlentwickelt. Die Formulation aber in ihren Köpfen kann nicht zur Deckung gebracht werden. Dem Druck, dem sie unterliegen ist ihr Utilaterismus (Mein Grund, warum ich dichten muss). Der Utilaterismus, macht sie zu Hamstern, die ständig ihr Rad bewegen müssen. Er macht sie zu einzelnen Helden die alleine getrieben vom Zorn gegen eine ganze Armee von Menschen ankämpfen und sich anschließend wieder in die Reihen einreihen. Der Utilaterismus ist das, was Robinson Crusoe von sich und seinem Freitag fordert (den ihm Freitag aber verweigert, weil sein Denken nicht christlich geprägt war.). Die Frage bei der Begegnung von Menschen ist eine Frage des Utilaterismus. Menschen, die nichts von anderen Menschen brauchen, ziehen wieder auf eine einsame Insel der Freiheit. In der Sprache sucht der Mensch den, der in seinem Sprachspiel ist. Die Frage ist nicht, was kann ich tun, sondern die, was kann ich für mich tun. Das ist die Frage der Ehe. Es gibt hier signalisierte und nicht signalisierte Formen von Utilaterismus. Eine Frage bleibt, ob dieser Utilaterismus angelernt oder angeboren ist? Sicher ist er auch anerzogen. Anerzogen auch auf kulturellen Bedingungen die eine solche Anpassung erfordern. Wenn wir als kulturelle Wesen für Andere in den Krieg ziehen, erhalten wir für diese Tat der Tötung noch einen Orden. Für Menschen die eine Diktatur im Untergrund bekämpften und ihr Leben riskierten, war das schwieriger. Man muss sich nun fragen, ob sie denn auch aus Utilaterismus handelten? So ist auch eine Frage offen, aus welcher Sicht man den Utilaterismus betrachtet? Von allen Seiten meinen wir, denn wie schon am Anfang erwähnt, handelt wohl jeder Mensch aus Utilaterismus, auch wenn er das völlig von sich weist.

  • Das Sprachspiel ist keine Treppe

    Das Gedicht darf sich seine Dunkelheit bewahren, nein muss sich vom Schatten des Menschen lösen und als ein sprachloses Schweigen ins Licht treten aus allen Finsternissen. Buchstäblich trennt es sich von dem zuvor zitierten wortwörtlichen Gerede. Gegen das mittelbare Verstehen für dieses Unmittelbare verbinden des Grundes vom Mensch zum Menschlichen. Das Schweigen ist unerkennbar, unaussprechbar und also nicht wahr. Darüber sollte man nicht Nachdenken, noch ihm Nachspüren. Allerdings muss man wissen, das es immer bei jeder Rede und jedem Sprechen, jedem Wort, bereits darin enthalten ist. Wenn aber das zweideutige, funktionierend zwischen dem Diskurs und dem Ereignis, also diese Differenz, der Abstand zum Nichts des Schweigens verschwinden, bleibt etwas als von einem Datum her gedachtes, was die wahre Wirklichkeit ist, unartikuliert!. Das die Dunkelheit des schweigenden Nichts, die Einzige wahre Wirklichkeit ist. Heraklit: „Zu hören verstehen sie nicht noch zu sprechen“. Die Sprache aber ist das Recht des Menschen das er geltend zu machen hat. Alleine die Kraft des Sprechens, so ist meine These zu verstehen, fließt aus der Anerkennung der Notwendigkeit der Phänomene, zu denen die Sprache Distanz bezieht.

  • Lass Trauer sein

    Lass Trauer sein

    Frug ihren Namen
    Hielt ihre Hand
    Fest, fest, Atem lässt

    Sie trug ihren Namen zum Buch,
    Trugs
    Hauchte zwischen Blätter
    Verschwand im Atemhauch

    Hinter letztem Vorhang
    Trat sie von der Bühne
    Hinaus, sah nicht um
    Ins Foyer
    Keine Hand
    Keine Träne
    Weint

    2009-09-29

    Escapistenlyrik, Liebe, Tod, Das Leben, Erfahrungen, Aktuelles, Trauer & Verzweiflung, Wut, Sehnsucht, Klartext, Kritisches, Gedanken, Allgemein, Nachdenkliches, Gefühle
    © 2009

  • CHINA Li Bai Übertragung

    Li Bai Nachtgedanken

    Übertragungsversionen von Manfred H. Freude
    verschiedene Versionen

    a) Geboren und vom All beschienen
    Zweifelnd in dieser kalten Welt
    Halte deinen Kopf in die Sterne
    Und bedenke im Alter später Herkunft

    b) Bette vor hellem Mondlicht
    Zweifelnd dieser frostigen Erde
    Erhebe dein Haupt zum hellen Mondlicht
    Senke es und gedenke der alten Heimat

    c) Geboren unter Sternenglanz
    Zweifelnd bei aller Weltenkälte
    Halte den Kopf ins All erhoben
    Senke alternd dein Haupt zur Erde

    d) Geboren und vom All beschienen
    Zweifelnd in der kalten Welt
    Hältst du deinen Kopf in Sternen
    Denkst du im Alter ferner Herkunft

    e) Im Bett, vor hellem Mondesstrahl
    Zweifelnd vor der gefrorenen Erde
    Hebe den Kopf zum Blick des hellen Mondes
    Senke den Kopf und bedenke der alten Heimat

    f) Bevor ich mich bette fällt heller Mondstrahl.
    Ich weiß nicht? Ist Frost auf der Erde
    Ich hebe den Kopf und erblicke den hellen Mond
    Ich senke den Kopf und bedenke der alten Heimat

    © 2007 MANFRED H. FREUDE

  • CATULL GEDICHTE

    1.)
    Wem schenke ich dieses bezaubernde
    Frische Büchlein, das eben von dem Eisen geglättet wurde?
    Dir, Cornelius, denn Du hast immer
    Schon geglaubt, meine Verschen sind etwas wert,
    Du, der beispiellose Römer, der es wagte,
    Die ganze Weltgeschichte darzustellen.
    Gott, die Plage! In drei gelehrten Bänden!
    Nimm es deswegen so, wie es geordnet, dieses kleine Büchlein!
    Du, weibliche Frau, gib, dass mehr als
    Hundert Jahre, dass ewig es bestehe!
    2.)
    Spätzchen, Du Kleinod meines Mädchens,
    Den sie spielerisch in Ihrem Schoß bettet und
    Dem zum Schnäbeln sie die Fingerkuppe bietet
    Und immer anreizt zu heftigem Picken,
    Wenn mein strahlendes Liebchen, meine Sehnsucht,
    Sich irgendein neckisches hübsches Spielchen wünscht
    Und einen Trost für ihre Liebeswehmut,
    Dass die Glut der Leidenschaft sich anschließend lege.
    Könnte ich so wie sie doch mit Dir spielen
    Und des Herzens Trauer damit lindern!
    So sehr lieb ist es mir, wie nach der Erzählung
    Einst dem Mädchen beim Lauf der goldene Apfel,
    Der den lang verschlossenen Gürtel gelöst..
    3.)
    Klagt, o Göttinnen und Götter der Liebe,
    Und auch alles, was der Liebe wert ist auf Erden!
    Denn das Vöglein meines Mädchens ist verstorben,
    Er, der Sperling, des Mädchens ganze Freude,
    Den sie mehr noch als ihre Augen liebte.
    Süß wie Honig war er und er kannte seine
    Gebieterin wohl, wie ein Kind seine Mutter,
    Und er flog nie weg aus ihrem Schoß,
    Sondern hüpfte herum, bald hierhin, bald dorthin,
    Piepte immer nur in Richtung seiner Gebieterin.
    Doch nun muss er den dunklen Pfad beschreiten,
    Wo noch niemand, so wird erzählt, den Weg zurück fand.
    Aber wehe dir, abschreckender, todessüchtiger
    Orcus, der Du verschlingst, was schön und lieblich ist!
    Du hast ein reizendes Spätzlein mir entrissen!
    O, welch eine Freveltat! O, du armer Sperling!
    Deinetwegen sind jetzt die Äuglein meines
    Mädchens rot und vom Wein ganz angeschwollen.
    4.)
    Das kleine Boot, das ihr hier erblickt, o Freunde, erzählt,
    dass es das allerschnellste Boot war.
    Und fuhr es noch so hastig, so habe doch kein Schiff
    es jemals übertrumpft, ganz gleich, ob es notwendig war
    Zu rudern, oder ob es unterm Segel flog.
    Nicht bestreitet dieses an der wilden Adria
    Der Küstenstreifen, noch der Kykladen Inselkranz,
    Noch der berühmte Rhodus, noch die Thrakische
    Propontis, nicht das grässliche Schwarze Meer,
    Wo es, was jetzt ein winziges Schiff ist, früher lag
    Belaubter Wald; auf des Kytorus Höhen ließ
    Es oftmals plaudernd säuseln in dem Wind sein Laub.
    Amastris´ Pontushafen und umgrünt vom Buchs,
    Kytorus, ihr, so spricht das Schifflein, wisst davon
    Besonders gut; denn ganz am Anfang habe es
    Auf deinem Gipfel ja gestanden, habe einst
    In Deine Ströme seine Ruder hinuntergetaucht,
    Von wo es über so viele wilde Meere dann
    Den Mann getragen habe, gleich, ob links, ob rechts
    die Winde wehten oder günstig Juppiter
    Zugleich von beiden Seiten her in die Segel blies.
    Und niemals nötig sei es gewesen, irgendwas
    En Göttern der Küste zu versprechen, bis zuletzt
    Es nun vom Meer zum klaren See gekommen ist.
    Doch das ist nun verstrichen! Nun wird in Ruhe es alt
    In ruhiger Stille und weihet euch,
    Dir, Castor, und dem Zwillingsbruder Pollux sich.
    5.)
    Lass uns Leben, Lesbia und lass uns Lieben!
    Was die allzu spießigen Alten reden,
    Soll uns alles nicht eine Münze wert sein!
    Sonnen versinken und stehen wieder auf;
    Unser bescheidenes Licht; erlischt es einmal,
    Dann umfangen von Nacht und Schlaf, für alle Zeit.
    Gib mir tausend und darauf folgend hundert Küsse.
    Dann noch tausend und noch ein zweites Hundert,
    Und so immerzu tausend und noch hundert.
    Sind es dann recht viele Tausend, bringen wir sie
    Durcheinander, auf dass wir nichts mehr wissen
    Und damit uns kein abscheulicher Mensch beneide,
    Wenn er weiß, dass es so viele Küsse waren.
    6.)
    Flavius, wenn deine Liebe nicht so sehr gemein
    Und geschmacklos wäre, verrietest du sie nur zu
    Gerne deinem Catull; Du könntest den Mund nicht halten.
    Sicher liebst du eine kleine Dirne, irgendeine,
    Die nicht zu haben ist. Da hat man nicht den Mut zu sprechen!
    Denn nicht ohne Liebe liegst Du in den Nächten:
    Auch wenn sie stumm ist - bezeugt es dein Bett doch sehr vernehmbar,
    Welches von syrischem Öl und Kränzen duftet.
    Und dein Kissen ist auf seiner vollen Länge
    Durchgelegen; dazu das Bettenlager, wippend
    schwankt knarrenden Lautes in allen Fugen.
    Denn du treibst es ohne Scham - zu Reden traust du dich nicht.
    Weshalb solltest du verhurt denn sonst aussehen,
    Und so liebliche, nette Dinge tun?
    Also, was auch immer du hast, ob hübsch, ob hässlich,
    Sprich nur! Dich und deine Gespielin will ich empor jubeln
    In den Himmel mit hübschen, netten Liedchen.
    7.)
    Welche Zahl an Küssen ich gerne von dir haben würde,
    Fragst du, Lesbia, bis ich einmal gesättigt bin?
    Soviel Sandkörner sind in der Wüste Lybiens
    Bei Kyrene, dem Pflanzenreichen,
    Von dem Ammonsorakel, vor Hitze glühend,
    Bis zum heiligen und alten Bachusgrabmal,
    Soviel Sterne in stiller Nacht am Himmel
    Auf das heimliche Geliebte unter den Menschen schauen:
    Soviel Küsse zu küssen würde genügen
    Dem Catull, der vor Liebe wahnsinnig und krank ist;
    Soviel, dass sie kein "Erbsenzähler" zählen kann und
    Keine boshafte Zunge sie verhexen kann.
    8.)
    Catull, du Armer, lasse den Unfug,
    Was du verloren glaubst, ist verloren, glaube es ruhig!
    Wie sonnig strahlte dir früher der Glanz der Tage,
    Als du dem Mädchen, wie es forderte, nachliefst,
    Geliebt von dir, wie Keine wird geliebt werden!
    Und dort, so viele süße Scherze gab es damals,
    Die du gerne wolltest und die sie nicht störten.
    Wie sonnig strahlte dir allen Ernstes der Glanz der Tage!
    Sie hat keine Lust mehr: Nun, dann auch du nicht mehr, Versager!
    Verfolge nicht, die vor dir wegläuft, und lebe nicht schlecht,
    Nimm es hin mit starkem, eisernen Herzen, sei tapfer!
    Machs gut, du Mädchen, hart ist schon Catull, standhaft!
    Du willst nicht: Er wird nicht mehr bitten, nicht kommen.
    Es wird dich verletzen, nicht mehr gebeten zu werden.
    Charakterlose, weh dir, welches Leben bleibt dir noch!
    Wer läuft zu dir und wer wird dich noch als hübsch ansehen?
    Wen wirst du lieben, wen Liebster dann heißen?
    Wen wirst du küssen, wessen Lippen wund beißen?
    Doch Du, Catullus, bleibe tapfer und bleibe standhaft!
    9.)
    Mein Veranius, von allen meinen Freunden,
    Von den Hunderten mir der Allerbeste,
    Bist du wieder im Hause des Vaters,
    Bei den Brüdern und deiner alten Mutter?
    Du kamst! Glückselige und von Freude erfüllte Nachricht!
    Erblicken kann ich dich gesund, kann dich hören
    Schildern Spaniens Städte, Taten, Stämme,
    Wie du es liebst; und dabei am Halse hängend
    Darf ich Mund dir und liebe Augen küssen.
    Viele glückliche Menschen mag es geben:
    Aber wer ist glücklicher als ich, in diesem Moment, und froher?

  • Erstlektüre

    Zitat: Erstlektüre
    (zur Aufhebung von Vorurteilen)
    Einer, der grundsätzlich ein Hauptwerk liest und anschließend Sekundärliteratur oder danach das Werk als Verfilmung ansieht, ist wie Jener, der gleich selber beginnt ein Haus zu bauen.
    A) Am Ende des Hausbaus hat er alle Erfahrung.
    B) Jemand der Sekundärliteratur liest, ist informiert über Erfahrungen anderer. Es kommt seiner Intelligenz zu, ob er mit A oder B besser fährt; oder gar nach der Erfahrung B gleich auf den Hausbau oder die Hauptlektüre verzichtet.
    C) Es ist sicher der größte Fehler, der oft gemacht wird, den Typ A als den intelligenteren zu bezeichnen. Wie unintelligent wäre es, man nach der Hauptlektüre, auf die weitere Information verzichtet, wo man erfahren hätte, das man den Text völlig falsch verstanden hat. Hatte man umgekehrt gehandelt, hätte man größeren Genuss gehabt. Soviel nur zu den Kommentaren Hauptwerke zu favorisieren.

  • Der brave Wähler

    Der brave Wähler

    Wenn alle artig wählen gehen
    Können sie was Gutes sehen
    Wenn sie mit dem Nachbarn streiten
    Ihm den Ärger zu bereiten
    Wenn sie mit dem Auto testen
    Um die Umwelt zu verpesten
    Wenn sie bis zum letzten Fluch
    Schreien, Lärmen nicht genug
    Bei der Arbeit wie zu Hause
    Schlafen, Träumen ohne Pause
    Tanzen, Springen wie ein Kind
    Wenn sie erst in Urlaub sind
    Nur im Bilde sind gewesen
    Statt ein gutes Buch zu lesen
    Der gewählte muss es richten
    Was sie selber sich vernichten

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    Manfred H. Freude geb. in Aachen
    Escapistenlyrik, Liebe, Tod, Das Leben, Erfahrungen, Aktuelles, Trauer & Verzweiflung, Wut, Sehnsucht, Klartext, Kritisches, Gedanken, Allgemein, Nachdenkliches, Gefühle
    © 2009 MANFRED H. FREUDE

  • Andere singen

    Andere singen

    Verzweifelt aus Angst
    Es ist kein Wald mehr dort
    Der Himmel Grautristesse
    Die Zukunft?
    Sie ist düster

    www.freude/myblog.de

  • Tokio Hotel

    Tokio Hotel

    Gestern lagen wir im Gästehaus
    So still, kein Ton
    nur das leise Summen
    der Klimaanlage

    Eine elegante Flasche Weißwein
    aus der Minibar
    kühlte unsere Raumtemperatur

    Wir hatten nur diese eine Nacht
    oder war hinter Vorhängen Tag?
    Ein Vogel flog durch den Raum
    Mäuse liefen unter den Betten

    Es war noch gestern, wie heute
    nichts war verändert
    Die Zeit wurde angehalten

  • Dichter im Gedicht. Lyrik Taschenbuch

    bei Amazon oder in ihrer Buchhandlung

    Manfred H. Freude
    Portrait | Werke

    Dichter im Gedicht. Lyrik Taschenbuch
    ISBN-13: 978-3-86901-152-3
    1.Auflage 2009_01
    Engelsdorfer Verlag
    Sprache: deutsch
    Taschenbuch, Format: 19x12
    126 Seiten

    Preis: 9,95 EUR
    Kaufen | Leseprobe | eBook

    Beschreibung:
    G E D I C H T E von Manfred Hubert Freude aus Aachen. Gedichte, Gegenwartslyrik, Lyrische Texte, Zitate, Storys, Essays, Kurzgeschichten, Escapistenlyrik. Debüt 2005 Lyrikband: Keine Genichte – Alles Gedichte, weitere Bände: Denkheft und Schriftmal; Treibsand und Lianen; Tödlicher Frieden, Mallorkinische Reise; und Alles aus einer Hand; Arbeitsgebiete: Gedichte, Gegenwartslyrik, Lyrische Texte, Zitate, Kurzgeschichten, Escapistenlyrik; Philosophische-, Poethologische-, und Kunstgeschichtlichen-Essay, Intertextuelle Interpretationen; Narrative Experimente und Dokumente von Selbstreflexion; Fragmentarische Erzählungen; Prosaminiaturen; Interpretationsübungen. Homepage: www.myblog.de/freude

  • Sprachspiel

    Die Katze fliegt zum Mond
    Noch vor dem Untergang
    Zwischen der Sonne
    Landen die Mäuse

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  • Klima

    Klima

    Das kranke Herz schreit lautlos
    Der Himmel weint

    Wir hätten uns retten können
    Ohne Worte

    Aachen, 2009-09-21

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  • Dichterlüge - lügt der dichter?

    Dichterlüge? Lügt der Dichter? Kann ein Dichten lügen? Diese Frage nach der Moral wird seit jeher Dichtern vorgeworfen. In der Presse: Es gibt nichts mehr zu berichten, was Schlagzeile machen könnte, bisher aus einem machen könnte. Schon gar nicht die Wahrheit ist für den Leser interessant. Es müssen Lügen sein, erfundene Schlagzeilen. Nur über das was nicht sein kann, was nicht sein darf wird Interesse geweckt. Jeder Mensch ist Dichter und dichtet sich seine Welt zu Recht. Am Morgen liest er seine Zeitung. Die darin enthaltene Story hörte er bereits im Radio. Am Vorabend berichtete man darüber im Fernsehen. Wer nun denkt er wäre Erstleser dieses Zeitungstextes, ich meine, wer denkt er ginge völlig ohne Vorwissen an diesen Text, ohne dieses Vorwissen, würde man seinen Verstand ausschalten, der irrt. Was aus der Zeitung spricht ist nur subjektiv. Oder genauer, es ist objektiv, wird aber nur subjektiv wahrgenommen. Es ist sehr einfach. Begegnet uns ein Chinese, und spricht uns in seiner Landessprache zu, so verstehen wir seine Sprache nicht, aber immerhin werden wir etwas verstehen. Im einfachsten Fall verstehen wir Nichts, wir verstehen, dass wir nichts verstanden haben, also haben wir etwas verstanden. Nämlich das, wenn einer zu uns in einer uns unverständlichen Sprache spricht wir nichts verstehen. Hätte er allerdings geschwiegen, so hätte er in jedem Fall zu uns gesprochen, das hieße, wir hätten verstanden, das ist ein Chinese, dessen Sprache verstehen wir nicht. Was ist das Schweigen? Das Schweigen ist kein Verschweigen, weder Absichtliches noch ein Unabsichtliches. Man schweigt von etwas, das man nicht weiß dass man etwas verschweigt. Man sagt, aber man sagt etwas nicht. Man sagt nichts, was man denkt und verschweigt. Oder da ist nichts, man weiß nichts. Kann also auch nichts sagen, denn über nichts kann man auch nichts sagen. Da ist aber etwas, man versucht darüber zu reden. Man beginnt darüber zu reden. Alexander von Humboldt begegnet dem Urwald, er ist beeindruckt von seiner Größe und der Artenvielfalt. Er erkennt, dass er alles wohl niemals erfassen wird. Er beginnt mit dem ersten Blatt das er zeichnet dass er sorgfältig zwischen zwei Seiten presst. Mit diesem Darstellen des ersten Blattes, verschweigt er gleichzeitig die unendliche Artenvielfalt. Über bestimmte Themen will man nicht reden, darum palavert man über belanglose Dinge. Es geht aber nun darum, das man grundsätzlich verschweigt und zwar Dinge die man nicht ausdenkt, die man nicht aus formuliert die man nicht ausformulieren kann. Mit jedem Aussprechen, der Historiker und der Archäologe können nicht erkennen, das sie mit der Sprache nicht die Vergangenheit erklären sondern die Vergangenheit verschweigen. Alle Dichter und Denker beschäftigte dieses Thema auf der einen oder anderen Weise. Auch wenn ihnen nicht einmal die Frage bewusst war, was mehr spricht, die Rede oder das Schweigen. Welche Rede und welches Schweigen hätte ihre Frage heißen müssen. Des gleicht der Frage nach Ebbe und Flut. Man kommt zu dem Ergebnis, das die Flut immer wieder zurückkommt. Es ist aber das Wasser, das bei Ebbe zurück geht. Fußnote, wir zitieren einen Satz zum Thema Fußnote: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Dann geben wir die Fußnote an: aus § 1 Grundgesetz. Ein sehr guter, richtiger Satz. Wahrer, schöner, bedeutender Satz. Sicher dies alles. Aber spricht der Satz auch aus sich? Der gleiche Satz bei einer Beerdigungsfeier, in einem Glückskeks, der Satz auf einer Plakatwand oder einer Todesanzeige. Er besitzt Referenz und Objekt. Ist also ein richtiger Satz. Wer spricht an, wer ist angesprochen? Das Volk ist angesprochen, weiß das es angesprochen ist. Woher? Aus dem Schweigen, aus dem Nichtgesagten. Aus dem Wissen. Es spricht die Bundesregierung, sie spricht an. Sie zitiert das Grundgesetz. Sie verweist auf das Grundgesetz. Ohne nachzudenken erkenne ich den Sinn aus meinem Unterbewusstsein. Ich weiß, dass ich angesprochen bin. Kann ich mir die Situation der Anwendung dieses Satzes vorstellen, so habe ich mich von diesem Satz bereits entfernt. Der Satz ist nicht meine Vorstellung. Wie bei den Speisen, muss ich die einzelnen Komponente nachvollziehen, schmecken. Gibt es einen Grund für die Regierung mir diesen Satz nun vorzustellen? Zwischen meinen Vorstellungen und denen der Regierung diesen Satz vorzustellen, sind Welten, die erst erarbeitet werden müssen. Welten die der Fall sind und entfernt von diesem Satz liegen. Die auch nicht aus diesem Satz hervorgehen. Die außerhalb der Bedeutung dieses Satzes liegen. Was bedeutet hier: Grundgesetz als Fußnote? Im öffentlichen Verkehrsmittel greift ein in jeder Hinsicht minderbemittelter Mann eine andere Person an. Wir fahren dazwischen: bitte lassen sie diesen Mann in Ruhe. Wir tun unsere Pflicht. Wir sind stolz, wir haben sehr recht, das Gesetz ist hinter uns. Wir verheimlichen uns selbst gegenüber, das wir keinen Gedanken verschwenden, aus welchen sozialen Problemen und Brennstoffen der Angreifer einer solchen Handlung fähig war. Wenn wir etwas schönes sehen, verheimlichen wir das hässliche, wenn wir etwas böses sehen, verheimlichen wir das Gute. Mit jedem Wort, mit jedem Satz, verheimlichen wir. Mit der Fußnote unterstellen wir. Wir unterstellen, mit dem Aufstellen der Fußnote, das der Leser nicht weiß, das der Satz aus dem Grundgesetz ist.

  • Tödlicher Frieden Interpretation und Versuch einer fragmentarischen Erklärung

    Tödlicher Frieden Interpretation und Versuch einer fragmentarischen Erklärung

    Tödlicher Frieden Interpretation zu dem Gedicht
    Tödlicher Frieden Interpretation und Versuch einer fragmentarischen Erklärung

    Das Gedicht tödlicher Frieden (welches auch dem gleichnamigen Buch seinen Titel gab), wird fast ausnahmslos falsch interpretiert (wie die meisten seiner Gedichte). Man schwankt bei der Interpretation zwischen Krieg und Frieden. Dies passiert auch berufsmäßigen und geübten Kritikern, Lesern, Poetologen, Sprachphilosophen. Auch wenn das Gedicht, stellenweise von Landsern, Panzern spricht, so handelt es doch bei genauerem Hinsehen, Hinhören und Betrachten, um die alltägliche Situation, die jedem von uns zu jeder Sekunde zutreffen kann. Auch am ruhigsten Urlaubsort, kann uns eine explodierende Bombe treffen, sowie eine tödliche Monsterwelle. Das Haus in dem wir uns gerade befinden, kann sich selber in ein tiefes Erdloch stürzen. Es kann sich zu jeder Zeit die Erde öffnen von Vulkanen oder Erdbeben. Der Regen kann uns, ganze Häuser und Autos wegspülen. Immer und Überall kann etwas passieren. Immer und Überall kann plötzlich das Friedliche ins Tödliche umschlagen. Die Idylle zur Ruine werden. Das ist der genauere Sinn des Gedichtes Tödlicher Frieden. Der oft falsch verstandenen Meinung zu seinem Lyriktitel: Tödlicher Frieden. Hier wird immer Krieg angenommen. Das der Krieg tödlich ist, ist wohl schwer zu bezweifeln. Aber es geht hier um Frieden. Nur der Frieden kann tödlich sein; der Krieg ist per se tödlich (nur tödlich und niemals untödlich). Der Frieden hat an sich friedlich zu sein, doch dies täuscht. Frieden ist so wenig friedlich wie Krieg tödlich ist. Attentate, Naturkatastrophen, Mitte, Dunkel, Dämmerung, Leere, Innen, unsichtbare Tornados, Wellen, Wüsten, Tsunami, Feuer, Brandung, Vulkane, Erdbeben, Explosionen, Straßenkämpfe, Schüler, Hacker, Terroristen, was noch? Unsere eigenen menschlichen Aggressionen, ob als vermeintliche Friedensstifter oder als Krawallmacher. Das friedliche Nebeneinander, unsere aufgezwungene freundliche Toleranz, schamlos ausgenutzt, wie die Natur, der wir arglos begegnen an Traumstränden von urplötzlichen Wellen, Erdbeben oder Vulkanausbrüchen überrascht. Begegnen wir unserem Leviathan. Begegnen wir auf der Stille der Friedhöfe nur unseren Toten. Die Sekunden der Stille vor der Atemwende des Todes. Zu dem Gedichtband geht mehrdeutig der Beweggrund hervor. Zunächst zu dem Text, dieser Anlass, das verstärkt berichtet wurde, das die gebräunte Gesellschaft sich nun aufmachte, diesen Tag wieder in ihre Reihen zu bekommen und Aufmerksamkeit zu fordern, die sie auch in jedem Fall wieder erreichte, weil sie ständig zu allen unpassenden Gelegenheiten präsent ist. Solange keine Gegenbewegung erfolgt, bekommt diese haarlose Gesellschaft ihre Plattform, ob negativ oder positiv, sie kommen leider in die Schlagzeilen. Zu seinen Gedichten, die Freude zu diesem Thema geschrieben hat. Da erübrigt sich auch ein Kommentar, was den Dichter hier bewogen hat. Das bewegt gewisse Herren in der Schweiz, in Lichtenstein und am Gardasee sicher nicht. Es gehört aber immer wieder aufgetischt und verstärkt in die Aufmerksamkeit. Das Thema wird leider viel zu sehr, so einfach hingenommen. Zu dem Gedicht Auslandeinsatz ist zu sagen, dass es bei dem ersten Auslandseinsatz, der Abstimmung im Bundestag geschrieben wurde. Wie weit wir heute mit unseren Auslandseinsätzen sind, ist bekannt. Fuß um Fuß bewegen wir uns weiter in die Kriegsgebiete und schaffen es dass wir in fremden Weltmeeren nun mit riesigen Kriegsschiffen kleine aber umso schnellere Piratenboote jagen. Kapitän Hook lässt grüßen und von den Kriegsgebieten kommen die Särge und die Öffentlichkeit nimmt nichts war, oder heißt es wahr? Bei allen Themen von Tod und Frieden, geht es um Berichterstattung und um das Wegsehen. Wir sind doch blind für die Dinge, die geschehen. Selbst bei Amokläufern sehen wir nicht hin, sondern suchen uns Begründungen, die unser Gewissen beruhigen; mit denen wir leben können. Den wahren Grund wollen wir doch nicht sehen. Der ist bei blindwütigen Mördern, Terroristen und Totalitären Personen gleich. Wir aber trennen fein. Beim trennen in grüne, weiße und braune Flaschen, bleiben es doch immer Flaschen. Wir sehen aber nur die Farbe. Dies ist hoffentlich eine kleine Einführung in eine Interpretation, das reicht fürs erste als Erklärung. Weiteres ergibt sich aus seiner kompletten Arbeit. Im Übrigen hat er einen einzelnen Band herausgebracht, mit dem Titel: tödlicher Frieden. Hier geht es darum, dass es im Allgemeinen, keine Sicherheit gibt. Auch nicht in der Natur. Leider werden der Titel und auch einige Gedichte, wie das Gedicht Tödlicher Frieden, oft als einen Text, alleine Wider den Krieg, oder wider das Vergessen, angesehen. Es geht aber darum, dass wir zu keiner Zeit, zu keiner Sekunde sicher sein können, weder vor Krieg, noch vor Erdbeben, noch vor Amokläufern, noch vor Hauseinstürzen. Wir leben einfach gefährlich. Na, wenn das keine neue Botschaft eines Dichters ist. Wir leben in gefährlichen Zeiten; der Lachende hat die furchtbare Nachricht nur noch nicht empfangen… der dort ruhig über die Straße geht ist wohl nicht mehr erreichbar für seine Freunde die in Not sind?

    Tödlicher Frieden ISBN: 3-86703-111-8 D 15,00 €
    Beispiel Textauszug Gedicht tödlicher Frieden

    TÖDLICHER FRIEDEN

    tödlicher Frieden der tauben Panzer
    die rollen und rollen
    nicht wissend wohin noch woher

    und in den Straßen
    und auf den Plätzen
    spielen die Kinder der Landser
    mit Holzpferden und Steinkreuzen

    Die Armen und die Doofen sind geblieben
    die Anderen zog es zum Meer
    wo man den Horizont noch sieht
    den Horizont der einem so fehlt

    Ihr Lacher lacht noch lächerlicher
    glaubt weil ihr im Blut gebadet
    ganz getaucht in schwarzem Blut
    ihr wäret unverwundbar wunderbar

    Hört ihr nicht die Wellen rufen singend
    seht ihr nicht die Wälder brennen fressend
    warum schweiget ihr noch
    die Natur wird’s richten meint ihr hinrichten

    www.freude/myblog.de
    Buch zu bestellen bei Amazon und in jeder Buchhandlung

  • Büchners Dantons Tod Lucile

    Die ganz andere Geschichte Büchners Maulesel

    Gegenseitig machen wir uns zu Mauleseln. Ein Ding, zwischen Rennpferd und Gepäckträger. In diesem Dilemma gefangen, können wir keine Kinder mehr bekommen! Pygmalions sterile Statuen verkommen.
    Man sieht sich ja so gerne sprechen. Man hört sich auch gerne selber zu. Aber man versteht nicht. Es schreibt der Mensch für sich allein. Wer´s liest, das muss ein Anderer sein!
    Wenn man etwas als Unsinn erkennt. Wenn jemand spricht, und man weiß er redet Unsinn, so möchte man meinen, man wäre wahnsinnig. (Lucile Dantons Tod, 2. Akt, 3. Szene, Seite 39 Zeile 17.) Darum hält man vieles Sprechen auch für Intelligent.

    (Auszug aus einem längeren Text einer neuen Sprachtheorie)

  • AIDA Szenen aus dem Theater

    Theater: AIDA

    Das war noch nie da! Premiere AIDA
    Sie war sehr dick; starb trotzdem
    Kein Fleisch zu sehen. Abo vegetarisch
    Während auf der Bühne gestorben wurde
    Pfurzt die ältere Dame im Rang
    Noch bevor die Luft kippt
    Öffnen sich Türen zur Pause
    Nein. Kultur ist kein Frauen verstehen

    In den Pausen gibt es Wein und Bier
    Pausen für Flüssigkeiten. Aller Urinale
    Wir kennen uns – meint der Nachbar
    Ich trete zurück. Die Wasserspülung läuft
    Alles Automatisch. Es klingelt
    Ich warte bis alle sitzen
    Ehe ich mich zur Mitte durchschlängele
    Der Herr vom WC nickt mir freundlich zu
    Mir fällt ein: der freundliche, persönliche Bankberater
    Vollidiot. Klare Worte. Kein Bankgeschwätz.
    Alles Theater eben. Ich setze mich.
    Wer ist mehr gefangen? Der Chor? Das Abopublikum?
    Kopfschmerzen, Nackensteife, alles inklusive.
    Alles für die Kultur. AIDABEGEGNUNG
    Wir sterben alle gleichzeitig
    Raus aus dem Theater
    Aus dem Krematorium in die Welt
    Waren wir nicht vorher Tote?

  • 30. Oktober 2009 Aachener Lyriker lesen

    Wir freuen uns sie am Freitag,
    den 30. Oktober 2009 um 19:30 Uhr
    im Haus der Dommusik auf dem Katschhof neben dem Rathaus und neben dem Aachener Dom
    zur Lyriklesung einladen zu dürfen.
    Es lesen Aachener Lyriker des Literaturbüros Aachen Euregio Rhein-Maas
    Wir hoffen auf rege Teilnahme.

    Es grüßt Sie freundlich

    Wir danken ihnen bereits im Voraus!
    Manfred H. Freude
    52062 Aachen
    ________________________________________
    Betreff: Lesung Liebe Freunde der Lyrik

    Gleichzeitig bittet der Ausrichter
    Das Literaturbüro Aachen um ihren Besuch, der Eintritt ist kostenlos!

    1) Stimmbänderbrücken
    2) Sprachen
    3) Lauter Stimmen

    Lesung 30.10.2009, Aachen,
    Haus der Dommusik, Katschhof,
    Manfred H. Freude

    Stimmbänderbrücken

    Aus Herzen getriebene Gedanken
    Gerissen - vom Dornenstrauch
    Verlegt zur Quelle deiner Augen –
    (Werfe statt der Steine mehr Blüten)

    Kehret um als Kinder
    Es fängt an zu regnen
    Gedanken, besänftigt zum
    Aufseufzen dieser Herzen
    Folgen auf Wegen des Atems

    Es ist noch Blut in ihnen
    Wollen wir wachen
    An der Brücke des Aryknorpels

    Sprachen,
    aber ihr Sprechen war kein Sprechen.
    Ihre Reden waren keine Reden.
    Sie schwiegen.
    Und es waren keine Worte;
    Weder in ihnen, noch aus ihnen.

    Sie verstanden genau!
    Was sie verstanden,
    stand auf ihnen geschrieben.
    War ihnen eingeprägt
    Als schweigende Inschrift.

    Niemandes Sprache,
    Die Kainesprache.
    Trugen sie ins Feld
    Um Furche und Furche und
    An den Grenzen kehrten sie den Vers
    vaterländisch. Wendeten sie den Pflug,
    hoben die Steine.

    Denn es lagen Steine in den Furchen
    Und Worte fielen aus der Erde
    und vom Himmel.

    Widerworte von Reihe zu Reihe,
    Vaterländisch.
    Lauter Stimmen

    Im unsagbaren, unaussprechlichen Schweigen
    Halte ich volle Worte
    In den Höhlen und Kammern
    Der Serengeti für alles Denkbare

    Geöffnet an Besuchstagen für Kritiker
    Fallende Geräusche zu entziffern

    Noch kann ich nicht nach deinem
    Mund reden
    Spreche geradeaus
    Und dort steht’s – DU –
    Wenn das Wort dich trifft
    So still und undeutlich; andersartig

    Was schweigt in mir?

    Es denkt noch, ehe ich gedacht
    Will reden, bevor ich wage zu sprechen
    Mit Harmonie aus einem Reich
    Das den Ton formt im Hals, den Klang

    Schweigen macht die Sprache stumm
    Bis sich ein schöneres Wort findet
    Schreibt der Mensch für sich allein.
    Wer liest, dass muss ein Anderer sein.

    Trägt diese Stimme noch weit
    Fragt uns nach den Worten
    So still und undeutlich andersartig

    Was schweigt in mir?

    Es denkt noch, ehe ich gedacht
    Will reden bevor ich wage zu sprechen
    Mit Harmonie aus einem Reich
    Den Ton, geformt im Hals, den Klang
    Schweigen macht die Sprache stumm
    Bis sich ein schöneres Wort findet
    Schreibt der Mensch für sich allein.
    Wer liest, dass muss ein Anderer sein.

    Manfred H. Freude | © Manfred H. Freude, 1.09.2009 Nr. Lesung 30.10.2009
    Von Manfred H. Freude www.gedichte-freude.blog.de www.freude/myblog.de

  • Lyrik sucht Leser

    Ly-Le-Lu

    Lyrik sucht Leser:
    Das bist Du!

    Keine Rezensenten
    Lieber Abonnenten

    Wird die Lyrik etwas frecher
    Nennen sie sich Buchbesprecher

    Literaturkritiker in Haufen
    Brauchen sich kein Buch zu kaufen

    Die bekannten Leseratten
    Die selbst nie ein Abo hatten

    Nur der liebe Bücherwurm
    Hilft der Lyrik durch den Sturm

    Doch die Zierde für´s Regal
    Ist die Lyrik allemal

    Wenn Verlage oft in Nöte
    Festgemauert steht der Goethe

  • Versuch einer Lektorenbeschreibung

    Der Lektor ist kein Schriftsteller, keiner der Schrift herstellt, aufstellt.
    Der Lektor leckt an der Sprache, der Schrift, wie eine Katze ihr Fell leckt, ein Hund sich unter seinem Schwanz leckt.
    Wie Hannibal Lector sind sie die Lektoren, Kannibalen. Zerstören mit vermeintlichem Wissen von Satzzeichen und
    Formenstilen jeden eigenen Gedankenstil, bösartig.
    Der Verlagslektor dominiert den jungen Wilden. Seinem Überlegenen Genie läßt er die Macht spüren.
    Ein Tor wer Leckt!

  • Tödlicher Frieden

    Presse-Information

    Hinweis auf die Buch Neuerscheinung
    von Manfred H. Freude

    Tödlicher Frieden
    Tödlicher Frieden ISBN: 3-86703-111-8
    D 15,00 €

    Presse-Information
    Pressebericht zu Gedichtband tödlicher Frieden

    Hinweis auf die Buch Neuerscheinung
    von Manfred H. Freude

    Tödlicher Frieden

    Tödlicher Frieden ISBN: 3-86703-111-8 D 15,00 €
    EDITION FREUDE PREMIUM

    Tödlicher Frieden
    Interpretation und Versuch einer fragmentarischen Erklärung

    Zu der oft falsch verstandenen Meinung zu meinem Lyriktitel: Tödlicher Frieden. Hier wird immer Krieg angenommen. Kriegserklärung (Erkläre mir Krieg:) Immer und überall ist Krieg.
    Wir, dürfen dem, keinen Frieden entgegensetzen! Wir müssen dem Krieg, den Krieg erklären! Das der Krieg tödlich ist, ist wohl schwer zu bezweifeln. Aber es geht hier um Frieden. Nur der Frieden kann tödlich sein; der Krieg ist per se tödlich (nur tödlich und niemals untödlich). Der Frieden hat an sich friedlich zu sein, doch dies täuscht. Frieden ist so wenig friedlich wie Krieg tödlich ist. Attentate, Naturkatastrophen, Mitte, Dunkel, Dämmerung, Leere, Innen, unsichtbare Tornados, schwarze Löcher, Wellen, Wüste, Tsunami, Feuer, Brandung, Vulkane, Erdbeben, Explosionen, Straßenkämpfe, Schüler, Hacker, Terroristen, was noch? Das friedliche Nebeneinander, unsere aufgezwungene freundliche Toleranz, schamlos ausgenutzt, wie die Natur, der wir arglos begegnen an Traumstränden von urplötzlichen Wellen, Erdbeben oder Vulkanausbrüchen überrascht. Begegnen wir unserem Leviathan. Begegnen wir auf der Stille der Friedhöfe nur unseren Toten. Die Sekunden der Stille vor der Atemwende des Todes. Zu dem Gedichtband geht mehrdeutig der Beweggrund hervor. Zunächst zu dem Text, dieser Anlass, das verstärkt berichtet wurde, das die gebräunte Gesellschaft sich nun aufmachte, diesen Tag wieder in ihre Reihen zu bekommen und Aufmerksamkeit zu fordern, die sie auch in jedem Fall wieder erreichte, weil sie ständig zu allen unpassenden Gelegenheiten präsent ist. Solange keine Gegenbewegung erfolgt, bekommt diese haarlose Gesellschaft ihre Plattform, ob negativ oder positiv, sie kommen leider in die Schlagzeilen. Zu meinen Gedichten, die ich zu diesem Thema geschrieben habe. Da erübrigt sich auch ein Kommentar, was mich hier bewogen hat. Das bewegt gewisse Herren in der Schweiz, in Lichtenstein und am Gardasee sicher nicht. Es gehört aber immer wieder aufgetischt und verstärkt in die Aufmerksamkeit. Das Thema wird leider viel zu sehr, so einfach hingenommen. Zu dem Gedicht Auslandeinsatz ist zu sagen, dass ich es bei dem ersten Auslandseinsatz, der Abstimmung im Bundestag schrieb. Wie weit wir heute mit unseren Auslandseinsätzen sind, ist bekannt. Fuß um Fuß bewegen wir uns weiter in die Kriegsgebiete und schaffen es dass wir in fremden Weltmeeren nun mit riesigen Kriegsschiffen kleine aber umso schnellere Piratenboote jagen. Kapitän Hook lässt grüßen und von den Kriegsgebieten kommen die Särge und die Öffentlichkeit nimmt nichts war, oder heißt es wahr? Bei allen Themen von Tod und Frieden, geht es um Berichterstattung und um das Wegsehen. Wir sind doch blind für die Dinge, die geschehen. Selbst bei Amokläufern sehen wir nicht hin, sondern suchen uns Begründungen, die unser Gewissen beruhigen; mit denen wir leben können. Den wahren Grund wollen wir doch nicht sehen. Der ist bei blindwütigen Mördern, Terroristen und Totalitären Personen gleich. Wir aber trennen fein. Beim trennen in grüne, weiße und braune Flaschen, bleiben es doch immer Flaschen. Wir sehen aber nur die Farbe. Ich hoffe das reicht fürs erste als Erklärung. Weiteres ergibt sich aus meiner kompletten Arbeit. Im Übrigen habe ich einen einzelnen Band herausgebracht, mit dem Titel: tödlicher Frieden. Hier geht es darum, dass es im Allgemeinen, keine Sicherheit gibt. Auch nicht in der Natur. Leider werden der Titel und auch einige Gedichte, wie das Gedicht Tödlicher Frieden, oft als einen Text, alleine Wider den Krieg, oder wider das Vergessen, angesehen. Es geht aber darum, dass wir zu keiner Zeit, zu keiner Sekunde sicher sein können, weder vor Krieg, noch vor Erdbeben, noch vor Amokläufern, noch vor Hauseinstürzen. Wir leben einfach gefährlich. Na, wenn das keine neue Botschaft eines Dichters ist. Wir leben in gefährlichen Zeiten; der Lachende hat die furchtbare Nachricht nur noch nicht empfangen… der dort ruhig über die Straße geht ist wohl nicht mehr erreichbar für seine Freunde die in Not sind?

    Tödlicher Frieden ISBN: 3-86703-111-8 D 15,00 €
    Beispiel Textauszug Gedicht tödlicher Frieden

    TÖDLICHER FRIEDEN

    tödlicher Frieden der tauben Panzer
    die rollen und rollen
    nicht wissend wohin noch woher

    und in den Straßen
    und auf den Plätzen
    spielen die Kinder der Landser
    mit Holzpferden und Steinkreuzen

    Die Armen und die Doofen sind geblieben
    die Anderen zog es zum Meer
    wo man den Horizont noch sieht
    den Horizont der einem so fehlt

    Ihr Lacher lacht noch lächerlicher
    glaubt weil ihr im Blut gebadet
    ganz getaucht in schwarzem Blut
    ihr wäret unverwundbar wunderbar

    Hört ihr nicht die Wellen rufen singend
    seht ihr nicht die Wälder brennen fressend
    warum schweiget ihr noch
    die Natur wird’s richten meint ihr hinrichten

    Attentate, Naturkatastrophen, Mitte, Dunkel, Dämmerung, Leere, Innen, unsichtbare Tornados, schwarze Löcher, Wellen, Wüste, Tsunami, Feuer, Brandung, Vulkane, Erdbeben, Explosionen, Straßenkämpfe, Schüler, Hacker, Terroristen, was noch? Das friedliche Nebeneinander, unsere aufgezwungene freundliche Toleranz, schamlos ausgenutzt, wie die Natur, der wir arglos begegnen an Traumstränden von urplötzlichen Wellen, Erdbeben oder Vulkanausbrüchen überrascht.. Begegnen wir unserem Leviathan.

    Begegnen wir auf der Stille der Friedhöfe nur unseren Toten. Die Sekunden der Stille vor der Atemwende des Todes.

    Tödlicher Frieden ISBN: 3-86703-111-8 D 15,00 €

  • Hallo liebe Matjes Freunde

    Liebe Freunde von "Matjes - mild bis makaber"!

    Ein Buch ist entstanden:

    Es hat sich herum gesprochen: unser Buch ist auf Welttournee. Die "Matjes-Weltenbummler-Tour".
    Eine unserer ersten Stationen war ein Konzert mit Heinz Rudolf Kunze, der sich freute, unser Buch als Zweiter signieren zu dürfen.
    Schon einen Tag später kam das nächste Rockkonzert in Hamburg. Michy Reincke, mit dem so machen Dame gerne mal "In einem Taxi nach Paris" fahren würde, gab uns ebenfalls die Ehre.

    Wenn Sie noch mehr wissen wollen von der ersten Weltreise eines kleinen, literarischen Herings, dann los www.deich-verlag.de

    Ach, übrigens geht unser Buch nächste Woche zum Signieren in die Arktis!
    Der Sommer neigt sich seinem Ende entgegen und die Rückreisewellen auf den Autobahnen sind bereits auf dem Weg nach Hause. Nun wird es langsam Zeit, unseren Freund "Matjes" auf seine Weltenbummler-Tour zu schicken.
    Heute morgen, um 10:15 Uhr startete unser Buch "Matjes-mild bis makaber" aus seine erste Weltenbummler-Tour. Verabschiedet wurde er von guten Freunden und dem Bürgermeister von Wewelsfleth sowie der Presse (Artikel erwarte ich morgen oder übermorgen). Jeder Gastgeber unseres Buches wird das Buch signieren, mindestens ein (Digital)Foto für unsere Website machen (sowie für die Presse) und ein paar nette Worte für seinen Gast erdenken (die dann auf die Website kommen).

    Erste Station seiner Reise ist Bückeburg, wo unser Freund Matjes Weltenbummler am kommenden Freitag Heinz Rudolf Kunze und Purple Schulz treffen wird. Sie werden unser Buch signieren und Matjes noch ein paar gute Wünsche mit auf den Weg geben.
    Dann geht es in die Arktis!!! Unser Matjes wird an einer Fotoforschungsreise ins (fast) Ewige Eis teilnehmen. Die Zusage kam gerade rein!

    Weitere Stationen werden sein: Venedig, London, Wien, Berlin, Tel Aviv und noch viele Orte mehr. Schauen Sie auf unsere Site www.deich-verlag.de.

    Jetzt zu Ihnen!

    Wenn Sie auch unseren kleinen Freund zu Gast haben möchten (evtl. in Kombination mir einer Lesung?), dann sagen Sie mir gerne Bescheid. Je mehr illustre Persönlichkeiten unser Buch signieren, umso interessanter wird es.

    Am Ende der Reise wird dieses einzigartige Buch entweder für einen guten Zweck versteigert oder es geht an das Detlefsen-Museum, die meines Wissens die größte Materialsammlung zur deutschen Heringsfangflotte haben.
    ohne Übertreibung darf ich feststellen: Das war´s. Vor mir liegen noch knapp 50 einsame Exemplare von "Matjes - mild bis makaber" und die werden auf der Matjesmeile in Glückstadt am Wochenende verkauft. Damit ist unsere Auflage komplett vergriffen (zwar nicht bezahlt, aber zumindest in Umlauf).

    Eigentlich plante ich, die nächste Auflage zur kommenden Matjessaison im Frühjahr 2010 zu verlegen (ich hoffte auf ein wenig Ruhe), doch die Leute im Buchhandel erklärten mich für verrückt. Daher beschloss gestern der Familienrat - bei einem gepflegten Glas Wein-, dass wir die 2. Auflage von "Matjes - mild bis makaber" kommende Woche in den Druck geben werden.
    Ihr freundliches Einverständnis vorausgesetzt.

    Da ich am kommenden Wochenende die neue Auflage vorbereiten werde, bitte ich Sie noch ein mal in Ihre Bücher zu schauen, ob in Ihren Geschichten ein Schreibfehler aufgetaucht ist. Einer ist mir bereits persönlich bekannt ;-).
    Sagen Sie mir Bescheid, damit wir uns mit der kommenden, überarbeiteten Auflage der absoluten Perfektion noch ein wenig näher fühlen können.

    Bevor ich schließe, möchte ich noch Herrn Schmich und Frau Glaser danken, die bei der Buchpremiere am 12.6. in Wewelsfleth dabei waren. Obwohl wir unsere Premiere wegen einer Sturmwarnung vom Hafen in die Gasträume der "Schönen Aussicht" verlegen mussten, und damit die Lesung einen Spontancharakter bekam, klappte alles wunderbar. Die knapp 100 Gäste, die trotz des neuen Veranstaltungsortes noch dabei waren, waren von den Geschichten der Beiden sehr angetan. Ein großes DANKE an Sie. Der Einsatz wurde von mir und allen Anwesenden sehr gewürdigt. Auch die Presse berichtete über Sie. Näheres demnächst auf unserer Website.
    an dieser Stelle ein herzliches Danke für all das Lob über unser gemeinsame Buch "Matjes - mild bis makaber".
    Das freute mich besonders, denn der Anspruch "für möglichst jeden Geschmack"
    etwas dabei zu haben, hätte auch ein riesiger Flop werden können.

    Um den guten Eindruck, den wir gemeinsam gemacht haben, zu festigen, ging jetzt eine eigene Deich-Verlags-Website online.
    Schauen Sie sich die Site einmal an. Sagen Sie uns, was Ihnen gefällt, aber auch, was wir besser machen könnten. Eine Seite mit den Terminen der Autoren wird noch nachträglich eingefügt, wie auch einzelne Autorenbilder, die kürzlich eintrafen.

    Beflügelt von dem Erfolg unseres Erstlingswerkes, planen wir momentan weitere Projekte. Bücher und HörCD´s. Für Letzteres haben wir gerade ein semiprofessionelle Studio eingerichtet. Sollte jemand in diesem Bereich von Ihnen besondere Erfahrung haben, bitte ich - zwecks Tipps - um kurze Rückmeldung. :-)

    Wir halten Sie auf dem Laufenden!

  • Lesung Aachen, Samstag 29.08.2009 Haus Löwenstein

    Event: LYRIKLESUNG Aachen Haus Löwenstein
    29.08.2009
    img
    Bild 1 von 1
    img
    Gedichte, Genichte
    zwei Aachener Lyriker lesen Lyrik, Gedichte, Poesie

    E-Mail:
    lyrik.m.h.freude@arcor.de
    Website:
    LYRIKLESUNG Aachen Haus Löwenstein
    |1 - 1|
    Lesungen : 1 Termine ab 06.08.2009
    Sa 29.08.09
    Termin in Outlook/iCal übernehmen 12:00 Uhr
    bis 14:30 Uhr
    Aachen Haus Löwenstein
    (Aachen)
    bei freiem Eintritt Eine Veranstaltung des Literaturbüros Euregio Rhein-Maas Aachen im Rahmen der Silbenschmiede Spende erwünsch

  • Lesung am 29.08.2009 Aachen gegenüber dem Rathaus

    Nicht zu bremsen: Manfred H. Freude
    liest aus seinem neuen Werk „FREUDE“

    Für die „Presse” ist er – mehr darf man auf Literaturveranstaltungen nicht erwarten – „Dichter, Chorsänger, Kaufmann, Handwerker” ohne dass damit das ganze schöpferische Spektrums dieses in Aachen geborenen Dichters ausreichend beschrieben wäre. Das „Internet” rühmt seine „Modernität” und erkennt messerscharf, was diesen unkonventionellen Denker & Schreiber unter anderem ausmacht. Sein literarisches und essayistisches Werk widmet sich vielem: - der Escapistenlyrik, dem Schweigen und dem Zynismus – ein Reichtum, vor dem auch seine neueste Veröffentlichung „FREUDE” (Shaker Media Verlag) nicht zurücksteht.

    Worum es in diesem neuen, mit philosophischen Einsprengseln angereicherten Meisterwerk geht? Das gerecht zu beschreiben würde das Format dieses Blogs sprengen, und so müssen Hinweise genügen. Er will sich mit Lehrphilologen nicht vergleichen. Akademisches Halbwissen, wie auch gymnasiales Viertelwissen sind ihm suspekt.

    Wer stark genug ist, konkrete Dichtung zu verkraften, hat sich seinen Besuch ins Literaturbüro in der Barockfabrik in Aachen redlich verdient.

    Am 29.08.2009 einem Samstag liest er um 12:00 Uhr zusammen mit dem Lyriker Hans-Josef Frickenstein in Aachen in Haus Löwenstein, direkt gegenüber dem Rathaus in Aachen am Markt.

    Autorentreff vom Literaturbüro, mittwochs, jeden 1. im Monat, ab 20.00 Uhr in der Barockfabrik, kostenlos und Lyriktreff Theaterstraße, jeden 2. Mittwoch (Ankündigungen beachten) ab 18.00 Uhr

  • Schweinegrippe, spanische

    Spanische Schweinegrippe

    Diese Welt ist voller Schweine
    Sauber

    Epidemisch greifen sie zum Äußersten
    Influenza

    Spanisches eben –

    Die deutsche Gesundheitsministerin
    Kämpft in Spanien aus einem privaten
    Panzer heraus
    Gegen die Schweinegrippe
    A la mujer brava, dalle soga larga.

    Sie sieht aber nur Windmühlenflügel
    Mit Schweinskopfsülze
    Agua que no has de beber, déjala correr .

    Arme Schweine – Arme Ministerin
    Sonniges Spanien
    Lass die ungezähmte Frau an langer Leine!
    Mische dich nicht in fremde Angelegenheiten

  • SENIO MAGAZIN AACHEN GEDICHTE

    Auszug aus dem SENIO MAGAZIN Nummer 18 JUNI 2009 Städte Region Aachen

    Auszug aus dem SENIO MAGAZIN Nummer 18 JUNI 2009 Städte Region Aachen

    GEDICHTE SPIEGELN MEIN LEBEN
    Vor einigen Wochen ist sein sechster Gedichtband mit dem Titel FREUDE

    - Das dichterische Werk 2002 - 2006. Freude beim Shaker Verlag erschienen. Wir trafen Freude in einem Straßencafe am Aachener Münsterplatz und sprachen mit ihm über seine literarische Arbeit.

    Mit dem Schreiben begann ich im Aufbruchjahr 1968. Das eine kritische Auseinandersetzung mit der Zeit in der Bundeswehr‘ sagt er augenzwinkernd. Die ersten Gedichte seiner Heimatstadt gewidmet. Er schrieb in Oecher platt sein Gasthörerstudium an der Aachener Uni

    erschloss ihm die Welt der Kunst, Literatur und Philosophie und mo¬tivierte ihn zum lyrischen Schreiben. „Über 3000 Gedichte habe ich in den letzten Jahren geschrieben“, sagt der Schnell¬er mit Stolz in der Stimme.
    Wir fragen ihn: ,,Sieht der Dichter Manfred H. Freude die Welt mit anderen Augen“? „Ja“, antwortet er, „ich sehe nicht nur die Oberfläche‘ Er weist in Richtung Elisengarten, wo die Ausgrabungsarbeiten abgeschlossen wurden. e Archäologen grabe ich tiefer, um die Wahrheit an gesucht zu bringen:‘
    Gedichte spiegeln mein Leben“, sagt er. „Mir geht es um Ernsthaftigkeit jenseits der Beliebigkeit. Oft wirken meine Gedichte ¬negativ, aber dahinter steckt immer auch Hoffnung. Manche seiner Werke wirken unzugänglich. Erst nach mehrmaligem Lesen erschließt sich ihr Sinn. ,,Mich inspiriert das Schöne, aber ich will mehr wissen und meinen Lesern eine Welt eröffnen!‘ Häufig stöbert der Dichter in den Buchläden, in die Welt der Literatur ein und lässt sich inspirieren.
    „Gute Gedichte haben mehrere Ebenen, die unter der Oberfläche verborgen sind“, erklärt er. Er verweist auf Paul Celan:,, Wenn Celan schreibt, Atem wird zu Kristall‘, so ist dies ein wunderschönes Bild. Gemeint hat der Dichter, Zyklon B‘, das Gas, mit dem die Nazis in den Konzentrationslagern Mil¬lionen Menschen ermordet haben:‘
    Nach einer Lesung des Literaturbüros auf dem Lousberg schrieb er das folgende Gedicht:

    Ich las mit
    Am Berg unter dem Behorn
    im Dienste der Worte
    Die verschlungen von Beiden
    Die sie trugen zu, zu
    Mit Zitterluft beim Entfachen
    Schimpften die Vögel
    Doch blieb kein Blatt
    das nicht unbeschrieben war
    Uns blieb der Atem
    und Säulenstimmen

    Zum Entstehungsprozess seiner Werke sagt er uns: ,,Die Worte für ein gutes Gedicht suchen wir immer wieder neu.
    In täglich neuen Übungen finden wir sie. Ihren wahren
    Gehalt bestätigt nur die Zeit:‘
    Freude ist auch als Dramatiker tätig. Zwei seiner Werke wurden vom Theater Konradhaus auf der Festung Ehren¬breitstein aufgeführt.

    Wir fragen: „Was macht der Dichter Freude in seiner Freizeit? Er lacht und sagt: „Natürlich Sch¬reiben und Singen:‘ Freude gehört einem sym¬phonischen Chor an und hatte Auftritte bei „Aida“ und der,,Orestie“ im Theater Aachen.
    Peter. Heuser

    WER IST ER?
    Manfred H. Freude, 1948 in Aachen ge¬boren, lebt und arbeitet in der Kaiserstadt. Er ist verheiratet und hat eine Tochter. Nach verschiedenen Stationen, u. a. als Kaufmann und Handwerker, arbeitet und studiert er an der RWTH Aachen und ist seit 2002 als Schriftstel¬ler und Dichter tätig

    WERKE VON MANFRED H. FREUDE:

    FREUDE - Das dichterische Werk
    2002- 2006. Freude beim Lesen
    ISBN: 978-3-86858-188-1, 2009
    bei Shaker Media, 29,90 €

    GEDICHTE SPIEGELN MEIN LEBEN
    Vor einigen Wochen ist sein sechster Gedichtband mit dem Titel FREUDE

  • Anne Frank Tagebuch Lesung

    Theater 99
    Versteckt
    Szenische Lesung nach dem „Tagebuch der Anne Frank“
    Fr 05 Juni, 20 Uhr
    Sa 06 Juni, 16 Uhr
    So 07 Juni, 11 Uhr

    Sa 20 Juni, 16 Uhr
    So 21 Juni, 11 Uhr
    T99 Saal, Eintritt: 7,50/5,- € (ermäßigt)

    In der bedrückenden Enge eines Amsterdamer Hinterhauses erwarten zwei untergetauchte jüdische Familien das Ende des zweiten Weltkrieges, immer in der Angst, entdeckt und verhaftet zu werden. Den Tod vor Augen, sind sie für die Welt unsichtbar geworden und haben ihre Existenz auf die Nacht-stunden verlegt, wo sie niemand hören kann. Ein Tagebuch wird für die dreizehnjährige Anne zum Ventil ihrer alltäglichen Freunden und Leiden, ihrer Ängste und Hoffnungen.

    Das „Tagebuch der Anne Frank“ ist sicherlich eines der bewegendsten Dokumente über die Verfolgung der Juden im Zweiten Weltkrieg. Die szenische Lesung nach Motiven des Tagebuchs sowie aus Erzählungen von Zeitzeugen (Jaqueline „Jopie“ van Maarsen, Willi Lindwer) zeigt die Bewohner des Amsterdamer Hinterhauses und lässt so ein Stück Geschichte lebendig werden. Anders als das eigentliche Tagebuch endet die Lesung nicht mit der Verhaftung der „Untergetauchten“: Ein Epilog berichtet von Annes letzten Tagen in Bergen-Belsen.

    Karten gibt es im Ticketcenter des Zeitungsverlages in der Mayerschen Buchhandlung, telefonische Reservierung ist unter 0241/ 2 74 58 möglich.

  • AACHEN FREUDE 3 NEUE Gedichtbände erschienen

    Freude, Manfred H., lebt und arbeitet in Aachen, *Aachen 02.04.1948, deutschsprachiger Lyriker, Essayist und Dramatiker. F. gebraucht seine Lyrik in einer stark verschlüsselten, dichten, meist ungereimten Sprache von großer Eindringlichkeit. Seine Bücher u. a. ' Keine Genichte - Alles Gedichte' (2005), 'Denkheft und Schriftmal' (2006), 'Tödlicher Frieden (2006), 'Mallorkinische Reise' (2006), 'Treibsand und Lianen' (2006), 'Alles aus einer Hand' (2007), 'Schlagwort & Dichterstreit' (2009), 'Dichter im Gedicht' (2009), 'FREUDE Werk 2002-2006' (2009), es wurden seine Werke Spiegel der Ideale und Faust Arbeitswelten aufgeführt, für Universitäten und Gymnasien ging sein Gedicht Zukunft über ein Siemens Projekt in Großauflage.

    Schlagwort & Dichterstreit. LYRIK GEDICHTE. Werk Band 5
    ISBN-13: 978-3-86901-153-0
    1.Auflage 2009_01 Engelsdorfer Verlag

    Preis: 12,00 EUR

    Dichter im Gedicht. Lyrik Taschenbuch
    ISBN-13: 978-3-86901-152-3
    1.Auflage 2009_01 Engelsdorfer Verlag

    Preis: 9,95 EUR

    FREUDE
    Das dichterische Werk 2002 - 2006 Freude beim Lesen, Gebundene Ausgabe, 17 x 24 cm, 714 Gramm Neu ISBN 978-3-86858-188-1,
    476 Seiten, 29,90 EUR, Deutsch,
    ISBN 978-3-86858-188-1,
    476 Seiten, Preis 29,90 EUR

    Bücher erhältlich in allen Büchereien, Buchhandlungen und bei Amazon
    Vorrätig in der Städtischen Bücherei Aachen; Hochschulbibliothek RWTH Aachen; der UNI Bibliothek Erfurt; der SLUB Sächsische Landesbibliothek, Staats und Universalbibliothek Dresden;

  • NEU erschienen im Engeldorfer Verlag

    Schlagwort & Dichterstreit Vorderseite

  • Schlagwort Dichterstreit

    Ein neues Buch ist erschienen
    und ist erhältlich über die Büchereien, die Bibliotheken, Amazon und über den Verlag sowie hier über eine Email Nachricht.

  • Rolf Dieters Zorn

    Rolf Dieters Zorn

    So tief kann keiner sinken
    wenn ganze Menschenwerke darin verschwinden
    So tief kann keiner sinken
    Unter all dem Schutt
    So tief kann keiner sinken
    Im Klüngel ertrinken

    >…und hat man dazu kein Geld,
    so bleibt man dritte Welt. <

    Das verlorene Gedächtnis
    (Im Historischen Archiv der Stadt Köln wurden Dokumente aus mehr als 1000 Jahren Stadt- und Kulturgeschichte gehütet.)
    Die kulturelle Katastrophe
    Unersetzliche Dokumente ohne Netz

    Ungeheuerlicher Einsturz von
    Seit Jahren zerrissenen Häusern
    Waren wieder die Arbeiter nicht die Kontrolleure
    Man spricht noch von Genies die Pyramiden bauten
    Was alles zerfällt ist Schuld der Parias

  • http://freude.podspot.de/rss

    http://freude.podspot.de/rss

  • Kartoffelsalat ist lecker

    manfred-h.-freude

    Kartoffelsalat von GEDICHTE-FREUDE @ 2009-02-09 – 10:49:42
    Kartoffelsalat ist lecker, Manfred H. Freude

    (C) Kartoffelsalat ist lecker, Manfred H. Freude
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    Manfred H. Freude

    Kartoffelsalat ist lecker

    Kartoffelsalat ist lecker
    ja lecker
    wenn er gut gemacht ist
    Kann nicht jeder
    etwas Besonderes
    dazu ein kühles Bier:
    „wenn es gut gezapft ist“

    Kartoffelsalat ist lecker
    eine alte Wachstuchtischdecke
    Herrlich dieser Anblick
    Doch manchmal ist es Sehnsucht
    meine Gefühle machen mich schwach
    doch es hilft keine Arznei
    Kartoffelsalat ist lecker

    Aachen, 2005-08-11
    © 2005 MANFRED H. FREUDE

  • Hurrikan

    Hurrikane, Manfred H. Freude

    (C) Hurrikane, Manfred H. Freude
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    Manfred H. Freude

    Hurrikane
    Nach Werthers Leiden

    Ein neuer Hurrikan

    Sie stand traurig am Fenster
    auf ihre Ellebogen gestützt
    blickte traurig nach draußen
    sie sah gen Himmel und mich
    es regnete gegen die Scheiben
    Sie sagte: „ Bush“

    Aachen, 2005-09-14
    © 2005 MANFRED H. FREUDE

  • Eunuchen

    Kritiker
    Verleger
    Agenten
    Sind wie Eunuchen
    Sie wissen wie es geht, aber sie können nicht

  • Kartoffelsalat ist lecker

    Kartoffelsalat ist lecker, Manfred H. Freude

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    Manfred H. Freude

    Kartoffelsalat ist lecker

    Kartoffelsalat ist lecker
    ja lecker
    wenn er gut gemacht ist
    Kann nicht jeder
    etwas Besonderes
    dazu ein kühles Bier:
    „wenn es gut gezapft ist“

    Kartoffelsalat ist lecker
    eine alte Wachstuchtischdecke
    Herrlich dieser Anblick
    Doch manchmal ist es Sehnsucht
    meine Gefühle machen mich schwach
    doch es hilft keine Arznei
    Kartoffelsalat ist lecker

    Aachen, 2005-08-11
    © 2005 MANFRED H. FREUDE

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  • Neuerscheinung meines Buches WERK 2002-2006

    gerne will ich sie über die Neuerscheinung meines Buches WERK 2002-2006 informieren:

    Postanschrift
    Shaker Verlag GmbH
    Postfach 101818

    52018 Aachen

    Hausanschrift
    Shaker Verlag GmbH
    Kaiserstraße 100

    52134 Herzogenrath

    Mo.-Do.
    8:00 bis 18:00 Uhr

    Fr.
    8:00 bis 16:00 Uhr

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    Anfahrt
    von Köln/Düsseldorf kommend:
    ab Autobahnkreuz Aachen A4 Richtung Heerlen
    Abfahrt Aachen-Laurensberg
    an der Ampel links Richtung Herzogenrath

    von Heerlen kommend:
    erste Abfahrt nach der Grenze: Abfahrt Aachen-Laurensberg
    an der Ampel links Richtung Herzogenrath

    von Aachen kommend:
    Ponttor L232 Richtung Herzogenrath/Kohlscheid

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    Persönliche Ansprechpartner
    Bei uns werden die Kunden nach Fachbereichen einem Mitarbeiter zugewiesen. In unserer Mitarbeiterliste finden Sie die E-Mail-Adressen und Durchwahlen Ihrer Ansprechpartner in unserem Verlag. Wir freuen uns auf Ihren Anruf.

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    Freude, Manfred H., lebt und arbeitet in Aachen, *Aachen 02.04.1948, deutschsprachiger Lyriker, Essayist und Dramatiker. F. gebraucht seine Lyrik in einer stark verschlüsselten, dichten, meist ungereimten Sprache von großer Eindringlichkeit. Seine Bücher u. a. ' Keine Genichte - Alles Gedichte' (2005), 'Denkheft und Schriftmal' (2006), 'Tödlicher Frieden (2006), 'Mallorkinische Reise' (2006), 'Treibsand und Lianen' (2006), 'Alles aus einer Hand' (2007), 'Schlagwort & Dichterstreit' (2009), 'Dichter im Gedicht' (2009), 'FREUDE Werk 2002-2006' (2009), es wurden seine Werke Spiegel der Ideale und Faust Arbeitswelten aufgeführt, für Universitäten und Gymnasien ging sein Gedicht Zukunft über ein Siemens Projekt in Großauflage.

  • Selbst ist der Schriftsteller

    Selbst ist der Schriftsteller

    Zunächst hat jeder Autor, wie es ein Recht auf freie Bildung gibt, ein Recht auf Veröffentlichung.
    Er muss sich bewähren. Ob er sich zuerst einem Knebelvertrag eines Großverlages unterwirft oder eine seriöse Lösung zum Druck gegen gerechte Bezahlung einsteigt, bleibt ihm überlassen. Wir wollen doch wirklich nicht behaupten, der namhafte Verleger achtet auf Qualität. Er glaubt an junge Talente, die er billig erwirbt um sie groß (im wahrsten Sinne) herauszubringen (selber den Markt machen) oder er zählt auf reißerische Namen oder er verlegt den längst Verstorbenen ohne zusätzliche Honorare. In jedem der drei Fälle bestimmt der Verleger den Markt! Aber bittschön, wo bleibt dann der Künstler, wo bleibt der gute Autor der sich aus der Masse verdichtet? Da wartet der Verleger doch lieber bis dieser gestorben ist und mindestens 70 Jahre tot ist. Der Dichter hat überhaupt keine Chance wenn er sich nicht nach dem Vorbild selbst herausbringt und das auf jeder Ebene. Sich selber herausbringen, das ist die Aufgabe des Dichters. Da jammern Verleger, die Lyrik verkauft sich nicht, dabei findet man überall Lyrik und nur wenig in den Lyrikabteilungen, da gibt es nur ein kleines Regal aber die komplette Buchhandlung ist von der Reiseabteilung über Belletristik bis zur Philosophie und Biografien voller Lyrik. Würde man alle Lyrik wegstreichen, wären die Büchereien und Bibliotheken nur halb so groß. Und dann dieses ewige Besserwissen der Germanisten in den Verlagen. Wie man schreibt und wo man seine Jota setzen muss. Welcher anständige Schriftsteller will das schon? Ich kann nur jedem Kreativen empfehlen seine Dinge selber in die Hand zu nehmen. Der Dichter kann sich doch nicht von einem Verleger zeigen lassen wohin er sein Komma und seinen Doppelpunkt zu setzen hat. Wie der Schriftsteller schreibt, so hat er es gewollt. Das ist eine klare Tatsache. Nicht der Dativ ist dem Genitiv Freund, der Dichter ist sich selbst genug. Warum also nicht selber machen. Das haben alle Großen Dichter und Schriftsteller vorgemacht. Nicht nur Selbstverlag, auch selbst das Wort setzen und selber den Akut, das bringt auch noch Spass und selber Befriedigung. Die Arroganz der Dichter ist ihre falsche Bescheidenheit. Andere töten, aber nur mit Freundlichkeiten. Bessersein? Ich weiß es nicht! In einer gewissen Qualität gleicht sich die Qualität der Menge an. Man findet keine Unterschiede. Es ist Vage, es ist ein Sorietes-Problem. Ab welchem Kriterium beginnt ein Gedicht Lyrik zu sein? Der Interpret wird zum Richter. Das Gedicht ist schuldlos. Der Dichter selber kennt seine Qualität. Der gute Dichter schätzt sich richtig ein. Derjenige der auswählt kann nicht über seine eigene Qualität hinaussteigen. Der Bauer erkennt den guten Apfel nicht. Seine Beurteilung ist eingeschränkt. Er kennt die Produktion eines Apfels aber, welcher Bauer hat schon einen guten Geschmack und welcher Bauer kennt etwas von Urteilen und Argumenten? Der Apfelbauer aber produziert den gewünschten Apfel oder den außergewöhnlichen Apfel. Ein Gedicht ist Ästhetisch oder Philosophisch zu betrachten oder Beides. Diese Lyrikzeitschriftverlage und die Etablierten bleiben unter sich, kein anerkennendes Wort, kein Urteil. Nur nicht die eigene Gruppe stören, etwa durch die Hereinnahme eines der besser sein könnte. Doch dann gibt es noch immer die Möglichkeit zu kontern, das dieser sich überschätzt und das die Neuen immer beleidigt wären. Es müsse ja nach dem Prinzip gehen: Abwarten. Alle mussten sie warten bis sie drankamen; außer natürlich die jungen Spatzen, die da im Frühling zwitschern. Man entdeckt einen Superstar! Die bourgeoisen Kulturbanausen nehmen es enthusiastisch zur Kenntnis. Mitentdecker eines neuen Goethe, soweit reicht der Lyrikhorizont. Qualität? Was ist das? Wo beginnt Qualität, wo hört sie auf? Vage, ein Sorietes-Problem, sie wissen schon.

    Diese Lyrikszene ist abartig
    Die heutige Literaturszene, insbesondere die Lyrikszene ist anormal abnormal. Wie mir ein Verleger im Vertrauen hinter hohler Hand versichert: „ wir suchen nur junge Mädchen als Talente für unsere Zeitschrift, ergänzen mit hochbekannten Preisträgern und mischen darunter unsere Freunde„. Das ist der Lyrikbetrieb, so läuft das Geschäft. Da suchen die „Lecktoren“ in Verlagen, die Herausgeber von Anthologien und Lyrikzeitschriften diese jungen, nackten Vögelchen und hacken mit ihren Spitzen in die jungen Leiber. Sie beschnäbeln das junge Gefieder in abartiger Perversität. In ihren Verlagen und Zeitschriften halten sie eine Brutstätte alternder, veralterter Abnormer Verehrer der Poesie, die ihre Lektorate dazu benützen, sich selber und ihre untalentierten Ergüsse, mit diesem jungen Federvieh, sowie mit Hochbetagten Ordensgeschmückten Pfauen, zu garnieren. Sie sammeln, organisiert von einer Not, die jungen Hungrigen und Dürstenden, und bieten ihnen kulturbeflissen Champagner und Kuchen für zweifelhafte Dienste; um in ihrer Sprache zu bleiben: alles Lyrikspanner.

    Die vertrauten gierigen Lyrikverleger
    Die netten freundlichen Manuskriptprüfer
    Die feisten stillen Rezensenten
    Die kleinen Vögelchen zwitschern

    Die alten Spanner warten
    Und geben gut die Achtern
    Ein Loch im System…
    Bringen sie groß raus

    Pornographische Halbwüchsige
    Zur Tarnung : Alte Preisträger
    Drüberhermachen aller Sauereien
    Hinten und Vorne mit Vergewaltigungen

    Unschuldig alle
    Wenn kleine Vögelchen zwitschern
    Im Frühling
    Und krächzen im Herbst

    Was veranlasst sie zu diesem Verhalten? Selber talentlos, sind sie frustriert, kommen nicht an im Lyrikbetrieb zwischen Sonntagsdichtung und großer Lyrik. Was liegt näher als selber die Rolle einer Jury anzunehmen. Ihr wahres unbestätigtes und gehasstes Vorbild: und ihre Auffassung, der schöne und geliebte, der kann sie alle haben. Wie in der Gruppe 47, … alle hingen bei der Bachmann im Schoß. Vergleichbar mit denen die sich seitenweise Schund im Internet herunterladen, dort lassen sie ihre Kindlein ebenfalls zu sich kommen. Und anschließend? Da beklagen die alternden Emporgekommenen, das in den großen Anthologien nur noch Männer vertreten sind. Ja, was war denn vorher? Was war denn mit den Entdeckern? Wir haben die Talente entdeckt und gefördert schreiben Literaturzeitschriftenverleger. Da meinen Verleger, wenn man nur ihre Produkte kauft, würde man Entdeckte finden und manche Entdeckung machen! Ja was glauben die denn? Man erkennt doch gerade an ihren Produkten was sie entdecken und vermarkten. Wo bleibt denn der kaufmännische Verstand? Es bleibt eben kein Geld mehr für den großen Wurf wenn man nur wie Trittbrettfahrer hinter den Anderen herläuft. Das gilt aber für beide Seiten, für den Verleger und für den Schriftsteller. Wer aber erkennt sich schon selbst?

  • immozentral

    Immobilien

  • Tragödie Robert Gernhardt

    Es geht in meinen Gedichten um Wissen
    Über die Tragödie, der Tragik, vom Wissen das es zu Ende geht. Merkwürdig sind alle Merkmale.
    Generell tritt die Frage auf, was wollen wir wissen. Dabei stellt sich heraus, das der Mensch von Natur aus gar nichts wissen will. Er will - ja, er hat einen Willen, aber er weiß nicht was. Er will von der Natur unterhalten werden. Wenn ich meine Gedichte in die Tragödientheorie einordne, in die Natur von blitz und donner; und gebe als Beispiel, das Gegenstück die Dichtung von Robert Gernhardt die ich demgegenüber als Kommödienstadel einordnen möchte. Fällt auf, die Zuhörerinnen von Robert Gernhardt lehnen den Kommödienstadl ab, zeigen aber während seiner gesamten Vorlesung ein treuherziges, kindhaftes, überschwängliches Vergnügen mit völligen Sinn- und Grundlosen Lust- und Lachattacken. Der Mensch will unterhalten werden – immer.

  • Niemals Derselbe

    Niemals Derselbe

    Wer nie sein Blog mit Tränen schrieb,

    Wer nie die kummervollen Zeilen

    Auf seinem Bildschirm weinend las,

    Der kennt sie nicht, die Worte die ich meinte!

  • Bakchen

    Glückselig ein jeder,
    der seligen Herzens,
    kundig der göttlichen Weihen,
    sein Leben in Reinheit verbringt,
    dem Festschwarm sich anschließt
    freudigen Herzens,
    dem Dionysos zum Ruhm.

    Euripides, Bakchen, V. 72-75

  • Zur Buchmesse

    Warum gibt es ein Recht auf geistiges Eigentum?

    Jede Idee, auch die eines Dichters, gehört der ganzen Menschheit.

  • Für M.R.R.

    Das Niveau der Fernsehsendungen sollte erheblich besser werden.

    Vorschlag zu einer neuen Sendeserie:

    DICHTER SUCHT FRAU?

    aber geht!

    DICHTERIN SUCHT MANN?

    aber geht nicht! Also, natürlich nicht, oder?

    Dichtet sich dann selber.

  • Titel eigene, fast 2000 Lyrik und Prosa aus 30 Heften mit ca. 60 Titeln

  • das Klügste

    ist es doch manchmal nichts zu schreiben.
    Liest man so einige blogs insbesondere mit grundphilosophischen Ansätzen fallen einem doch glatt die Schuhe aus.

    Na ja, man erlebt ja auch das viele ein Geschäft oder ein Restaurant eröffnen, ohne die geringste Ahnung zu haben, kaum Interesse etwas dazuzulernen aber mit dem festen Glauben bereits alles zu wissen und kennen.

    Wie schön ist doch die Welt und wie einfach.

    L.G.
    Mmanfred

  • Interessen teilen...

    es werden blogger Gruppen gesucht die meine Interessen teilen!

    Ich bin froh wenn ich meine Interessen einigermaßen zusammenkriege.

    Da kommen dann Andere und wollen sie mir teilen.

    Hilfe! Dieses Blog will die Lyrik zusammenbringen, nicht teilen!

  • Informationen zum Thema Lyrik 21.09.2008

    Ein Mann und drei Frauen
    Neue Nordhäuser Zeitung - Nordhausen,Germany
    Er war Österreicher und wurde zu einem großen Lyriker in deutscher Sprache. Seine Dichtung erregt Bewunderung und Ablehnung, er gehört zu denen, ...

    Experientielle Lyrikperformance
    - :: Worms,::,Germany
    Seine Gedichte und Prosatexte prägten das Denken und Empfinden ganzer Generationen. Er war befreundet mit Bob Dylan, der oft Textauszüge Ginsbergs in seinen ...

  • Weitere Informationen zu Dichtung 25.09.2008

    „Westwärts“ bei der Ruhrtriennale uraufgeführt
    Münsterländische Volkszeitung - Rheine,Nordrhein-Westfalen,Germany
    Die Stimmung kommt rüber: Melancholie, ja, tiefe ausweglos scheinende Depression - aber die Gedichte rauschen zu rasch vorbei. Am Ende geht Sandra Hüller, ...

    „Aufgeklärte Nacht“
    klassik.com - Köln,Nordrhein-Westfalen,Germany
    Das blind kommunizierende Ensemble verleiht der Musik dabei nicht nur die lyrischen Charaktere dieser letzten großen symphonischen Dichtung à la Liszt, ...

  • Schiller „Lang lebe der König“

    Schiller „Lang lebe der König“

    „Lang lebe der König“ damit spannt sich sein Bogen zwischen Kunst und Freiheit; es ist kein bogen, es ist ein Pfeil. Von der Kunst durch die Dichtung in die Freiheit mitten in Herz. Ins Herz des größten Dichters der Freiheit. Er ruft nicht „Lang lebe der König“. Die Dichtung selbst scheint zu rufen „ Lang lebe der König“. Vielleicht merkelt etwas an dieser Geschichte? Vielleicht haben wir vergessen die verstorbenen Dichterfürsten zu krönen, wer weiß? Das klassische Weimar eins der letzten Königreiche für Dichter. Ich liebe Schiller ein Leben lang - . Erspare ich mir den Lebenslauf, erspare ich mir unzählige Zitate, erspare ich mir den Namen Goethe und lasse Schiller aus seinem Schatten ans Licht. Wir betreten ein großes Haus, ein Haus mit vollen Räumen. Literarische und philosophische Räume des Schriftstellers und des Theaterautoren, des Kritikers und Dichters. Seiner Balladen und seiner Dramen. Wer war dieser Schiller? Ihn zu kennen heißt, sein Leben zu kennen. Das Kind will Pfarrer werden, studiert alles ringsum. Die Räuber führen ihn nach unten, nach oben, und fort. Schiller kein Dichter, kein Dichter für die ganze Welt. Sein komplettes Werk „open source “. Es ist nicht mehr möglich in sein Werk einzugreifen, noch zu übernehmen, noch weiterzuführen. Keine Worte des Glaubens. Der Mensch wird in Ketten geboren und vom Pöbel niedergehalten. Freiheit? Wovon? Wieso? Freiheit nur in der Idee?

  • Schrift ist ein Sprechen

    Diese Schrift ist ein Sprechen in das Denken des Lesers zur Zeugung eigener Ideen.
    Gedichte sind Dialoge, deren Einfache sich dem ungeeigneten Leser nur schweigend eröffnen. So erschließen sich dem Leser, der die Gedichte mehrfach liest und um Verständnis fragt, immer neue Antworten…

  • Hörensagen und Draufsätzen

    Vom Hörensagen und Draufsätzen

    1) Hörensagen ist ein unerklärliches Nachsagen
    2) Draufsätzen ist nicht das DU im Gedicht, nicht das Lyrische Du, nicht das Du des Lesers: es ist, das noch nicht erkannte, mitgedachte ich, er, sie, es, wir, ihr, sie der Reflexion der Einbildungskraft

    Vorwort

    Das Gedicht, dessen Sprache von Niemand kommt und zu niemandes Ohr gelangt ist wahr, weil es nicht lügt; ist wahr, weil es buchstäblich das Reale aus ihm sagt, ohne Interesse oder Wohlgefallen zu begehren. Von Hörensagen spricht das Gedicht, zu jenem, der die Vorstellung von Unbestimmtem und Realitätsbewusstsein für das Realitätsfremde auf die Sätze „Draufsätzt“ ohne diesem Gehorchen zu entfliehen. Diese Blume - dieses Gedicht -, täuscht Imagination, von einer imposanten Größe des Stils, der das Reale verschließt, vor der Induktion, auf die Schönheit, der Blüte. Im Gedicht leuchtet das Hören, vom Hörensagen und seinem Draufsätzen, dichterisch. Nur die Wahl der Worte und ihr Aufrufen im Nebeneinanderstellen, erhebt sie zum Licht. Die helle, weiße Leere, des leeren Blattes hat ihre Leere angereichert mit Buchstaben, vom Draufsätzen, zum Punkt bringen. Das Setzen eines Punktes ist die Grenze des Satzes, der aber durch dieses Setzen bereits weiterführt, weiter, das man schon erkennt vom Hörensagen. Es spricht in eines Sprache, der zu Niemandem spricht und von keinem her, der das Sagen herstellt, es Erscheinen lässt. Aufgehen, Aufblitzen und vergehende Schrift für die Dauer eines Feuerwerks, eines Blitzes, eines Menetekels. Die Transzendenz einer solchen Erscheinung des Aufblitzens bewirkt und vernichtet in eins. Der Draufsatz ist das Gegenteil des Ausdrucks, von Hörensagen her, das Sprachlose der Dichtung. Es scheint das Das Gedicht redet und spricht: hier bin ich, ich bin das Gedicht. Doch ist im Gedicht kein Buchstabe der nicht ständig sieht, beobachtet. So ist das Gedicht, das, wie anfangs erwähnt, nicht lügt, subjektiv paradox; es sieht nicht nur, es erzeugt, produziert Blindes. Das Gedicht ist Ausdruck und ein sich selber Denken. Das hergestellt Blinde, das wovon wir immer behaupten, nicht zu wissen, was es ist, alles ist Ausdruck. Das Gedicht folgt blind, gestaltet somit sein Werden, wohin es von sich aus will und versucht diesem gerecht zu werden. Vom Hörensagen ist das Gedicht. Es trifft sich bei der Sprache die in ihm ist. Der Draufsatz der Schrift als Sprache trifft das Gedicht nur als Schrift. Ihr Hörensagen führt auf die Reflexion der Einbildungskraft. Das Gedicht ist ein Subjektives vom Hörensagen, objektiv erst durch das Draufsätzen des Lesers sowie sich selber erst herstellend in allen Momenten seines Machens. Es wird zu einem Wahren und Unwahren. Draufsätzen, heißt einen Satz hinzufügen zur Erkenntnis, ist immer Sprache die erst in Gang gebracht, das Gedicht zum Sprechen, zum Hörensagen, zwingt und in sein Innerstes vordringt. Vom Hörensagen ändert das Gedicht, verändert indem es gelesen wird. Wir wissen nicht woher es kommt. Aus welchen Weiten, aus welchen Tiefen, noch wohin es führt. Es ist vom Hörensagen einer Schöpfung und vom Draufsetzen eines Schöpfers, es ist von weit über den Dingen, unerklärlich. Wenn jemand schreibt, er wisse beim Hören eines Gedichtes nicht genau was es bedeutet, so hat er das Wesentliche des Gedichtes schon erfasst. Das Gedicht ist wunderbar und unverständlich und doch fragt es den Leser wovon er weiß, betrachtet er sich im zerbrochenen Spiegel, von Angesicht zu Angesicht. Das Gedicht leistet die höhere sokratische Hebammenkunst aus Theaitetos: zum Entbinden zwingt das Gedicht als Schöpfer, zum Zeugen aber, zum selbst Draufsätzen, hat es dem Geschöpf verwehrt, oder versagt. Die Hybris aber ist: das der Leser zeugt und das Gedicht entbindet. Wovon das Gedicht spricht, gesprochen hat, von dem der Dichter noch nicht weiß, von dem der Leser „Hörensagte“ und nicht weiß oder doch in einem anderen Sinne, in eines Anderen Sinne, vom Hörensagen, und es nicht erklären kann und noch eins Draufsätzen; woraus holt er es dann? Wer war der Schöpfer, wer hat gezeugt und wer hat entbunden und heraufgeholt? Das Gedicht ist weder Zeugung noch Abbildung. Nicht durch das Verleugnen wird das Gedicht wahr. Die Lüge es sei die Sprache, bringt es nicht zum Hörensagen. Es entspringt in ihm das es nicht verschweigt. Das Gedicht ist abweichend vom Hörensagen. Es ist einerseits so, anderseits so und seine Klärung ist so. Die Sprache ist von dem Draufsatz, eines Hörensagens, des Gedankens, buchstäblich ist es gebrochen, bricht, in Verse. Vom Hörensagen und Draufsätzen.

  • Diese Schrift

    Diese Schrift ist ein Sprechen in das Denken des Lesers zur Zeugung eigener Ideen.
    Gedichte sind Dialoge, deren Einfache sich dem ungeeigneten Leser nur schweigend eröffnen. So erschließen sich dem Leser, der die Gedichte mehrfach liest und um Verständnis fragt, immer neue Antworten…

  • Autoreninfo 2006

    FREUDE, Manfred H. Dichter GEDICHTE AUS EINER HAND Meine Community ... Manfred H. Freude Kunst-, (Ästhetik-), Philosophie-, (Lyrik-), Sprachen- + Literaturstudium an der RWTH Aachen. Erste Gedichte 1968. Neuere Gedichte ab 2002;
    ab 2003 erste Internetveröffentlichung. Zahlreiche Veröffentlichungen, verschiedene Lyrikbücher; Siemens Projekt: Gedicht: „Zukunft“ Auflage 10 Tausend für Hochschulen und Gymnasien; Debüt 2005 mit Keine Genichte – Alles Gedichte, Gegenwartslyrik, weitere Bücher. Lyrische Texte, Heiku, Zitate, Storys, Dramen, Kurzgeschichten, Escapistenlyrik, Philosophische-, Poethologische-, und Kunstgeschichtlichen-Essay, Intertextuelle Interpretationen; Narrative Experimente und Dokumente von Selbstreflexion; Fragmentarische Erzählungen; Prosaminiaturen; Interpretationsübungen; u.a. Mitglied im Autorenkreis und Literaturbüro Euregio Rhein-Maas. Ich der Betrachter meiner Gedichte Ich glaube an das was mich zum dichten treibt. Persönliches: Wenn man Gedichte liebt, so muss man als Dichterfreund nun anders interpretieren als klassisch psychoanalytisch. Ein Dichter, Lyriker, ein Poetiker, ein Später Schreiber, nach getaner Arbeit. Umfangreich schreibt er Gedichte ( work in progress ). Unter den Poeten ist er ein Zehnkämpfer. Ab und zu muss ich mich auch an leichter Poesie des Alltags austoben, meint er. Schreibt leichtverständliche als auch hermetische Gedichte, Escapistenlyrik, Liebeslyrik, politische Gedichte, philosophische Lehrgedichte, Chormusikdichtung Schreibt Reimlose Lyrik, in unregelmäßigen Rhythmen wie auch in strengen antiken Metren und Sonetten. Er schreibt Essays, philosophische Fragmente, Artistisch-konkrete und experimentelle Sprachmagie, Intertextuelle Interpretationen, Narrative Experimente und Dokumente von Selbstreflexion, Fragmentarische Erzählungen und Prosaminiaturen. Gedichte mit moralischem Anspruch, mit anspruchsvollen Gedichten für eine andere, bessere Gesellschaft, gegen Pseudorealisten gibt es keinen Star keine Diva, keine Konkurrenten oder Konkurrentinnen. Teilweise geheimnisvoll, schwer zugänglich, dunkel. Ich verstehe es nicht und du verstehst es nicht und ich verstehe es doch auf unserer eigenen Ebene und wir wissen das wir es nicht erklären können wovon es spricht und berührt. Es verweigert jede außerästhetische Bestimmung ein mitempfinden von Leser und Gedicht. Betrachte das schöne Gedicht aber steig nicht ein, verzichte, respektiere das Werk und seinen Schöpfer erhaben, nobel. Zum Dichter wurde. Mit Philosophiestudium erwirbt er das Wissen vom Nichtwissen und mit dem Lyrikstudium schließt sich seine kulturelle Kompetenz. Er sieht sich selber als: Zeitkritiker, Postromantiker, Sehnsucht nach Frieden. Seine Interessen: Gedichte, Kunst, Philosophie, Kultur, Musik, Die Worte für ein gutes Gedicht suchen wir täglich neu; und in täglich neuen Versuchen und Übungen finden wir die Worte, deren wahres Gehalt nur die Zeit bestätigt! Stationen u. a. : Kaufmann, Handwerker, Dichter, Rhetorik, Computer- Sprach- und Chorgesang. Kunst-, Musik-, Philosophie- und Lyrik. Angestellt und Gasthörerstudium an der RWTH Aachen, Philosophie, Kunstgeschichte, Sprachen + Literatur (Schwerpunkte Ästhetik und Lyrik) Arbeitsgebiete: Gedichte, Gegenwartslyrik, Lyrische Texte, Heiku, Limericks, Zitate, Storys, Kurzgeschichten, Escapistenlyrik Schreibt über WORTE, über Gedanken, über Zeit und Zeiten, über Tod, Abschied und Einsamkeit und den WEG, – SINN - Liebe – Kunst – Vergänglichkeit – Politik – Hoffnung – Leben Gedichte mit moralischem Anspruch, mit anspruchsvollen Gedichten für eine andere, bessere Gesellschaft, gegen Pseudorealisten gibt es keinen Star keine Diva, keine Konkurrenten oder Konkurrentinnen. weit über 3.500 Gedichte und Texte; weitere Themen und Autoreninfo Homepage: www.myblog.de/freude Homepage: www.myblog.de/freude Übersetzungen von englisch, spanisch, lateinisch und niederländisch in Deutsch. Gedicht Eiskalt übersetzt NL bei www.Gedicht.nu Ijskoud außerdem in Russisch/kyrillisch. Bei Interesse an Gedichten und selber diskutieren: über www.kbx7.de kostenlos anmelden teilnehmen an der Diskussionsliste: GEDICHTE@kbx7.de Veröffentlichungen, Anthologien (Auswahl): LuuP e.V. im Park Goethestraße 2003 und 2005, VDK Chor + Konzert Heft 3/2004 Nr. 116 - Chormusik,; CD für Schüler und Schulen Horicons 2020 CD Locando-Siemens Projekt: Gedicht: „Zukunft“ Auflage 10 Tausend; Literamus 27 – Älterwerden 3-88746-749-6; Buchanthologie: Ein Zeichen von Dir, - Liebeslyrik; Liebesgedichte 204 Seiten, Juni 2005 ISBN Nr. 3-938607-25-4 Die Vielfalt unterschiedlicher Liebesgedichte, die der Band enthält: Nachtlicht eines schönen Abends, In Liebe So war die Liebe wie der Tag, Venus, Herz, fasziniert. Beziehungshumor, Leidenschaft, Erotik und stille, nachdenkliche Zeilen sind zu entdecken; Bundesgartenschau 2005; CD "Frühlingsgefühle- ein Sommernachtstraum" der Gruppe 4w. Text "Frühlingstrauminstinkte" interpretiert auf Hörbuchanthologie CD; Die Junge Akademie Berlin: Gedicht: „Welche Sprache spricht Europa“ bei Wanderausstellung Berlin; Sommerfelder Buchverlag Anthologie: Leben in der Großstadt; Okt.2005 Gedichtband „Beziehungsweise“ MBVerlag; 2005 Bibliothek deutschsprachiger Gedichte; Ausgewählte Werke Band VIII, Gedicht: „Zeitsphären in memoriam G. Benn u. E. Lasker – Schüler“; OSTRAGEHEGE - Zeitschrift für Literatur und Kunst Gedicht „Eisloch“ MRZ 2006; Jahrbuch 2006 des Kunstraum für Lyrik, Anthologie „Jeder Friedensgedanke ein Gedicht“; Preisträger Anthologie Farbenfroh mb Verlag ISBN 978-3-9811136-6-2 € 12,95; 2007 Bibliothek deutschsprachiger Gedichte; Ausgewählte Werke Band X Gedicht: „Liebe der Nacht“; Preisträger Anthologien Markus Ferst, Schwarzes Afrika und Erotische Geschichten; Lesungen (Auswahl) : Autorenkreis, Aachener Barockfabrik,; Cafe Couleur,; Lousberglesung im Rahmen der Aachener Literaturtage 2005 der Stadt Aachen ,; Lesung St. Severin, 5.5.2006 Eilendorf; ; Eigene Lesung LYRIK im Haus der Dommusik-Domsingschule Aachen 27.09.2006 Buchveröffentlichungen (Auswahl) : • 1) KEINE GENICHTE - ALLES GEDICHTE ISBN 3-939144-41-X D 9,40 € • 2) Denkheft und Schriftmal ISBN 3-939404-67-5 D 9,80 € • 3) Treibsand und Lianen ISBN 3-939404-64-0 D 13,00 € • 4) Mallorkinische Reise Gedichte ISBN: 3-86611-189-4 D 14,95 € • 5) Tödlicher Frieden ISBN: 3-86703-111-8 D 15,00 € • 6) CD + Heft Lesung vom 27.Sept. 2006 D 10,00 € • 7) Alles aus einer Hand Lyriklesung 2007 ISBN 3-86703-469-9 D 8,70 € • Werke von Manfred H. Freude Denkheft und Schriftmal - Merkwerk Gedichte ISBN: 3-939404-67-5 1. Auflage 2006_04 bei Engelsdorfer Verlag Preis: 9,80 EUR Keine Genichte Alles Gedichte ISBN: 3-939144-41-X 1. Auflage 2005_12 bei Engelsdorfer Verlag Preis: 9,40 EUR Tödlicher Frieden - Gedichte - Poesie der Ruinen - Nur die Zukunft sehen ISBN: 3-86703-111-8 1. Auflage 2006_09 bei Engelsdorfer Verlag Preis: 15,00 EUR Mallorkinische Reise Gedichte Verlag mb Verlag Druck, Wallbach (CH) ISBN: 3-86611-189-4 Auflage 2006 Preis D 14,95 € Treibsand und Lianen - Gedenken und Bedenken Gedichte ISBN: 3-939404-64-0 1. Auflage 2006_04 bei Engelsdorfer Verlag Preis: 13,00 EUR Alles aus einer Hand – Lyriklesung 2006 Haus der Dommusik Aachen ISBN: 3-86703-469-9 1. Auflage 2007_08 bei Engelsdorfer Verlag Preis: 8,70 EUR Weitere Veröffentlichungen in Büchern: Ein Zeichen von Dir Liebesgedichte 204 Seiten, 12,80 €, Juni 2005, 3-938607-25-4 Auf über 230 Seiten präsentieren über 40 Autorinnen und Autoren Ihre Schreibkünste. Und das, nicht ohne Erfolg.... A5 / 240 Seiten / ISBN: 978-3-9811136-6-2 / Verkaufspreis: EUR 12,95 inkl. MwSt. / Bestellnummer: 2855 - 038 / Autorenverkaufspreis: EUR 7,90 inkl. MwSt. und inkl. Porto (ausgenommen Auslandssendungen) Versand erfolgt nach Vorkassen und Mail Bestellung: info@mbverlag.com 2007 Bibliothek deutschsprachiger Gedichte, Ausgewählte Werke Band VIII Gedicht: Zeitsphären in memoriam G. Benn u. E.Lasker-Schüler Bibliothek deutschsprachiger Gedichte, 2007 Ausgewählte Werke Band X Gedicht: Liebe der Nacht Manfred H. Freude z.B. bei www.e-stories.de anklicken, lesen, kommentieren Weitere Gedichte bei www.keinVerlag.de www.Lyrikecke.de www.Gedicht.nu www.textDiebe.de www.lyrik.at www.Lyrik-international.de www.dichterboard.de www.dasgedicht.de/html.gear.com www.dichterForum.de und viele weitere. Auf der Homepage der Else-Lasker-Schüler Gesellschaft www.ELS.de unter /Archiv/Wortwerkstatt Gedichte: Kapitulation, Literamorgue, Land unter, Eiskalt, Warum du, Spiel nicht erhabenschön

  • LYRIK Buchveröffentlichungen

    G E D I C H T E
    GEDICHTE AUS EINER HAND
    MANFRED H. FREUDE

    Buchveröffentlichungen:
    1) Keine Genichte - Alles Gedichte
    ISBN: 3-939144-41-X

    1. Auflage 2005_12
    bei Engelsdorfer Verlag
    Preis: 9,40 EUR

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    2) Denkheft und Schriftmal - Merkwerk Gedichte
    ISBN: 3-939404-67-5

    1. Auflage 2006_04 bei Engelsdorfer Verlag
    Preis: 9,80 EUR

    3) Treibsand und Lianen - Gedichte
    ISBN: 3-939404-64-0

    1. Auflage 2006_04 bei Engelsdorfer Verlag
    Preis: 13,00 EUR

    Edition Spezial Sonderband
    4) Mallorkinische Reisegedichte

    Mallorkinische Reise Gedichte
    Verlag: mb Verlag & Druck, Wallbach (CH) 2006-05 ISBN: 3-86611-189-4
    Edition Spezial Sonderband
    MB Verlag (CH) Preis: 14,95 EUR
    Direktes Feedback an den Autor möglich Tel. Anrufbeantworter + Fax
    01805 060 339 791 43

    5) Tödlicher Frieden
    - Gedichte - Poesie der Ruinen - Nur die Zukunft sehen

    ISBN: 3-86703-111-8
    1. Auflage 2006_09 bei Engelsdorfer Verlag
    Preis: 15,00 EUR

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    Gedichte, Lyrische Texte, Heiku, Zitate, Storys, Kurzgeschichten, Escapistenlyrik
    Weitere Veröffentlichungen in div. Anthologien:
    Anthologien (Auswahl): Ein Zeichen von Dir Liebesgedichte 204 Seiten, 12,80 €, Juni 2005, 3-938607-25-4; LuuP e.V. im Park Goethestraße 2003 und 2005; VDK Chor + Konzert Heft 3/2004 Nr. 116 - Chormusik Literamus 27 – Älterwerden 3-88746-749-6; Buchanthologie: Ein Zeichen von Dir, - Liebeslyrik; Liebesgedichte 204 Seiten, Juni 2005 ISBN Nr. 3-938607-25-4 Die Vielfalt unterschiedlicher Liebesgedichte, die der Band enthält: Nachtlicht eines schönen Abends, In Liebe So war die Liebe wie der Tag, Venus, Herz, fasziniert. Beziehungshumor, Leidenschaft, Erotik und Stille, nachdenkliche Zeilen sind zu entdecken; Bundesgartenschau 2005; CD "Frühlingsgefühle- ein Sommernachtstraum" der Gruppe 4w. Text "Frühlingstrauminstinkte" interpretiert auf Hörbuchanthologie CD; Die Junge Akademie Berlin: Gedicht: Welche Sprache spricht Europa Wanderausstellung Berlin; Sommerfelder Buchverlag Anthologie: Leben in der Großstadt; Okt.2005 Gedichtband „Beziehungsweise“ MB Verlag; 2005 Bibliothek deutschsprachiger Gedichte, Ausgewählte Werke VIII Gedicht: Zeitsphären in memoriam G. Benn u. E. Lasker - Schüler;

    Lesungen: Autorenkreis Lesungen Aachener Barockfabrik, Literaturkreis Euregio-Aachen; Cafe Couleurfür den Frieden; Lousberglesung im Rahmen der Aachener Literaturtage 2005; der Stadt Aachen; Lesung St. Severin Eilendorf 2006 ; Lyrik Lesung 27.09.2006 Haus der Dommusik, Aula Domsingschule Aachen
    Aufsätze: div. Aufsätze Lyriktheorien, Dichtungstheorien, Prosa, fragmentarische Texte, Essay, Intertextuelle Interpretationen;
    CD: ,; CD für Schüler und Schulen
    Auflage zehntausend
    Stiftung Partner für Schule NRW Horicons 2020 CD Locando - Siemens Projekt, Gedicht: „Zukunft“ Die Siemens-Mediensammlungen entstehen in Kooperation mit der LOKANDO AG Ein Team, Physiker des Lichts auch Horizons 2020 – Die Zukunft vorausdenken. www.enitiative.nrw.de/ Auflage 10 Tausend; Die vollständige Mediensammlung kann als CD-ROM inkl. Begleitheft von Lehrkräften kostenlos bestellt werden Die Siemens-Mediensammlungen entstehen in Kooperation mit der LOKANDO AG Ein Team, bestehend aus Lehrkräften und Multimediaexperten, erarbeitet ausschließlich unter fachlichen, sachlichen und didaktischen Gesichtspunkten aus den von Siemens bereit gestellten Rohinformationen digitale Unterrichtsmaterialien. Derzeit bietet Siemens die Mediensammlung Ohr, Hören und Schwerhörigkeit für den Unterricht an. Neu im Programm ist neben Einstein – Physiker des Lichts auch Horizons 2020 – Die Zukunft Vorausdenken. Noch in der Entwicklung sind Mediensammlungen zu den Themen Wasser, Kommunikation und Licht.
    Quelle: Siemens AG
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    GEDICHTE AUS EINER HAND
    MANFRED H. FREUDE

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  • Alles Gedichte Keine Genichte

    Keine Genichte 393914441X
    Manfred H. Freude

    KEINE GENICHTE
    ALLES GEDICHTE

    LYRIK - GEDICHTE

    1 € Spende an die
    Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft
    „ Ich habe zu Hause ein blaues Klavier
    Und kenne doch keine Note.
    Es steht im Dunkel der Kellertür,
    seitdem die Welt verrohte.... “

    Gegenwartslyrik
    LYRIK - GEDICHTE

    Erfunden – Erinnert - Erwischt
    Manfred H. Freude

    Dies sind keine Gedichte
    die als Gedichte kommen
    und wortlos gehen
    und spurlos verschwinden

    KEINE GENICHTE
    ALLES GEDICHTE

    LYRIK - GEDICHTE

    Keine Gedichte

    Dies sind keine Gedichte
    Ungeschrieben Ungelesen Ungespurt
    im Sprachzentrum
    Nichts im Ewignichts
    Gehörloses Wortspinnennetz
    ohne Kopf

    Dies sind keine Gedichte
    gefüllter Zeilen im Trauermarsch
    Schmetterlinge flattern
    über den Gräbern
    im Dauerschlaf
    Jetzt sollst du träumen
    und in Gedichte fliehen

    Dies sind keine Gedichte
    Ungeschrieben Ungelesen Ungespurt
    auf diesem nackten Blatt Papier
    unschuldig weiß

    Dies sind keine Gedichte
    die als Gedichte kommen
    und wortlos gehen
    und spurlos verschwinden

    Manfred H. Freude

    KEINE GENICHTE
    ALLES GEDICHTE

    Gedicht an Niemand

    Die Muse schweigt
    die tritt vor das Gedicht
    und deckt mit ihrem Schleier
    und tanzt im Rausch
    entflieht dem Keim
    und steht am Abgrund vor der Wurzel

    Manfred H. Freude
    Edition FREUDE
    Ich glaube an was mich zum dichten treibt im Fluss der Worte und Reime...

    Manfred H. Freude

    Wie könnte ich je etwas sagen, wenn ich nicht davon dichten kann; sonst würde ich ja nur davon reden.
    Nur das gesprochene und das geschriebene Wort ist schlechter als das gedichtete Wort, aber das gedachte, das unausgesprochene Wort ist das stärkste!

    Meine Gedichte sind reich an Anspielungen auf Mythos, Kultur und Dichtung der Jahrtausende. Sie spiegeln eine aus den Fugen geratene Welt. Unter die Haut und auf der Haut und in die Haut gehen die Worte. Hautgefühle; Aufhellen, Nachdunkeln, Eincremen der Dichterhaut.

    Ich glaube an das was mich zum Dichten treibt, im Fluss der Worte und Reime... der Themen und Ideen. Es entsteht aus Vers und Rhythmus, aus Kadenz und Strophe das Gedicht. Jongliere mit Worten wie ein Straßenillusionist, der die Worte zum Himmel wirft und jongliert wie mit Seifenblasen, die zerplatzen und gleichzeitig neue gebären.
    Wie der Jongleur muss ich beim Dichten müde werden, damit meine Hände allein sein können.

    Sehen, hören, singen, lesen, spielen heißt für mich: ein gutes Bild (und gute Information) sehen, eine gute Musik hören, ein gutes Gedicht oder gute Zeitung lesen. Inspiration beim Schreiben/Erzählen: das Loslassen und das Festhalten. Wer nicht hören will, muss sehen / lesen.

    Ich sehe mich selber als: Zeitkritiker, Postromantiker, mit Sehnsucht nach Frieden. Die Worte für ein gutes Gedicht suche ich täglich neu; in täglich neuen Versuchen und Übungen finde ich Worte, deren wahren Gehalt nur die Zeit bestätigen, bewähren kann!

    Ich glaube an das was mich zum Dichten treibt.

    Wenn man Gedichte liebt, so muss man als Dichterfreund nur anders interpretieren als klassisch psychoanalytisch.

    Mit Philosophiestudium erwerbe ich das Wissen vom Nichtwissen und mit dem Lyrikstudium erschließt sich meine kulturelle Kompetenz ihr Selbstverständnis und die Grundlagen zu Gedichten.

    Wie aber werden wir je davon erfahren, wenn nicht über das lyrische Iich des Gedichtes?

    Meine Gedichte sind reich an Anspielungen auf Mythos, Kultur und Dichtung der Jahrtausende. Sie spiegeln eine aus den Fugen geratene Welt.
    Unter die Haut und auf der Haut und in die Haut hinein gehen die Worte.
    Hautgefühle; Aufhellen, Nachdunkeln, Eincremen der Dichterhaut, der verletzten, der geschundenen, der gekränkten, der misshandelten Haut.

    Aus der Vogelperspektive betrachtet gleicht die Sprache meines Gehirns einem Labyrinth.
    Folgt man dem Ariadnefaden wie dem Wasser (von seiner Quelle über Auen mäandernd, durch Wasserfälle zum Meer aufsteigend, zu den Wolken, herunterregnend auf die Berge und absinkend in deren innerste Schichten). Nur der Leser, der es zum Meer schafft, taucht ein. Es sind heute nicht mehr die leichten, sanften Dichterflüsse mit ihren breiten Ufern. Wir bewegen uns heute in extremstem Wildwasser, ohne jede Sicherheiten. Wir sind Extremsportler. Kein Floß, keine Ufer. Nur wildestes Wasser und Strudel, ja gefährliche Strudel und keine Ufer. Nur zerklüftete enge Felsschluchten. Kommen wir jemals an in ruhigen Gewässern? Wen wollen wir mit einer netten Kahnfahrt noch erreichen? Wie bei einem Computerspiel, das man bis zum höchsten Level spielt und schafft, das ist das Ziel.
    Und die Gedichte sind das Wasser ( nicht die Quelle ist der Ursprung und nicht der Fluss der Lauf von den Worten ) nein die Gedichte sind der ständige Kreislauf des Wassers. Sie sind im Ursprung noch vor der Quelle tief im Grund der Berge und verdunsten zu den Wolken im Meer und regnen wieder ab über den Bergen. Ewiger Kreislauf.
    Der Dichter und sein Gedicht aber sind wie ein Baum, der tief mit seinen Wurzeln das Wasser aufsaugt.

    Die Dichter fügen ihre Wortsammlungen zusammen zu endlosen Romanen.
    Sie wollen mehr gelesen sein.
    Ein schönes Goethe-Wort. Wollen wir geistig weiterfliegen oder wollen wir nur die Zeit totschlagen?
    Die ewige Langeweile. Fliehen vor der Realität.
    Aber ist das, was der Dichter schreibt nicht Realität? Geht der Leser nicht davon aus, das der Dichter die Wahrheit schreibt?
    Verbreitet der Leser nicht das Wort: „Es steht geschrieben.“
    Was steht nicht alles geschrieben: Thesen und Gegenthesen.
    Und all die schönen Einbände. Wer braucht da noch schöne Worte?

    Und der Poet, der Große, mit seinen langen Balladen und seinen ewiglangen Elegien alles für die Bücherwand. Wunderschöne Exemplare in Golddruck.
    Und das kurze Gedicht, diese schönen Worte? Ja es gibt sie aber sie sind so schnell gelesen und so schnell vergessen, sie fliehen und fliegen.

    „Es sind keine Waffen denn diese Sprache“. So möchte ich das Verständnis für meine Gedichte ausgedrückt wissen. Diese Sprache jedoch wurzelt in der Erfahrung, in der Moral, in den Grundlagen meiner Selbstrefflektion. Wie könnte ich je etwas sagen, wenn ich nicht davon dichten kann; sonst würde ich ja nur davon reden.
    Nur das gesprochene und das geschriebene Wort ist schlechter als das gedichtete Wort. Aber das gedachte, das unausgesprochene Wort bleibt das stärkste!
    Wie aber werden wir je davon erfahren wenn nicht über das lyrische Ich der Dichter?

    Meine Lyrik ist kein Glück
    sondern sublimer Ekel.

    (Meine Lyrik = suprematismus (= das Höchste) Freud; Houllebecq: ist kein Glück; = sublimer Ekel (erhabener Ekel) Nietzsche)
    Die Prosa wirft wie die Aristokratie in Frankreich am Anfang der Revolution (Nietzsche) „mit sublimem Ekel ihre Privilegien weg“ gibt Schritt für Schritt ihre herrschaftlichen Befugnisse ab.

    Was bleibt und was wird ist Erhaben sublim suprem das Höchste, besser, leichter, südlicher, sonnenhafter (Nietzsche). Prosa ist von der Natur, eine Macht, die über uns keine Gewalt hat, und so dynamisch erhaben ist, im Kantischen Sinn.

    Personen als Geschlechtsorgane. Ich sage ja: meine Lyrik ist das Höchste, ist Suprematismus „die Umwandlung des unbefriedigten Geschlechttriebs in geistiger Leistung im echten Freudschen Sinne.

    Diese Gedichte fliehen und fliegen!

    Und das Gedicht, diese schönen Worte?
    Ja es gibt sie aber sie sind so schnell gelesen
    und so schnell vergessen, sie fliehen und fliegen.

    1) Die leeren Blätter
    2) Anleitung: wie ich dichte
    3) Augenblick
    4) Das frische Jahr
    5) Ende der Harmonien
    6) Schwarze Augen
    7) Spiegelbild - Trennung
    8) Tango
    9) Tödlicher Frieden
    10) Zeiten
    11) Aus Schmerz
    12) Mythos von Sisyphos
    13) Schrei den Tod vom Leib
    14) Weinen der leidenden Sonne
    15) Blutende Leiden Passion
    16) Fern Seh Welt
    17) Gemeinsamer Wortwechsel
    18) Literarischer Ort - Dichtergasse
    19) Nachgeburt
    20) Riesenroter Mond der aufstieg
    21) Schöne Kriegsbilder
    22) Morgue
    23) Still ein Blatt
    24) Ein Wort
    25) Adieu
    26) Am Gitter
    27) Einsamer Nie
    28) Für die Menschen sprechen
    29) Gewalt
    30) Plastikblumen
    31) Stehe nicht
    32) Wirklichkeitsgleichnis
    33) Alte Stunden
    34) Frag mich im August
    35) Himmelsworte
    36) Hybride
    37) Hör noch
    38) Mediterranes
    39) Schönste Afrika 40) Süße Honigmilch
    41) Texte wachsen
    42) Was der toten Gedichte
    43) Cielo himmelsblau
    44) Dvorak Messe in D
    45) Fraglos
    46) Kämest du wieder
    47) Keine Gedichte
    48) Narrativ; kennt jeder
    49) Kindergarten
    50) Leser
    51) Liebe du weißt
    52) Meiner Schreibe
    53) Scheinheilig vergangen
    54) Schöpferstunde
    55) Unvergleichlich
    56) Würgen
    57) Aachen, am Hof
    58) Du liest mein Gedicht
    59) Eiskalt
    60) Ich tauche auf aus Niemandsschichten
    61) Nahe dem Ufer liegt die Droste
    62) Nichts
    63) Nur im harten Sturmwind
    64) Warum du?

    Die leeren Blätter

    Die leeren Blätter,
    werden wir sie jemals beschreiben?

    Die leeren Leinwände,
    werde wir sie füllen?

    Werden wir die Felsen sprengen,
    um uns aus Ihnen unser Bild zu meißeln?

    Den letzten Baum?
    Werden wir ihn umholzen?
    Aus ihm einen Tisch schnitzen, oder ein Kreuz?

    Wenn wir endlich dem Wahnsinn verfallen sind.
    Wenn wir unser Genie überwunden,
    sind alle Blätter beschrieben,
    alle Leinwände bemalt,
    alle Felsen gemeißelt und alle Hölzer geschnitzt.

    Dann werden wir nur noch unsere Werke signieren.

    Und unsere Zeichen in die Welt senden: gezeichnet
    und unsere Unterschrift hinzufügen,

    auf leere Blätter,
    auf leere Leinwände,
    wie Verliebte in Bäume ritzen und
    wie unsere Steinzeitvorfahren auf Felsen spucken.

    Nur unsere Unterschrift.
    Das wird alles sein was uns ausmacht.

    Anleitung: wie ich dichte.

    ich such den Punkt an meiner Stirn
    und denk dahinter wäre Gehirn
    dann meditier ich, schließ die Lider
    und find mich bei den Füßen wieder
    fängt die Erde an zu beben
    entsteht um mir neues Leben
    plötzlich wird mir eisig kalt
    ein Pflänzlein
    dringt durch den Asphalt
    ich stehe da von allen Sinnen
    und das Dichten kann beginnen
    Eins, Zwei, Drei, ein kleiner Keim
    dieses war der erste Reim
    ob ich stehe oder sitz
    warte auf den Geistesblitz
    so als würde es gleich kommen
    wird es wieder weggenommen
    versuch es doch mal aus dem Bauch
    glaube manchmal das geht auch
    plötzlich hab ich es erfasst
    und freue mich dass alles passt
    mir kommt nur etwas in den Sinn
    und alles weitere fließt dahin
    ich stehe da als Geistes Wesen
    und bin bereit es vorzulesen.

    Augenblick

    Die Kunst bewahre ich im Auge
    das ich ausreiße
    für die Musik der Realität
    und Wirklichkeit.

    Die Schatten der leeren Flächen
    signiere ich.
    den Augenblick
    im Namen der Kunst.

    Wenn keiner kommt
    und alles abgehängt
    öffne ich die Tore
    der Tempel, für alle Staunenden.

    DAS FRISCHE JAHR

    so nah kommt schon die Zeit
    so nah zum greifen bald
    das vertraute Jahr ist fast schon kalt

    die Hand die ausgedehnt
    die Hand trägt schwarze Stätten
    das Glied ist krumm von Gicht und weist

    den Fuß der kaum gesetzt voran
    den letzten Schritt der jetzt noch fehlt
    berühren das Alte abzuschließen

    der Schwung hat den Scheitel schon gereckt
    der kleine Schopf bereit und auch das Maul
    noch los zu schreien ehe das frische Jahr eröffnet

    nur ein paar Augenblicke noch
    nur ab und an ein lauter Knall
    die Luft ist zum Erbrechen Klar

    dem gewohnten Jahr fehlt jedes Haar
    dem vertrauten Jahr fehlt jeder Zahn
    und tief geneigt drängt es zum Schluss

    die Zeit sie brennt nun stillzustehen
    die Zeit drängt immer fortzuschreiten
    das frische Jahr es wartet nicht

    das neue Jahr es steht schon klar
    das frische Jahr klatscht einfach ab
    Cool Alter,, und frohes frisches Jahr “.

    ENDE der Harmonien

    Bild der Stille
    schreibt dunkel
    den Ton
    auf fallende Herbstblätter
    die schreien in Trommelfelle
    bevor sie das Moos ergreifen.

    Und der Wald erzittert.
    Ohne Grund fliehen Tiere wild,
    gestört in Städte,
    in vergitterte Räume der Menagerien
    in Museen der Angst.

    Ohne Tänzer und ohne Strom
    erbleichen Bilder unter Sonnenlicht.
    Beenden die erloschenen Projektoren
    die Vorführung.

    Schwarze Augen

    Schwarz und abgrundtief
    entdeckt von rätselhaften Lichtern
    siehst du die Rast ohne Heimat unvergleichlich.

    See der leer vom dunklen Harz genommen
    noch tiefer du je in dich gestaunt
    ersehnend atmest du die tiefe Gunst.

    Erblickt wird nicht das Herzweh
    noch das Blut des wilden Pferdes
    nicht brennendes Feuer das niemals verlöscht.

    Licht aus Süden kannst du durchschauen
    in tanzenden Augen voll Flamenco
    und Tarantella.
    Wo Blicke verwunden sticht
    dein Blick den Tod.

    Spiegelbild

    Sehe
    im Fenster
    ein verkehrtes Bild
    und beobachte
    durch Glas und Unbild
    getrennt vom
    Davor, bestimmt
    Nichts anderes
    als Ich;
    fühle,
    Stille
    dazwischen.

    Trennung

    erblicke
    im Fenster
    ein Spiegelbild
    und sehe
    durch Glas
    und Spiegelbild
    getrennt vom
    davor
    tatsächlich nichts
    anderes
    als ich berühre

    Tango

    Tango tanz ich mit mir selber.
    Der Geiger stimmt den ersten Ton.
    Die Dame wartet auf den Einsatz
    der Boden wurde frisch gebohnert
    und vom Plafond kracht blank der Lüster.

    So tanz ich; als wär´s der Letzte.
    Ein kurzer Augenblick;
    Sie führt, ich stech.
    Gib mir noch ein paar Sekunden
    es eine Ewigkeit zu kosten.

    Der Tango ist schon lang getanzt
    ich steh auf und geh zum Fenster.
    Den schweren Samt reiß ich, zur Seite!
    Und lass das Licht allein dem Saal.

    TÖDLICHER FRIEDEN

    tödlicher Frieden der tauben Panzer
    die rollen und rollen
    nicht wissend wohin noch woher

    und in den Straßen
    und auf den Plätzen
    spielen die Kinder der Landser
    mit Holzpferden und Steinkreuzen

    Die Armen und die Doofen sind geblieben
    die Anderen zog es zum Meer
    wo man den Horizont noch sieht
    den Horizont der einem so fehlt

    Ihr Lacher lacht noch lächerlicher
    glaubt weil ihr im Blut gebadet
    ganz getaucht in schwarzem Blut
    ihr wäret unverwundbar wunderbar

    Hört ihr nicht die Wellen rufen singend
    seht ihr nicht die Wälder brennen fressend
    warum schweiget ihr noch
    die Natur wird’s richten meint ihr hinrichten

    Zeiten

    Der Morgen war
    wo der Frühling
    sang am Mittag
    lebte es
    den Sommer - Tanz
    kein Abend
    weiß schon
    was Herbst vermag
    die Nacht ist still,
    allein im Winter – erinnert –
    der Schlaf:
    erträumt den Tod,
    voraus.

    AUS SCHMERZ

    schwarze Tulpen auf weißem Grund
    schreien aus dem rahmenlosen Bild
    aus Schmerz der gebärenden Welt
    Schattenlos werfen sie graue Blätter
    auf das leichenweiße Tuch
    über dem Abgrund
    des Tischrandes hinaus

    mich ekelt
    die Schlange frisst sich
    aus Schmerz

    Mythos von Sisyphos
    - der wahre philosophische Akt –

    Leichte Todsünde im Schatten
    des Lebens das wert ist
    zu leben oder nicht

    den rock´n roll zu hassen
    der Lust des Wahns
    einmal das Fruchtwasser zu durchschwimmen

    und an das ENDE zu kommen

    Schrei den Tod vom Leib
    Der Schrei der tiefer
    sitzt noch als die Brust
    so tief im Genitalbereich
    mit einer Hand

    die Andere fortgestreckt
    die Hilfe greifend
    wo Hilfe die nicht da
    weil es allein im Schmerz

    den Kopf zum Nacken
    eingeknickt und hoch
    so vor der Brust zum Hals
    die Adern schwellen

    Gesicht verzerrt
    die hübschen Augen fest geschlossen
    die Haare wild und wirr
    die Nase mittendrin

    der Schmerz sitzt fest
    und will und muss
    heraus und mit ihm
    alles Gedärm

    und Herz und Leber
    Lunge Nieren Magen
    nicht vergessen alles
    was dazu und drin

    wo nur der Klagejammer
    kann nicht kommen
    lautloser Aufschrei
    aus Weitgerissenem Maul

    das weit genug
    die ganze Erde auszuspeien
    auf ein einziges Mal
    obgleich es geht doch nicht

    denn nichts geschieht
    und keine Hilfe naht
    armer Mensch in seiner Not
    ach wäre er doch

    o Herr vergib Maria hilf
    wie weh ist uns
    schrei nicht und bleib
    die Hände zu Kreuz

    gewinkelt noch
    vor seinem Busen offenleer
    so schreit es hier
    den Tod vom Leib

    WEINEN DER LEIDENDEN SONNE

    Weinen der leidenden Sonne
    halten wir nicht mehr auf
    es streifen ihre Tränen
    noch immer unsere inneren Schichten

    Weint sich bedeutungsvolle Löcher
    in ihr ausgefülltes goldenes Gesicht
    es gibt keine Worte für Dichter
    zu trösten und ihr Leiden zu hindern

    Unzählbare Horizonte unter gläsernem Himmel
    Sandwüsten inmitten sengender Hitze
    laden die Sonne auf die Postkarten
    unmöglich alle ohne Leiden zu beschreiben

    Weinen der altersschwachen Sonne
    halten wir nicht mehr auf
    wie tief geht noch unsere Trauer
    wenn wir uns nicht mehr offen zeigen

    BLUTENDE LEIDEN PASSION

    In Ansicht des Blutes
    rücken wir enger zusammen
    öffnen die Wasserhähne
    spülen das Blut in die Abflüsse

    Die offenen Wunden können wir nicht stillen
    die Zeichen der Stigmata nicht verbinden
    aus den Augen fließt das Blut
    die Hände und Füße schmerzen

    Kriege brennen sich in unser Fleisch
    bei jedem Wetter kämpfen die Einzelnen
    von hohen Bergen überblicken wir alles
    und erhalten die neuen Gebote

    In Ansicht des Blutes
    rücken wir enger zusammen
    wir nehmen jedes Opfer an
    auch das Blut aller Bäume

    Die geköpften Hähne
    die zerrissenen Tauben
    die geknickten Zweige
    bluten für den Frieden

    ohne das blutende Leiden
    fehlen uns die Symbole
    die uns als Menschen
    Zusammen führen im Blut!

    FERN SEH WELT

    Hänge am Fenster zur Welt
    die mir berichtet
    Rund um die Uhr
    mit Werbeunterbrechung
    so fern zu sehen
    höre vom Neuesten
    aus aller Welt
    immer dabei Krieg
    das Neueste vom Tage
    Aktuell am Zeitgeschehen
    Sieger und Verlierer
    auf der Fensterbank
    betrachte die Nachbarn
    Kommen und gehen
    über alle Sender
    was können wir noch sehen
    was kann man uns noch zeigen
    NEUES folgt nach
    dem Testbild
    mit Musik
    das Wetter

    GEMEINSAMER WORTWECHSEL

    Siehst Du: die ganzen Jahre
    in denen wir versuchten
    gemeinsam Schritt zu halten
    mit den übrigen Menschen
    Haben wir kein Wort gewechselt
    Kein Wort: jedenfalls kein solches Wort
    was nicht führte zu einem weiteren
    Schritt, der uns weiterführte
    weiter in Gedanken und
    in den Pfaden die vor uns
    eingetreten von den Menschentieren
    die uns vorangingen und
    die noch Wussten –
    die noch die Regeln kannten
    vom Wissen das schon lange verbrannt
    in Alexandria in Peking
    unwiederbringlich verloren
    so verloren wie wir
    wenn wir nicht bald den Schritt finden
    der uns weiterführt
    Nur ein Schritt
    der uns weiterführt
    warte noch, mache nicht den
    nächsten Schritt:
    in den Abgrund

    Literarischer Ort
    DICHTERGASSE

    Im Inneren des Ortes
    fern aller leeren Worte
    stehen die Wände dichter.

    Kann ein Wort entkommen?
    Ein Vers, ein ganzer Satz: -
    hinaustreten auf den Platz?

    Aus allen Eingängen
    betreten die Bilder die Ebene,
    ziehen mit Rhythmus und Klang.

    Die Stätte dieses heiligen Ortes
    weiht der Dichtung eine Gasse.
    Kein Wort bleibt Alleine!

    NACHGEBURT
    (Hommage an Franz V.)

    Gehasste Liebe Den Nachgeburten
    Verbrannt und weggeworfen in den Müll
    den Tieren dort im Zoo zum Fraße hingeworfen
    und um so sehr vermisst es fehlt
    ein Teil von mir das ich’s vermiss
    vom Leben nur ein Teil vom Tod
    und doch so jäh entrissen wie ich
    dem Mutterleib mit einer Spachtel ausgekratzt

    wohin bist du gegangen in der Frühe
    Bruder oder soll ich sagen Schwester
    hätt man zumindest dich mir eingepackt und beigegeben
    und legte dann in Windeln fein
    zu Hause dich in einen Reliquienschrein
    so wie die Kirche es tat ein Leben lang
    so schön auf einer schönen Bank
    und auch ein Teil der Nabelschnur dabei
    sollt nicht als Schlange weiterleben
    um mir zu zeigen manchen Weg
    An mancher Gabel angekommen wusste nicht wohin

    Ihr sollt mich führen habt mir gefehlt
    und bleibt mir lebenslang so groß
    gehasste Liebe den Nachgeburten
    verbrannt und weggeworfen in den Müll
    und dann zum Himmel aufgestiegen
    oder geradewegs in die Höll wohin ich folg

    Ach, hätt ich euch doch hier bei mir
    in mancher schweren Stunde Hilf
    so könnte ich die falschen Wege mir ersparen
    und hätt noch Zeit zum Beten
    zum Lernen und zum Klagen von dies und das

    Aber muss es nehmen wie es ist
    den anderen will’s auch nit besser gehen
    das Leben treibt sie so dahin
    und können auch den Halt nicht finden

    Es hilft wohl hier sehr wenig
    wenn ich zeige wie ich leide
    so bittre Qualen mich hier in Gedanken treiben
    und all der weil den Lustigen spiele
    der stets vergnügt dem nichts zu viel
    wenn andere ebenso lustig und vergnügt
    Anderen in die Tasche greifen
    und haben dazu auch noch ihren Spaß
    und sie sind auch doch nur ein Stück von denen
    tragen sie denn nicht wie ich
    gehasste Liebe den Nachgeburten
    verbrannt und weggeworfen in den Müll

    Auch ich hab einst gefeiert TRALALA
    getanzt gesungen auf den Tischen
    als ich die Nacht zum Tag gemacht
    hab nicht gefragt ob du mir fehlst
    vielleicht warst du auch nah dabei
    hast selbst in manchem Bett gelegen
    und konntest mir selber sagen
    was gut und richtig sei

    Doch wie war es damals aus dem Mutterleib
    als wir so jäh getrennt
    Es hat halt nicht sollen sein
    und trotzdem grüß ich dich im nachhinein
    so mach es gut man sieht sich sicher wieder
    so dann wenn das Fleisch zum Fleische kommt

    Riesenroter Mond der aufstieg

    Riesenroter Mond der aufstieg
    brennend mit leidenschaftlichen Küssen
    begrüßt rotes Kalkweißgesicht pausbäckig
    Kinderträume fliehen in glühende Himmel
    Lila Kühe auf goldenen Wolken
    Berge so flach wie Gedanken
    und Meer so steil wie Wünsche

    Sonne Mond und Sterne wahren Geheimnisse
    im Nachtdunklen des Alls
    so verliebt in träumende Galaxien
    wie können wir die neuen Straßen finden
    so zwischen den Gestirnen
    bei welchem Stern kann man noch landen
    mit Flöten auf den Lippen

    Der Weg ist vorgezeichnet programmiert
    die Erde reicht uns lang nicht mehr
    wir greifen mit der Hand nach Sternen
    und auch im Kopf schwirrt`s hin und her
    und liegen doch auf unserer Wiese
    die Blume steckt noch keck im Mund
    wir bleiben wo wir sind

    SCHÖNE KRIEGSBILDER
    sind die blicke der menschen vergeblich gestorben
    wenn sie trafen mit kameras stafeleien und bleistiften
    kommentatoren des elends
    war es das wert das sie stinken schreien starben
    von hass fieber liebe und tod
    vor unseren bildern die wir als erste bewahrten

    bilder von amateuren des abenteuerurlaubs
    bilder der skelette aus afrika
    bilder der sexopfer aus asien
    seht schaut die ansehnlichsten gewaltigsten bilder
    bei häppchen und perlwein zu vernissagen

    malen wir den sterbenden christus mit aller grausamkeit
    auf die leinenwände der t-shirts
    es ist nicht vergeblich gestorben worden
    wie die skelette und die sexopfer
    nicht vergeblich gestorben sind-: un-menschlich

    in unseren augen-: die viel ertragen
    morgen tanzen wir auf den schlachtfeldern
    und die neuen tempel bauen wir auf den gräbern

    wenn unsere augen am elend erstarren
    erstarrt auch das unmenschliche
    das schöne

    Morgue

    -Leichenschauhaus-

    So kalt wenn draußen brennt das Licht
    so drinnen tief das Leben bricht
    die Kühlung lässt das starre Fleisch
    nur noch notiert
    sind allesamt gleich

    so frostig geschlossen liegt im Lot
    so still und ruhig weiht der Tod
    den Frieden der nun eingetroffen
    er geht vorbei
    er lässt das Hoffen

    so ist die Nacht wie Tag so hell
    so wird der Wind von Nebel feucht
    die Stille die den Atem löscht
    sie greift die Hand
    sie stärkt den Arm

    so fühlt der Anfang noch das Ende
    so weiß der Schluss wie es begann
    das frühe Licht wirft weite Schatten
    es ist vollbracht
    lasst es geschehen

    Still ein Blatt

    Der Morgen beginnt
    wacht auf Vögel singt:
    mein Bruder Wels
    schläft tief.
    Wie ich die Sonne rief
    fiel still ein Blatt
    im Wind
    sei stets gegrüßt,
    mein Kind.

    Ein Wort

    Es schlug ein Meister
    ein Wort in den Leib
    Seine Injektion
    treibt er fein
    in die Ader des Blattes ein
    nicht ohne Sinn kein Schrei

    Es schlug ein Gärtner
    ein Wort in das Feld
    wie schnell es spross
    das satte grün
    Zum Winter wuchs ein weißer Baum
    bis alles Gras darüber war

    ADIEU

    DEINE Hand, die eben ich noch hielt
    die zogst du fort, für immer
    gingst den letzten Weg alleine

    Verzeih mir, vieles wollte ich noch sagen
    vergessen ist das letzte böse Wort
    doch das blieb stehen in der Welt
    und ist noch nicht zurückgenommen

    Dein letztes Wort: mach´s gut
    das du mir gabst als letzten Gruß
    gab ich zurück dir, als du schliefst

    Ich weiß, nun bist du fort von hier
    doch weiter trag ich dich in mir
    und nimm dich mit durchs Leben
    Am Gitter

    Kunstmenschen wie wir
    Beim Spielende
    Glattrasiert und Schön
    Fluchen den harten Tag
    Verbittert am Gitter
    Kennend die gleiche Wahrheit
    Während wir alles Richtig machen
    Wählen wir die Worte
    Vor dem Altar

    Einsamer Nie

    Wie einsam und verlassen
    so einsam hängt die volle Brust
    und immer einsam stirbt die Lust
    einmal lieben oder hassen

    Einsam liegt der kalte Leich
    doch so einsam ist die Reise
    und im Kühlhaus ist es leise
    noch so jung und Fell so weich

    Versenkt im Hause wohnt ein Genie
    sucht die Unzugängliche zu finden
    Einsamer will die Einsame
    in Irgendwer ständig in der Ecke

    Für die Menschen sprechen

    Für die Menschen sprechen -
    die Stimmen der Sprachlosen
    der Stummen
    die wortlosen Schweiger
    wie die mundlosen Gesichter

    für die Menschen sprechen –
    die bodenlos am Abgrund stehenden
    der Verlierer
    die nicht über Wasser gehenden
    stehen bis zum Hals im Fluss

    für die Menschen sprechen –
    als Sprecher der verfolgten
    der Entleibten
    aus Käfigen der Schädelgebeine
    denen das Wort wortlos entzogen

    Gewalt

    Du und ich, wir beide
    haben gelernt vom Reden und Schreiben
    mit unserer Sprache zu zeichnen

    Wir beide wissen von den Ansprüchen
    wenn wir den Mund öffnen
    können nicht: nicht antworten

    wenn wir mit den Worten verwunden
    mit unseren Zungen züchtigen
    mit der infektiösen Rolle der Sprache

    Wir verletzen die Ansprüche des Anderen
    Wenn wir den Mund auftun
    und uns der Schrei des Opfers verfolgt

    Rechtfertigen mit unserem Schreiben
    und begeben uns in Komplizenschaft
    Wir trennen uns von den Barbaren

    Plastikblumen

    Welkende Plastikblumen des dorren Frühlings
    erbrechen in kitschige Vasen den Sonnenuntergang
    Das Auge schreibt die Textanalyse
    ordnet die Teile des Erbrochenen
    auf der Suche nach Sprache
    zu gemachten Formen

    Der Torso ist keine Natur
    der Garten ist keine Kunst
    Arkantus, Bärenklau und Lotus sind Formen
    ein Bild heißt unzählige Worte

    Welkende Plastikblumen des dorren Frühlings
    erbrechen in kitschige Vasen den Sonnenuntergang
    Das Auge hat notiert; das Auge hat fotografiert
    und ohne die Nuancen -
    am Ende ist der Mensch
    der Mensch ist; mit seiner Kunst am Ende

    so schaffen wir die Schöpfung neu
    so schaffen wir die Kunst, der Schöpfung
    und ohne Schöpfer schöpfen
    uns selbst am Schopf aus dieser Schöpfung

    Welkende Plastikblumen des dorren Frühlings
    erbrechen in kitschige Vasen den Sonnenuntergang
    was welkt, was erbricht
    schön und erhaben, erhaben und schön
    so stehen wir hier: und staunen

    Stehe nicht

    Ich steh am Abend
    und höre nicht
    Ich steh in der Nacht
    und sehe nicht
    Ich steh am Tag
    und glaube nicht
    Ich stehe im Traum
    und weiß

    Lege mich hin und schlafe.
    In des Augen Blick

    Wirklichkeitsgleichnis

    Bewusstlos trat ich in den großen Raum und nehme Platz
    Falle in die bequemen Sitze zum Träumen
    Den Traum den ich durch einen Spalt betrat
    Hab ich mit Neugier und mit Münze bezahlt

    Schon erscheinen an den Wänden die flackernden Bilder
    Steige ich sofort ein in die bewegten Bilder
    Das Auge gebiert die Bilder sofort
    Geblendet von der Schönheit der Realität

    Nicht täuschend lassen erkenne ich den Raum
    Es bleiben an den Wänden die wahren Bilder
    Begreife ich die Realität meines Sitzplatzes
    Und lasse Bilder an mir vorüberziehen

    Mit allem Wissen meiner Wirklichkeiten
    Verlasse ich nun den geschlossenen Raum
    Und ist eins mit den objektiven Bildern
    Die mich hinaustragen in meine Eigene Welt

    Der Natur gegenüber bleibt der Gedanke dunkel
    Täuschen wir uns nicht, spätestens wenn wir erkennen
    Wenn wir nur den eigenen Leib erkennen
    Und für immer schweigen könnten

    Alte Stunden

    Irgendwann
    Wenn wir die alten Stunden und
    das hermetische Poem
    durchbrochen haben
    zu entfliehenden Träumen der Realitäten
    finden wir keine Titel für unsere Bilder
    Wenn unsere Antitexte gebären
    neue Begriffskräfte
    Unsere Einbildungen sichtbar zu machen
    Beginnen die neuen Zeiträume
    Die Alten Reime gehen vorbei
    Im Geschlossenen Verborgenbleiben
    auch die junge Metapher von Morgen
    Irgendwann ertrinkt der Hochgefluchte Tag im Nichts
    - ich liebe jeden Tag der mir verflucht-
    und wenn ich schrieb wie schön doch alles
    ich glaub ich müsste mich erbrechen

    Frag mich im August

    Frag mich im August
    Sommerende, im letzten Sonnenblick.
    Ich war nie fort
    wie Schnee und Eis
    meine Haut im Sommerwind

    Groß ist der Himmel im Goldfischglas
    immer neue Inseln ohne Land
    Frag mich im August
    Das Gute ist so winzig
    nur was Schlecht ist das bleibt groß.

    Jede Pore stürmt
    meine Haut im Sommerwind
    Frag mich im August
    ich war nie fort
    und war einsam und allein unter den Menschen

    Noch spurt der Sommer
    Alles bleibt Erinnern
    Frag mich im August
    Wartend, wie Wind und Wolken
    meine Haut im Sommerwind

    Spiel ich noch einmal mit den Schlangen
    und singe den bodenlosen Ton mit allen
    Welche Nachricht bringt der Dornenvogel
    an diesen Sommer, Nur Erinnern.
    Frag mich im August

    Himmelsworte

    Gemalte Fensterscheiben scheinen
    wie Himmelsworte bei Sonnenlicht
    Spiegeln Töne auf Betbänken

    Zeilenweise abzulesen
    im goldenen Kirchenschiff
    im Monstranzenschein

    Gemalte Worte eingeschlossen
    in gesegneten Tabernakeln
    Betgedichte hermetische

    Wehe, wehe
    eins entkommt dem Kirchenraum
    zur Kirchentür hinaus

    Wie viele Kerzen müssten wir verbrennen
    um ein entflohenes
    zu bekehren

    Hybride

    Die weiße Orchidee ist eine Blume
    ein Stern im Wasserglas
    und Feuer brennen in den Tonnen

    Hinter den regennassen Fenstern
    tropfen die Schwarzweißbilder zerstört
    und Glut brodelt in den Kratern

    Die Liebe drängt zwischen den Phrasen
    wie Blüten zwischen dem Fels
    wie Schafe zwischen den Fronten

    Die weiße Orchidee ist eine Blume
    ein Stern im Wasserglas
    der weint, wo längst keine Träne mehr

    Hör noch

    Nicht abzuschalten hören eure Ohren
    Noch immer – Immerzu Noch
    Ohren die alle Töne finden im Schneckenreich
    Auch wenn die Worte
    stumm und leer und still

    So müssen alle Ohren weiterhören
    Wenn sich die Augen schon
    zum Schlaf gelegt
    Wenn Flurnachbarn noch Feste feiern
    Auch wer nicht will der hört noch mit

    Kalt schlägt der Ton den Hammer Amboss
    Auch wer nicht hören will der muss erlöschen
    Wenn wir im Parlatorium noch Worte zählen
    Hermetisch schließt das Totengedicht

    Mediterranes

    Verwässert sind die alten Quellen
    Zu viele sind den alten Text durchfahren
    und tranken von dem inneren Quell
    der das Geflecht von neuem speist

    Verdunkelt ist der alte Sternenhimmel
    der stets die Ausfahrt und die Ankunft hat geleitet
    den wir betrachtet schlafend am Olivenbaum
    den Ort an dem die Fahrten wir geträumt

    Es ist nicht leicht auf hoher See der Spur der Schiffe folgend
    die gleiche Spur die sich in Räumen eingeschrieben
    die neu durchmessen belichtet und erfahren
    mit unseren Augenlichtern in die Wasser eingeritzt

    Schönste Afrika

    Blonde Schönste Afrika mein Atem stockt
    es brennt und brennt und brennt
    mein makelvoller Körper
    Dein Stolz mit wehendem Gewand wie
    Erhaben führst du die Krone Afrikas sonnengleich
    Bleib diese Nacht und auch die Anderen
    Im Dunkel meines Herzens
    werde ich weinen um dich
    und früh die Milch von deinen Lippen trinken

    Blonde Schönste Afrika mein Atem stockt
    Es brennt und brennt und brennt
    Mein unheilbares Herz in Tränentrauer
    Und dein gedeckter Tisch am fetten Busen
    Wann werd ich ruhen noch dort schlafen
    Die Schatten die dein Land bedeckt
    In deinen Schenkeln werden sie Ruhe finden
    Barfuss wie sie gekommen waren

    Blonde Schönste Afrika mein Atem stockt
    Es brennt und brennt und brennt
    Ich höre deine Trommelschläge rufen
    Es ist viel Zeit vergangen zum Lernen
    Von den Palmen die du einst gepflanzt
    Fallen die Worte wie reife Nüsse
    Es brennt jedes Zitat und schmerzt
    Es ist dein eigener Kelch
    Du schaffst dir selber deine Qualen

    Süße Honigmilch

    trinken und trinken und trinken
    aus deinen schwarzen Kalebassen
    die süße Honigmilch Afrikas
    Am Morgen wenn wir uns treffen am Brunnen
    Deine schwarze Haut und meine weiße Zunge
    Schicke deine Kläffer zu den Kühen

    trinken und trinken und trinken
    aus deiner jungen schwarzen Milch
    der süßen Quelle die mein Gedicht
    Am Abend wenn du spielst das Spiel
    werde ich schreien in die Nacht
    bis der Panther lauscht
    Dein Lächeln mit weiten Armen stillt den Kelch

    trinken und trinken und trinken
    aus deinen schwarzen Kalebassen
    den öligen Saft deiner Haut
    den Saft deiner süßen Frucht
    Die reif ist wie dein duftender Körper
    der meine Augenlichter jeden Tag versüßt
    Ich werde die Schale holen schenk deinen Körper ein

    Texte wachsen

    Ich weiß nicht ob die Texte wachsen
    Ich weiß nicht ob die Blätter nachgeboren
    werden, gerade aus der Pflanze wachsen
    wie leer ist doch ein Blatt und aderlos

    Im Schriftraum steht der Text. Auf einem Fensterbrett.
    Und wie am Brunnen treibt der Text mir aus dem Ohr
    Der Akt des Schreibens ist mir manchmal peinlich
    Wenn mir so nackt und ohne Wort vor leerem Blatt
    das ich so bilderlos beschreibe. Es fehlt.

    Es reicht nicht an das heilige Wort heran
    vor dem die Heiden niederknien, erstaunt.
    Im Spiegel bist du mir so nah wie unberührbar
    höre ich dich nicht und kann dich nicht verstehen
    Nur meinen Text im Spiegelbild. Der bleibt.

    Was der Toten Gedichte

    und trete ich doch in dieses land
    das so rein so rein wie klares Wasser sei
    was soll ich Gedichte schreiben für die LEBENDEN

    die lebenden haben doch ohnehin keine zeit
    nur die toten sind noch an Gedichten interessiert
    die toten nehmen sich noch zeit
    aus dunklen Augenhöhlen entziffern sie Zeichen
    und tragen ihre Schatten zur Kunst

    und tret ich doch in dieses land
    das so rein so rein wie klares Wasser sei

    tief in die dunkelsten Gräber hinab zum Feierabend
    nur dort kommen die besten Gedichte zusammen
    lassen wir sie laut lesen wie es unsere Väter taten
    und aus den tiefen hören wir die stimmen
    die unsere Gedichte rezitieren mit Fleiß

    und tret ich doch in dieses land
    das so rein so rein wie klares Wasser sei
    was soll ich Gedichte schreiben für die lebenden

    CIELO himmelsblau

    Ich habe diesen Himmel mir nicht ausgesucht
    den ewig hohen den unendlich blauen
    Es sind schon viele aufgefahren
    und kamen nicht zurück
    und auch die untergingen fielen tief.

    Wer sucht schon selbst den Himmel aus
    der ständig weint und brüllt
    und wenn er schlägt mit seinem Zorn
    Wohin soll ich mich wenden ohne Ort?

    Nur an den Straßen gibt es Halt
    doch warten wir doch vergebens oft
    Bewegen uns am gleichen Platz ein Leben lang.

    Ich bin nicht unter diesem Himmel
    Ich bin nicht unter diesem Blau
    Ich bin ein Stern wie alle dort hochfern

    DVORAK Messe in D

    Vom Kyrie Eleison bis Pacem
    klagen wir betrübt das Göttliche
    in die blühenden Töne

    Weiterblättern zwischen Dornen
    Schöpfen den Fluss
    die harten Balken zu tränken
    Wie schön die alte Orgel erblüht.

    Im Segen des Gesangs steigen die Töne
    Zwischen den Zeilen
    Es fließt ein Bächlein zum rasenden Strom
    Lasst noch einmal klingen MOLL

    Wenn aber die Glocken läuten
    in den Himmeln des Agnus Dei
    Fallen Menschen auf die Knie.
    Wie Engelschweben

    Es ist kein Ton zuviel im Raum
    Klagen wir betrübt das Göttliche
    in die blühenden Töne.

    Fraglos

    Fraglos – Fraglos die
    stummen Zeiten still
    und wortlos
    keine Antwort

    Ungefragte Fraglos -
    Stille, Atemräume
    Fragloshauch im
    Kältenebel sichtbar
    Kein Ton atmet, Atemlos
    ein und aus im Stimmenhauch
    nur Gurgeln, Stammeln,
    Stimmlos – Stimmlos
    Fraglos

    Kämest du wieder

    Kämest du wieder weiße Wolke eines Tages
    die von Westen nach Osten fliegt
    Kämest du wieder eines schönen Tages ohne zu wissen
    im frühen September eines schönen Tages

    Weiße Wolke kämest du wieder an diesem schönen
    unendlichen Tag so weiß wie heute jetzt himmelhoch
    Wie du vorbeiflogst mit Brüdern und Schwestern
    Erzähle mir vom Gras von Sand vom Meer

    Kämest du einmal zurück und erzählst eines Tages
    du triffst mich hier wie immer wenn ich nach oben schaue
    ziehst du vorüber im weißen Kleid deiner Unschuld

    Ich werde Trauer tragen und Blut wenn du wiederkommst
    und nie mehr gehen von diesem Platz
    Mein Herz stand über dir es war die Sonne

    Keine Gedichte

    Dies sind keine Gedichte
    Ungeschrieben Ungelesen Ungespurt
    im Sprachzentrum
    Nichts im Ewignichts
    Gehörloses Wortspinnennetz
    ohne Kopf

    Dies sind keine Gedichte
    gefüllter Zeilen im Trauermarsch
    Schmetterlinge flattern
    über den Gräbern
    im Dauerschlaf
    Jetzt sollst du träumen
    und in Gedichte fliehen

    Dies sind keine Gedichte
    Ungeschrieben Ungelesen Ungespurt
    auf diesem nackten Blatt Papier
    unschuldig weiß

    Dies sind keine Gedichte
    die als Gedichte kommen
    und wortlos gehen
    und spurlos verschwinden

    Narrativ kennt jeder

    Narrativ
    der Kulturkreis –
    kennt jeder
    das Allgemeine
    das Erzählerische Wissen –
    kennt jeder
    aber
    das wissenschaftliche
    Wissen
    das Wissenschaftliche,
    beschäftigt die Mathematik
    Zusammenhänge der Natur
    theoretisch
    sehr theoretisch
    kennt jeder

    Kindergarten 1953

    Die kleinen Klapperschlangen spielten
    hinter dem Strich der Reformation
    Wir aber trugen Hirschleder
    ohne wenn und aber

    alles mit Jesulein und Ave Maria
    gab’s Prügel auf dem Schulhof
    hinter der Linie
    bis aufs Blut

    Viel Schlimmeres
    Prügelstöcke nach verlorenem Krieg

    das Schlimmste -:
    Kakaogeld vergessen
    alles Jesulein und Ave Maria
    wenn sich die Klapperschlangen drehten
    gab’s Nachsitzen
    Kein Vergnügen
    Selbst Spielen war Ernst

    Aber heute noch sehe ich wie
    die kleinen Klapperschlangen spielten

    Leser

    Wir, die Lesenden, kennen die Welt
    die verkehrte Welt
    nur aus unseren Büchern.
    Wir, lesen doch mit beiden Augen
    und leben doch in anderen Welten.
    Wenn ich die Türen öffne – STAUNEN

    Wir, die Lesenden, kennen die Welt
    nur von den Hörenden
    erfahren sie
    vergänglich und flüchtig
    teilen wir uns alles mit
    Was schon immer doppelt vorhanden

    Wir, die Lesenden, kennen die Welt
    Hier, nicht ohne den Unterschied
    Wann und wo wir hinausgehen
    von Innen nach Außen
    entsteigt unser Gedicht
    Dunkel dem Licht

    Liebe, du weißt....

    mein Herz fiel, noch ehe es geöffnet
    brennt nun auf kaltem Marmor
    der in der Röte wunder Rosen
    mein Herz tötet, noch ehe es spricht.

    mein Herz zerfloss ehe es geschöpft,
    fließt nun hinauf in die Schöße
    der sich ewig Liebenden
    Mein Herz ertrinkt, ehe es geatmet

    Wo sind die Töne die erklangen
    in der Nacht, am heraufbeschwörten Tag
    als wir uns liebten,

    Wo sind die Schreie die erklangen
    in der Nacht, am heraufbeschwörten Tag
    als unsere Liebe entbrannte. Du weißt.

    Meiner Schreibe

    Der Himmel deckt sich über meinen weißen Schlaf
    Du, schreibst in diesen Gedanken dir
    Dein Wort unter unserem Himmel.
    Komm, komm, hilf mir den Text verschieben

    Der Himmel deckt sich über meinen weißen Schlaf
    Dir gefällt nicht dieser Text der dich beschreibt
    Du glaubst mir das er unbedeutend
    und sich entfaltet so wie du am Abend

    Ach, wenn ich tot bin werd ich Weiterschreiben
    Wort für Wort und Wort
    wird meine Zunge deine Reden schreiben

    Ach wenn ich tot bin werd ich Weiterschreiben
    Wort für Wort und Wort
    und meine gebrochenen Augen von dir lesen.

    Scheinheilig vergangen

    Ich fühle die Worte nicht
    es ist kein Gefühl für Sätze
    weiche und narbte Worte
    stoßen sich ab

    Wie Wasser von herzem Stein
    Wie Wasser von Blau, Genau

    Ich fühle die Worte nicht
    im immer Stromauf - Lachsgleich

    die Worte zu Götterhöhe,
    Trinke auf halbem Wege
    aus dem bitteren Brunnen - scheinheilig

    Ich fühle die Worte nicht
    es ist kein Gefühl für Sätze
    bei den Quellen vergangen

    Schöpfungsstunde

    Nun kommt die Stunde
    in der die Worte aufgestiegen
    heraufgeworfen
    waren da,
    wo vorher nichts
    von ihnen war

    Doch,
    als der Dämmerzustand
    endete
    Da war ich leer und hungernd,
    taumelnd

    Unvergleichlich
    - mit Roger Willemsen und
    Benjamin von Stuckrad-Barre -

    Alles unvergleichlich wie man nachsagt
    aber was soll´s?
    Alles unvergleichlich
    Nicht mit diesem Roger Willemsen
    und auch nicht mit Benjamin von Stuckrad – Barre
    Kein Vergleich
    alles unter den Schein Werfern
    Glücklos, trostlos, langweilig
    Wir haben uns nie geliebt
    Niemals
    aber unser Publikum lacht
    über alles über jeden über all
    wie über den Clown der sich bald
    den Hals bricht.
    alles unvergleichlich wie man nachsagt,
    aber was soll´s?
    Alles über Allem wird schwer und
    Alles wird schwer über uns
    Nicht mit diesem Roger Willemsen
    und auch nicht mit Benjamin von Stuckrad – Barre
    vergleichbar
    vielleicht zwischen den Zeilen
    vielleicht zwischen den Worten
    vielleicht auf der Mitte des Weges
    alles was Menschenmöglich
    von den Ursprüngen der Geschichten
    bis zu deren Sterbebetten
    Alles Unvergleichlich
    Unvergleichlich

    Würgen

    Alles empirisch,
    Schicht um Schicht
    Millionen
    fruchtbare und furchtbare Jahre
    Mit dem Abgrund fängt`s an:
    Tiefschlafschichten
    Versunken – Hocharbeiten ins REM
    Wende der Zeiten

    Friedensfürsten bis zur Grasnabe
    Von Unten.
    Unerreichbar unterm Himmelsblau

    Heilsam; den Schwarzwald sehen?
    Schinderhütte
    Knüppelpfade zu Einsiedeleien
    Anspruch und Ungesprochen
    ungelöste feuchte
    Herzen

    Aachen, Am Hof

    EISZEIT, kalte Brüste
    schwülheißer Hintern
    überall Pflaster

    Chic auf Alt
    Von Römerbad bis Domkeller
    Nur kein Verkehr
    Fühlt ihr es auch wie wir

    Ihr Klingeltöne

    Ihr zerstörten Freizeitler
    Ihr Schleckermäuler schokoladenhäutige
    ihr Liebhaber des edlen Gerstensaftes

    Du liest mein Gedicht

    Du liest
    du liest mein Gedicht
    du liest noch einmal mein Gedicht
    du schweigst, liest noch einmal
    dein Auge tränt über deine Wangen
    das Gedicht ist leicht folglich so schwer
    und dir bekannt wie dir der Text
    es bleibt still während du
    jeden Buchstaben neu betrachtest
    kein Wort zu wenig kein Wort zu viel
    Mein Herz wird schwer ich gehe
    und heute fast ein Jahr vergangen
    Du liest
    du liest mein Gedicht
    du liest mein Gedicht noch immer
    Ich aber seufze!

    EISKALT

    Eiskalt dieses Leben
    unerkannt
    bleiben Illusion und Glaube
    Viele Schichten von Geschichten
    zur Geschichte
    Vom Ursprung zur Distanz

    Beugen wir uns noch
    an der Quelle trinkend
    von Erinnerungen
    Ursprünglich von tiefem Grund
    Geburten folgend
    ohne Eingriff, ohne Götter
    Neuen Bedeutungsschichten

    Der schöne Krug
    den wir zur Quelle trugen
    nur gibt Kraft weiter zu leben

    Es ist der Quell der unter vielen
    unentdeckten Schichten
    unzerstörbar weiterfließt
    ungetrübt noch mit sich selber spielt

    Ijskoud

    Ijskoud dit leven
    onherkennt
    blijven ilusion en geloof
    Veele laage van geschiedenisse
    toe geschidenis
    Van oorsprong toe afstand

    Buigen wij ons nog
    an de bron drinkend
    van herinneringe
    Oorspronglik van diepe grond
    Geboorten volgend
    zonder ingreep, zonder godde
    Niewe betekenenlaage

    De mooie kruik
    deze wij toe de bron gedragen
    maar geeft kracht verder te leven

    Et is de bron die onder veele
    onontdekkte laage
    onvernielt verderstromd
    ongetroebelt nog met zich zelf spelt

    Холодно.

    Ледянaя эта жизнь
    Неопознанная,
    Лишь иллюзии и вера остаются.
    Много сменилось историй
    От рождение к настоящему.

    Но мы все еще склоняемся
    Чтобы пить из родника
    Воспоминаний,
    Первоначально из глубокой причины
    Рождения следуя,
    без вмешательства, без богов,
    Новым сменам придавая значения.

    Прекрасный кувшин
    Мы несли к роднику.
    Только силу дай, чтобы жить продолжать.

    Этот источник под многими
    Еще неоткрытыми слоями
    Продолжает течь,
    Играя еще безмятежно с самим собой.

    Holodno.

    Ledjanaja jeta zhizn'
    Neopoznannaja,
    Lish' illjuzii i vera ostajutsja.
    Mnogo smenilos' istorij
    Ot rozhdenie k nastojashhemu.

    No my vse eshhe sklonjaemsja
    CHtoby pit' iz rodnika
    Vospominanij,
    Pervonachal'no iz glubokoj prichiny
    Rozhdenija sleduja,
    bez vmeshatel'stva, bez bogov,
    Novym smenam pridavaja znachenija.

    Prekrasnyj kuvshin
    My nesli k rodniku.
    Tol'ko silu daj, chtoby zhit' prodolzhat'.

    JEtot istochnik pod mnogimi
    Eshhe neotkrytymi slojami
    Prodolzhaet tech',
    Igraja eshhe bezmjatezhno s samim soboj.

    Ich tauche auf aus meinen Niemandsschichten

    Ich tauche auf aus meinen Niemandsschichten
    Ich tauche auf aus Herz und Kopf
    alles was mir noch fehlt
    drei, zwei, eins – mein´s

    Was ich mir nicht kaufen kann
    dies bisschen Verstand
    was ich mir nicht kaufen kann
    dies bisschen Liebe
    was ich mir nicht kaufen kann
    das zwischen dir und mir
    das was wir „mitmenschlich“ nennen

    In meinem Elternhaus hingen keine toten Schweine
    wurde auch kein Krieg gespielt
    alles bürgerlich, alles spießig

    Ich tauche auf aus den Niemandsschichten
    Ich tauche auf aus Herz und Kopf
    all diese Krankheiten auf der Haut
    mit Worten zuschmieren wie mit Salben
    diese syphillistischen Krankheiten
    des Genius poetica zwischen uns
    immer neu infizierend

    Landschaften zwischen Erzählenden und Hörer
    unter dem Mikroskop – Monaden –
    Schichten um Schichten alles Geschichten
    Verstand, Liebe und Mitmenschlichkeit
    alles Leichenschauhaus, alles pathologisch
    Nahe dem Ufer liegt die Droste im Grase
    Nahe dem Ufer liegt die Droste im Grase
    aus trunkenen Quellen ein Schöpfungsschrei
    aber
    alles so Dicht, Gipfel und Wolken
    nicht Pfarrer Oberlin und Dichter Lenz im Steinthale
    in wahnsinnigen drei Wochen, o Ideale

    Aus verachteter Natur
    werden Menschen zu Holzpuppen.
    Ist dieser Himmel schöner als die Welt?
    Zum Leben das Leben, mit Fleisch und Blut.

    Soviel zwischen Tal und Himmel.
    Graue Wolken mal unten mal oben.

    Escape ins All, schmerzhaft den Kopf im Moos
    aus trunkenen Quellen ein Schöpfungsschrei
    Innen geplagt und zerrissen in Depressionen
    kein Außen. Leere Mitte, nichts anderes.

    Bewusstlos vor all den Träumen erscheinen
    denkbare Bilder; nicht mir, nicht dir
    Ein phalerae für das Heer der aqulifai
    aber alles so dicht, mal unten, mal oben

    Leere, vollkommene Leere - in der Mitte.
    Rechts und links saugen die Ränder ins Zentrum
    doch dies ist wieder eine andere Geschichte
    keine Nänie für Frühgeburten
    Aus trunkenen Quellen ein Schöpfungsschrei.

    Noch richtet sich die Welt nach meinen Worten
    Alles hat doppelte Bedeutung und Kontinuität
    Nichts war und nichts wird sein
    Verkünden ewig wiederkehrend die Wellen

    NICHTS

    Unschlagbar harte Worte in Urgestein
    Ihr steht am Fuß der Schichten
    nach dem Schritt am Bodengrund
    kein Echo – kein Wort
    Schichten und am Anfang Himmel
    Allein, Einsam und Allein
    mit dem Selbst
    mit dem Handgriff den Faden finden
    bleibt: NICHTS
    zwischen Muschelkalksandschichten
    längst verschwundener Meere
    wie wir verschwunden
    Unschlagbar harte Worte in Urgestein
    kein Münchhausen zieht es selbst
    bis die See kommt und aufschwemmt
    bleibt: NICHTS
    Tonlos in den Schichten in Urgestein
    hören, Noch den Knall
    der Entstehung dieser Welt

    Nur im harten Sturmwind
    stehe ich fest

    Nur im harten Sturmwind
    stehe ich fest
    Nur im harten Anflug der Worte an der Klippe
    mit meinen Flügeln
    befestigt mit Bienenwachs
    Wachsworte in eurem Mund
    Schmelzen wie Schaum
    Schäumen wie Schmelz
    Mund voller Wachsworte
    Von dieser Klippe
    Sonnenaufgang, Sonnenuntergang
    aushalten verblendet
    über der Mitte von Wasserhimmelblau
    Nur im harten Sturmwind stehe ich fest
    Nur im harten Anflug der Worte
    an der Klippe
    Zerstört und ruiniert
    mit der Suche nach dem Poeten

    Warum du

    Warum du
    sprichst noch diese Wälder auf die See an
    alle Götter sind verschwunden so wie du

    Allein du
    Gestern noch, ging einer übers Meer
    Verbannt ist von Augustus nach Thomae
    so ins Antiparadies der Gegenwart Berlin
    die Sprache

    Wirklich, diese haben alle ja so Recht
    aber sie meinen es nicht echt
    diese Frage sei mir erlaubt

    Keiner, keiner, Nein nicht einer
    nichteinmal wir selbst am allerwenigsten
    Wenn wir das Alles vorher gewusst hätten

    G E D I C H T E
    GEDICHTE aus einer Hand

    Manfred Hubert Freude geb. am 02.04.1948 in Aachen
    Kunst-, (Ästhetik-), Philosophie-, (Lyrik-), Sprachen- + Literaturstudium an der RWTH Aachen. Sänger in Chören. Erste Gedichte 1968. Neue Gedichte ab 2002; ab 2003 erste Internetveröffentlichung. Gedichte, Gegenwartslyrik, Lyrische Texte, Heiku, Zitate, Aachener Mundart, Storys, Kurzgeschichten, im Besonderen Escapistenlyrik, - Interesse gilt im Kern Gedichten.

    Stationen u. a. : Kaufmann, Handwerker, Dichter, Rhetorik, Computer- Sprach- und Chorgesang. Kunst-, Musik-, Philosophie- und Lyrik. Angestellt und Gasthörerstudium an der RWTH Aachen, Philosophie, Kunst, Sprachen + Literatur (Schwerpunkte Ästhetik und Lyrik)

    Arbeitsgebiete: Gedichte, Gegenwartslyrik, Lyrische Texte, Heiku, Limericks, Zitate, Aachener Mundart, Storys, Kurzgeschichten, Escapistenlyrik

    Schreibe über WORTE, über Gedanken, über Zeit und Zeiten, über Tod, Abschied und Einsamkeit und den WEG, – SINN - Liebe – Kunst – Vergänglichkeit – Chorgesang – Politik – Hoffnung – Leben

    weit über 1.000 Gedichte; u. a. 63 Gedichte „Mallorkinische Reise“ weitere Themen und Autoreninfo

    Homepage: www.myblog.de/freude
    Auf der Homepage der Else-Lasker-Schüler Gesellschaft www.ELS.de unter / Archiv/Wortwerkstatt Gedichte: Kapitulation, Literamorgue, Land unter, Eiskalt, Warum du, Spiel nicht erhabenschön
    Übersetzungen von englisch, spanisch, lateinisch und niederländisch in Deutsch.
    Gedicht Eiskalt übersetzt NL bei www.Gedicht.nu Ijskoud außerdem in russisch/kyrillisch.

    Bei Interesse an Gedichten und selber diskutieren: über www.kbx7.de selber kostenlos anmelden teilnehmen an der Diskussionsliste: GEDICHTE@kbx7.de

    Veröffentlichungen (Auswahl): LuuP e.V. im Park Goethestraße 2003 und 2005, VDK Chor + Konzert Heft 3/2004 Nr. 116 - Chormusik,; CD für Schüler und Schulen Horicons 2020 CD Locando-Siemens Projekt: Gedicht: „Zukunft“ Auflage 10 Tausend; Literamus 27 – Älterwerden 3-88746-749-6; Buchanthologie: Ein Zeichen von Dir, - Liebeslyrik; Liebesgedichte 204 Seiten, Juni 2005 ISBN Nr. 3-938607-25-4 Die Vielfalt unterschiedlicher Liebesgedichte, die der Band enthält: Nachtlicht eines schönen Abends, In Liebe So war die Liebe wie der Tag, Venus, Herz, fasziniert. Beziehungshumor, Leidenschaft, Erotik und stille, nachdenkliche Zeilen sind zu entdecken; Bundesgartenschau 2005; CD "Frühlingsgefühle- ein Sommernachtstraum" der Gruppe 4w. Text "Frühlingstrauminstinkte" von Sprecher Peter Puppe interpretiert auf Hörbuchanthologie CD; Die Junge Akademie Berlin: Gedicht welche Sprache spricht Europa bei Wanderausstellung Berlin; Sommerfelder Buchverlag Anthologie: Leben in der Großstadt; Okt.2005 Gedichtband „Beziehungsweise“ MBVerlag; 2005 Bibliothek deutschsprachiger Gedichte, Ausgewählte Werke VIII Gedicht;

    Lesungen: Autorenkreis, Aachener Barockfabrik,; Cafe Couleur,; Lousberglesung im Rahmen der Aachener Literaturtage 2005 der Stadt Aachen ,;

    Eskapistenlyrik

    das hermetische Gedicht öffnet sich. Escapistenlyrik,
    eine Lyrik des Entfliehens durch Traum und Rausch.
    Es ist beschrieben, was für das Verständnis der Escapistenlyrik wichtig ist. Escape (englisch) - entfliehen
    Folgen wir der Verlockung, dem Anreiz einer Fährte,
    einer Piste, einer Spur.
    Geben wir uns der Verlockung einer Spur zu folgen.
    Brechen wir aus, entfliehen wir der Realität.
    Machen wir uns heimlich davon (durchbrennen).
    Entkommen, entrinnen wir mit einem Geistesblitz, dem Köder der uns in die Realität locken will, mittels eines Seitensprungs.
    Werfen wir den Hut (Escape – cappa) und verlassen den Turm und kehren zurück zur Außenwelt.
    Die Escapistenlyrik entflieht dem hermetischen Gedicht. (das vollbringt die Dichtung mit ihrer rhetorischen Verdichtung, ihrem Interesse nach Hermetik und der Deviation vom Realen dem Ausstieg aus dem abgeschlossenen dem Unwirklichen; das Reale aus einem sicheren Ort zu betrachten.

    Das eskapistische Gedicht ist deshalb gerechtfertigt, weil es für die Zeit eines Gedankens von der Realität des Lesens ablenkt.

    Das hermetische ist nämlich nicht
    der sichere Ort für das Gedicht.

    Hermetik goes escapism, das hermetische Gedicht öffnet sich zur Escapistenlyrik. Fugenlyrik (Latein: fuga das fliehen, die Flucht)

    Ergeben wir uns dem Folgenden.
    Wir entfliehen um zu bleiben. Wir entfliehen. Weg von der Lichtung ins Dickicht, um praktisch unsichtbar die Lichtung zu betrachten.
    Die Dichtung entflieht aus der Realität (dem Glaskasten), entrinnt dem Unwirklichen (der Welt) entrinnt die Realität (die Spießer) zu betrachten.

    Der Ausstieg aus dem hermetischen, dem unverständlichen, dem Verschwiegenen.

    Escapistenlyrik, Fluchtlyrik, Fliehendengedichte
    Eskapisten, Fliehende, Escape, Fliehen

    Wir müssen dem Leib, dem Körper entfliehen, unserem Leib wie dem Mutterleib, der hermetischen Fluchtblase.

    Lesen wir ein gutes Buch und irgendwann geschieht es, das wir uns nicht mehr im Raum befinden in dem wir uns befinden. Wir sind entflohen. Wir haben uns von einer Stelle des Textes vom lesen in den Text begeben.
    Eine Escapade.
    Wir haben nicht den Raum des Lesens verlassen, sind vielmehr in die Sätze, die Worte eingetaucht.
    Eingetaucht in die Leere, in die Mitte. Die verlorene Mitte.
    Bis in den Ursprung. Wovon Ursprung? Von der Quelle? Es gibt keine Quelle. Alles ist unendlicher Regress. Wir kreisen um die Mitte der Quelle. Wir füllen diese Mitte. Mitte schwarzer Leere.
    Rechts und links vom Rand saugt uns die Mitte eines schwarzen Lochs ins Zentrum.

    Wir beschreiben ein Dichter-Ritual, eine Fluchtdichtung
    in das Innere der Seele. Steigen aus der Quelle. Fließen mit dem Fluss der Flüsse ins Meer. Steigen auf zu den Wolken. Regnen uns ab in den Bergen und dringen zu den Unterirdischen Seen. Aufzusteigen zu unserer Quelle. Alles ist unendlicher Regress.
    Wir kreisen um die Mitte der Quelle.
    Wir rufen die Totengeister, die Dichtergeister.
    Die Dichter als Schamanen und wir vollziehen eine Guffa,
    eine Guffa ist eine Reise ins Innere der Seele.

    Wie schreibt Dichtervater Goethe in einem Gedichtsonett über das Sonett:
    Natur und Kunst, sie scheinen sich zu fliehen
    und haben sich, eh man es denkt, gefunden;
    Der Widerhall ist auch mir verschwunden
    und beide scheinen gleich mich anzuziehen

    das Gesprochene, Ausgesprochene und das Gedachte, bedacht ausgesprochene Wort, das Dichterwort.. scheinen zu fliehen.
    Vielleicht beziehen wir uns auch als Dichter auf etwas was Helmut Lamprecht der Dichter in der Deutschstunde fragt: „Was will der Dichter damit sagen .........warum denn die Dichter nicht gleich das sagten, was sie gar nicht sagen wollten.“
    Genau das ist der Punkt. Wenn der Dichter nur das Leben beschreibt, können wir es ja selber leben.

    Der Dichter beschreibt das Leben und wir merken nicht die Eskapade. Natur und Kunst, sie scheinen sich zu fliehen.
    Das bedeutet: Das Gedicht flieht indem es gelesen wird, indem wir Erkenntnis gekostet haben, ist das Paradies verloren.

    Lyrik oder Poetik führen auf je ihre Weise heraus aus der Enge gewohnter Umgebung.
    Der Leser verlässt den Angestammten Ort und begibt sich auf eine Reise. Eine Geistreise.

    Die Worte entfliehen und werden immer wieder an anderen Orten von anderen Lesern und Schreibern aufgegriffen. Ohne das je einer das Wort für sich beanspruchen kann. Er hätte es etwa für sich selber eingeschlossen.

    Latein: fuga das Fliehen, die Flucht
    Die Gedanken bleiben im Schädel hermetisch verschlossen im Gehirn; bis sie entfliehen.

    Oft entfliehen wir bereits bei der Beobachtung der Natur durch das Perspektiv, das Mikroskop oder das Teleskop. Durch die Veränderung unserer Seh-Schärfe, durch scharfes – sehen. Durch das Betrachten des Himmels, der Galaxien. Fernster Galaxien durch die Hubbel-Teleskope. Wir begeben uns in andere Wahrnehmungsräume.

    Für die neue Ästhetik für den Antitext, zu den Bildern entsteht Antitext – technische Bilder – benötigen wir Einbildungskraft und Begriffskraft. Diese sind Voraussetzung für die Eskapade in der Escapistenlyrik. Das Eskapistengedicht will aufklären – Berühren.
    Bildet sich der Text begreiflicherweise als Gebäude so eröffnet er gleichzeitig immer weitere Räume.
    Der Text und die Bilder entstehen erst beim Lesen.

    Der Auseinandersetzung mit Kunst und Dichtung:
    Kunst erkennen heißt Selbstreflexion.
    Goethe: Natur und Kunst, sie scheinen sich zu fliehen
    und haben sich, eh man es denkt, gefunden
    Die Menge des Konsums in Kunst wie Literatur und Dichtung, befreit nicht vom Geschmack allgemein.
    Das Originale ist das Originelle, das Echte.
    Das Schaffen ist die Übersetzung von Innen ins Äußerliche. Kunst ahmt Kunst nach, variiert.

    Wir unterscheiden aber ein Denken und Sprechen, das wir wissenschaftlich bezeichnen. Denken und Reden schließen aber die Gleichzeitigkeit zweier Bedeutungen aus. Diese Gleichzeitigkeit wäre das Zeichen der Unwissenschaftlichkeit eines Ausdrucks und verstieße gegen die Logik. Wir benötigen aber den Zugang zur Welt, den wir unter anderem auch über die Dichtung und die Metapher erreichen und dies im Besonderen über die Eskapade.
    Den Zugang zur Welt über 1. den Begriff und 2. das Wort.
    Entfliehen kann das Wort, (Escape,) frei von allen Urteilen, Vorurteilen oder Wissenschaft.
    Der Eskapismus ist bereit, dem hermetischen zu entfliehen, die Escapistenlyrik entflieht dem hermetischen Gedicht. Das hermetische ist nämlich nicht der sichere Ort für das Gedicht.

    Nur in der Sprachlosigkeit: dem anderen das Wort, die Sprache entziehen, ist die Gewalt. Und sprechen wir vom Gedicht, so sprechen wir von Gewalt. Nicht jedem guten Gedicht kann man so ohne weiteres zuhören, ohne irgendeinen Schaden zu leiden.
    Und was bedeutet dies für das Gedicht?
    Man musste feststellen, das hermetisch eingeschlossene Monster Mensch, sich als erschreckend normal herausstellte.
    Wie dicht muss ein Gedicht werden, das es aus Platzmangel fliehen oder sterben muss?
    Und als entflohenes Gedicht zur Escapistenlyrik.

    Escapistenlyrik: escapism – entfliehen, Flucht vor der Persönlichkeit. Die Escapistenlyrik entflieht dem hermetischen Gedicht durch Traum und Rausch.
    Apoll und Dionysos lassen grüßen.

    G E D I C H T E
    GEDICHTE aus einer Hand

    MANFRED H. FREUDE

    Manfred Hubert Freude geb. am 02.04.1948 in Aachen
    Kunst-, (Ästhetik-), Philosophie-, (Lyrik-), Sprachen- + Literatur an der RWTH Aachen. Sänger in Chören. Erste Gedichte 1968. Neue Gedichte ab 2002; ab 2003 erste Internetveröffentlichung. Gedichte, (auch in Mundart Aachener Platt) Gegenwartslyrik, Lyrische Texte, Heiku, Zitate, Aachener Mundart, Storys, Kurzgeschichten, Escapistenlyrik

  • Meine Welt ist eine Scheibe

    Meine Welt ist eine Scheibe!
    Je stärker es dahinter dunkelt
    spiegelst du dich, erkennst
    deine Seele – im Gedicht!
    Aachen, 2006-03-24

    © 2005 MANFRED H. FREUDE

    Mein Gedicht ist eine Scheibe

    Mein Gedicht ( die Welt ) ist eine Scheibe (Glas)

    Ich bedeute ( durch ) die Scheibe

    Man erkennt, glaubt, sieht ( Theorie, Wissen ) durch die Scheibe.

    Mein Gedicht ( die Welt ) ist
    das sich in dieser Scheibe Spiegelnde
    ( Doxa, Meinung )

    Das Deutbare ist nicht Eindeutig, nicht Begrifflich.

    Lese meine Gedichte: Reflektiere, bilde die Ausnahme, empfinde, betone.

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